Friedensfahrt RF 2017 (3. Teil)

Hier nun der 3. und letzte Teil des Reiseberichts von Johanniskraut.

Am nächsten Tag bin ich mit Walter und Norbert zum Lenin Mausoleum und rein da. Kostet kein Eintritt, muss man aber lange Schlange stehen. Leider hatte ich am Vorabend vergessen meine Camera auf zu laden und ohne Akku bleibt sie halt im Bus. Man wird dann vom Sicherheitspersonal, dass an jeder Ecke steht im Mausoleumsbereich, stetig weiter gescheucht. Also stehen bleiben und Fotos machen is nicht. Im Mausoleum selber, darf man eh nicht photographieren. Da ist es ganz dunkel und schummerig und man kommt die Treppe runter biegt um die Ecke in den Saal und da liegt der gute Lenin, in seinem Sarg hinter Glas – der Deckel ist angehoben, so dass man ihn da liegen sieht. Und es ist der echte Lenin, der da liegt! Die haben ihn tatsächlich ausgestopft! Da liegt er, die Arme angewinkelt und eine Hand zur Faust geballt…

Anschließend sind wir in den Kreml rein. Ticket kaufen (500 Rubel = 500:68=7,35 €) und rein da. Wir haben einen großen Rundgang gemacht und sind kurz in die verschiedenen Kirchen rein. Die Regierungsgebäude kann man natürlich nicht betreten. Nachdem wir wieder draußen waren, haben wir uns mit der ganzen Gruppe vor dem Grab des unbekannten Soldaten getroffen, um an der ewigen Flamme Blumen nieder zu legen. Wir wurden von den Sicherheitsbeamten zuerst auf den Manege Platz vor dem Platz der ewigen Flamme gescheucht, damit die Sicherheitsbeamten in Ruhe den Platz vor der ewigen Flamme räumen und absperren können. Als das vollbracht war, wurden wir auf den Platz gelassen und konnten in Ruhe ein paar Reden halten und unsere roten Nelken ablegen. Das war unglaublich bewegend. Schließlich waren es UNSERE Vorfahren, die es durch ihr Handeln nötig gemacht haben, das dieses Mahnmal dort stehen muss. Und wir sind gekommen und dazu da, um aus zu drücken, dass so etwas NIEMALS, NIEMALS, NIEMALS wieder passieren darf!!! Und es ist das höchste Ehrenmal direkt am Kreml, welches Putin – zuletzt bei strömenden Regen – auch ein mal im Jahr besucht um Blumen nieder zu legen. Sehr bewegend!

Am nächsten Tag stand der Gorki Park auf dem Programm.

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ist vom Rand des Gorki Parks über den Fluss hinweg photographiert.

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zeigt die Springbrunnenanlage am Eingang vom Gorki Park.

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und Video 60 zeigt den Eingangsbereich. Da haben wir einen deutsch-russischen Flashmop organisiert. Und einige Russen/Innen in original Trachten sind dem Aufruf gefolgt und zu uns gestoßen. Diese Russen/Innen haben uns dann auch per Metro

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und Video 61 und anschließendem Bus zu den Nachtwölfen geführt, die uns für diesen Abend eingeladen hatten.

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war draußen an der Straße bis wir dann zum Eingang kamen

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Wir wurden dann von freundlichen Frauen begrüßt

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und konnten langsam das Gelände erkunden

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und Video 62, Video 63. Besonders geil war das „Collosseum“

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Video 64, Video 65 wo es Tische und Bänke hat und von wo man ein ausgezeichneten Blick zur Bühne hat – halt von oben runter. Nachdem alle kleckerweise eingetroffen waren gabs ne Begrüßungsrede

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die ich auch vom Collosseum aus photographierte und die natürlich übersetzt wurde.

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zeigt die Speisekarte, natürlich nur auf Russisch. Dann als es gerade dunkel wurde und die Nachtwölfe die ganzen Lampen anschalteten, war leider der Akku meiner Camera wieder leer. Auch rechts im Hauptgebäude gäbe es noch wahnsinnig viel zu photographieren – aber ohne Akku geht eben nix. Den ganzen Abend traten irgendwelche russischen Bands auf und gegen 23 Uhr gabs noch ne Vorführung von allerlei Vehikeln die die Nachtwölfe dem Mad Max Film entnommen und nachgebaut hatten und die dann der Reihe nach über den Hauptplatz fuhren. Um 24 Uhr standen draußen die Reisebusse bereit, um uns ins Hotel zurück zu fahren. Einige von uns schwankten schwer.
Am nächsten Morgen weckte mich Tamara, die ein Zimmer im 17ten Stockwerk des Beta-Hotel hatte und ich kam noch mal in den Genuss einer Dusche. Das nutzte ich gleich, um ein Filmchen zu drehen Video 66. Und dann war auch schon die Abreise nach Smolensk.
Kurz vor Smolensk trafen wir uns alle, um gemeinsam als Kolonne in Smolensk ein zu reiten

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und Video 67. Natürlich war der Reisebus wieder zu spät dran und auch sonst glänzten etliche der Friedensfahrer durch Abwesenheit. In Smolensk parkten wir alle an einem Platz

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und wurden von Smolensker Russen in Empfang genommen. Nun teilte sich die Gruppe in zwei Teile. Die einen, die erst eine Stadtführung machen wollten und dann einen Cafe-Besuch und eine Gruppe die erst einen Cafe-Besuch und dann Stadtführung machen wollte. Walter, Norbert und ich schlossen sich ersterer Gruppe an und wir liefen los, entlang der alten Stadtmauer, die in vier Kriegen die Stadt verteidigt hat. Zuerst ging es gegen Napoleon, dann gegen Polen – zwei mal glaube ich, und dann gegen die Deutschen

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Gruppenfoto vor dem Wort Smolensk

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Und eine besondere Stelle am Fluss, wo sich frisch vermählte Paare photographieren lassen und ein Vorhängeschloss an den Baumskulpturen anbringen

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Aus dem Park heraus

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und weiter zum Leninplatz

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Am rande des Leninplatzes steht ein Wegweiser mit den Freundschaftsstädten von Smolensk. Einen deutsche Stadt – Hagen – ist auch dabei

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Schade das niemand von uns vor der Reise bei der Hagener Stadtverwaltung vorstellig geworden ist, um denen eine Grußbotschaft aus dem Ärmel zu leiern. Der Leninplatz

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von Kindern bespielt. Dann zurück zum Parkplatz diesmal von der anderen Seite

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Kaum zurück wurden wir auch schon zum nächsten Programmpunkt gebeten. Von unserem Parkplatz aus, rein in den Wald zur ewigen Flamme

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und Video 68,Video 69, Reden von verschiedenen örtlichen Vertretern (Bürgermeister, Tante von Sozialausschuß oder so ähnlich, Rainer Rothfuss und Konstantin für uns) und dann feierliche Blumenniederlegung.

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ist nach der Blumenniederlegung.

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zeigt das Denkmal für den Soldaten, der in Berlin die rote Flagge auf dem Reichstag gehißt hat. Dann schnappte ich mir eine der zahlreichen russischen Voluntäre und machte ihr mit Händen und Füßen und mit Google-Translator klar, dass ich Geld wechseln muss und jede menge Zigaretten kaufen will (kosten im Russland ca. 1€ pro Schachtel). Und so begann meine lustige Odysee mit der Volontärin

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Vorbei an dem schönen Plakat eines Offiziers mit Friedenstaube in der Hand

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weiter durch irgendwelche Straßen mit Basilika im Hintergrund

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So gelangten wir an eine Bank und anschließend fanden wir einen Supermarkt, der mir 5 Stangen Philipp Morris verkaufen konnte. Ich wollte eigentlich Apollo Zigaretten (ne coole russische Marke mit ner Weltkugel und ner Rakete auf der Schachtel) aber man sagte mir das Philipp Morris, Apollo übernommen habe und es Apollo nicht mehr gebe. Scheiße. Also eben langweilige Philipp Morris. Kosten immerhin das gleiche. Wir sind dann noch mal zur Kirche runter gelatscht und haben ein bisschen gefilmt

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Dann sind wir in eine Seitenstraße eingebogen

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und standen plötzlich vor einem weiteren Ehrenmal des 2ten WK

