Bericht eines Serben aus dem Donbass (1)

Ein Interview des serbischen Kämpfers Dejan Beric („Deki“), Teil 1, übersetzt von sloga (Quelle) mit tiefen Einblicken in das Geschehen im Donbass.

Beric war von Anfang an in der DVR dabei und hat nun den Rang eines Majors (bzw. „kapetan“, wobei ich nicht sagen kann, welcher Rang dies in der dt. Armee wäre [Anm. капита́н entspricht dem deutschen Hauptmann, der einen Rang niedriger als ein Major ist – Russophilus]), der u. a. für die Ausbildung von Scharfschützen zuständig ist. In diesem 3,5 (!) stündigen Interview in seiner Muttersprache konnte er vieles erwähnen, was in den zahlreichen russ. Interviews quasi unter den Tisch gefallen ist (mMn ein sehr brauchbarer Zeugenbericht betr. der Geschichte dieses Konfliktes). Der Reporter heißt Tesa Tesanovic (T; Internetportal: Balkan Info).

T: Guten Tag liebe Zuseher! Wir befinden uns heute in Donetsk, um den legendären serb. Freiwilligen, Hrn. Dejan Beric, zu interviewen. Wie ist es überhaupt dazu gekommen; Sie in der DVR?

D: Ich habe das schon mehrmals erzählt; aber in Ordnung. Als die Krise hier begann, habe ich in Sochi gearbeitet. Jene beiden, die mich aufgefordert haben, hier mitzumachen und die mit mir bereits in Bosnien und im Kosovo gekämpft haben, kannst du leider nicht mehr kennenlernen, da sie nicht mehr unter uns weilen. Wir (Serben) stehen in der Schuld. Wenn die zu einem sagen: „Komm!“, kannst du nicht sagen „ich will nicht kommen“ oder „ich kann nicht kommen“. Die beiden haben 26 Gräber in der Republika Srpska hinter sich gelassen. Da kannst du nicht einfach „nein“ sagen. Ich habe meine Sachen gepackt und wir gingen auf die Reise. Zuerst auf die Krim, dann nach Slavansk und dann alles der Reihe nach.

T: Die Geschehnisse um die Krim und DVR versuchst du in einem Buch zusammenzufassen?

D: Ja. Es wird eine Art Dokumentarbuch, in dem ich meinen Weg von Sochi bis zum heutigen Tag festhalte, wobei bei jeder Etappe die Eindrücke eines Zeitzeugen mit einfließen werden; z. B. Sasa – mein Kommandant in Sewastopol (Gruppe „Südwind“). Er beschreibt seine Sicht des Krieges. So wird dieses Buch mehrere Autoren haben. Darunter sind nicht nur Kämpfer; sondern auch Menschen, die halfen, Donetsk am Leben zu halten. Wir haben sehr oft Menschen beschützt, die Gas- oder Wasserleitungen wiederherstellten oder den Schutt der zerstörten Häusern abtrugen etc. Auch diese Leute werden ihre Eindrücke schildern. Was mich zutiefst erschütterte waren die Emotionen und Gefühle der Frau eines Freundes, der leider bereits gefallen ist). Gefühle, die jedes Mal aufkamen, wenn ihr Mann zum Einsatz ging.

T: In der Regel werden nach einem Krieg nur die Kämpfer (Helden) erwähnt?

D: Leider ist das so. Ich kann keinen dieser Menschen, die im Hintergrund für die Sache „kämpften“, jemals vergessen. Das Buch soll zukünftigen Generationen zeigen, dass nicht nur jene, die Waffen in den Händen hielten, sich für Donetsk eingesetzt haben. Da waren dann noch z.B. Ärzte und Krankenschwestern, die bis in die vordersten Linien gingen, um uns (verletzt) zu bergen.

T: Wieviel hat dir die Kriegserfahrung aus den 90ern geholfen, sich hier zurechtzufinden?

D: Zu allererst: Serbien war nie im Krieg. Daher habe ich (offiziell) keine Kriegserfahrung (Anmk: er lächelt). Das wäre mit jedem anderen Arbeitsbereich, welcher in jeder Firma etwas anders interpretiert wird, zu vergleichen. Jedes Gebiet kämpft auf etwas andere Art und Weise. In Lugansk eine; in Donetsk eine andere und in Mariupol eine dritte. Dies hängt stark von den (kommandierenden) Leuten vor Ort ab. Also; die 90er haben mir geholfen; allerdings nicht übermäßig viel.

T: Zu Beginn des Konfliktes war es um einiges schwieriger, da euch die Flugstreitkräfte angriffen?

D: Das war nur ganz kurze Zeit; ca. 5 – 6 Monate. Dann hatten wir sie weggewischt. Wobei die Flugzeuge nicht so schlimm waren; die Helikopter allemal. Das Flugzeug kommt, läßt die Bomben fallen und ist verschwunden; also keine großen Verluste. Aber bei Helikoptern … meine Güte … da hatten wir sehr viele Opfer.

T: Du bist Scharfschütze. Wieviel Sicherheit erzeugt es in den Köpfen der eigenen Bodentruppen, wenn sie euch im Rücken wissen?

D: Ich bin kein Scharfschütze. Ich bin Späherscharfschütze. Wir gehen als erste, um die gegnerischen Scharfschützen und Maschinengewehre zu sichten. Dannach melden wir deren exakte Positionen. Bei Angriffsbeginn sollten wir dann soviele von denen ausgeschaltet haben, wie möglich, damit unsere Bodentruppen ohne größere Verluste vordringen können. Mental bringt das den Bodentruppen viel, da sie Kameraden vor sich wissen, die ihre Aufgabe erfüllen werden. Das ist schon wichtig. Es ist nicht wie in Filmen, wo aus 1.000 – 2.000 m geschossen wird. Das sind Kämpfe, die bei 400 – 500 m beginnen und man sich auf 100 m heranpirscht. Dann wirfst du dein Scharfschützengewehr weg; nimmst das Maschinengewehr und Feuer. (Anm: Einwurf von T: So nahe?) Schau, alle meine Verwundungen waren aus nächster Nähe. Bei einer hat mir der Gegner buchstäblich die Waffe an den Bauch gehalten. Auf der rechten Brust hat man mich aus 5 m durch die Schutzweste getroffen; ein weiteres Mal links im Brustbereich aus 7 – 8 m. In Samogili – wovon dir die Jungs gestern erzählt haben; Makar war damals mit – habe ich aus rd. 30 m sieben Kugeln in die Schutzweste abbekommen. Da wünscht du dir manchmal, dass sie nicht von der Weste abgefangen worden wären; sondern durchgegangen. Die sieben waren schrecklich. Das kleinere Problem ist, dass Rippen gebrochen werden; das größere – es kommt zu einer Verschiebung der Organe. Es tat sehr weh. Ein großer Vorteil ist, dass sie hier überwiegend Munition Kaliber 5.45 verwenden. Ich habe hier eine solche Patrone (min 08:30). Das sind kleine Körner. Die Munition ist einfach nicht so stark wie der sonst übliche Standard 7.62. In der Sowjetunion haben sie 7.62 verwendet. Dann haben sie die Läufe ausgetauscht. Angeblich wäre 5.45 der neue (auch nato) Standard. Keine Ahnung. Für mich persönlich: Gott sei Dank, dass sie diese Munition verwenden.

T: Zu Beginn des Konfliktes hat es Perioden gegeben, wo ihr nur wenige Vorräte hattet (Nahrung, Wasser, Munition etc.). Wie war das in der Einheit, wo du warst?

D: Zu Beginn in unserer ersten Interbrigade war es schwer. Ohne Nahrung kannst du auskommen; ohne Wasser sehr schwer. Als wir z.B. aus Slavansk weichen mußten – nachdem uns Strelkov bereits verlassen hat – mußten wir aus Pfützen trinken. Da habe ich mir den Magen verdorben. Wir mußten auf den Weg nach Donetsk durch ihr Territorium und konnten uns nur nachts bewegen. Das war ein langer und schwieriger Weg.

T: Wie hat das damals ausgesehen, wie ihr Slavansk verteidigt habt? Da war weder die ukrain. noch die DVR-Armee in vollen Zügen vorhanden.

D: Die ukrain. Armee war damals durchaus vorhanden; unsere eher nicht. Was die Reserven und Verpflegung betrifft waren wir schlecht aufgestellt. Was die Kämpfer betrifft, so hatten wir viele Freiwillige mit noch mehr Kampferfahrung (Afghanistan, Tschetschenien, Kosovo etc.). Das war enorm wichtig. Zu Waffen kommst du leicht; zu Kampferfahrung nicht. Ich bin davon überzeugt, dass die Ukraine den Konflikt damals in 3 Tagen hätte beenden können. Strelkov sagte selbst, dass er nach Slavansk mit 52 Mann kam. Um Slavansk herum waren wir noch ca. 40 Mann. Motorola war dort mit seinen 30. Alles in allem waren wir rd. 300 – 400 Mann. Die Ukrainer hatten ihre 63. Fallschirmjägereinheit (Spezialeinheit). Wie lange braucht eine Spezialeinheit, um 400 Mann komplett zu vernichten? Keine 5 Stunden. Wenn ich heute das Ganze so betrachte, meine ich, dass die Ukrainer diesen Krieg hätten beenden können. Offenbar wollten sie Rußland in den Krieg hineinziehen. Dann wäre alles weitaus schlimmer gekommen. Doch die Russen spielen es sehr klug. Das ist meine Meinung. Du hast auf der einen Seite 400 Mann und auf der anderen eine riesengroße Armee. Wie lange benötigt so eine Armee, um 400 Mann zu töten? Wir haben am Anfang sehr viel Ausrüstung von den Ukrainern gekauft; in Slavansk einen BTR (Spähfahrzeug) um 1.500 dollar. Normalerweise kostet ein Reifen [dieses] Fahrzeugs so viel. Sie haben uns also Ausrüstung verkauft, um uns die Möglichkeit zu geben, Krieg zu führen. Aus heutiger Sicht haben uns die Ukrainer, amis und brits (Geheimdienste) benutzt, um den Krieg weiter anzufachen. Nach unseren ersten Opfern sind wir schlagartig auf 3.000 Mann angewachsen. Der Aufstand begann. Die Bewohner der DVR haben Polizeistationen eingenommen. Waffen wurden organisiert. In Donetsk gibt es einen riesigen Tunnel, den wir eroberten; ein Waffenlager aus Sowjetzeiten. Mit diesen Waffen können wir jahrelang kämpfen.

T: Zu Beginn war hier noch die ukrain. Polizei und Armee?

D: Als sie noch hier waren, haben wir uns bei Bruklin zu Hause versteckt und gingen nur nachts in Aktion.

T: Bruklin hat mir gesagt, dass ihr ganz am Anfang mit Baseballschlägern und Messern unterwegs wart? Erst später habt ihr dann der Polizei Waffen abgenommen.

D: Die Polizei wird/wurde hierorts als „mussoj“ (Mist) bezeichnet. Die haben uns alles ohne Widerstand übergeben. Wir besetzten die Polizeistation in Donetsk, ohne einen Schuß abzufeuern. Wir gaben ihnen 2 Minuten zum Verlassen. Sie taten es in einer Minute. Da gab es (unsererseits) kein Heldentum. Es war so, wie es war.

T: Aber es sind vermutlich viele Polizisten übergelaufen?

