Die Vereinigten Staaten bereiten sich darauf vor, den Handel mit Edelmetallen zu beenden und setzen den Wert des Dollars offiziell fest

Stratediplo

Übersetzung von Les États-Unis préparent la fin de la cotation des métaux précieux et verrouillent le cours officiel du dollar, auf vineyardsaker.fr veröffentlicht am 22.12.
Dieser Artikel ist eine schwierige Lektüre; aber die darin beschriebenen Maßnahmen passen zu anderen Schritten, die wie Vorbereitungen auf einen Zusammenbruch aussehen – die ‘Repatriierung’ von Goldreserven durch die Niederlande und Belgien, aber auch die zuletzt von den G7 verabschiedeten Massnahmen nach dem Vorbild Zyperns. Wenn alle die Schirme aufspannen, könne es nach Regen aussehen…

Vom heutigen Tage, dem 22. Dezember 2014, an, werden die Schwankungen in den Preisen der Edelmetalle, die ohnehin nicht wirklich frei von Manipulationen waren, auf den US-Märkten streng reglementiert. Der Wert des Dollars in Gold wird zu einem offiziell festgesetzen konstanten Betrag und wird nichts mehr mit der Unmöglichkeit zu tun haben, eine Unze Gold zu kaufen, gleich für welchen astronomischen Dollar-Betrag.

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Am 11.Dezember wurden durch die Regulierungsbehörde der Optionsmärkte neue Regeln für die zwei wichtigsten Märkte, Comex (Comodity Exchange, Rohstoffoptionen) und Nymex (New York Mercantile Exchange) verkündet, die auf Regel Nr. 589, besondere Begrenzungen von Preisschwankungen, basieren. Der wahre Geist dieses Manövers verbirgt sich hinter technischen Komplikationen, die einen geschickten Rahmen erlaubter Schwankungen in absoluten Werten (nicht Prozenten) ergeben, mit Preisbändern, die sich nach Metall unterscheiden, da offensichtlich der selbe absolute Wert (z.B. 100$) keinesfalls für den selben Anteil des Werts einer Unze eines gegebenen Metalls steht, wie Kupfer oder Platin.

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Das bedeutet nicht, dass die maximale Fluktuation für alle Metalle 20% beträgt. Eine sorgfältige Lektüre des Rahmens belegt, dass, wenn beispielsweise der letzte Preis für Gold unter 1000$ lag, die maximale erlaubte Schwankung (nach oben wie nach unten) 100$ beträgt, und wenn der letzte Preis zwischen 1000$ und 2000$ lag, liegt die erlaubte Schwankung bei 200$, wobei der höchste erreichbare Wert für Gold danach zwischen 3000$ und 4000$ liegt (es gibt kein offenes Ende von 4000$ oder mehr).

Unter dieser neuen Regel kann sich der Leser dieses Rahmens nur vorstellen, was geschähe, würde der Preis für Gold 4000$ erreichen (kaum mehr als das Doppelte des Preises vom 6.Dezember 2011) – gibt es dann unbegrenzte freie Schwankungen oder wird der Markt definitv geschlossen? – außer, die Regulierungsbehörden des weltweit führenden Marktes glaubten selbst, und erwarten von jedem anderen, den Glauben zu teilen, es sei unvorstellbar, dass der Preis des Goldes in Dollar von jenem Preis im September 2011, der, vor den empörenden Manipulationen, durch Angebot und Nachfrage bestimmt war, aufs Doppelte steigen könnte.

Unter dem Höchstpreis wird, sobald eine Bewegung im Intertageshandel die Preisschwankungsgrenze im Verhältnis zum Schlusspreis des Vortages erreicht, der Handel um fünf Minuten ausgesetzt und dann zum Schlusspreis des Vortages wieder aufgenommen, und im Verhältnis zu diesem Preis bestimmt sich die maximale zulässige Schwankung. Sie ist Gegenstand schrittweiser Anpassung (diese Unschärfe ist Absicht), aber sie wird immer nach dem Schlusspreis des Vortages bemessen, nicht nach dem Marktpreis vor Unterbrechung des Handels.

Und wenn die Dynamik von Angebot und Nachfrage zwei oder drei Mal unterbrochen wurde, wird der Handel jedes Mal mit dem Schlusspreis des Vortages wieder aufgenommen, mit einer schrittweisen Anpassung an die Schwankungsbreite. Schon heute beträgt eine Schwankung von 200$ für eine Unze Gold nur eine Veränderung von 17% im Verhältnis zum heutigen Preis, und drei Dollar auf die Unze Silber sind eine Schwankung von 19% im Verhältnis zum Tagespreis.