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Bis wir dann über den Leninplatz wieder an unserem Parkplatz anlangten, wo mein Auto mutterseelen allein stand und die hiesige Polizei schon leicht mit den Füßen scharrte, ich solle nun endlich wegfahren dieser Platz ist gewöhnlich für Autos verboten. Ich verabschiedete mich von meiner Führerin und fuhr zum Hotel, dass ich aber nicht gleich fand. So parkte ich in einer Seitenstraße und probierte meine Disko aus Video 71. Dann ging ich die anderen suchen. Ich fand sie in einem Restaurant nicht weit weg, im Gespräch mit dem jungen Dolmetscher, der die Reden an der ewigen Flamme übersetzt hatte. Ich trank ein Bier mit ihnen und lud sie dann zu meinem Bus ein, da ich noch massig Getränke an Bord hatte und die Disko ja bestens funktionierte. Ich dachte die letzte Nacht in Russland, muss gebührend gefeiert werden! Beim verlassen des Lokals sprach mich noch eine Russin in besten Englisch an, die ich kurzerhand auch mit einlud. So feierten wir noch bis spät in die Nacht in und bei meinem Bus.
Am nächsten Morgen verabschiedeten wir noch die „Erinnerungsfahrer“, die in Smolensk an dem Morgen starteten, dann nach Moskau und dann nach Lugansk und nach Donzek und weiter auf die Krim nach Sewastopol fahren wollten. Leider hatte ich Probleme mit meinem Handy und so hab ich nur die zwei Fotos gemacht

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Aber deren an die 10 Autos waren auch einheitlich toll beklebt und beflaggt, mit dem Motiv das der ältere auf seinem weißen T-Shirt hat. Dann ging es zur ewigen Flamme, wo wieder Reden gehalten wurden, die diesmal etwas kürzer ausvielen, weil es angefangen hatte wie aus Kübeln zu schütten. Der Junge in dem schicken Dress ist vermutlich sowas, wie die Armee-Jugend oder so. Davon liefen da noch mehr rum.

Nach dieser Veranstaltung ging es weiter zur Grenze nach Weißrussland. Da Paneurasia, das Reisebüro, was sich um die Visa gekümmert hatte, für Weißrussland ein Gruppenvisum für uns alle beantragt hatte, und wir somit keinen Eintrag in unseren Reisepass hatten, kam von Paneurasia-Eduard die Ansage: „Um 12 Uhr treffen vor der Grenze und dann alle gemeinsam rüber“. Das klappte natürlich hinten und vorne nicht. Und so kleckerten wir alle über die Grenze, wie wir eben ankamen – völlig Problemlos – um dann aber bei den bekloppten weißrussischen Mautgeräten mal eben 5 Std. zu warten zu müssen, bis die scheiß-Papiere ausgefüllt waren und das Mautgerät endlich bezahlt, ausgehändigt und angebracht war. Mit Mautgerät versehen machte ich mich dann 5 Std. später auf den Weg nach Minsk. Die anderen waren inzwischen alle weg und mein Gogglemaps-Navi versagte, weil in Weißrussland weder die deutsche noch die russische SIM-Karte funktionierte. Hotel Bela Rus in Minsk war mein Ziel und die Tour dahin ziemlich abenteuerlich. Nach Minsk zu kommen war kein Problem – aber in Minsk selber zum Hotel zu finden war eine echte Herausforderung. Drei mal musste ich fragen. Drei mal jemanden suchen der Englisch oder Deutsch spricht…Und dann endlich – der riesen Tower dort drüben isses

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Ich also wieder in mein Auto und durch das Gewühl der Großstadt da hin. Und zu guter letzt abbiegen, durch den Gegenverkehr in eine kleine Seitenstraße rein. Wegen dem Gegenverkehr ging das nicht und ich musste auf meiner Fahrspur stehen bleiben und warten und machte sie folglich dicht. Naja dachte ich, hier gibt’s drei Spuren in jede Richtung, wird schon gehen. Aber was mir da für ein gehupe und geschimpfe entgegen schlug hat mich dann doch schockiert. Das Fahren ist in Weißrussland ein ganz anderes, als in Russland (und das Verhältnis der Menschen zu Verkehrsregeln). Endlich eingebogen fuhr ich auf den nächsten Parkplatz, wohin mir dann ein freundlicher Polizeiwagen folgte. Der Polizist ließ mich auf dem Beifahrersitz seines Wagens Platz nehmen und verklickerte mir, via Handy-Google-Translator, das ich die Verkehrsregeln gebrochen hatte und das mit Geldbuße belegt wird. Dann wollte er Pass, Fahrzeugschein und Führerschein sehen. Mein Führerschein war mit dem geklauten Portemonnaie in St. Petersburg abhanden gekommen. Auch hatte ich keine Kreditkarten mehr und kein weißrussisches Geld. Nachdem ich ihm das alles per Google-Translator verklickert hatte, ließ er mich zum Glück laufen. Endlich konnte ich zu den anderen und ließ mich erschöpft in einen Campingstuhl fallen. Ein Bier in der Hotelbar beendete meinen Abend.

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter an die polnische Grenze. Kurz vor der weißrussischen Grenzstadt Brest holte die Polizei mich und ein anderes Fahrzeug gezielt aus dem Konvoi. Wir wurden in das Polizeibüro geführt und mussten Strafe zahlen, wegen Blitzer. Sie hatten von den Geschwindigkeitsmessungen auch gestochen scharfe Fotos von unseren Fahrzeugen. Der Konstantin (Fahrer des zweiten Fahrzeugs), konnte zum Glück russisch, und konnte den Bullen die Sache mit meinem Führerschein erklären. So blieb es bei der Strafe für zu schnelles Fahren. 40 € für 30 km/h zu schnell, war mein Ergebnis. Dann noch Norbert holen, der das mit seiner Kreditkarte für mich bezahlt und weiter ging’s endlich. An ner Tankstelle in Brest die Mautgeräte wieder abgeben und weiter zur Grenze. Dann die weißrussischen Ausreiseformalitäten! Eine ewige Tortour. Bis wir da durch waren…mein Gott, das dauert. Dann die polnischen Einreiseformalitäten! Eine ewige Tortour! Bis wir da durch waren…mein Gott, das dauert. Dann die Fahrt von der Grenze nach Warschau und ein allerletztes Video Video 72….
In Warschau parkten wir in einen Campingplatz in der Stadtmitte, tranken erschöpft noch ein Bier und gingen schlafen. Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Berlin, wo uns am Stadteingang die Polizeieskorte empfing und durch die ganze Stadt zum Brandenburger Tor geleitete. Dort gabs dann noch die Abschlußshow (siehe Sputnik und Druschbaseite) und wir brachen nach und nach in unserer jeweiligen Heimat auf.

63 Gedanken zu „Friedensfahrt RF 2017 (3. Teil)“

  1. Vielen Dank Russophilus!

    Für das generelle zur Verfügung stellen dieser Plattform (das kann gar nicht hoch genug bewertet werden) und für das einbauen von Fotos und Videos in den Reisebericht! 🙂

    Vielen Dank!

  2. Vielen Dank Johanniskraut und Russophilus für den umfangreichen, lebendigen und „Appetit machenden“ Reisebericht, der in vielfältiger Weise imponiert!

  3. Auch von mir nochmals vielen Dank für den 3.Teil dieser atemberaubenden Reise.
    Die Bauten von den Nachtwölfen– einfach gigantisch.
    Ach, nochwas: Der junge Offizier auf dem Bild mit der Taube in der Hand ist Jury Gagarin, der erste Kosmonaut der Russen.

      1. Also ich, lieber Johanniskraut, habe Gagarin in der Schule kennengelernt ;-), im Russisch- und im Geschichtsunterricht.

        Danke für Ihren Reisebericht. Da fällt mir wieder ein, dass wir unsere geplante Reise schon zum dritten Mal verschoben haben.

        1. Liebe Severa

          Sie haben das in der Schule gelernt? Ist doch manchmal auch deutlich von Vorteil im Osten aufgewachsen zu sein!

          Und Ihre geplante Reise haben Sie schon drei mal verschoben? Na, ich hoffe, das mein Reisebericht Sie ermutigt, das nun endlich mal durchziehen? 😉 Lohnt sich doch gewaltig, wie man sehen kann…

          1. Na ja, als Kind des Ostens ist das so. Unsere Verbindungen nach Russland sind leider durch den Tod naher Freunde lockerer geworden. Umso wichtiger ist uns diese Reise.

            Ach ja, wer Kinder im Teenageralter hat und Geld gut anlegen will, schickt die Kinder zum Schüleraustausch nach Russland.

        2. Phil

          (Sehr geehrter Russophilus,

          dieser Test bezieht sich auf PHIL in der Rubrik Propaganda Matrix Update, kann nicht mehr posten oder Kommentare verfolgen, seit dem Update, via PS4 oder PC, das selbe Problem, keine Kommentarfunktion. Geht aber an PHIL.)