D: Du wirst es nicht glauben; es war im Promillebereich. Ich kenne keinen einzigen ehem. Polizisten in unseren Reihen. Aus der Armee schon (z.B. Malisu oder Lisch; das sind Profis). Für 600 dollar haben wir z.B. 6 Maschinengewehre, 2 Scharfschützengewehre und einen Berg Munition gekauft. Es war umsonst! Wie kam es dazu? Brevno, Graf, Bruklin und ich haben eine Einheit, die ein Dorf um Donetsk hielt, aufgefordert, uns Waffen zu verkaufen. Als sie sich weigerten, haben wir 2 – 3 Wachen mit unseren Scharfschützengewehren erledigt und der Rest kam umgehend auf das ursprüngliche Angebot zurück. Im nächsten Dorf dasgleiche. Wir haben immer Wort gehalten und sie nach dem Verkauf ziehen lassen. Im dritten Dorf haben sie dann sofort eingewilligt (ohne Kampf). Die junge Armee (Grundwehrdiener) wollte nicht kämpfen. Erst als die sog. SS-Truppen kamen (Bataillon Azov u. a.) ging es los. Azov hat derart schlimme Greueltaten begangen, dass nicht einmal die amis sie unterrichten wollten, damit sie nicht mit ihnen in Verbindung gebracht werden konnten. Das sind Ultrafaschisten. Fremde (Kroaten etc.) haben sich aus rein ideologischen Gründen Azov angeschlossen. Geld ist kein Motiv. Die drüben verdienen genausoviel wie wir; rd. 200 euro/Monat. Die Kroaten sind hauptsächlich in der Artillerie. Sie sind auf facebook sehr aktiv und haben uns so einige Male ihre Koordinaten geliefert, indem sie unbedingt die Umgebung aufnehmen mußten. Das tat auch einer in Mariupol/Shirijok. Er stellte es ein als er auf Heimaturlaub war. Als er wieder in die Ukraine reisen wollte, hat man ihn nach Hause geschickt, da seinetwegen Hunderte starben. Diese „Hilfe“ gibt es (leider) auf beiden Seiten.

T: Du hast mir gesagt, dass die Ortung anhand der Mobiltelefone ein Problem darstellte?

D: Zu Beginn wußten wir nicht, wie uns geschieht. Wir laufen durch einen Wald (zw. Slavansk und Krematorsk) und kommen unter Artilleriebeschuß. Ich war zu 100% überzeugt, dass im Wald Leute sind, die ihnen die Koordinaten geben. Die Präzision des Beschusses war unheimlich. Ein Kamerad starb dabei. Dannach haben wir von dem Problem mit Mobiltelefonen gehört. Die amis haben ihnen irgendwelche Wunderapparate gegeben, mit denen sie uns orten konnten.

T: Was ist die Wahrheit bez. Strelkov? Es besteht das Gerücht, dass er euch in Slavansk verraten hätte?

D: Ich kann nur meine Sicht der Dinge aufgrund der erlebten Ereignisse schildern. Für mich war Strelkov ursprünglich ein Held. Wir sind wegen Strelkov nach Slavansk gegangen. Allerdings war Strelkov einer der ersten, die Slavansk verlassen haben. Er hat niemanden darüber informiert. Die Kosaken in Sewastopol hat er ebenfalls nicht informiert. Da sind sehr, sehr viele getötet worden. Beim Rückzug sind wir auf der Straße förmlich über deren Leichen gestolpert. Damals habe ich immer noch an Strelkov geglaubt. Es ist Krieg und da können solche Dinge einfach passieren. Als er im Juni 2014 von meinem Kommandanten Brevno verlangte, den heutigen Innenminister, Lenin und Mongolov zu töten (diese Aussage habe ich dannach am Lügendetektor wiederholt), haben wir dies verweigert. Es ist am einfachsten, jemanden zu töten. Es gibt allerdings Gerichte. Sollten sie Verräter sein, so sollte dies ein Gericht entscheiden. Brevno hat den Vorfall dem FSB weitergeleitet. Als wir einige Tage später einen Stützpunkt nahe der russ. Grenze einnahmen (Marinovka), um den Korridor für die humanitäre Hilfe aus Rußland freizumachen und Strelkov meldeten, dass die Kommandozentrale eingenommen war (sie können nachrücken), geraten wir unter Artilleriebeschuß; allerdings von beiden Seiten (ukrain. und DVR). Wir ziehen uns zurück und die Ukrainer nehmen sie wieder ein. Wir erobern die Zentrale zurück und werden erneut von unserer Artillerie beschossen und flüchten. Das dritte Mal stürmten wir den Stützpunkt mit Motorola. Motorola hat einen BTR und zwei Mann verloren und drei Verletzte (erneut aufgrund DVR Beschuß). Du siehst es, willst es aber nicht wahrhaben. Strelkov war für uns immer noch Strelkov. Grundsätzlich; Geschichten gibt es in einem Krieg viele. So auch, dass Strelkov für die Ukraine arbeitete. Ich glaube nur an das, was ich sehe. Das Faß zum Überlaufen brachte er, als er Donetsk hergeben wollte. Er gab die Anordnung, sich aus Donetsk genauso zurückziehen, wie wir es aus Slavansk getan haben und nahe der russ. Grenze in Stellung zu gehen. Die Militärführung hat den Gehorsam verweigert. Tamelan wollte Strelkov töten. Baradai, der heutige Präsident der Freiwilligen von Donbass, hat Strelkov davor bewahrt. Hätten wir uns vor der russ. Grenze eingegraben, hätten die Ukraine auch auf russ. Boden geschossen und die Russen wären in den Krieg hineingezogen worden. Ich bin überzeugt, dass es Strelkovs Ziel war, Rußland in den Krieg hineinzuziehen.

T: Du hast mir einmal einen sehr interessanten Satz gesagt: Wir kämpfen hier eigentlich auch für die Ukraine. Wie hast du das gemeint?

D: Schau. Wenn wir zurückblicken. Wir kämpfen eigentlich für die Ukraine, denn alles, was die andere Seite macht, bringt der Ukraine Probleme. Was ist passiert. Mit Beginn des Krieges haben alle größeren Unternehmen in der Region die Arbeit eingestellt. In Mariupol war z. B. Ein metallverarbeitender Gigant, den sie innerhalb von zwei Jahren nicht nur vollkommen zerstört haben; sondern sogar in seine Einzelteile zerlegt und als Altmetall verkauft haben. Die andere Seite zerstört das gesamte Land.

T: Was glaubst du, könnte es auf der anderen Seite zu Konflikten zw. den regulären Truppen und den Freiwilligen kommen?

D: Diese Konflikte sind von Beginn an eine Konstante. Wie ist Azov zu seinen Waffen gekommen? Sie töten 10 – 15 Soldaten und nehmen sich alles. Die Toten und Überlebenden lassen sie buchstäblich nackt und bloßfüßig zurück; ohne jegliche Konsequenzen. Diese Freiwilligen sind gekommen, um sich zu bereichern. Wir konnten einige von denen gefangennehmen. Sie erzählten uns, dass sie kein Geld bekämen; sondern im Falle der Einnahme von Donbass sich Wohnungen, Häuser etc. nehmen könnten (Anmk: für die Wertegemeinschaft: Honorar auf Erfolgsbasis). Das sind in der Regel Menschen, die nie etwas besaßen. Jetzt haben sie eine „Chance“ bekommen. Einer der Freiwilligen hatte bei seiner Gefangennahme anstatt des üblichen Namensschilds ein Schild mit der Aufschrift „Sklavenhalter“. Sein Ziel war es, in naher Zukunft Sklaven zu halten. 2015 hat ein Parlamentsabgeordneter vorgeschlagen, dass man Konzentrationslager für die Einwohner des Donbass bauen sollte. Da ist der „Sklavenhalter“ noch harmlos dagegen. Leider braucht diese Wahrheit die Politik (allseits) nicht. Falls sie in 20 Jahren veröffentlicht wird, wird sie kaum jemanden interessieren.

Es kam sogar öfters vor, dass uns die regulären Truppen die Koordinaten der Freiwilligen gaben oder uns einfach durchließen, damit wir mit den Freiwilligen kämpfen konnten (davor haben diese Freiwilligen einige Mitglieder der Regulären getötet und ihnen die Waffen abgenommen). Die Regulären gaben uns sogar Waffen und Munition; nur damit wir uns mit den Freiwilligen „abrechnen können“. Das alles klingt sehr irreal und abstrakt; aber es war so. Andererseits haben wir sehr viele, die sehen, dass dieser Krieg eigentlich gegen die Ukraine und dessen Volk geführt wird. Aber sie sind zu schwach. Sie kommen nicht dagegen an. Aber sie helfen auf ihre Art. Es passiert sehr oft, dass Geschosse (Granaten, Bomben) ohne Zünder oder einfach deaktiviert zu uns herüberfliegen. Sie machen zwar etwas; allerdings ohne Schaden anrichten zu wollen.

T: Wie ist generell die Motivation in der ukrain. Armee?

D: Was Artillerie betrifft; da ist sie 100%ig. Was den Nahkampf betrifft, so halten sie max. 1 Stunde durch. Dannach sind sie entweder tot oder geflüchtet. Warum sind sie so unmotiviert? Unsere Leute verteidigen deren Heimat; während die Anderen gekommen sind, um sich Vermögen anzueignen. Es kann keine bessere Motivation geben, als sein Heim zu verteidigen. Die Freiwilligen sind natürlich um einiges motivierter als die regulären Truppen. Seit Mitte letzten Jahres hast du an der Front eigentlich keine regulären Truppen mehr. Die sind in der zweiten Reihe; heben Schützengräben aus und werden – bei Bedarf – in den „Kampf geschickt“. Das sieht so aus. Die Freiwilligen, die ja nun ebenfalls zur ukrain. Armee gehören, zwingen die Regulären unter vorgehaltenen Waffen in unsere Richtung. In der Regel können diese weder vor noch zurück und werden dann von uns weggefegt. Die Bataillone arbeiten überwiegend mit Artillerie. Sie versuchen hin und wieder zu stürmen. Allerdings machen sie das sehr schlecht und haben hohe Verluste.

T: Haben die ausländ. Instruktoren der ukrain. Armee etwas beigebracht?

D: Sie haben ihnen beigebracht, mit der Artillerie sehr präzise zu treffen. Sie treffen Spitäler, Schulen, Kindergärten sehr gut. Schade, dass wir keine Zeit mehr haben, um dir den Kindergarten zu zeigen, um den ich mich persönlich kümmere. Er wurde einmal getroffen. Wir haben die Fenster erneuert. 6 Monate später wurde er erneut getroffen. Wieder alle Fenster draußen.

T: Welche Art von Mensch schießt auf Kindergärten? Das ist kein militär. Ziel.

D: Das sind ja auch keine Soldaten. Ein Soldat kämpft gegen einen anderen Soldaten. Ihr Ziel hingegen ist es, die ansässigen Menschen zu vertreiben. Sie wollen etwas ähnliches veranstalten, wie es die Krajinaserben in Kroatien erlebtem. Nur; hinter dem Donbass steht Rußland, während die Krajina und Republika Srpska von Serbien verraten wurde. Wenn ich von Serbien spreche, so meine ich nicht das serb. Volk sondern serb. Politiker. Hier weiß das Volk, dass Rußland hinter ihnen steht. Kurz bevor du gekommen bist, hatten wir einen sehr schweren Angriff; für mich der schwerste überhaupt – seit 2014. Sie haben mit schwerer Artillerie 24 Stunden auf die Stadt geschossen. Nonstop. Ein Lichtblick ist, dass es immer weniger zivile Opfer gibt, da sie in der Regel nur nachts zuschlagen und die Bevölkerung sich bei Dämmerung bereits in Keller bzw. Unterschlüpfe zurückzieht.