Und wenn das Selbe vier Mal am Tag geschieht, wird der Markt bis zum nächsten Handelstag geschlossen. Und wenn ich das Memorandum nicht missverstanden habe, wird dieser nächste Handelstag (wenn überhaupt) zum Schlusspreis des vorletzten Handelstags starten, als wäre der Anstieg des Vortags schlicht niemals geschehen.

In anderen Worten, wenn Sie kaufen oder verkaufen wollen, und das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage das ermöglicht, müssen Sie das innerhalb der Preisschwankungsbegrenzung tun, und diese Regel wird viermal täglich erzwungen, und der Handel aufgehoben, außer Sie stimmen zu, innerhalb dieser Grenzen zu handeln, oder wiederrufen ihr Angebot, zu kaufen oder zu verkaufen.

Die Preise bewegen sich, da dieses System in Kraft tritt, bei Gold innerhalb der zweiten Stufe und bei Silber innerhalb der ersten, aber es ist möglich, dass ein als vernünftig angesehener, und daher genehmigter, Anstieg dazu führt, dass der Goldpreis am ersten Tag um 15% steigt, am zweiten um 15% und so weiter, im Verhältnis zum Dollar, was den US-Behörden die Zeit für notwendige Maßnahmen verschafft.

Also vergesst diese alarmistischen Videos auf Youtube, die zeigen, wie sich innerhalb von fünf Minuten eine Kettenreaktion entwickeln kann, die binnen Stunden zum Zusammenbruch des Dollars und der US-Wirtschaft führt, von Tagesanbruch in Tokio bis zur Abenddämmerung in Los Angeles.

Künftig wird es mindestens vier Handelstage dauern, damit Gold auch nur auf das Niveau zurückkehrt, auf dem es vor den schamlosen Manipulationen war.
Die Organisation, die diese Märkte betreibt, die CME oder Chicagoer Handelsbörse, bereitet sich offensichtlich auf einen größeren, und womöglich in nächster Zeit erfolgenden, Bankrott vir, der ein bedeutendes Metall auf dem Markt betrifft, das weltweit den Takt vorgibt.

Sie hat sich selbst geschützt, indem sie gleichzeitig die freie Interaktion von Angebot und Nachfrage für die wichtigsten Metalle, namentlich Gold, Silber, Kupfer, Platin und Palladium, begrenzt hat, um zu verhindern, dass ein Bankrott bei Gold einen Sturm auf Silber oder Platin auslöst, beispielsweise, deren ansteigende Preise zeigen würden, was eine Schliessung des Goldmarktes zu verbergen suchte: dass der Dollar nur dazu gut ist, um Sand zu kaufen. (Die Erschöpfung der Kupferreserven steht nicht bevor, obwohl China, das genug Vorräte angelegt hat, um seine Industrien für mehrere Jahre zu betreiben, anderes nahelegt).

Währenddessen bereiten sich die Vereinigten Staaten offensichtlich auf die definitive Schliessung der Edelmetallmärkte vor.

1944 haben die US-Behörden willkürlich den Wert des Dollars auf 1/35 einer Unze Gold festgelegt und Gold zu diesem Wert eingelagert, und dann eines Tages 1971 einseitig und in Verletzung internationaler Verträge (die Vereinbarungen von Bretton Woods, die sie gezimmert hatten, um die Goldreserven der Welt übergeben zu bekommen) weigerten, das Gold an die Länder zurück zu übergeben, die es ihnen anvertraut hatten in dem Glauben, die USA seien ihre Freunde. Dann tolerierten sie die Existenz vermeintlich privater Märkte, die Gold tröpfchenweise verkauften, oder auf jeden Fall in einer Art, die nicht für den Austausch der hunderten oder tausenden Tonnen geeignet war, wie sie Regierungen und Zentralbanken brauchen, zu Preisen, die theoretisch durch die Gesetze des Marktes bestimmt wurden, aber auf jeden Fall gut über 35$ die Unze lagen. Und dann wurde der Goldpreis plötzlich bei 1 927$ durch schamlose Manipulation gekappt, eine Minute ehe die Kapitulation der Schweiz (infolge eines US-Ultimatums) verkündet wurde, am 6. September 2011.