          Aha, wenn ich Zins und Zinseszins verstehe, ergibt der westliche Zahlungsverkehr Sinn. Sie sind mein Gläubiger und ich bin Ihnen etwas schuldig, was sie erdacht haben, quasi eine Währung, und dafuer schulde ich ihnen Geld, und Zinsen, obwohl sie keine Deckung vorweisen, koennen, egal in welcher Form.

          Sie schulden mir 9 Kwanza, nehme auch ihr Haus.

          Ich war bei der KFW und kenne die Tricks, Gewinne privatisieren und Verluste besteuern.

          Ich habe heute morgen ins Klo geschissen, in Uganda zahlt mir ein Bauer Geld fuer den Duenger 12 Kwanza, sind dass Zinsen, oder kann das weg?

          ————————————–
          Geringfügig editiert, um Adressaten klar zu machen – Russophilus

      2. Ich habe damals als Kind mit meinen Eltern oft DDR-Fernsehen geschaut und auf diese Weise ist mir das Gesicht von Gagarin, ebenso von German Titow und von Valentina Tereschkowa noch sehr gut in Erinnerung.

  4. @ alle
    Bild 415 und 416
    Vielleicht gibt die kleine Aufschrift auf dem roten T-Shirt des Jungen Auskunft darüber, um welche Organisation es sich bei dieser Art von Uniform handelt? Kann das bitte jemand übersetzen?

    1. Das ist die Organisation „Юнармия“, übersetzt etwa „Junge Armee“. Ihrer Definition nach ist sie eine “ allrussische Militär-patriotische gesellschaftliche Bewegung“. Sie dient der patriotischen Erziehung der Kinder und Jugendlichen (11-18 Jahre) im Sinne Russlands. Sicher ist auch eine vormilitärische Ausbildung mit enthalten. Web: https://yunarmy.ru/
      Wikipedia ( nur Russisch) : https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%AE%D0%BD%D0%B0%D1%80%D0%BC%D0%B8%D1%8F

      Zum 9. Mai dieses Jahres nahmen die Mitglieder der Junarmija in vielen Stäten an der Parade zum Tag des Sieges teil!. Mitglieder zur Zeit ( laut Webseite) 140 010.

      1. Lieber kvsriu

        Danke für die prompte Übersetzung und die Zusatzinformationen!!! 🙂
        Da habe ich ja mit meiner Vermutung genau richtig gelegen…!

  5. Auch von mir ,ein riesengroßes Dankeschön!!!An Sie beide!!!
    Johanniskraut fürs erleben und uns teilhaben zu lassen an Ihrer
    tollen Reise!!Und natürlich an Sie sehr geehrter Russophilus für das Bearbeiten und das Bereitstellen.Sie haben bei mir das Reisefieber für dieses schöne und tolle Land mit seinen wundervollen Menschen entfacht.Um mich schnell zu kurieren
    werde ich mir noch dieses Jahr eine Reise nach Russland gönnen!!
    Grüsse an alle!! Raegawuermle

  6. Johanniskraut….ich find es wirklich schön, daß überhaupt was unternommen wird, um Russland endlich mal aus einer positiven perspektive zu beleuchten und dafür hat ja diese Friedensfahrt auch Aufmerksamkeit verdient.
    Unter „eingeSCHENKt.tv“ hatte ich unter ytube das auch mitgelesen und mitgesehen.
    Wenn man dabei natürlich aufmerksamer beobachtet fallen doch auch ein paar dinge auf, die Sie ja auch so hinter den Zeilen durchblicken ließen.
    Für mich Aussenstehenden so etwas wie eine Diskrepanz zwischen den Organisatoren und dem Fußvolk..
    Während einige schnell zur Party kommen, pfiffen Andere regelrecht allein gelassen sozusagen aus dem letzten Loch.
    Ist ja ganz nett,…schöne Bauwerke, Gedenkstätten,…aber irgend was fehlt mir da.
    Das sprachen auf „Eingeschenkt“ auch einige deutlich aus, die zwar unbedingt wieder kommen würden, aber sich niemals wieder auf eine „Städtetour“ einlassen würden, tausende von kilometern abreißen von Stadt zu Stadt…..und was ist da zwischendrin?…die Dörfer, das Landleben, die Natur….Da fehlt mir einfach was.
    In wenigen Tagen nach Tschetscheneien durchzubrausen (waren Sie auch dort?) was für eine Farce!
    Unter anderem kam es mir so vor, als würde Schattauer mit seinem Mercedes da mit 180 kmh und Diskomusik (die er in Russland kritisierte, aber trotzdem hörte) erhebliche Lücken zum Konvoi aufreissen, ….das macht doch keinen Spaß mehr, das anzusehen.
    Dann in den Videos die Strecke Orjol..Kursk…Woronesch….Von Kursk habe ich überhaupt nichts mitgekriegt, sondern nur „Sonnenblumen und Besuch im Kinderheim“…..und da war mir, da ich die Ecke gut kenne, vollkommen klar,…daß ich mich niemals solch einer Crashtour anschließen würde.
    Fassen Sie das bitte nicht als persönliche Kritik auf, ict ganz und gar nicht in meinem sinn.
    Vielleicht ist es sinnvoller, eine Tour von hier aus mit Interessierten Leuten als Erkundungstour selbst zu planen, einen Auswanderungsgedanken nicht auszuschließen. Aber dafür muß man auf die Dörfer, eventuell Kulturvereine ansprechen. Die gibts dort und die sind gewiß auch interessiert.
    Die positiven Aussichten zur Zeit, die Alfons ja besonders hervorhob, sollten uns vielleicht eine gewisse Dringlichkeit klarmachen und in einer Gemeinschaft läßt sich so etwas viel besser organisieren.

  7. Die Reise muss wirklich ein Erlebnis gewesen sein,
    wenn schon Ihr Bericht so spannend ist.
    Gruß und Danke

    (D‘ Nachtwoif san ja erle vogl-woide Typn.
    Vu so vui kreativer Freiheit kemma im Westen bloß trama)

    1. Lieber M.E.

      D‘ Nachtwoif san ja erle vogl-woide Typn.
      Vu so vui kreativer Freiheit kemma im Westen bloß trama

      Wat hebt wi lacht! 🙂
      Auch wenn ich nur schwer erahnen konnte, was Sie sagen wollen. 🙂 Was fürn Dialekt ist das? Bayrisch?

      1. I lach a, lieber Johanneskraut

        Russophilus, Sie sind wirklich süß immer um Vermittlung bemüht.
        (kemma = können wir
        ko ma – wär dann „kann man“
        eigentlich logisch oder?)

        1. Ja, bin ich. Weil ein Dorf ohne Vermittlung eines ist, in dem das „wir“ Schrittchen für Schrittchen zerfällt und bald nur noch ich, ich, ich übrig ist.

          Das „wir“ ist eine der sehr wenigen großen Kräfte, die die ewitschi und deren Handlanger noch nicht komplett verhackstücken konnten. Wir sollten sie sorgsam hegen und pflegen.

  8. Lieber gradischnik

    Ja, es gibt Kritik und auch zu recht!
    Ich bin die „Hauptroute“ gefahren – die kürzeste Tour:

    Berlin. Stettin, Kaliningrad, Riga, Pskov, Utrgosch, St. Petersburg, Veliki Novgorod, Twer, Moskau, Smolensk, Minsk, Warschau, Berlin.

    Die aufgezählten Städte stellten auch immer die Übernachtungsplätze dar, oder die Tour-Stopps, die wir eingelegt haben. Zwischen den genannten Städten sind wir nur gefahren. Das war schon ganz schön anstregend teilweise und ein ganz schönes Gehetze. Endlos viel Zeit haben wir auch an den Grenzen verschwenden müssen.

    Es waren 6 weitere Touren im Angebot. Die anderen Touren besonders die Kaukasus-Tour und die Krim-Tour haben mal eben rund doppelt so viele km abgerissen (ca. 8000km), wie die Hauptroute (ca. 4000km). Und das in der gleichen Zeit! Das würde ich schon als TORtour bezeichnen, und ein furchtbares Gehetze von Stadt zu Stadt.
    Vor allem: Wir (von der Hauptroute) hatten maximal nur 5 Std. reine Fahrtzeit zwischen den Städten. Aber die haben sich mit zahlreichen Pausen (tanken, essen, pissen) auch auf 8 Std. hoch summiert. Und wenn Du dann 300 km mehr fahren sollst (wie bei den anderen Routen), wann willst Du denn ankommen? Mitten in der Nacht? Das ist doch scheiße! Dann kannst Du doch nur noch ins Bett fallen, und hoffen, dass es am nächsten morgen nicht ganz so früh weiter geht, oder?