2014 waren vor Ort sehr wenige Menschen anzutreffen. Der Großteil ist nach Rußland geflohen. Allerdings kamen sie (großteils) wieder zurück, da sie einsahen, dass ihre einzige Chance darin besteht, ihre Heimat zu verteidigen.

T: Du hast oft mit ukrain. Gefangenen sprechen können. Was ist hauptsächlich deren Geschichte?

D: Na die üblichen Geschichten. Keiner wird dir erzählen: „Ich bin gekommen, um euch zu töten“. Man erzählt, was die Gegenseite hören möchte. Ich weiß, wie das ist.

T: Du wurdest ebenfalls gefangengenommen. Ich weiß, du sprichst nicht gerne darüber.

D: Nein, das habe ich so nicht gemeint. Ich spreche nicht gerne über das, was an vorderster Front geschah. Ich sagte zu dir: „Frage die anderen. Die sollen es dir erzählen.“ Die Zuseher werden meinen: „Der erzählt irgendwelche Märchen.“ Als mir Sachartschenko ein neues Gewehr schenkte, habe ich an einem Tag 26 Scharfschützen erledigt. Da werden jetzt viele sagen: „Das ist utopisch.“ Es lag nicht daran, dass ich so gut war; sondern die so schlecht. Über solche Dinge möchte ich nicht sprechen. Was die Gefangenschaft betrifft, so habe ich kein Problem damit.

Ich war damals verwundet und mein Freund Graf wollte mich nach Lugansk in die Klinik bringen. Wir schlossen uns einen Konvoi an. In der Nähe des Lugansker Flughafens; ein Panzer vorne – einer hinten. Wir hatten keine Waffen; fertig. Alle Gefangenen – außer uns – waren vom Bataillon Vostok. So hielten sie uns – zu unserem Glück – ebenfalls für Mitglieder des Bataillons. Sie haben uns alle dem (ukrain.) Bataillon Aydar um 4.500 dollar verkauft. Diese haben uns verhört. Im Bataillon Vostok waren sehr viele Russen aus Rußland (meist pensionierte Spezialkräft – Alpha etc.). Da haben die Ukrainer zu viel Respekt bzw. Angst. Es ging sogar so weit, dass sie sich gegenseitig schlugen; jene, die uns bewachten und jene, die uns gerne foltern wollten. Daher kam es nach einigen Tagen zu unserer Übergabe – gegen Bares natürlich – in Charkov. Ein Dank an die Charkover Partisanen, die uns rausgekauft haben.

Ich bin ein aufrichtiger und geradliniger Mensch und sage, was ich denke; egal welche Konsequenzen das mit sich bringt. Du hast ja hören können, was passierte, als mich der DVR-Verteidigungsminister aus der Fassung brachte. Ich habe ihm meine Orden ins Gesicht geworfen und Sachen gesagt, die niemand anderer sagen durfte. Insgesamt habe ich 20 Orden bekommen. Alles außer dem höchsten Orden – der Heldenstern – für den ich vergeschlagen war. Allerdings nach meinem „Duell“ war das dann Geschichte. Aber die Orden sind mir egal. Ich bin nicht wegen Orden und Streifen hierher gekommen.

T: Für die Zuseher. Ich bin im Donbass seit 10 Tagen. Wo immer ich mit Dejan auftauche, überall gehen die Leute auf Dejan zu und zollen ihm unglaublichen Respekt. Sie sehen dich hier wie einen Helden.

D: Ich sehe das nicht so. Ich bin gekommen, um zu kämpfen. Was benötigt ein Kämpfer? Viel Herz, etwas Versand, Tapferkeit und schnelles Auffassungsvermögen in bestimmten Situationen. Ehrlich gesagt; ich sehe mich nicht als Helden. Ich bin gekommen, um zu kämpfen und mache das, wie es sich gehört. Die meisten kursierenden Geschichten stammen von ehemaligen Kameraden (z.B. Invalide oder Verwundete, die nicht mehr mitmachen können etc.) und verbreiten sich in der Stadt. Jeden Augenblick, den ich unter Zivilisten verbringen konnte, habe ich genutzt. Das hilft enorm. Einer unserer (serb.) Freiwilligen in Lugansk hat gemeint, er würde im Schützengraben bleiben, bis er stirbt. Er ist durchgedreht. Man muß abschalten können. Ich habe oft geschrieben oder bin ausgegangen. Schade, dass wir nicht in dieses Kinderheim gehen können. Sie sagen, dass ich ihnen geholfen habe zu überleben, während ich meine, dass sie mir geholfen haben zu überleben. Jeder Besuch des Heimes und das Spielen mit den Kindern, bringt jene Menschlichkeit zurück, die sehr leicht verloren gehen kann. Wir sind „sturmoviki“. Jene, die als erste gehen und das Schlimmste sehen. Die Menschen sterben ringsherum. Das Heim war ein Ventil, das mir sehr geholfen hat.

Beim Rückzug aus Slavansk kamen wir in ein Dorf und überall schlugen Granaten ein. Eine fiel auf ein Haus und tötete einen Jungen. Wir gingen hinein, um zu helfen und er starb – ohne Hände – in meinen Armen. Wir versteckten uns an diesem Tag in dem Dorf. Gegen abend schlug erneut eine Rakete in dasselbe Haus ein. Diesmal starb ein 6-monatiges Mädchen. Brevno und ich setzten uns vor den Hauseingang. Die Granaten schlugen weiterhin um uns ein. Ich nahm ein Stück Papier und schrieb ein Gedicht. Das sind solche Momente, wo du dir nur wünscht, zu sterben, damit alles ein Ende hat. Wenn Kämpfer um dich herum sterben, ist es das eine. Wenn Kinder sterben ganz etwas anderes.

T: Ich habe bemerkt, dass du generell keinen Alkohol trinkst. Allerdings auch, dass ich keinen Uniformierten bisher sehen konnte, der Alkohol trank.

D: Wir haben das schon zu Beginn des Krieges ausgemerzt. Es gibt keinen Alkohol. Bei einigen lassen wir es durchgehen. Allerdings nach vollbrachter Arbeit und dannach ab ins Bett. Sollte ihn ein Kommandant erwischen, gibt es vorab Schläge, dann Gefängnis und Entlassung aus dem Dienst.

Generell werden hier im Gegensatz zu Serbien die Vorschriften eingehalten. Wenn in öffentlichen Gebäuden Rauchverbot ist, dann halten sie sich daran; nicht so wie bei uns.

T: Ich muß ehrlich sagen, dass Donetsk sauberer als Belgrad ist.

D: Die Ukraine war (grob) dreigeteilt. Die Industrieregion um Donetsk; die reichste Region. Eine mittlere (landwirtschaftliche) Region, die ihre Güter hier verkaufte. Und eine Westregion aus der die meisten Freiwilligen stammen. In der Westregion leben die ärmsten Bevölkerungsschichten. Auf die Industrialisierung in den letzten 30 Jahren folgte eine Verbesserung der Lebensqualität; z.B. weitaus bessere Straßen als in der Restukraine, wo sie schlicht eine Katastrophe sind. Die Menschen lernten einfach, ihre Umgebung zu schätzen. Ich konnte beobachten, wie Granaten fielen und kurz darauf Kommunalarbeiter die Straßen säuberten. Ich konnte es nicht glauben. Oder zum Beispiel: der erste Schnee 2014. Wir waren in Aktion an vorderster Front mit einem Auto, dessen Reifen kein Profil mehr hatten. Es fielen 30 cm Schnee und ich bereitete mich vor, im Auto zu übernachten, da ein Weiterkommen auf einer Schneefahrbahn unmöglich war. Als wir zum Auto kamen, waren die Straßen gesäubert! In ganz Donetsk waren die Straßen vom Schnee befreit. Es herrscht Krieg und sie säubern die Straßen! Im Sommer ist ganz Donetsk von Rosen übersät. Im Herbst werden die abfallenden Blätter entfernt. Es fallen Bomben und sie rechen Blätter. Für mich war das sehr beeindruckend. Das hängt alles mit der wirtschaftlichen Entwicklung zusammen. Man will es sauber haben; man kauft bessere Möbel, man kauft bessere Autos, man will bessere Straßen etc.

T: Wie lebt der Normalbürger heute in der DVR?

D: Viele Unternehmen vor Ort arbeiten noch immer für die Ukraine. Sie wurden dem ukrain. Staat nicht weggenommen. Teilweise sind die Schwierigkeiten der DVR, die Waren zu plazieren, mit ein Grund. Die Menschen erhalten ihr Gehalt quasi aus der Ukraine. Das ist ein sinnvoller Kompromiß. Die Stadt funktioniert trotz Krieg. Während es 10 Autominuten entfernt, die Hölle auf Erden ist. Allerdings leben dort keine Menschen mehr. Sie haben sich von der Frontlinie Richtung Innenstadt zurückgezogen.

54 Gedanken zu „Bericht eines Serben aus dem Donbass (1)“

  1. Herr Sloga , Herr Artur und Herr Roth
    ihre Aufwendigen Zeiteinheiten der Übersetzungen für diesen Blog sind sehr wichtig für mich und Ihnen möchte herzlich dafür danken,der Dank geht auch natürlich auch an Russophilus.
    Die Vielfalt an Informationen,Hintergründe,Erkenntnisse etc. erlauben mir die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.
    Ich freue mich auf weitere Ergänzungen und verbleibe mit großen Respekt für diesen Kanal.
    Gott zum Gruss

  2. @Sloga
    Diesen umfangreichen Text in einer Sprache hören, durch den Kopf gehen lassen und dann übersetzt niederschreiben – großen Respekt. Außerdem ist der Text etwas neues, informatives und spannend aufgeschrieben noch dazu. Danke schön und Grüsse …

  3. Danke, sloga, für den umfang- und inhaltsreichen Text!

    Beim Lesen blieb ich mit der Aufmerksamkeit an der Rolle Igor Strelkows hängen.
    Ich sah ihn damals – im Frühsommer 2014 in Slawjansk – gewissermaßen als Helden. Die Diskussionen mit meinen Söhnen brachten dann aber auch andere Gesichtspunkte ins Blickfeld. Zunächst war die Lage ja so, dass man sich nur gegenseitig bedrohte. Die Männer beider Seiten drohten nur, die wollten erst mal gar nicht aufeinander schießen. Dazu bedurfte es jemandes, der das riskierte oder durch falsche Nachrichten bzw. Handlungen initiierte.

    Völlig klar ist, dass der Putsch in Kiew am 21.02.2014 mit westlicher Unterstützung und die anschließende Installierung eines illegalen Gewalt-Regimes in der Ukraine der Auslöser aller Folgeereignisse war. Dann der antirussische Sprach-Erlass der neuen Machthaber usw. Das waren handfeste Drohungen gegen einen großen Bevölkerungsteil.

    Kurze Zeit später beantragte W. Putin beim Föderationsrat der RF Sondervollmachten zum Einsatz militärischer Machtmittel in der Ukraine (für den Fall der Fälle).
    Nach dem Plebiszit auf der Krim, deren Lostrennung von der Ukraine und dem nachfolgenden Beitritt zur RF keimten Hoffnungen in den russischsprachigen Teilen der Ukraine auf, auf ähnliche Weise der Unterdrückung aus Kiew zu entrinnen und dabei Russlands Hilfe erwarten zu dürfen.