Diese Märkte (vor allem Comex) haben zwei Hauptfunktionen: zum ersten, eine täuschend gemässigte Abwertung des Dollars im Verhältnis zum Gold zu managen, und zum zweiten, die letzten fünf Jahre hindurch, um Chinas Enthüllung hinauszuzögern, dass die Vereinigten Staaten bankrott sind. Das tun sie, indem sie Gold zum offiziellen Preis liefern, eine Lage, die die Berge an Dollar, die China loswerden will, nicht erschöpfen kann, und die auf jeden Fall bald enden wird, sobald die künstlich tief gehaltenen Preise die letzten Eigner von Gold in der westlichen Welt nicht mehr verlocken, zu verkaufen. Auf diesen Märkten werden die Preise von Versprechungen eines Verkaufs getrieben (insbesondere die Optionsmärkte), die hundert Mal die Menge des physisch vorhandenen Goldes übersteigen.

Dennoch kann der reale Wert des Dollar mit der Beschleunigung des Schnelldrucks seit 2011 nur gefallen sein.

Im Jahr 2006 stoppten die USA die Veröffentlichung der aggregierten Geldmenge M3 – als einziges Land unter den größeren Wirtschaftsnationen – ein skandalöser Akt, da sie zusichern, sie hätten die einzige Reservewährung, aber sich weigern, preiszugeben, wie viel davon zirkuliert. Nach der Federal Reserve Bank in St.Louis jedenfalls hat sich die Geldmenge seit 2011 ein weiteres Mal verdoppelt. Also wenn ein Dollar 2011 ein zweitausendstel Goldunze wert war (tatsächlich war der Dollar damals bereits sehr überbewertet), dann ist er heute arithmetisch nur noch ein viertausendstel wert.

Diese Operation ist grossartig!

Wenn die Märkte sich aufwärts bewegen, wie sie das bis vergangene Woche tun konnten – das heisst, wenn wir jede Hyperinflation oder jede Hyperentwertung ignorieren, und nur einfach beispielsweise durch fünf teilen oder multiplizieren, und dabei berücksichtigen, dass es Zeit braucht, bis Behörden reagieren (manchmal sogar länger als fünf Minuten) – hätten sie geschlossen werden können (Verzeihung, der “Handel hätte aufgehoben werden können”, unbegrenzt) bei einem Preis von 10 000$ für eine Unze Gold, was eine Abwertung des Dollar um den Faktor fünf verglichen mit 2011 oder 10 verglichen mit heute bedeutet hätte, und dieser Preis wäre als letzter mehr oder weniger frei von den Märkten bestimmte Preis in die Geschichtsbücher eingegangen.

Von nun an wird der Handel zeitweilig aufgehoben, sobald der Dollar um mehr als 15% im Verhältnis zum Gold abgewertet wird (wenn der Goldpreis um 17% steigt, fällt der des Dollar um 15%). Und wenn eine solche Abwertung vier Mal geschieht, wird sie nichtig gemacht und der Markt wird zum Schlusspreis des Vortages schließen. Daran gibt es keinen Zweifel. Sie können sagen, dass es nicht mehr genug Edelmetalle zum Verkauf gibt, um einen Markt zu rechtfertigen, sie können den Zorn Chinas ignorieren, das erklären wird, keine Zahlungen in Dollar mehr anzunehmen, sie können China erlauben, Gold in Shanghai zu jedem Preis in Yuan zu verkaufen, so es dies wünscht, und dem Rest der Welt erklären, dass Gold definitv X Dollar die Unze wert ist, beispielsweise den Preis des vorletzten Handelstags, vielleicht um 199$ erhöht, wenn der Preis zwischen 1 000$ und 2 000$ lag.

Der Wert des Dollar in Gold wird so zu einer offiziell festgesetzten Konstante, die keineswegs mit der Unfähigkeit verknüpft ist, eine Unze Gold zu kaufen, zu welchem astronomischen Dollarbetrag auch immer.

Etwas später dürften sie die Eröffnung einer Kupferbörse in Chile hinnehmen, ein, was das Volumen angeht, wichtiges Metall, oder es der verbrauchenden Industrie gestatten, direkt mit den produzierenden Minen zu verhandeln.

Der Wert des Dollar wird auf alle Zeit festgelegt, für jene, die ihn weiter nutzen wollen ( oder es gezwungenermaßen tun), nach dem markterschütternden Ereignis, das die CME das “auslösende Ereignis” nennt.