    Und bei 7 verschiedenen Touren konnte die Gruppe auch nicht zusammen finden. Was schade war, denn jeder hat so seine Leute, die er von Beginn an sympatisch findet und wenn die dann auf ne andere Tour gehen, gab es keinen Austausch mit den persönlich favorisierten Leuten. Auch wenn wir in Moskau alle wieder zusammen gekommen sind und den Rest der Tour gemeinsam bestreiten konnten – aber da bis dahin kein Zusammengehörigkeitsgefühl gewachsen war, hat das natürlich auch nicht so recht geklappt.

    Auch ist das Organisationspensum natürlich ein ganz anderes, bei 7 Routen. Und es wurde zum Teil schwerst vernachlässigt von der Orga…
    Wir von der Hauptroute hatten weder den Rotfuss noch den Schatauer oder Klein an Bord, so das wir uns sowie so MIT ALLEM (Hotels, Programm etc.) irgendwie um uns selber kümmern mussten. Und dadurch sind halt zahlreiche Pannen und teilweise echt harte Umstände entstanden, die wahrscheinlich vermeidbar gewesen wären.
    Naja, ob es letztendlich was gebracht hätte, einen von der Hauptorga mit an Bord zu haben, ist auch fraglich – haben die doch teilweise sehr ihr eigenes Ding im Kopf gehabt, wie mir schien und wie Du auch richtig beobachtet hast.

    Das nächste mal, würde ich nur mitfahren, wenn sich auf eine Tour beschränkt wird, und auch die Hotels im Vorfelde klar gemacht werden. Und dann auch EIN Hotel pro Stadt und nicht DREI. Und es muss eins sein, wo die Camper möglichst kostenfrei davor parken können. So das man ankommt und sich entspannen kann und nicht noch Rezeptionswahnsinn erleben muss. All das hab ich ja zum Glück nicht erleben müssen, da ich immer im Wagen gepennt habe, aber für die Reisebusleute war es schon ein ganz schöner Hammer teilweise.

    Und die Sache mit pennen bei Gastfamilien ist mangels Organisation auch völlig ausgeblieben!

    Wir haben nur ein Dorf erlebt: Utrgosch. Das war aber auch echt schön und sehr verbindend (zwischen Russen und Deutschen). Das Dorffest auf dem Dorfplatz war für das Verbinden der Hammer! Und das Campen auf dem Schulsportplatz und das Essen in der Schulkantine war auch echt klasse! Ganz zu schweigen von der Blumenniederlegung!

    !!!Und das teilweise doch aufkommende Gemeinschaftsgefühl war ein ganz besonderes Erlebnis!!! Das hat sich gebildet zwischen völlig verschiedenen Menschen!!! Vor allem gefördert durch die Blumenniederlegungen!!! Das war ein unheimlich tiefes, besonderes Gefühl!!! Und das müsste den nächsten Organisatoren klar sein, dass es auch besonders darum geht!!! Sprich sie müssten in der Lage sein, dass im Blick zu haben und zu fördern!!! Vielleicht müssten das andere Menschen übernehmen??? Hmm. Das ist alles sehr schwierig!!!

    Aber trotz allem, war es ein echt tolles Erlebnis!!! 🙂
    Und das lag an Russland, Menschen & Orte!!! 🙂
    Deswegen: 1000 Dank Russland!!! 🙂

    Eins noch:
    Was Sie ansprechen, eine Tour selber mit interessierten Menschen zu planen, wäre zwar ein gangbarer Weg, aber ich würde mich trotzdem wahrscheinlich in 2018 wieder der Friedensfahrt anschließen.
    Denn die hat einen entscheiden Vorteil. „Die Russen sind vorgewarnt“ 😉 Das heist, die sperren den Platz vor dem Grabmahl des unbekannten Soldaten an der Kremlmauer, oder organisieren die Blumenniederlegungen vor den anderen Mahnmahlen (St. Petersburg, Twer, Moskau, Smolensk). Und das wird dann immer mit Lautsprecheranlage & Übersetzer gemacht.

    Aber vor allem ist dann die Blumenniederlegung eine GEMEINSAME Blumenniederlegung von Russen und Deutschen!!! Und das hat einen ganz besonderen, unschlagbaren Wert!!! Und darum gehts mir!!!

    Und das machen die natürlich nur, wenn man aus einem gewissen Background heraus (Druschba-Friedensfahrt) anfragt.

    @ Russophilus
    Ob der Saker als oben beschriebener Background ausreicht, weiß ich nicht. Schaffen wir es auf Sputnik?
    Denn das wäre für mich schon ne Art Voraussetzung, dass die Stadtverwaltung der jeweiligen Städte mit uns gemeinsam die Blumen niederlegen, denn das ist wirklich ein ganz exorbitant besonderes Erlebnis!!!

    Aber wenn sich da was machen ließe, könnte ich mir schon vorstellen, im kommenden Jahr ne SAKERTOUR zu machen!!! 🙂 🙂 🙂

    Und wir haben ja hier jede Menge russischsprachige Teilnehmer, wenn die sich da einschalten und mit den Stadtverwaltungen Kontakt aufnehmen? Und vielleicht sogar Gastfamilien organisieren? Das könnte besser klappen, als bei den Friedensfahrern. (Naja – in Punkto Gastfamilien die Friedensfahrer zu übertreffen ist nun gar kein Problem. Aber moment – man sollte hier eigentlich gar nicht in Kategorien wie „Übertreffen“ denken!!!!!!!!!)

    Dann bräuchten wir hier im Saker ne Art Unterabteilung, ne Art Forum, um das alles zu besprechen. Aber das lässt sich ja mit Sicherheit regeln, denke ich.

    Wie klingt das für Ihre Ohren Herr Russophilus?

    1. Nicht sinnvoll klingt das.

      Sie sprachen es ja selbst an: Die Friedensfahrt ist eine feste Einrichtung und hier wie auch in Russland bekannt. Das macht schon einiges aus.

      Zugleich finde ich (das ist meine rein persönliche Meinung) die Organisation der Friedensfahrt zwischen schlecht und beschissen. Da hat doch kaum etwas wirklich geklappt; wo das Organisation sein woll, erschließt sich mir nicht.

      Wenn, dann würde ich an eine Art Untergruppe denken. Also an eine Gruppe aus unserem Dorf, vielleicht auch mit eigenem T-Shirt und Aufklebern, die offiziell Friedensfahrer sind, de fakto aber ihre eigene – und brauchbare! – Organisation machen und auch ein erweitertes Programm haben, z.B. mit Aufenthalt in einem Dorf und ein einer kleineren Stadt abseits vom Trubel, sozusagen „wirkliches Russland“.

      Was ich noch anbieten kann und das auch gerne tue wäre, dass (nahezu) täglich kurze Berichte und ein Satz Bilder hochgeladen wird und wir das Ganze hier im blog halbwegs live begleiten.

      Das andere, das mir persönlich noch sehr abgeht, ist etwas von Dauer. Also nicht nur „1 mal im Jahr 2 Wochen und fertig“, sondern ein paar egal wie kleine Projekte, die dauerhaft laufen. Das könnte etwas sein wie „Deutsche erklären sich bereit, russische Jugendliche aufzunehmen und durchzufüttern, z.B. in den russischen Ferien“ oder etwas wie „eine russische Kleinstadt stellt sich vor“ (vermittels z.B. einer webseite, die ich einrichte) und zwar, das finde ich wichtig, nicht amtlich offiziell (wie z.B. Partnerstadt) sondern ganz bodenständig, von deutschen Menschen zu russischen Menschen.

      Oder auch, falls wir hier Händler unter uns haben, der Vertrieb russischer Produkte (nicht von Konzernen sondern von kleineren Betrieben), Beratung „liebe Russen, es mag blöd sein, aber bei uns im Westen muss alles auch hübsch designt sein“ oder andere ganz praktisch Sachen.

      Kurz: „Es gibt ein (virtuelles) Dorf in D-land, in dem Russen herzlich willkommen sind und wie Freunde behandelt werden und zwar ganz bodenständig und praktisch“. Sowas hätte ich gerne.