    Das war der Moment, auf den Strelkow und seine Mannen gewartet hatten. Als uneigennützige Helfer, als Retter in der Stunde der Gefahr zu erscheinen.
    Zwischen dem anfänglich friedlichen Protest und dem späteren Niveau an militärischer Gewalt und Kampf lagen offensichtlich etliche Stufen der Eskalation.
    Und für mich gibt es keinen Zweifel, dass Strelkow an dieser Eskalation nicht unbeteiligt war. (Man müsste den fortlaufenden Lagefilm jener Tage unter die Lupe nehmen, um das wechselseitige Anstacheln von Gewaltakten genau zu untersuchen und zu bewerten.)

    Heute scheint mir Strelkow eher als ein politisches Chamäleon, das die Farben eines Nationalisten angenommen hat. In Wirklichkeit ist er womöglich nur ein Provokateur gewesen, der mit allen Kräften einen internationalen Konflikt schüren wollte??

  4. Auch von mir ein herzlicher Dank an alle Übersetzer
    und Kommentatoren, besonders an Russophilus, der bei
    Bedarf die Infos wieder geraderückt und einordnet.

  5. Sloga, Danke für die Übersetzung.
    Hier ist ein Link, der die Wörter des Mannes über die Verwicklung der Ukrainischen Armee in den Konflikt in LDNR bestätigt und die direkte Finanzierung von den Aktivitäten des Provokateurs Strelkov durch die Vertreter der Ukrainischen Regierung, Turchinov und Jazenjuk zeigt…

    https://youtu.be/HaeAwqcnMJA

    Darin ist eine Beamtin zu sehen, die Beweise dieser Verbindung zwischen Strelkov, Turchinov und Jazenjuk in ihre Hände bekommen hat und danach regelrecht durch SBU (ukrainische Geheimdienst) gejagt wurde. Ich bitte jemanden zu übersetzen, was sie sagt. Ich habe leider keine Zeit für eine wortwörtliche Übersetzung.
    Das Ziel der Provokationen von Strelkov, der übrigens ein Schauspieler und “Journalist“, aber auf keinen Fall ein FSB-Offizier ist (behauptet er, kann aber nicht beweisen) war im Namen von Putin und russischen Regierung, die friedlichen Proteste der Donbass Bevölkerung gegen die Junta in einen militärischen Konflikt überzuführen. Dann sagen, schau‘ hier werden Russen ermordet, die russische Armee muss die russische Bevölkerung des Donbass schützen… sprich der Ukraine den Krieg erklären und in Donbass einmaschieren…
    Also, genau das machen, wofür Maidan und Naziputsch konstruiert wurde…
    Gott sei‘ dank, ist Putin nicht blöd.
    Er hat diesen Zirkus eingestellt und die Ordnung in den LDNR geschaffen… Zacharchenko und Plotnizky sind keine Engel, sie wurden aber wirklich von Russland eingesetzt, um sie Situation unter Kontrolle zu bringen. Als sie eingesetzt wurden, haben die Beschüsse der “dritten Kraft“ aufgehört, sprich die Beschüsse von eigener Infrastruktur und Häusern in Slavjansk sowie von den eigenen Verteidigungspositionen in Slavjansk durch Strelkovs‘ Leute.
    Die Untersuchung zu diesen Beschüssen und überhaupt den Anfängen des Konflikts in Slavjansk, die durch Strelkov’s Aktivitäten geprägt sind (das Slavjansk Szenario wurde erstmal für Krim vorgesehen, hat aber wegen den Krim-Entwicklungen nicht geklappt) wurde von einem lokalen Journalisten aus Slavjansk gemacht. Ich habe die Untersuchung gelesen und gespeichert, kann jetzt aber gerade aufs Schnelle nicht finden. Ich suche sie aber raus und poste hier, wenn ich wieder Zeit habe.

    ——————————–
    Wunschgemäß editiert – Russophilus

  6. Ich nehme den Artikel zum Anlass einige Gedanken (ausnahmsweise) nicht nur anzudeuten, sondern auch zu Ende zu denken. Für das mit den „andeuten“, ersuche ich um Nachsicht. Ich versuche es zwar immer wieder, kann da aber oft nicht anders. Das ist großteils mentalitätsbedingt. Da wo ich herkomme (und das ist mMn nicht weit vom „russischen“), ist es unter Gleichgesinnten („Freunden“; wie auch immer) verpönt dem Gegenüber gewisse Dinge direkt (quasi klugscheißerisch oder Ich-Ich-Ich-weiß, dass …) an den Kopf zu werden. Da versuche ich oft (man erkennt es daran, dass ich etwas vulgärer werde, was mMn der falsche Weg ist; aber ich kann es nicht besser) etwas „Deutscher“ aufzutreten, was mir mMn mehr schlecht als recht gelingt … aber das ist ein anderes Thema …

    Zum Grundgedanken des Artikels. Ich lese hier erst seit rd. einem Jahr mit. Mit Verblüffung mußte ich die Kompetenz vieler Leser bez. Novorussija, seiner Mitstreiter, die hier offensichtlich jeder Mann/Frau kennt etc., feststellen.

    Was haben wir im Artikel? Einen Mann, der mittendrin war/ist. Ein Mann, der nur müde lächeln würde, wenn man ihn nach Quellen oder Beweisen fragen würde. Nehmen wir nun den Fall „Strelkov“ genauer unter die Lupe. Wie ich aus einigen Andeutungen herauslesen konnte – muß dazusagen, dass ich diesen Hrn. Strelkov überhaupt nicht kenne bzw. etwas über seine „Taten“ weiß; aber das spielt keine große Rolle – wurde „Causa Strelkov“ offenbar über Wochen und Monate – quasi bis zur Erschöpfung – durchdiskutiert (Beschuldigungen, Vorwürfe, Verurteilungen, Einwürfe etc. etc.).

    Was sagt Deki zu Strelkov? Ich hoffe, es ist einigen aufgefallen? Er sagt im Grunde (obwohl mittendrin und behaupten könnte, was beliebt!!!): „Ich weiß es nicht!“ Strelkov wollte offenbar – auch lt. Deki – die Russen in den Konflikt hineinziehen. So weit so gut. Nur warum wollte er das? Auf diese Frage gibt Deki keine Antwort, da er schlichtweg in Strelkov nicht hineinschauen kann. Er läßt es offen. Es könnte sein, dass Strelkov für die Ukrainer arbeitete, um sich Vermögen anzueignen. Es könnte sein, dass er sich erhoffte, dass Novorussija früher siegen und gleichzeitig die Bevölkerung weniger leiden würde, je früher die Russen eingreifen. Es könnte eine Mischform der beiden Motive sein. Eines ist allenfalls sicher: Deki weiß es nicht und stellt dies auch so fest.

    JETZT zum eigentlichen Punkt meines Gedanken. Die uns offensichtlich bevorstehende Groß- bzw Megadiskussion zu Weißrußland (ich bin jetzt – wieder einmal – OT; hoffentlich ist @ Russophilus nachsichtig und sieht von einer Verwarnung oder Schlimmerem ab – „grins“). Ich gehe davon aus, dass Rußland ganz, ganz tief in den weißruss. Strukturen zu geben ist und – vereinfacht ausgedrückt – im Vorhinein wissen sollte, wann Luki pfurzen wird (vermutlich tut sich der russ. Geheimdienst schwer, die Pfürze der queen zu zählen – allerdings nicht die von Luki); geschweige denn, was er denkt bzw. präziser gesagt, denken soll/sollte. Ich glaube so weit, kann man mir folgen bzw. zustimmen. Geht man davon aus, so müßten etwaige „Provokationen“ besser eingeordnet werden können. Lassen wir die vermutl. folgenden Artikel der – zweifellos kompetenten russ. Analysten; da gibt es keine zwei Meinungen – beiseite und schauen auf das Gesamtbild.

    Ich mache das aus meinem (serb.) Blickwinkel. Was hatten wir da in letzter Zeit. Da war – viele werden sich erinnern können – eine gemeinsame (russ.-weißruss.-serb.) Truppenübung letztes Jahr in Serbien (zu allem Überfluß unter dem glorreichen und hochtrabenden Titel: „Slawische Bruderschaft“!!). Würde sich das soooo umsichtige und kluge russ. Militär so weit aus dem Fenster lehnen, wenn es nicht weit über 50% sicher wäre, dass man mit den „Richtigen“ übt? Wohl kaum. Dann vor ein paar Tagen fährt Vucic (dazu habe ich kürzlich etwas geschrieben; Stichwort: Kampfflugzeuge) nach Minsk und kommt mit ein paar (geschenkten!) Fliegern (wobei dies im Grunde ein russ. Geschenk ist … aber das ist jetzt nicht so wichtig) nach Hause.

    Wenn ich also all die Eckpunkte mir durch den Kopf gehen lasse, ist das wahrscheinlichste Ergebnis: es ist eine Finte! Alles andere ist selbstverständlich ebenfalls möglich. Bis zur Abkehr der Weißrussen von Rußland. Allerdings weniger wahrscheinlich.

    Nur zwecks Klarstellung: Sollte es Richtung Abkehr gehen, so bin ich für alle nur erdenklichen Rachegedanken und feindseligen Äußerungen zu haben (ohne wenn und aber). Jedoch NICHT zu diesem Zeitpunkt. Da kann ich dann auch etwas aggressiv werden. NICHT, weil ich über „meine“ Weißrussen nichts kommen lassen will (im Grunde beleidigt man mit dieser Kritik die Russen bzw. deren Handeln, was böse Zungen einigen „Freunden“ unterstellen würden …) und NICHT, weil Ich-Ich-Ich es besser weiß, sondern vielleicht nur, weil – wie es Deki es im 2. Teil so treffend sagt – „positives Denken das Leben positiver werden läßt!“.

    Nun zu den hieb- und stichfesten Beweisen. Ich habe keine! Zu den Motiven? Ich kann sie nur vermuten! Ich könnte mir vorstellen, dass

    1. die Weißrussen sich mit den Behinderten (eu) in evtl. eu-erweiterungsgespräche (?) „vertiefen“ sollen, um eine Art Brücke zu bilden (evtl. zu den eu-ostgebieten?)

    2. Trump zu überprüfen? Wieweit man seinen Zusagen und Versprechen trauen kann und er nicht gleich dem ersten zugeworfenen Ball – wie ein junger Hund – hinterherläuft.

    3. oder wären wieder einmal Zahlungen für das den ukros gelieferte Gas fällig? Und man spielt den Behinderten vor, gaaanz streng zu den Weißrussen zu sein, damit die Behinderten (wobei ich mich bei behinderten Menschen hiermit entschuldige, die ich hier offensichtlich mit meinem Vergleich schwer beleidige!) wieder einmal Geld für die ukros springen lassen?

    Wie gesagt; alles nur Spekulation.

    Da wir gerade dabei sind, nehmen wir doch einen anderen Punkt aufs Korn: WER weiß, wie das Gasgeschäft Belorusija – Russija tatsächlich vonstattengeht? WIR haben dies gelesen und das gelesen. WIR haben dies gehört und das gehört. Allerdings. WAS wissen wir eigentlich? Wir wissen, dass Belorusija Käufer ist und Rusija Verkäufer. PUNKT!!!! AUS!!!! ENDE!!!! Wieviel, wann oder wo bezahlt wird, können wir einfach nicht wissen. Bei aller Liebe, allen russ. Medien und allen russ. Analysten …

    1. Ich schließe mich da insofern an, als auch ich schon frühzeit zu mahnen begann, dass man auch die Möglichkeit einer Finte sehen sollte.

      Und, nun werde ich deutlicher, in welcher Wahrnehmungslage und Konstellation so eine Finte durchgeführt würde. Würde man sie simpel anlegen, so würde der westen misstrauisch bleiben und das Ziel würde nicht erreicht.

      Wer sich mit Diensten befasst hat, der kennt den Werkzeugkasten und das Spielfeld. Lüge, doppelte Lüge, dreifach-Lüge, über eine Bande oder zwei, Prämissenlügen, Kontextlügen, angefütterte Lügen, verdorbene Wahrheit, Empfängervergiftung, usw, usw.

      Und es wäre sehr, sehr schwer, das mit und durch lukaschenko zu spielen, da der doch als schlitzohrig aber auch vom ersten Tag an Putin-freund(lich) gilt. Ich erinnere nur mal an das Bild in Minsk mit porkoschenko, hollande, merkel – Fresse nach unten – und dahinter Putin und lukaschenko geradezu fröhlich grinsend.

      Gut möglich sogar, dass sogar die Auswahl justamente von Minsk für all die Verhandlungen u.a. auch lange geplante Anlauframpe war für das, was jetzt geschieht.
      Man bedenke, dass da ja nicht nur drei oder 5 Präsidenten oder kanzler miteinander reden, sondern dass an jedem Stäbe hängen, dass die jeweiligen Botschaften satt aufgestockt werden und dass vor allem haufenweise Arbeitsbegegnungen stattfinden – die wiederum ein klassischer Kontext für Agentenanwerbung sind.

      Worum es bei dem „Spiel“ geht ist letztlich die Frage, wieviel Vertrauen wer in wessen Aussagen, Zusagen, Versprechen, Informationen, Verrat, Andeutungen hat. Und so würde e mich nicht wundern, ganz im Gegenteil, wenn wir bald einen erbosten belorussischen Sicherheits-Apparat erleben oder vielleicht sogar einen erbosten lukaschenko und auch ein paar schlecht vertuschte Verhaftungen.

      Wirklich klar sind nur zwei Dinge: 1) Putin ist den anderen haushoch überlegen – nicht zuletzt durch Jahrzehnte in KGB und später FSB. Und 2) Wenn’s hart auf hart kommt, dann wird der Bär ein paar Kratzer abkriegen und das ganze Köter-Rudel liegt tot herum und stinkt.

      1. Wenn man sich so den Ablauf der Geschichte anschaut, sieht man, dass nur Menschenleben verheizt werden und ich meine nicht nur die letzten Jahre und Jahrzehnte. Je mehr Zeit nach einem Ereignis oder nach einer Aktion vergehen, stellt man immet wieder fest, dass im Hintergrund andere Leute irgendwelche Fäden in der Hand gehabt haben. Siehe „Streit un Zion“. Wo ist nach ihrer Meinunder Breakpoint in Russland passiertnach dem sich diese Zustände geändert haben? Ich habe gesucht, aber nichtgefunden.

        1. Die Antwort darauf werden wir noch lange nicht wissen; wir werden darauf beschränkt bleiben, die entscheidene Auswirkung davon in Form von Präsident Putin zu kennen.

          Der wesentliche Grund dafür liegt darin, dass vieles im Dunklen bleibt und bleiben will oder aber naturgemäß weiteren Untersuchungen kaum zugänglich ist. Die russische Seele ist ein Beispiel dafür.

          Eines allerdings ist oft nicht gesehen aber wichtig und kann ziemlich klar erfasst werden: Es gibt, um es mal plakativ zu sagen, nicht „die zionisten“ oder „die satanisten“ – es gibt vielmehr zahlreiche Fraktionen. Denn es ist ja nicht so, dass die mit Streit und Zwist agieren, selbst aber einig sind. Nein, die sind extrem zerstritten und fraktioniert und liefern sich selbst gegenseitig oft erbittertere Kämpfe als uns (nicht zuletzt, weil viele Täuschungen nur bei uns wirken).

          Ein Beispiel ist der rothschild vs. rockefeller Kampf, der seit Jahren tobt und weltweit immer mal wieder erkennbar wird. Daran ist u.a. auch interessant, ab wann man ein zionist ist. Denn natürlich lehnen sich erfolgreichere Handlanger auch mal auf und meinen, es stünde ihnen mehr vom Kuchen zu … oder sogar ein regionaler Thron.

          Das sollte uns allerdings nicht trösten oder gar locker sein lassen. Unter anderem, weil es ein paar Punkte gibt, wo die sich allesamt einig sind, z.B. unser Land betreffend. Sie fürchten unser Land fast sprichwörtlich wie der Teufel das Weihwasser und sie treiben seit Jahrhunderten die Umsetzung von Plänen voran, die Deutschlands „Seele“ zerbrechen und heraus reissen sollen. Dieser Aspekt taucht seit sehr langer Zeit immer wieder auf, nicht zuletzt bei merkels „flüchtlings“ Anschlag, der darauf abzielt, uns komplett zu zersetzen oder auszurotten.

          Auf den ersten Blick gibt es zwei Ansätze, dem zu begegnen. Zum einen den, selbst stärker zu werden und den >Anschlägen trotzden zu können, zum anderen den, die elende Brut zu bekämpfen.
          Letzterer allerdings hat auch erhebliche Nachteile, insbesondere den, dass man sehr wesensstarke und kluge Krieger braucht, denn sonst kommen die eigenen Leute zurück und haben vielleicht einen Kampf gewonnen, sind dabei aber selbst verseucht worden und tragen das dann in die eigenen Reihen.

          Entsprechend hat Russland sich wohl dazu entschlossen, insbesondere den ersten weg zu wählen und selbst immer stärker zu werden. Zugleich sehe ich noch zwei weitere Varianten. Die eine ist die, die Anzahl der wesensstarken, psychisch und sozial absolut stabilen Krieger stetig zu erhöhen (was sehr mühsam und aufwendig ist) und, eine wie ich finde sehr intelligente Variante, zum zweiten sehr, sehr geschickt die zio- und satanisten Fraktionen gegeneinander kämpfen zu lassen.
          Ich bin, nebenbei angemerkt, davon überzeugt, dass die toten russischen Botschafter Racheaktionen der zionisten dafür sind.

          1. Da muss ich ihnen widersprechen. Offensichtlich fibt es einen Kampf zwis hen Rothschild und Rockefeller. Am Ende des Tages bleiben aber nur Menschenleben übrig die vorhet nicht auf denNamen Rothschild oder Rockefeller gehört haben! Und nein nicht Russland oder die Menschen dort haben sich entschlossen in irgendeiner Form stärker zu werden sondern die Politikerkaste unter det Fuchtel von der 27 Kraft hat wieder eines Stück eröffnet. Wenndie Russischen Leute odet auch die deutschen Leute sich zu etwas entschlossen hätten und das dannauch durchgesetzt hätten gäbe es wohl als erstes keine Wafen mehr! Schwerter zu Pflugscharen oder wie war das….

            1. Nicht Schwerter zu Pflugscharen…..Pazifizten leben nicht lange (Rosa Luxemburg ist ein Beispiel) und mit Lichterketten kannst du deine Familie nicht verteidigen.
              Waffen in Arbeiterhand wäre besser….oder wie Lenin sagte: „dreht die Gewehre um“…

          2. „Ich bin, nebenbei angemerkt, davon überzeugt, dass die toten russischen Botschafter Racheaktionen der zionisten dafür sind.“

            Sie brauchen nciht überzeugt sein, sondern können gewiss sein, dass es racheaktionen sind.

            Die thora ist ein rache-gesetzbuch und der talmud ist der schutzwall um die thora zu schützen.

            Es gibt nur eine deviese bei den hohepriestern, gestzlich vorgeschrieben: Zerstören von allem was nicht jüdisch ist, bis der endsieg erreicht sit.
            Nachzulesen in zigtausend schriften.
            Alles was nicht „jüdisch“ ist, hat kein lebensrecht aif dieser erde.
            Da gibts nichts , „ich bin überzeugt“…das ist tatsache und selbst in der knesset offen ausgesprochen worden.

              1. Russophilus

                Selbstverständlich wieß ich das.

                Wie eben vorher schon erwähnt, sind die jüdisch geborenen in einer zwickmühle. und wie eben gesagt , haben diese nicht gelehrten „normalen“ juden die doppelarschkarte…nämlich ihrer glaubensgemeinschaft gegenüber und dem rest der menschen, in dem sie aufgehen wollen.

                Die hohepriester, zionisten , antichristen, chancellor, und primeminister etc. sind die willfährigen und erpressten, die das speil, das nicht zu gewinnen ist spieln.

                Die kabbale ist da nur ein ausweg (künstlich), genau wie das märchen vom messias um die armen schafe, die seit 25 jahrhunderten warten um endlich erlöst zu werden, in schach zu halten. Von nord nach ost nach süd und west.

              2. Russophilus

                „Sie wissen aber schon, dass nicht alle jüdisch-Gläubigen den talmud als heiliges, geschweige denn verbindliches Schriftwerk sehen, oder?“

                Ich könnte meinen arsch darauf verwetten, dass sie den „streit um zion“ nicht gelesen haben.
                Sonst würden sie das so nicht sagen.

                Klar gibts „abtrünnige“ der thora und des talmuds.
                Aber in deren haut möchte ich nicht stecken.

                1. Tamas…Ich hatte „streit um Zion“ schon lange abgespeichert, aber keine Zeit zum Lesen gehabt. Habe dann doch, nachdem Sie hier nochmal nachdrücklich aufmerksam machten, die esten hundert Seiten gelesen ….und dann flüchtig „überflogen“.
                  Ja, es hat mich schon bis dahin beeindruckt. nur……ab ca Seite 100 waren plötzlich die „Juden“ (Leviten, Judäer) nach der Zerschlagung durch die Römer „verschwunden“ und die Pharisäer machten im Untergrund weiter und arbeiteten an den weiteren Instruktionen für das in alle Winde verstreute Volk.
                  Irgendwas störte mich dann an seinen Ausführungen. Z.B dass das Christentum (die neue Religion) nun zu einer Blütezeit im Abendland führte.
                  Ich sehe das eher als eine Zeit, wo man unter dem Deckmantel „Jesus Christus“ begann, auf die perverseste Art und Weise die Menschen domestizierte, kolonisierte. Anders gesagt haben die sich auch die Thora zunutze gemacht und alles nur in ein katholisches Gewand gekleidet und dann weiter pervertiert.
                  Ich hatte mal seinerzeit ein Poster vom polnischen Papst über mein Klo gehängt. Hätte niemals gedacht, daß meine damaligen Freunde (katholische Erziehung) fast zitternd mit butterweichen Knien aus der Toilette zurück kamen.
                  Das alte Testament war für mich als Kind der absolute Horror. Was Reed da heraus gearbeitet und interpretierte, war für mich schon bestätigend. Es ist für mich unfassbar, wie jemand Religionswissenschaft studieren und unter dem Mißbrauch des namens Jesus Christus auch noch ein „Priesteramt“ bekleiden mag.
                  Oh jeh,….Sie meinen, daß Sie nicht in der Haut eines Juden stecken möchten,…nach Reeds Ausführungen sind das ja potentielle Schläfer (Zeitbomben) bzw. wissen selbst nicht, daß sie je nach Bedarf geweckt werden könnten.
                  Ich möchte auch nicht in der Haut eines überzeugten Katholiken stecken. Das ganze Freimaurergesocks basiert darauf.

                  1. gradischnik

                    Da gebe ich ihnen recht. Ich war wie sie wissen in erz-katolischen erziehungseinrichtungen und kenne diese sadisten brut aus eigener erfahrung.
                    Auch schreibt er den islam und mohamed als sanfte religion „gut“.

                    Den hinduismus wiederum als ebenso grausam wie die sekte.

                    Was aber für mich interessanter ist, ist die entwicklung der sekt.
                    Und die ist es ja , die uns allen so grossen kummer bereitet. Auch wenns dann freimaurer, illuminaten oder gar science tologie gibt. Immer mischen „die“ mit.