      1. Da bin ich dabei! Zur Organisation einer solchen Untergruppe wäre ich bereit. Ich könnte Kontakte zu Stadtverwaltungen und sonstigen gesellschaftlichen Organisationen in Wjasma, Tovarkovo, Kaluga, Shukov ( Geburtsort von Marschal Schukov) beisteuern. Unterkünfte lassen sich überall organisieren, in den Sommermonaten auch ganz preiswert in Studentenwohnheimen. Das ist alles machbar und kein Problem.
        Aufnahme von russischen Jugendlichen – kein Problem, habe ein ganzes Haus frei ( Elternhaus, beide leider schon verstorben).
        Eine Webseite ist eine klasse Idee, man sollte sich aber eine gute Struktur überlegen. Sonst hat man zu viele Informationen auf kleinstem Raum und das ist genau so schlimm wie keine Informationen. Ich könnte heute schon mit dem Material, welches ich habe, einige hundert MB füllen.
        Als Händler bin ich tätig. Möchte hier aber erst anfragen, ob es möglich und gestattet ist, faktisch Werbung in eigener Sache zu machen. Bitte um eure Meinungen. Thema ist Gesundheit und Kosmetik aus Sibirien.

        MFG Steffen

        1. Nein, Werbung ist hier nicht erwünscht. Aber auf der anderen (aufzubauenden) Seite, von der ich sprach, da wäre sie sogar erwünscht (Werbung im guten Sinn, nicht im verlogenen, aufdringlichen ami Sinn; aber das betrifft hier ja keinen).

          Lasst uns erst mal Ideen und Möglichkeiten sammeln (wie z.B. von Ihnen eben). Es eilt ja nicht. Die nächste Fahrt ist noch 1 Jahr weg, vor allem aber wollen wir ja nicht gleich und schnell irgendwas machen, sondern lieber etwas länger vorbereiten und gut überlegen und dann etwas mit Bestand.

          Und bitte: Was ich heute schrieb war ja nur mal ein kleiner Anfang, ein paar Ideen von mir. Sicher könnt ihr noch so einiges hinzufügen. Wesentliche Maßgabe: Ganz praktisch und von deutschen zu russischen Menschen (und umgedreht) soll es sein – und gerne auch wirtschaftlichen Nutzen bringen (schließlich hatten die Russen genug unter „unserer“ Sanktionscheisse zu leiden). Verbinden soll es und Menschen hier und in Russland zusammenführen wie Geschwister einer Familie, die es nur durch diverse Umstände in ganz unterschiedliche Regionen verschlagen hat.

          Da fällt mir gerade noch was ein: Rezepte. Auch sowas hätte seinen Platz; russische Kochrezepte für uns und deutsche für unsere russischen Freunde.

          Also, wer Ideen oder Möglichkeiten hat, her damit. Es werden sich dann schon die brauchbarsten und interessantesten Unter- und Kleinprojekte heraus kristallisieren…

        2. Lieber Steffen
          S U P E R !!! Weiter so! 🙂 🙂 🙂

          Lieber Russophilus
          Zur Ideensammlung können wir einfach diesen Artikel nehmen!
          Und ich würde vorschlagen, keine neue Webseite zu machen für die weitere Ausarbeitung der Ideen. Ein Button auf dieser Seite reicht schon. Und dann einfach Unterseite vom geliebten Saker machen…würde ich sagen…würde auch den Saker weiter nach vorne bringen!

    2. Lieber Johanneskraut, ich hatte auch den Eindruck, dass bei all dem Gehetze, der Faktor: „Kontakt zu Menschen und Meinungen in Russland“ zu kurz gekommen ist. Mir persönlich wäre es lieber – auch da ich beruflich eingespannt bin – ca. 1 Woche in Russland zu verbringen – nur zu einem der Zielorte „des Rennens“ einzufliegen, um dann an der dortigen Gedenkfeier teilzunehmen und den Rest der Woche mit oder bei Russen dort am Ort zu verbringen – ganz im Sinne Russophilus weiter unten.

      Trotzdem herzlichst Danke für den Bericht und die Bilder !…wirklich herzlichst !

      1. Gerne jfk!

        Und gut das Sie sich melden, bezüglich der nächsten Russlandfahrt! Da kann man bestimmt was regeln, wenn man’s rechtzeitig genug angeht. Sollte kein Problem sein für Sie ne Extrawurst zu braten! 🙂

        Die Tamara war auf unserer Reise ja auch so ein Fall. Die ist nach Moskau geflogen, und in dem Beta-Hotel abgestiegen, wo wir uns alle getroffen haben. Dort ist sei zu uns gestoßen und ist gleich am ersten Abend nach der Bootsfahrt mit Walter, Norbert und mir zum roten Platz gelaufen. Dann war sie die kommenden Tage mit dabei und hat unser Programm mit gemacht und nach vier Tagen sind wir weiter gefahren und sie ist zurück geflogen.

  9. @ Russophilus

    Ja, da ist was dran.

    1) Beschissene Orga
    Ich denke, die Orga hat draus gelernt – sofern sie in der Lage ist, überhaupt zu lernen; das kann ich nämlich nicht beurteilen; dazu kenn ich die Leute zu wenig. Aber ich schätze mal vorsichtig: Ja, sie haben draus gelernt.
    Dann gibt es auch die Möglichkeit selber ins Orgateam für 2018 mit ein zu steigen. Das wäre natürlich der Garant, dass was klappt.

    2) Saker Untergruppe
    Ich könnte die Aufkleber und T-Shirts etc. organisieren für alle die nächstes Jahr mit wollen. ALSO MELDET EUCH!

    3) Projekt russische Jugendliche
    Da kann ich nur für mich sprechen: Ich habe im ersten OG meines Hauses eine kleine Ferienwohnung und würde super-gerne einen russischen Jugendlichen aufnehmen. Wie kann das organisiert werden?

    4) Händler
    Ich würde nach wie vor gerne russisches Duschgel kaufen 😉 und Kippen für 1,- € wären auch nicht schlecht! Wenn man da so einen kleinen Vertrieb aufbauen könnte?

    5) Echte Russen bei uns im Dorf
    Das ist überhaupt die Idee! Warum haben wir eigentlich keine echten Russen bei uns im Dorf? Es gibt sie, die deutschsprachigen Russen, die mit unseren deutschen Texten klar kommen…
    Hmmm. Ob man mal im deutschen Facebook nach russischen Gruppen sucht und die einläd? Scheint mir der beste und einfachste Weg zu sein. Da ich aber selber nicht bei FB bin, bin ich sicher nicht der Richtige dafür. Wer übernimmt das?

  10. ….liebes Johanniskraut, da ich als gedanklicher Teilnehmer, bei der Mutter aller Schlachten der Neuzeit, gegen den vsa-ewitschi-Imperialismus in Syrien, welche WIR ZUSAMMEN GEWONNEN HABEN bei Dair Ezzor immer noch dabei bin, kanne ich auch Ihren Dritten Beitrag Ihres Reiseberichtes, erst verspätete lesen……

    …..bin dabei, meine Zelte in Syrien abzubrechen, da gewonnen und mein Augenmerk, vermehrt in die Ukraine und Bessarabien, sowie Georgien zu verlegen…… obwohl, die Pause gilt bis zum 25. Juli 2018…..

    ……unter Georg, dem Theaterherzog, …… hatten die Künstler, nicht so eine lange Pause….

    https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_II._(Sachsen-Meiningen)

    …..Gott mit uns……

    Gruß Yorck, Fränzelsmühle

    1. Werter Yorck,
      ein erzgebirgisches Lied hat den Refrain „.. bleib’n mer noch ewing do..“ – ich bin beunruhigt, wenn es von amerikanischer Seite her heißt „.. sie wird es der syrischen Armee nicht erlauben, den Euphrat in Deir ez Zor zu überschreiten“. (Link https://southfront.org/us-led-coalition-will-not-allow-syrian-army-to-cross-euphrates-river-reports/?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter). Dazu kommt, dass sich die von den Amis unterstützte SDF in erstaunlicher Geschwindigkeit von Norden her Deir ez Zor nähert – wo doch monatelang die Frontlinie dort unverändert war… Sind sie einverstanden, den Lagerplatz in Syrien doch noch nicht aufzugeben und zumindest eine „Brandwache“ einzurichten?

      1. ….lieber arzgebirger,

        ….so wie für Euch das Lied, von Anto Günther, stammend aus Gottesgab……

        https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_G%C3%BCnther_(Volksdichter)

        …..is Feierobend…..

        ….so wichtig das Lied for Euche ist…. legem mal hier eine Platte bei…..

        https://www.youtube.com/watch?v=shfreOa2crI

        …ist für uns Thüringer Franken, Herbert Roth aus Suhl, der Sänger des Thüringen Waldes….

        …ich wandre ja so gerne…..

        https://www.youtube.com/watch?v=7j1TgggZqhU

        …..habe so gehöret, nachdem die Syrische Armee, ihre Schwimmgeräte, so offensichtlich gezeiget hat, sollen den vsa-Kurden, der Lust auf den Vormarsch vergangen sein ?????

        …..weiss hier jemand, welcher so zu später Stund noch anwesend ist, etwas genaues…..??

        Gruß Yorck, Fränzelsmühle

  11. Lieber Yorck

    Es komme, wie es möge! 🙂

    Zitat von Karlus Valentinus: „Wollen haben wir schon mögen, aber trauen haben wir uns nicht dürfen!“ 😉

    Was haben Sie nur immer mit dem 25. July 2018? Was solle da passieren?

    Und: Hatte in Teil 1 noch gefraget: Haben Sie zufällig Ihr Pseudonym nach General Ludwig Yorck von Wartenburg ausgesuchet?

    1. …..liebes Johanniskraut, beantworte erst mal Ihre Zweite Frage…….

      …Sie haben es Richtig erkannt, habe mein Pseudonym genau nach Yorck von Wartenburg ausgesucht…..

      https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Yorck_von_Wartenburg

      …..er war ein Preussischer Junker, ohne Zweifel, hat aber erkannt, dass nach Napoleons katatstrophales Scheitern, 1812 in Moskau, es besser wäre, die Preussische Hilfsarmee, aus dem Untergang, des Napoleons herauszuhalten…..

      …..hier nochmals, der Vertrag von Tauroggen, anno 1812, in der Potscheruner Mühle….

      https://de.wikipedia.org/wiki/Konvention_von_Tauroggen

      ….der Witz ist ja, dass 2 Preussische Generäle den Frieden schlossen….. Yorck und der Russische General, Hans Karl von Hans Karl von Diebitsch-Sabalkanski……

      https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Karl_von_Diebitsch-Sabalkanski

      ….liebes sehr verehrtes Johaniskraut, denke habe Ihre Frage 2 doch vernünftig beantwortet…. ??????

      ….liebes Johanniskraut, bezüglich Ihrer Anfrage, Eins, wegen dem 25. Juli 2018, da ist das Endspiel, der Fussballweltmesterschft……. mehr nicht…… ?????

      Gruß Yorck, Fränzelsmühle

      1. Lieber York!

        „….liebes sehr verehrtes Johaniskraut, denke habe Ihre Frage 2 doch vernünftig beantwortet…. ??????“

        Ja , das haben Sie! 🙂

        „….liebes Johanniskraut, bezüglich Ihrer Anfrage, Eins, wegen dem 25. Juli 2018, da ist das Endspiel, der Fussballweltmesterschft……. mehr nicht…… ?????“

        Ah ja. Das wusste ich nicht… 🙂

        1. …..liebes Johanniskraut, …..

          ziehe so meine Schlüsse aus der Vergangenheit….

          …..2008, genau zu den Olympischen Sommerspielen in Peking, lies Saakaschwili seine Hilfs-vsa-Södner in Südossetien einmarschieren…..

          …..2014 Olympische Winterspiele in Sotschi…… gewaltsamer Umsturz in der Ukraine, mit allen Verbrechen des Nationalen Ukrainer-ewitschi-Gesindels…..

          …..nächstes Jahr, Fussballweltmeisterschaft in Russland, …… man hat doch bisher ergebnislos versucht, die zu torpedieren…..

          …..sollte den ewitschi dazu eine Schweinerei einfallen, wird Russland anders reagieren, als 2014, denke eher wie 2008……. ….wenn Russland 2008 gewollt hätte, würde die ewitschi Marionette Krawattenkauer, nicht mehr in der Welt rumlaufen und kein einziger vs-Panzer, würde in Georgien rumfahren…… ???

          Gruß Yorck, Fränzelsmühle

          1. Lieber York

            Hmm. Nein, eine gewisse Stringenz in Ihren Ausführungen kann man Ihnen ganz bestimmt nicht absprechen! 😉
            Seien wir also gespannt auf das, was die verfluchten ewitschi aus dem Hut zaubern werden und freuen uns auf die russische Reaktion! 😉
            Mal im ernst: Die holt keiner mehr ein! Militärisch nicht und Diplomatisch auch nicht!
            Im Moment sieht es so aus, als wenn wir nur hoffen können, das die RF hier möglichst schnell einmarschiert und den Laden übernimmt!
            Die „spirituelle Rolle“ zumindest, die die Deutschen laut Axel Burkhart, im Weltgeschehen spielen sollen, wird im Moment bereits nahezu Perfekt von den Russen übernommen! Wenn uns diese Abkehr von unserem spirituellen Auftrag mal nicht ganz böse auf die Füße fällt…! 🙁
            https://www.youtube.com/watch?v=TkvZ6P5_2t4&list=PLPsKQnVnJetNUUvl-JTHQnZei8FcXwghK

            1. Hallo Johanneskraut!

              Erstmal vielen Dank für deinen Fotobericht und deine Kommentare dazu, über den Offzier mit der Friedenstaube mußte ich schmunzeln.

              Jeder Ostdeutsche, der Russisch hatte, kann die kyrillischen Buchstaben ja noch entziffern, auch das Gesicht dieses ersten Weltraumhelden ist uns ja bekannt.

              Ich wohnte zudem als Kind und Jugendlicher in einer Straße namens Juri-Gagarin-Ring. Die heißt auch heute noch so.

              Über die Erfüllung des spirituellen Auftrags des deutschen Volkes mache ich mir weniger Sorgen. Es sind seit gefühlt ca. 2003 immer mehr Menschen hier in diesem Bereich unterwegs.

              Sven Hedin, ein weltbekannter schwedischer Asienforscher, hat im Jahre 1937 mal ein Buch geschrieben Deutschland und der Weltfriede, eine Reiesebeschreibung über seinen mehrmonatigen Deutschlandbesuch im Olympiajahr 1936. Ich hatte Tränen in den Augen, als ich dieses Buch vor einem halben Jahr gelesen habe.

              Deutschland soll ja auch das Herzchakra der Welt sein. Hier spielten sich Dramen von weltgeschichtlicher Bedeutung ab, wie die Hermannsschlacht, der Verrat des Segestes, das Blutgericht von Verden, die Schlacht auf dem Lechfeld, der Gang nach Canossa, die Liegnitzer Mongolenschlacht, die beiden Belagerungen von Wien, der Bauernkrieg, der Dreißigjährige Krieg, die Völkerschlacht von Leipzig, die beiden Weltkriege, der Mauerbau, die friedliche Revolution von 1989 mit dem darauffolgenden Mauerfall

              Da wird vielleicht auch dieses oder nächstes Jahr noch was großes passieren, eine Selbstbefreiung vielleicht sogar wieder mit russicher Hilfe wie anno 1813? Ich halte das für möglich. Das wäre ein großes spirituelles Signal für die westliche Welt.

              1. Lieber Michael

                Das Buch des Schweden, Deutschland und der Weltfriede, wie beschreibt Hedin Deutschland im Olympiajahr?

                Von den ganzen Ereignissen auf deutsch sprachigen Boden, kenne ich nur wenige. Interessant was es da so alles gab! Ich werd das eine oder andere googeln.

                Haben Sie die Video Reihe angesehen, die ich empfahl?

                Ein großes Ereignis? Darauf hoffe ich! Und das wäre wirklich ein großes spirituelles Signal nicht nur für die westliche Welt, nein für die restliche Welt! Haben Sie da was im Visier?

                1. Ich kann auch nur Vermutungen anstellen. Ich sehe zum Beispiel auch die Möglichkeit einer Palastrevolte innerhalb der CDU, erst nach der Wahl freilich. Man sollte auch einige Landespolitiker der SPD nicht unterschätzen, die langsam die Schnauze voll haben von ihren Bundesspitzen. Auch in der Basis der SPD und der CDU dürfte es rumoren. Die leben nämlich nicht in einem Elfenbeinturm oder in Promivierteln.

                  Ein überraschend hohes AfD Wahlergebnis oder ein späteres Triggerereignis welcher Art auch immer, könnte hier der Auslöser sein.