                    1. gradischnik

                      Die katholischen haben das alte testament erst sehr viel später als von gott verkündet anerkannt und es eingegliedert in AT undNT.
                      Damit war es nach AT auch der kat. kirche erlaubt zu töten, morden , rauben , versklaven.
                      Ob die kat. kirche gekapert wurde von der sekte kann ich nicht sagen, sieht aber so aus.

                      Zins war doch mal verboten im kat.glauben. Und einre Theodora haben wir es zu verdanken, das die reinkarnation aus der bibel gestrichen wurde.
                      Stellen sie sich vor, die reinkarnation gäbe es noch offizel. Man könnte die meisten menschen nicht mehr so mir nichts dir nichts in den krieg zerren und zum morden schicken.

                      Die kat.kirche und der islam sind ein riesen haufen dreck geworden.
                      Wer hats erfunden?

          3. @ Russophilus

            apropos Kampf zw. Rothschild und Rockefeller

            Ich meine gestern mir das neueste Video des „serb. Nostradamus“ (Verica Obrenovic) angesehen zu haben. Da sprach sie u. a. von diesem Kampf. Soros und einige Rothschilds sollten bald verhaftet werden. Trump sei ein Zögling der Rockefeller. Trump wäre jener, der amiland aus so manchen Problemen reiten wird etc.etc.

  7. Herr Russophilus, hier ist die Untersuchung, von der ich in meinem Kommentar berichtet habe. Der Link sieht zwar komisch lang aus, funktioniert aber gut. Damit gelangen Sie direkt zur PDF-Datei.

    (Ca. 20 Zeilen langen (!!!) link, der noch dazu nicht funktionierte, gelöscht)
    Wenn Sie “global fake Slavjansk“ in Yandex eingeben, sehen Sie unter dem sechsten Link auf rusdozor, wo er gespeichert wurde.
    War nicht einfach ihn wiederzufinden.
    In der Untersuchung gibt es sehr viele Details. Sehen Sie selbe… Sie können Russisch. Leider kann ich das alles aus Zeitmangel nicht übersetzen. Finde aber, dass die Untersuchung gut gemacht ist. Von den in der Untersuchung beschrieben Vorgängen kann man aus den anderen russischsprachigen Quellen erfahren, hier sind aber die Fakten zusammengestellt. Es gibt im Internet viele Zeugenberichte, die von den Beschüssen “der dritten Kraft“ berichten.
    Jetzt verstehen Sie, warum Givi und Motorola und zwei anderen umgebracht wurden? Sie wussten von diesen Vorgängen zu viel. Die Veranstalter verwischen ihre Spuren.

    ——————————————
    Geht’s noch? Sie hauen hier einen 20 Zeilen langen (!!!) link rein, den man mühsam in zwei Brocken per Hand kopieren und einsetzen muss, nur um dann festzustellen, dass er eh nicht funktioniert? So nach dem Motto „Scheiss doch drauf, wenn Hunderte sich damit umsonst abmühen, mir jedenfalls ist nicht zuzumuten, meinen eigenen link mal zu überprüfen, ehe ich ihn einstelle“. Und das Ganze für einen russischen Text, den sehr viele hier nicht verstehen, der aber soooooo super-wichtig ist, dass man dafür einen ellenlangen link reinlatzt, andererseits aber doch nicht wichtig genug, um wenigstens (passend zum 20-Zeiler link) mal 20 Zeilen Zusammenfassung zu schreiben für die anderen im Dorf? Da sehen Sie mich kopfschüttelnd fassungslos – Russophilus

    1. Herr Russophilus, ich dachte, die Beweise dafür, was man sagt sind wichtig. Ich habe mich für den langen Link entschuldigt (bin kein IT-Experte) und Ihnen die kurze Version zur Verfügung gestellt.

      http://rusdozor.ru/wp-content/uploads/2014/08/global_fake.pdf

      Ich habe dabei Sie darum gebeten, den Link zu ersetzen, was keine Anweisung war, sondern eine Bitte. Dass ich dabei bitte nicht geschrieben habe, habe ich schon nach dem Anschicken des Kommentars bemerkt. Dafür entschuldige ich mich.
      Was den Inhalt der Untersuchung angeht, zeigt der sehr deutlich, dass der Krieg im Donbass in seinem Ursprung inszeniert wurde, wie diese Inszenierung durch Reuters (hauseigener Fake-news-Dienst von R. ) weltweit begleitet und aufgebauscht wurde. Dabei wird klar, dass Russland mit dieser Inszenierung nichts zu tun hat, und die Inszenierung durch die gleichen Kräfte organisiert wurde, die schon bei der Organisation von Maiden und Naziregimeinstallierung gewirkt haben.
      Wenn Sie diese Information für nicht wichtig halten, finde ich sehr erstauntlich.
      Allerdings, als ich gesehen habe, wie viele Leute hier Ihre Beileidsbekundungen anlässlich des Todes von Givi geäußert haben, hatte ich das Gefühl gehabt, dass hier im Blog nicht alle genau verstehen, was im Donbass abgelaufen ist und gerade abläuft.
      Diese alle vier Helden, Mosgowoi, Motorola, Givi und der Vierte (habe leider seinen Namen vergessen) wurden in diesen Zirkus mit Strelkov involviert. Alle sie waren definitiv keine Engel. Und alle sie dachten, dass ihre mediale Präsenz sie schützt.
      Givi ist als letzter zu der Bande gestoßen, hat aber trotzdem einiges auf seiner Bilanz (z. B.die Donezk-Flughafen-Kämpfe, wo unter seiner Führung die Ukros durch seine Verteidigungslinien gehen konnten, um auf anderer Seite der Frontlinie am Wochenende zu übernachten)… was die anderen auf ihrer Bilanz haben wollen Sie wahrscheinlich nicht wissen.
      Und diese Helden haben nach dem Abgang von Strelkov medial präsent weiter gemacht. Ich finde, es war nur die Frage der Zeit, dass sie von den Bestellern der Inszenierung liquidiert wurden, da sie viel zu viel davon wussten. So passiert, wenn man sich auf der falschen Seite, Seite der “der dritten Kraft“ befindet. Es tut mir Leid, einige Menschen hier zu enttäuschen und sie ihren Illusionen zu berauben…
      Ich kann viel mehr erzählen und dazu sagen, finde aber, es ist genug gesagt, damit jeder das eigene Bild diesbezüglich zurecht rücken kann. Wer das nicht tun will oder kann, dem helfen die weiteren Ausführungen auch nicht mehr.

      1. @ Wirtschaftsfuchs

        Ich finde Ihre Ausführungen sehr interessant!

        Ich würde auch gerne mehr über die „Bilanzen“ von Strelkow, Mosgowoi, Givi und Motorola erfahren. Ukros für die Wochenendfreizeit durch die eigenen Verteidigungslinien lassen? Da kommt dann natürlich logischerweise die Frage auf: Wieso haben denn Ukrosoldaten Wochenendfeierplätze im Donbassgebiet?

        Auch würde ich gerne erfahren, was denn aus diesem Strelkow geworden ist, dessen Namen ich jetzt zum ersten mal gehört habe – obwohl ich hier immer fleißig mitlese.

        Und zu guter letzt würde mich Ihr Hintergrund interessieren. Welche Nationalität usw. Wie kommen Sie dazu, sich so intensiv mit dem Donbass zu befassen?

        Ich bitte Sie, Wirtschaftsfuchs, mir diese Fragen zu beantworten. Vielen Dank Im Voraus!

    2. Tipp für kurze Links:
      Je nach Browser eine Erweiterung (auch Addon genannt) suchen, herunterladen, installieren und bequem damit einen Kurzlink (TinyURL) erzeugen, den man in seinem Beitrag verlinkt. Man füttert damit zwar auch wieder eine Datenbank, weil ja der Kurzlink auch wieder rückübersetzt werden muß, aber das funktioniert tadellos. Auf manchen Seiten ist diese Funktion für die Seiten-URL bereits integriert, wie z.B. bei Sputnik oben unterhalb der Titelzeile unter „Zum Kurzlink“.

    1. an russophilus wie so kommt nur eine reaktion:Bin ich Ihre Sekretärin oder Ihr Untergebener, dass Sie mir Anweisungen erteilen? – warum kein kommentar zur „dritten kraft?

      1. Weil ich ein bitterböser Mann bin, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Sie ganz persönlich zu vergrätzen.

        Mal ernst: Erstens ist der Keks gegessen. Der Mann hat ja erklärt, dass er das „Bitte“ (das den Unterschied zwischen einer Anweisung und einer Bitte ausmacht) vergessen hat; sogar entschuldigt hat er sich.

        Zweitens *kann* ich hier gar nicht auf alles eingehen; ich schaffe es ja nicht mal, auf alles einzugehen, was ich interessant fände.

      2. @ nicht konform
        Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Ich habe das Gefühl, dass es den Menschen hier in Deutschland, aus der Ferne sozusagen, ist wirklich nicht möglich, die echten Gründe und den Ablauf des Konfliktes in der Ukraine zu verstehen.
        Die Informationen, die ich hier gepostet habe, sind nur die Spitze des Eisbergs und sogar sie nehmen den heiligen Nimbus schon vielen Menschen ab, die hier im Blog geehrt werden. Ich könnte viel mehr erzählen, falls die Realität, nicht die imaginären Vorstellungen davon, was in der Ukraine und im Donbass abläuft, wirklich jemanden hier interessiert hätte.
        Wenn man aber nur solche imaginären Vorstellungen hat, wundert es mich nicht, wenn man nicht versteht, warum Putin die Armee in die Ukraine oder mindestens Donbass nicht schickt und warum viele anderen Sachen passieren oder nicht passieren. Aber ok…
        Zum Blog hier kommen die Menschen wahrscheinlich eher um ihren Frust abzubauen, als wirklich die Informationen zu verarbeiten… besonders solche, die in ihr Weltbild nicht passen oder die von der hier herrschenden und durch den Moderator und die Kernteilnehmer sehr gut vertretenen Meinung abweichend sind. Dieser Blog, der Moderator und die entsprechend gewählten Informationen geben den Blogbesuchern diese Frustabbaumöglichkeit, bestätigen sie in ihrer Weltbild…. Das ist wunderbar… der Wille zum Zuhören ist eine seltene Gabe… 🙂
        Noch mal vielen Dank für Ihre Unterstützung.

  8. Ist diese Dokumentation schon bekannt? When NATO was hoping to move into Sevastopol and kick Russia out of their warm sea port?

    Die berühmte russische Dokumentation über die Krim mit Putin (mit deutschen Untertitel)

    ab 1,24 kommt die Sprache auf das Raketenabwehrsystem Bastion auf der Krim. In dem das System scharf geschalten wurde, konnte die herannahende NATO Flotte auf dem Weg nach Sewastopol vertrieben werden. USS Donald Cook Kreutzer in Panik auf der Flucht. 😉

    https://www.youtube.com/watch?v=XeWXs8fLC1I

    Länge des Videos: 2.25 Stunden
    entnommen aus dem Kommentarbereich von Fort Russ

      1. Nix da @Russophilus!
        @Nionde, es grad gut, wenn so ein 2,5 Stunden Video noch mal reingestellt wird …. Sonntags … nach der Kirch und Mittagessen … auf die Couch und anschauen beim Tee … wunderbar und aufschlussreich !

        1. Hö? Ich hab doch mit keinem Wort gesagt, dass man sich das Video nicht mehrmals ansehen sollte. Wenn ich mich recht entsinne, hat entweder D. Henn oder ich das Video damals sogar unabhängig von youtube auf yandex oder so untergebracht für den Fall, dass es bei youtube gelöscht wird.

          Nur die Information als solche ist hier halt nicht neu. Ich selbst habe damals ausführlich dazu geschrieben und etliche andere auch.

  9. Danke sloga für die Übersetzung.
    Allen Respekt vor der Ehre und Mut Beric und den Verteidigern vor Ort.

    Hochinteressant, etwas über Strelkov zu hören, der mMn immer undurchsichtig und sich mit seinem in allen Medien kursierenden Interview (glaubhaft übersetzt) keinesfalls als Russland-Freund entlarvte.

    (danke an Miro)

    1. @ M.E.

      Danke an Sie und alle anderen für die netten Worte!

      @ Miro

      Lieber Freund! Danke für deinen Tipp ohne den ich das Interview vermutlich nie oder erst viel später gefunden hätte.

      zu deinem Angebot: Lassen wir einmal die Gespräche stattfinden und das ganze spruchreif werden. Vielleicht steht ja der Blog in absehbarer Zeit und ich kann ihn mir ansehen. Ich könnte mir vorstellen, ins Deutsche zu übersetzen. Für das serb. Publikum wird man mich kaum brauchen können. Da gibt es Hunderte in Serbien, die das besser können, da sie in der Regel Einflüsterer und „gute Freunde“ haben. An Kunststücken ohne Netz neben anderen mit Netz bin ich nicht interessiert.

      Top wäre: Leute mit Einflüsterern, die natürlich nicht alles eins-zu-eins übernehmen/schlucken, sondern auch etwas mitdenken (oder ich bekomme die Freiheit dabei, eigenstädig zu denken) und die man dann auch für das dt. Publikum übersetzen könnte. Wie auch immer.

      Ich zögere oft bei solchen Angeboten aus zwei Gründen:

      1. In der Schachnovelle von Zweig ist gut beschrieben, was passiert, wenn ich bei einer Sache aktiv mitwirke. Ich fange umgehend jeden Beistrich, jede Bewegung, einfach alles (da gehts dann auch in die Köpfe der anderen: was ist sein Motiv? wieso sagt er dies oder macht er das? etc.) zu analysieren, was mich nicht unbedingt verrückt macht, allerdings Stress bedeutet; sehr viel Stress. Das ist leider eine unheilbare, berufsbedingte Deformation.

      2. Stehe ich mit ziemlicher Sicherheit auf einigen „schwarzen Listen“. Ich habe keine Angst und Sorgen, mir Probleme einzufangen (Problem ist mein zweiter Vorname). Ich befürchte eher, dass ich Probleme (wie einen Rattenschwanz) mitbringe. Das will ich auf keinen Fall. Letztlich könnte ich evtl. mehr Schaden als Nutzen.

      Ich hoffe du liest das und wir schauen einmal. Ich werde vermutlich noch länger hier anzutreffen sein …

      1. Lieber Sloga,wir verstehen uns mehr als gut,und so wie so mehr als man mit worten beshreiben kann(zu mindest ich auf Deutsch).Solche Leute werden gebraucht,bzw.MÜSSEN sich selber in die erste Reihe stellen..Würde Sie bitten um Kontakt
        srbija@gmx.at
        Dieses Blog ist eine Lebensbereicherung wo sichtbar ist dass die künstlich erschaffenen Grenzen nicht bei allen wirkung haben(dass kann man auch Hoffnung nennen)
        Vielen Dank an alle gutgesinnten Menschen(eigentlich nicht zu danken für Karakterzüge:))))

  10. Danke für die Übersetzung, das Interview hat mich sehr berührt. Die Freiwiligen kommen natürlich aus der Westukraine, die Westukrainer sind die eigentlichen Ukrainer und sehr nationalistisch. Ich werde nie vergessen wie ich das erste mal 2010 nach Kiew gefahren bin und meine Lebensgefährtin aus Kiew mir sagte, sie fühle sich in der Westukraine unwohl und sie wolle auch nicht russisch reden, das sei dort unerwünscht. Das war 2010!
    Wenn ich daran denke, daß die Arschlöcher auch noch ein Teil Ungarns -Karpatoukraina- besitzen und jetzt die ungarische Sprache in den Schulen verbieten wollen wird mir speiübel.

  11. Danke, sloga, für die Übersetzung. Bisher hatte ich ein paar, wesentlich kürzere Interviewa mit Degi auf Englisch gelesen. Und sie waren auch nicht so intim, wenn man das so nennen kann. Degi berichtet von seinem Umgang mit dem Grauen und welche Strategien er nutzt, um seine Seele bzw. seine psychische Gesundheit.

    Im Interview werden auch die Firmen erwähnt, welche eigentlich für die Ukraine arbeiten. Eines dieser Unternehmen auf dem Gebiet des Donbass musste nun durch die Blockade den Betrieb einstellen. Es gehört dem Oligarchen Achmetov. Bisher war der Deal: Die Leute im Donbass haben Arbeit, Steuern und Gewinn gehen in die Ukraine. Nun wurde ein Ultimatum gestellt: Wenn der Betrieb des Unternehmens von Achmetov nicht sichergestellt werden kann, wird es verstaatlicht und Rohstoffe aus Russland dort verarbeitet.

    Spannend war natürlich auch, dass die Rolle Strelkows angerissen wurde, ohne ins Detail zu gehen. Es gab schon zu früheren Zeiten Berichte, die aber im Pulverdampf niemand wirklich zur Kenntnis nehmen wollte. Ich kann mich noch gut an die ominöse „dritte Kraft“ erinnern, und die damit verbundene Frage, um wen es sich dabei handele.

    1. @ Uwe

      Sie haben es – wieder einmal – erfaßt und auf den Punkt gebracht.

      Ich habe mir meinen Artikel nach Einstellung mehrmals durchgelesen (die Eitelkeit ist ein Luder; nach Tippfehlern gesucht; was hätte man besser formulieren können etc.) und bei zwei Stellen übermannten mich jedes Mal meine Gefühle. Als Deki von den Gefühlen der Frau spricht, die sie erfaßten, wenn ihr (leider verstorbener) Mann in den Kampf zog und wie Deki mit den Kindern im Heim spielt. Das macht wahre Helden aus und nicht „die 26 auf einen Streich“.

      Noch eine Bemerkung zu Strelkov. Deki hat bei dem Abschnitt „Gerichte sollen über die drei zu Ermordenden entscheiden“ noch etwas gesagt, was ich ursprünglich als logisch und daher unbedeutend meinte. Er sagte: „Russen sollen über Russen richten“. Im Nachhinein betrachtet, kommt bei mir die Vermutung auf, dass nicht sein Kommandant sondern Deki persönlich den Auftrag von Strelkov bekam (daher auch der Lügendetektortest!). Deki ist Ausländer und daher das ideale „Bauernopfer“. Er scheint es (klugerweise) seinem Kommandanten gemeldet zu haben, der dann das FSB verständigte. Aber Deki hält sich da bewußt heraus, obwohl er mit Sicherheit mehr weiß.

      Nach dem Motto: „Sollte es Schmutzwäsche sein, dann ist russ. Schmutzwäsche. Ich werde den Teufel tun, mich da einzumischen; geschweige denn, sie öffentlich zu waschen.“

  12. Das sagt alles über die Menschen im Donbass.

    „Wir waren in Aktion an vorderster Front mit einem Auto, dessen Reifen kein Profil mehr hatten. Es fielen 30 cm Schnee und ich bereitete mich vor, im Auto zu übernachten, da ein Weiterkommen auf einer Schneefahrbahn unmöglich war. Als wir zum Auto kamen, waren die Straßen gesäubert! In ganz Donetsk waren die Straßen vom Schnee befreit. Es herrscht Krieg und sie säubern die Straßen!“

    „Es fallen Bomben und sie rechen Blätter.“

    Danke Sloga!

    1. Habe mir @slogas prima Text gestern zweimal durchgelesen und anschließend nochmals den Film über den Ablauf der Ereignisse auf der Krim angesehen sowie das Dolmetscher-Interview. Besonders bei dem Krim-Film hatte ich wie damals, als ich ihn das erste Mal sah, den Eindruck, dass in ihm außerordentlich stark die Einigkeit und das koordinierte Handeln der Krimbevölkerung betont wurde, wodurch mit Hilfe Rußlands alles so unblutig verlaufen konnte. Auch wenn einiges ungesagt blieb (wie z.B. das Zentrum für kosmische Verbindungen) war das Wesentliche klar erkennbar.
      Putins Mimik während der Erläuterungen der Gründe und Hintergründe des russischen Eingreifens auf der Krim war keine Show.

      Und wieder tauchte bei mir die Frage auf, was im Donbass so anders war und ist, dass sich Rußland (bisher) offiziell heraushielt.
      Die strategische Bedeutung mag dabei auch eine Rolle gespielt haben, wenn auch nicht die entscheidende. Die Umfragen in Rußland ergaben und ergeben ein klares Pro Donbass, wenn auch nicht so überwältigend wie damals für die Krim. Sind es die Eigentumsverhältnisse an den Produktionsmitteln und das daraus entstandene Bewußtsein vieler Menschen, sie zu verteidigen oder auch nicht? Ist das produktive Eigentum der Oligarchen, z.B. das von Achmetow (Stahl- und Walzwerke), nach Ankündigung Sachartschenkos vergesellschaftet worden oder wurde es kaum angetastet? Handel zum Nutzen der Volksrepubliken ist ja gut, aber wenn der Gewinn aus diesem Handel nach Kiew fließt, woher sollen dann die Republiken das Geld für ihre staatlichen und sozialen Aufgaben haben? Aus Steuern etwa, von Menschen, bei denen nichts zu holen ist, weil sie seit Jahren unter dem Krieg leiden?
      http://sptnkne.ws/dAMx
      Im obigen Artikel werden ja auch Kungeleien angedeutet, die der Not der Situation geschuldet waren. Irgendwo muß das Geld dafür aber auch hergekommen sein. Das Ausschiffen der Export-Kohle über den Hafen bei Mariupol soll trotz der Kämpfe bisher ganz gut funktioniert haben. Wenn es den Republiken nutzt, ist das o.k. – aber wenn es vorwiegend den Oligarchen nutzt, verstehe ich es nicht! Es gab Videokonferenzen zwischen den Kommandeuren beider Seiten, in denen man sich im Wesentlichen über die Ursachen des Krieges einig war und seine Beendigung örtlich anstreben wollte. Was ist daraus geworden, was hat sich verändert? Manches erfährt man nach langem Suchen, anderes bleibt unklar. Das Gesamtbild ist immer noch „unscharf“.
      Ich möchte niemandes Leistungen herabwürdigen oder gar den Widerstand in Frage stellen – aber hier scheint mir der entscheidende Unterschied zu liegen: Wie breit, umfassend und ORGANISIERT ist dort inzwischen die Volksbewegung gegen das Kiewer Maidan-Regime? Wie sauber und effizient arbeiten inzwischen die staatlichen Strukturen? Ob die anfangs relativ kleine Widerstandsbewegung zuerst als „aufgesetzt“ und „Fremdkörper“ von der Bevölkerung, die sich in der Masse zu keinem organisierten Widerstand aufraffen konnte, empfunden wurde oder nur die koordinierende Führung fehlte, und ob das heute ganz anders ist, interessiert mich aus der Ferne (welch Vermessenheit, ich weiß!) ganz besonders. Auch wenn die Menschen dort schon lange genug gelitten haben, so können sie doch auch nicht ewig an Moskaus Tropf hängen. Und wenn Kiew allmählich und endgültig zusammenkracht (je mehr USEUNATO, desto langsamer, Rußland ist derweil auch „beschäftigt“)- wie sind dann dort die Kräftekonstellationen „im Kleinen“ und die Vorstellungen, um möglichst ohne weitere Schäden herauszukommen?