  12. Vielen Dank für all die schönen Berichte und Beiträge die man hier lesen kann. Da steckt sicher viel Arbeit dahinter.
    Schon eine ganze Weile lese ich hier, nun will ich auch etwas schreiben.
    Dank russischer Ehefrau halte ich mich jedes Jahr zumindest ein paar Tage oder auch Wochen in Russland auf. Bislang waren wir im Moskau und Petersburg, Perm, Jekaterinburg, Ishewsk und im Norden, in Richtung Tscherdyn.
    Jedesmal, wenn ich in Russland aus dem Flieger steige, atme ich tief durch -Freiheit!
    Kein Genderwahn – normale, gesunde Menschen, die den Unterschied zwischen Gut und Böse, Vorteil und Nachteil kennen. Die sich den Höhen und Tiefen ihrer Geschichte bewusst sind und stolz auf ihr Heimatland.
    Was mir stets auffällt ist die Sauberkeit in den Stadtzentren. Laut meiner Frau bekommen diejenigen, die Sozialhilfe wollen sofort einen Besen in die Hand gedrückt. Geld ohne Gegenleistung gibt es, anders als in Deutschland, dort nicht.
    Graffiti sieht man selten bis gar nicht. Ebenso Tätowierungen oder rauchende Frauen.

    Wo wir bei Frauen sind:

    Irgendwo wurde in einem Teil der Reiseberichte das ’nuttige‘ Erscheinungsbild russischer Frauen erwähnt.
    Vielleicht haben deutsche Männer vergessen, das sich Frauen immer möglichst attraktiv darstellen sollten. In Russland gibt es einen Frauenueberschuss.
    Eine russische Frau erwartet einen Mann, der die Familie ernähren kann, halbwegs vorzeigbar ist, ein Mindestmaß an Bildung hat, möglichst wenig trinkt und nicht gewalttätig ihr gegenueber ist. Aber er muss ein Mann sein, kein Waschlappen. Das bedeutet, wenn es mal nötig ist muss er notfalls auch mal zu langen können. Und das was er verspricht, das muss er auch halten.
    Da nach diesen Kriterien viele russische Männer ausfallen, ist der Konkurrenzdruck unter Frauen hoch und jede versucht sich so vorteilhaft wie möglich darzustellen.
    Oder, um es mit den Worten meiner Frau zu sagen:“Wenn ich dich im Stadtzentrum 2 Stunden alleine laufen ließe, hättest du schon mindestens eine Geliebte“.
    Es ist für einen vermögenden russischen Mann normal eine Ehefrau zu haben, mit der er Kinder hat und gesellschaftliche Anlässe besucht und daneben noch ein oder zwei Geliebte, die er ‚finanziert‘.
    Und Frauen, bei denen es nicht zu einem Ehemann ‚gereicht‘ hat, schlagen sich, oft als Alleinerziehende, auf diese Weise, als Geliebte, durchs Leben. Zumindest in Städten ist das oft so, in Dörfern mag das anders sein.
    Das sollte man wissen, wenn man auf russische Frauen trifft. Nach meiner Erfahrung sind selbige weitaus fraulicher, viel charmanter und angenehmer im Umgang als 98% aller deutschen Frauen.
    Russische Frauen haben in der Schule meist eine vormilitärische Ausbildung genossen. Sie wissen wie man eine AK zerlegt und damit schiesst. Sie gehen ihrem Beruf nach und bringen -alleine-ihre Kinder durch. Aber sie haben nie vergessen das sie Frauen sind und als solche wahrgenommen werden wollen und sollten.

    Zum Schluss noch eine amüsante Anekdote.
    Als meine Frau erst kurz in Deutschland war, kauften wir bei einem Discounter ein. Da kam eine deutsche ‚Grazie‘ durch die Tür. Etwa 1,90 Meter, ca 200 kg. Die Kleidung hatte das Rote Kreuz wohl nicht geschenkt genommen und die Dame war auf den Armen durchgängig tätowiert und vermutlich auch schon seit 20 Jahren nicht mehr gewaschen worden.
    Meine Frau stand wie vom Donner gerührt, buchstäblich mit offenem Mund da und starrte diese Erscheinung an.
    Dann sagte sie:“Wenn so etwas in einen russischen Laden kommen würde, man würde sofort die Miliz rufen“.
    Vielleicht haben wir uns in unserem eigenem Land zu lange zu viel ungestraft bieten lassen und nun erscheint uns das eigentlich normale als nuttig.

    1. @Geritze

      der Kommentar ist für Sie http://vineyardsaker.de/2017/09/08/friedensfahrt-rf-2017-3-teil/#comment-23124
      leider verrutscht.

      Fällt das nur mir auf, dass die Version beim Untereinander-Aufhetzen von
      links vs. rechts – arm vs. arm …
      Mann vs. Frau (und umgekehrt)
      nicht nur sehr erfolgreich, sondern auch unerkannt betrieben wird?

      Was da (u.a.) im Absatz „amüsantes Ereignis“ beschrieben wird,
      hab ich im umgekehrten Fall auch schon erlebt, dass hübsche deutsche Frauen – umgeben von heißblütig-rassigen Männern -, ihre etwas blasseren eigenen Landsmänner vorführt und vorführen lässt.

  13. @Geritze
    Nein heute erscheinen die russischen Frauen oft sehr attraktiv.
    Vor ca. 1990 waren die Frauen oft wie „Indianer“ geschminkt. Ich kenne das aus Russland aber auch aus dem alten Garnisionsstädten Dresden und Chemnitz.

  14. Lieber Johanniskraut,
    danke für die Trilogie, die mit viel Mühe und Fleiß hier reingestellt wurde.
    Der Blog gwewinnt immer mehr an Attraktivität, Reichweite und Informationskraft.

  15. Mich amüsiert
    Schöne, in Begleitung noch Schönerer,
    die sich über von Natur Benachteiligter – mit allen in Folge möglichem Elend – überhaupt nicht.

  16. Werter Johanniskraut,
    mit großem Interesse habe ich Ihren dreiteiligen Reisebericht verfolgt. Vielen Dank, dass unser Dorf daran teilhaben konnte – nicht zuletzt dank der Aufbereitung durch den geschätzten Russophilus.
    Besonders aufmerksam habe ich Ihre Erlebnisse in Moskau verfolgt. Per Jugendtourist (Reisebüro der FDJ) hatte ich die Gelegenheit, in den 80er Jahren für eine Woche diese Stadt auf unserer Schulabschlussfahrt kennenzulernen.
    Einige Episoden (z.B. die Tatsache, dass wir auch mit dem Schiff auf der Moskwa unterwegs waren) waren mir glatt entfallen. Unvergesslich dagegen war der Blick über den Moskaufluss zum Luschniki-Sportpark mit dem Olympiastadion – und wenn man sich umdrehte, hatte man die imposante Lomonossow-Universität vor sich. Auch damals gehörten eine Blumenniederlegung am Grabmal des unbekannten Soldaten an der Kreml-Mauer und ein Besuch des Lenin-Mausoleums zum Programm. Quer über den Roten Platz waren Markierungen aufgebracht, entlang derer sich für einen Besuch des Mausoleums angestellt werden musste. Im Mausoleum selbst scheint sich seit damals nicht viel geändert zu haben; auch ich bin da 2mal unangenehm (?) aufgefallen. Zunächst hatte ich meine Jacke nicht bis oben hin geschlossen – einer der Soldaten, die den Eingang bewachten, machte mich mit entsprechenden Gesten darauf aufmerksam. Dann ging es in 2er Reihen an Lenin vorbei. Ich hatte die ungünstige „Außenbahn“ erwischt und ließ mich einen halben Schritt zurückfallen, um einen besseren Blick zu haben. Auch das war daneben; ich wurde streng und bestimmt – aber vollkommen lautlos – zurück in Reih‘ und Glied gezupft.
    Kreml, Spasski-Turm, Basilius-Kathedrale, Roter Platz (der einem auf Fernseh- und sonstigen Bildern riesengroß erscheint und in natura erstaunlich kleiner ist), Kaufhaus GUM, die Metro und nicht zuletzt die Allunionsausstellung sind mir unvergesslich. Wir haben uns mit Schülern in unserem Alter getroffen, hatten durchaus Hemmungen, unsere Sprachkenntnisse gegenüber Muttersprachlern anzuwenden, kamen dann aber ganz gut zurecht. Freizeit hatten wir auch; mit unserem Schulrussisch waren wir durchaus in der Lage, uns durchzufragen – obwohl sich dann mitunter auch Englisch als ganz praktisch erwies (Ärgerlich, was man in gut 30 Jahren davon vergisst).
    Entschuldigen Sie, dass ich so abgeschweift bin.
    Danke nochmals für Ihren Bericht; ich werde wohl noch oft bei diesen wunderbaren Bildern vorbeischauen… und mich weiter für das Land und die Menschen dort begeistern. Und nicht zuletzt Danke für das Anliegen, für das Sie die Reise unternommen haben.
    Glück auf!