  13. Seit ich den Bericht las, kreisen meine Gedanken immer wieder um ihn. Selten hat man solche Details über das Innenleben eines Soldaten erfahren, aber auch um die Vorgänge zu Beginn des Aufstandes. Diese Schilderungen der Erlebnisse Einzelner macht das Geschehen dort noch viel eindrücklicher als der Blick von oben auf die Frontverläufe, zerstörte Dörfer und Opferzahlen.

    Beim Lesen fühle ich mich die Handelnden ein, erlebe mit ihnen mit. Besonders gruselig fand ich, als er Nahkämpfe schilderte. Nur, dass sie nicht mit Schwertern oder Messern, sondern mit Maschinenpistolen geführt wurden. Der Mann ist so oft verwundet worden und immer noch dabei. Einfach unglaublich.

    Was das bedeutet, kann vermutlich nur jemand nachempfinden, der selbst schon in Kämpfe auf Leben und Tod verwickelt war. Nur wenigen gelingt es, anschließend eine seelische Balance zu finden. In einem Interview (ich glaube, es war mit Strelkov) hieß es, dass 30 Prozent jener, die in Gefechten verwundet werden, anschließend wegen psychischer Probleme ausfallen.

    Dieser Mann geht immer wieder ins Gefecht. Seine Gegner sieht er nicht aus der Ferne als kleine Männchen, sondern direkt vor sich. Wer die Möglichkeit hatte mit Kriegsveteranen zu sprechen, die in ähnlichen Situationen waren, weiß, dass sie diese Bilder bis an ihr Lebensende verfolgen. Sie unterscheiden sich nur darin, wie gut sie diese wegdrücken und damit leben können.

    Das Interview zeigte auch, dass die ukrainischen Soldaten nicht wirklich erpicht auf diesen Krieg sind. Aus der warmen Stube fällt es leicht, über sie zu urteilen. Dabei könnten wir uns innerhalb kürzester Zeit in einer ähnlichen Lage befinden. Vor die Wahl gestellt, ob die eigene Familie nichts zu essen hat oder ohne Obdach ist, oder ob jemand anderes dafür möglicherweise sein Leben lässt, werden sich die meisten für die zweite Option entscheiden.

    Sobald hier der Bürgerkrieg ausbricht und innerhalb eines Tages sämtliche Läden leer, ohne Aussicht auf Nachschub, werden sich die Menschen auch hier gegenseitig an die Kehle gehen. In der Hoffnung, dass der Nachbar vielleicht doch noch etwas zu Essen versteckt hat und man es für die eigene Familie erbeuten kann. Darum sind Lebensmittelvorräte ohne Bewaffnung zu deren Verteidigung völlig nutzlos.

    Eigentlich wäre es an der Zeit für die Deutschen und jene, die ein Interesse am Erhalt des Landes haben, sich genauso wie der Widerstand im Donbass zu bewaffnen. Aber die Voraussetzung wäre, dass die Menschen begriffen, dass wir uns bereits im Krieg befinden. Stattdessen verteidigen sie ihre künftigen Mörder und verwenden noch immer dieses verfluchte F-Wort für Glücksritter und Gotteskrieger.

    Darum werden früher oder später jene „die noch nichts so lange hier leben“, sich auf die im Artikel erwähnte Weise mit noch mehr Waffen ausstatten als sie ohnehin schon haben, während wir mit bloßen Händen dem Tod ins Auge sehen dürfen.

    1. Lieber Uwe,sehr gut und schön gesagt.Es gibt einige die Interesse am erhalt haben und dafür kämpfen würden.Aber,es scheint dass die erlichen und korrekten denken:die Gerechtigkeit wird eh(von selbst) siegen..einige hoffen dass es gerade für sie irgendwie ausgehen wird
      Böses,dagegen,weiss dass man aktiv sein muss um an gewünschtes zu kommen.
      Das Gute ist von Natur aus passiv

  14. Wow. Tolles Interview. Die kämpfenden Jungs und auch Mädels in der Ostukraine, Syrien und anderswo in der Welt sind ein echtes Vorbild. Was es bedeutet ein Mann zu sein, aber vor allem, was es bedeutet, ein Mensch zu sein. Hut ab vor diesen Menschen und Respekt vor ihrem Mut und ihrer Menschlichkeit, die sie sich in einem Zeitalter der Unmenschlichkeit bewahrt haben.

  15. @Russophilus
    Wie schon in meinem Beitrag
    http://vineyardsaker.de/2017/02/22/bericht-eines-serben-aus-dem-donbass-1/#comment-10185
    angedeutet, gibt es für mich eine Reihe ungeklärter Probleme bezüglich der Donbass-Kämpfe, die ich gerne widerspruchsfrei ohne viel Wind darum verstehen würde.
    Der Beitrag von @Wirtschaftsfuchs
    http://vineyardsaker.de/2017/02/22/bericht-eines-serben-aus-dem-donbass-1/#comment-10063
    am 22.02./17:48 enthielt den korrekten Link zu einer bemerkenswerten pdf-Datei. Was danach folgte, habe ich leider erst viel später gelesen – und ich möchte dazu nur sagen: die beiden Hauptkritiker an @Wirtschaftsfuchs hätten doch besser auch erst die pdf-Datei herunterladen und lesen/verstehen sollen, denn wozu hat er sich sonst ebenso wie @sloga die Arbeit mit dem Einstellen gemacht!?
    Für mich habe ich (mühsam, weil mir inzwischen für solche „Mengen“ die Übung und Ausdauer fehlt) Teile übersetzt. Dadurch kann ich seine Meinung besser verstehen und auch, welchen Bärendienst manche Großmäuler und Schufte dem Volk des Donbass angetan haben. Der Text enthält ausreichend – bei solch einer wie der damaligen Donbass-Führung verständliche – Gründe, warum Putin mit der Unterstützung des Donbass sehr vorsichtig war. Als unzuverlässig und wortbrüchig wollte er ja nun in der damaligen Weltarena keinesfalls dastehen und sich die Lasten dieses Kampfes vollständig zuschieben lassen! Wir sehen ja, wie’s gekommen ist.
    Meine Empfehlung: dieser Text ist für das Verstehen der damaligen und heutigen Vorgänge von außerordentlicher Wichtigkeit. Vielleicht können Sie jemanden zu seiner vollständigen Übersetzung (wenn T.R. nicht sowieso schon dabei ist) gewinnen, sodass unser gesamtes Dorf was davon hat? Wie es um die urheberrechtlichen Fragen steht, ließe sich dabei vielleicht auch abklären. Nehme aber an, dass die Autoren bei vorhandenem Hinweis oder Link auf die Ursprungsquelle sowieso nichts dagegen haben. Mir ist noch einmal bewußt geworden, wie fragil und diffizil die gesamte Situation ist und warum der Westen derartig gute Ansätze für seine miese Propaganda gegen die Volksrepubliken und auch Rußland fand.
    Ich füge als „Appetitshappen“ die Seite 41 besagter pdf-Datei an. Dass alles korrekt übersetzt ist, nehme ich an, kann es aber nicht garantieren! Was Sie mit diesem sowie meinem Text hier machen, entscheiden Sie. Wenn nichts kommt, jammere ich auch nicht.
    Grüße!

    ——————————————————————————
    Eingestellt von @Wirtschaftsfuchs 22.02.2017/17:48
    http://rusdozor.ru/wp-content/uploads/2014/08/global_fake.pdf

    Überschrift: Die publizistische Untersuchung „GLOBAL Fake“/
    Wie bereitete sich der Genozid in der Ukraine vor

    (Seite 41 des besagten Dokuments)
    Nur muss man sich in der naiven Einbildung nicht aufhalten, dass es keine Provokateure gibt, dass nicht vorkommen kann, was nicht sein kann.
    Beliebige Kriege, einschließlich weltweite, fingen mit Provokationen an. Eine beliebige Protestbewegung und die Revolutionen wurden von den Provokationen begleitet. Es sind zu viele Interessen dahinter, um es nur „auf einen Wurf zu setzen“.
    Sowohl der Antrag Anton Geraschtschenkos als auch die Fototagung Gleb
    Garanowitschs bestätigen das Gesagte nur noch mehr. Und wieviel blieb noch von den Tatsachen übrig?
    Ich hoffe sehr darauf, dass Igor Strelkow es aus eigenem Antrieb begriffen hat. Aber ich soll auch sagen, was ich gesehen habe. Ich habe um Strelkow, des Verteidigungsministers des Donbass, die komisch fakeartig handelnden Personen gesehen: «Бабая», „Dinko“, „der Teufel“, „Abwera“, die nur gerufen wurden, um die öffentliche Meinung anzuregen, die Volkslandwehr zu diskreditieren.
    Und sogar die Spitznamen, die im Bewusstsein des Spießbürgers die nötigen Assoziationen erzeugen, sind mit Sachverständnis ausgewählt.
    Immer, wenn es den Kiewer Mächten notwendig war, das Niveau der Eskalation zu überreizen, erschienen diese folkloristischen Elemente diensteifrig, mit den skandalösen Anträgen die Arbeit des ganzen diplomatischen Korpses Russlands durchstreichend.

    Schockierend für das Los der Kämpfer ist das Erbe der Provokateure.
    „Der Teufel“ stellt provokatorische Videos ins Internet.
    Sein Komplize Sergej Sdriljuk „Abwer“ – der Stellvertreter des Befehlshabers Igor Strelkow und der ehemalige Mitarbeiter des SBU, der große Liebhaber zusammenhanglos gegebener Interviews, aus denen später die Fake-Nachrichten leicht gebildet werden konnten – sagt im Auftrag des Oberkommandierenden der Landwehr:
    «Wenn nicht alle Gliederungen der ukrainischen Militärs rechtzeitig abgeführt (abgezogen) sind, werden wir sie verbrennen, und ich antworte nicht, wofür“.
    Während Lawrow und andere russische Diplomaten sich riesig bemühten, den Westen davon zu überzeugen, dass Russland der Landwehr keine Waffen liefert und auch keine Militärangehörigen in die Ukraine entsendet, und Putin die Truppen von der Grenze zurückziehen würde, zu dieser Zeit zeigt man in den Fernsehnachrichten die nach allen Regeln der Hollywood-Blockbuster gemachten Werbebanner an der Blockstelle Kramatorsk mit der Darstellung Igor Strelkows.

    1. Wenn man tief genug eintaucht und genügend Details zusammenträgt, kann man nahezu beliebige Bilder bekommen.

      Ich habe noch eine Szene im Kopf, in der strelkow neben einem russischen Ex-General, einem Kumpel, sitzt, der ziemlich punktgenau dem entsprach im Verhalten und Auftreten, was mir als zweifelhafte Gestalt reinläuft, um es diplomatisch zu formulieren. Vor allem aber Slawjansk, immer wieder Sklawjansk. Das ist nicht weg zu erklären und nur notdürftig zu beschönigen.
      Später dann noch die äusserst plakative Unterstützung durch die Monarchisten/Zaristen und vor allem auch der ziemlich laute aber wenig rühmliche Abgang von strelkow.

      Ich maße mir nicht an zu meinen, ich wüsste alles genau und richtig und besser als alle anderen, aber wenn jemand eine schlüssige, kongruente Erklärung sucht, dann wird er entweder allerhand, aber nichts Schlüssiges, oder aber etwas erschreckend hässliches finden.

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