  17. Nichts läge mir ferner, mich auf eine Aufhetzung rechts/links, Mann/Frau zu begeben.
    Es waren nur Beobachtungen die ich in Deutschland und Russland gemacht habe.
    Nach meiner Erfahrung sind russische Frauen innerlich unglaublich stark und trotzdem auesserlich Frau geblieben.
    Wie ist es hier? Was hat der Feminismus, der Genderismus bewirkt? War das Ergebnis vielleicht Frauen, die von aussen Männern gleichen und innerlich Kinder sind?
    Ja, es gibt deutsche Frauen, die sich bewahrt haben, was nicht verloren gehen darf. Aber sie sind, verglichen mit Russland, leider nur eine Minderheit.

    Lassen wir das Thema am Besten ruhen. Es sind nur meine Beobachtungen und Gedanken dazu. Und ich bin gewiss nicht unfehlbar.

    Letztes Jahr waren wir kurz vor Weihnachten in Moskau. Gewohnt haben wir bei Bekannten.
    Ich wollte gerne, aus persönlichen Gründen, das Grab von Juri Gagarin an der Kremlmauer besuchen. Der Zugang ist auf wenige Stunden jeden Tag begrenzt. Es geht durch eine Metall Kontrolle, dann zur Mauer. Wir haben etwa 15 Minuten gewartet, an einem Sonntagmorgen. Vor einigen Urnengräbern lagen Blumen im Schnee. Einige Besucher brachten diese mit. Juri Gagarin Grab befindet sich auf der linken Seite.
    Ein Besuch im Mausoleum war eigentlich nicht geplant, so waren wir überrascht, das der Weg zurück auf den Roten Platz nur durch einen Besuch bei Lenin möglich war. Gut das ich vorher darüber gelesen hatte: Keine Kopfbedeckung. Hände aus den Taschen, nicht reden, nicht stehen bleiben. Alle paar Meter standen Ehrenwachen. Da ich (natürlich) meine Mütze ganz vergessen hatte hiess es: „Bürger, nehmen sie die Kopfbedeckung ab.“
    Wenn man aus dem hellen Tageslicht eintritt, in das schummrige Innere und dann die Treppen aus schwarzem Marmor bestehen, hatte ich Sorgen, selbige herab zu fallen, da ich die ersten 30 Sekunden nicht viel gesehen habe. Lenin selber, es sei mir verziehen, wirkte gesunder, als seine Doppelgänger, die sich auf dem Roten Platz als Fotomotiv verdingen.
    Auf dem Roten Platz war zu der Zeit eine Eisbahn und ein kleiner Weihnachtsmarkt aufgebaut. Die Preise waren sehr herzhaft, ich habe im GUM Christbaumkugeln für teilweise über 50 Euro das Stück gesehen.
    Wer billig essen will: Stolowaja 57 in der obersten Etage des GUM. Eine Art Kantine, die mit entsprechenden Plakaten mit der Sowjetnostalghie spielt. Ein warmes Essen mit Getränk liegt bei rund 5 Euro.

    Unbedingt sollte man sich die Tretjakow Galerie anschauen, die groesste Sammlung klassischer russischer Malerei. Was ich da besonders sehen wollte, war die Troiza (Dreifaltigkeit), die wohl berühmteste russische Ikone. Er ist anzuraten, sich vorher mal den Film „Andrej Rublow“ von Tarkowski anzuschauen, eine fiktive Biographie des Ikonenmalers Rublow, der die Troiza vor 600 Jahren geschaffen hat

    1. @ Geritze

      Mich hätte ganz besonders das Kriegsmuseum (Bild 294, Teil 2) interessiert, das auch am roten Platz ist (bzw. direkt angrenzend). Aber leider habe ich erst später erfahren, dass dieses imposante Gebäude das Kriegsmuseum ist.
      Das Staatskundemuseum würde mich auch interessieren – hab aber nicht die leiseste Ahnung was da zu sehen ist. Weiß das jemand?

      1. Das Bild zeigt das historische Museum. Da ist alles von bronzezeitlichen Artefakten bis hin zu Lenins Mantel und Auto zu sehen.
        Militär Museen, die ich bislang besucht habe waren das Artilleriemuseum in St. Petersburg, direkt gegenüber der Peter und Pauls Festung. Gigantisch! Eines der größten der Welt.
        Im Freigelände waren diverse Atomraketen und z.B. ein Tunguska Flakpanzer zu sehen. Und in den Hallen genug Kanonen bis zum Lebensende.
        In Perm war ich bei der Motowilicha (?) Fabrik in deren Museum. Nur Freigelände, aber gratis. In Erinnerung sind mir S-300 Boden-Luft Lenkflugkörper, Grat-, Uragan- und Smertsch- Raketenwerfer und diverse Artilleriepanzer geblieben, die praktischerweise in der Fabrik dahinter gebaut werden.
        In Ishewzk, Heimat der Fabrik (oder Arsenal) Izmash, gibt es das Museum Kalaschnikow im Stadtzentrum. Drei Etagen, im Keller gibt es einen Schießstand, wo man alles von der Makarow Pistole, diverse AK- Modelle bis hin zu leichten Maschinengewehren auf 25 Meter schießen kann. Ein AK-47 kostete etwa 4 Euro für 5 Schuss. Das Museum wird auch von Schulklassen besucht, die dann ebenfalls auf dem Schießstand zu finden sind. Man stelle sich das mal in Deutschland vor…..

        Nächstes Jahr im Frühjahr steht bei mir der ‚Park Patriot‘ bei Moskau auf der Liste.

        Entschuldigung, jetzt wird es ganz ‚off topic‘, aber passt dennoch gut zum Thema. Meine Liebling Musik aus Russland ist ‚Ljube‘. Scheint auch Putin sehr zu mögen. Vielleicht bei Youtube die Titel ‚Soldat‘, oder ‚Kombat‘ (Kommandeur Battalion) anhören. Wenn man Damen singen hören möchte empfehle ich ‚Pelageya‘. Mag ich sehr.
        Nochmal Entschuldigung für das Off Topic und eventuelle orthographische Fehler in russischen Namen. Ich hatte einen langen Tag und die Augen fallen mir nun zu.

        1. Lieber Geritze

          Danke für die wertvollen Infos! 🙂 🙂 🙂

          Das 294er Bild zeigt, wenn man google maps glauben kann, das War Museum?

          Das War Museum ist rechts vom zwei türmigen Torgebäude und das Staatskundemuseum ist links vom zwei türmigen Torgebäude, vom Manege Platz aus betrachtet.

          Kann man in irgend einem Museum in Panzer reinklettern? Das würde mich wahnsinnig reizen!

          Der Patriot Park ist schon eröffnet, oder?

  18. Mein lieber arzgebirger

    Vielen Dank für Ihren Reisebericht! Bei den Hauptattraktionen hat sich wohl nicht viel geändert in all den Jahren, aber die sind auch Zeitlos – da gibt es nichts zu verbessern! 🙂

    Glück auf!

  19. Zum dritten Mal wunderschöne Bilder.
    Genuß total !!!
    Jetzt kann Johanniskraut ruhig sagen, daß er nicht umsonst gelebt hat 🙂
    Dake nochmals !!!

    1. Lieber Akula

      NE! Ich hab nicht umsonst gelebt! 🙂 Aber Sie tun es auch nicht! Ihre Anwesenheit und mitarbeit hier, reicht schon als Beweis! 🙂

      Und es ist mir sooo eine große Freude, dieses Erlebnis mit Ihnen allen zu teilen! Und zu erleben, wie sehr Sie mitgerissen werden ist mindestens genauso schön, wie das Erlebnis selber!
      🙂 🙂 🙂

      Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie alle im nächsten Jahr einfach mitkommen! ich habe noch einen Platz im Bus, den ich vergeben kann…

  20. Übrigens, der Offizier auf dem Plakat (Bild 403) mit der Friedenstaube ist Jurij Gagarin.
    Jurij Gagarin war der erste Mensch/Kosmonaut im Weltall.

  21. Hallo Johanniskraut,

    vielen Dank für den 3. (auch umfangreichen) Bericht. Ich als gebürtiger aber schon 20 Jahre in Russland lebender Ostdeutscher habe schon in den 80igern begriffen, dass Russen und Deutsche eigentliche ein Volk sind. Der zwischen Deutschen und Russen bewusst erzeugte Hass liegt leider vielen schon im Blut. Ich bin immer wieder sehr erfreut, Deutsche zu treffen, welche diesen Hass ablegen und versuchen, das russische „Land und Leute“ kennen zu lernen und dies auch kommunizieren. Es gibt hier sehr viel schönes und was das Wichtigste ist, die Menschen.
    Also macht weiter so!
    Danke

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