Vergewaltigung als Mittel des Krieges – Made in USA

Felicity Arbuthnot
18. Februar 2015

“Es ist wirklich ein Benehmen des 19. Jahrhunderts im 21. Jahrhundert, man invadiert nicht ein anderes Land unter falschem Vorwand, um eigene Interessen durchzusetzen.” (Außenminister John Kerry ‘Meet the Press’, 2. März 2014)

Viele professionelle Psychologie-Seiten erklären kurz und bündig: “Projektion ist ein Verteidigungs-Mechanismus, wozu gehört, dass man die eigenen unakzeptablen Eigenschaften oder Gefühle hernimmt, um sie anderen Leuten zu unterschieben.”
Und weiter:
“Projektion tritt vor allem auf in normalen Menschen in Zeiten der Krise, persönlichen oder politischen, aber ist am häufigsten bei neurotischen oder psychotischen Menschen, die auf einer primitiven Ebene funktionieren mit narzisstischer oder grenzwertiger Persönlichkeitsstörung.” meint Wikipedia.

Dies im Hinterkopf lohnt es sich, auf den Libyen-Angriff zurückzukommen und der Behauptung von Susan Rice, damalige US-Botschafterin bei der UNO, im April 2011, dass die libysche Regierung Viagra an die Truppen ausgab und sie anwies, Vergewaltigung als Terror-Waffe zu benutzen.

Colorado Springs – Eldorado der US-Air-Force-Vergewaltiger

Doch antiwar.com berichtete (1), was dem MSNBC gesagt wurde “von US-Armee- und Geheimdienst-Beamten, dass es keine Basis für die Behauptungen von Rice gäbe. Zwar war von Vergewaltigung als ‘Waffe’ in vielen Reports berichtet worden, aber aus Libyen gäbe es keine derartigen Berichte.”

Mehrere Deplomaten bemängelten die fehlenden Beweise von Rice und vermuteten, dass sie versuche:
“die Zweifler zu überzeugen, dass der Konflikt in Libyen nicht nur ein gewöhnlicher Bürgerkrieg sei, sondern viel schlimmer, ein Krieg, in dem Gaddafi nicht davor zurückschreckt, seine Truppen zu den schlimmsten Handlungen aufzufordern”.

Die Story erinnerte an den Haufen Lügen, der 1991 wohl die US-geführte Attacke auf Irak auslöste, dass irakische Soldaten Frühgeburten dem Tod auslieferten, weil sie die Inkubatoren stahlen. Die Story war natürlich von einer globalen Werbeagentur zusammengeschustert worden, von Hill und Knowlton Strategies Inc., die damals als die weltgrößte Werbeagentur galt, die von der Kuwait-Regierung angeheuert worden war.

Die verweinte Krankenhaus-“Helferin” Nayirah legte “Zeugnis” ab, was die Welt mit Entsetzen erfülle. Doch kam heraus, dass sie die Tochter des kuwaitischen Botschafters in Washington war, die weder eine “Helferin” noch “Zeugin” noch in Kuwait war. Amnesty International stützte natürlich diesen fiktiven Nonsense, was ihr einen dauerhaften Glaubwürdigkeitsverlust einbrachte. Doch war damit, wie zwei Jahrzehnte später in Libyen, das Schicksal Iraks besiegelt.

Die US-Botschafterin Susan Rice und die außenpolitische Beraterin Samantha Power haben das Verdienst, Präsident Obama überredet zu haben, in Libyen zu intervenieren. Ende April machte Rice auch Druck für eine Intervention in Syrien und behauptete, dass Präsident Assad “iranische Unterstützung zur Unterdrückung syrischer Bürger anfordre” Und sie schwor: “Die USA werden fortfahren, für Demokratie und Respekt vor Menschenrechten und die universalen Rechte einzutreten, die alle menschlichen Wesen in Syrien und in der ganzen Welt verdienen.” (Guardian, 29. April 2011)

Wenn man sich in der Welt die apokalyptischen Ruinen von Menschenleben und Ländern anschaut, die von Amerikas ständigem unaufgeforderten “Einstehen” für “Demokratie”, “Menschenrechte” und “universelle Reche” hinterlassen werden, gibt es gewiss nur wenige, die nicht nur still weinen.

Amnesty, vielleicht als “gebranntes Kind”, stellte nicht nur den Viagra Nonsense in Libyen in Frage, sondern verneinte ihn auch kategorisch. Laut Donatella Rovera, ihre Krisen-Verantwortliche, die drei Monate in Libyen seit Beginn der Krise verbrachte: “Wir haben keinerlei Beweis und nicht ein einziges Vergewaltigungsopfer oder einen Arzt, der etwas über Vergewaltigungen wusste, gefunden.” (2)

Liesel Gerntholtz, Chefin von Womens Rights beim Human Rights Watch, die auch die Massen- Vergewaltigungs-Behauptung untersuchte, erklärte: “Wir waren nicht in der Lage, Beweise zu finden.”

Die damalige Außenministerin Hillary “Wir kamen, sahen und er starb” Clinton war “zutiefst besorgt” und erklärte, dass “Vergewaltigung, physische Einschüchterung, sexuelle Belästigung und selbst sogenannte ‘Jungferntests’ fanden nicht nur in Libyen statt, sondern in der ganzen Region.” Was wahrscheinlich den Weg öffnete, um weitere Plünderungen in ganz Afrika unter dem Deckmantel, “Demokratie”, “Menschenrechte” usw. durchzuführen.”

Luis Moreno-Ocampo, Ankläger am Internationalen Strafgericht schaltete sich gehorsam ein, um der Presse zu erzählen von “… Informationen, dass es eine Politik der Vergewaltigung in Libyen gegen jene gab, die gegen die Regierung waren. Offenbar nutzte es (Oberst Gaddafi), um die Leute zu bestrafen.” Etwas Zweifel an der Unparteilichkeit und ihrer genauen Beweisführung des ICC wäre wohl angebracht.

Eine Woche nach dem Beginn der Bombardierung Libyens im März 2011 stürmte Eman al-Obeidy in ein Hotel in Tripolis und erzählte den internationalen Journalisten, dass sie vergewaltigt worden sei. Regierungssprecher behaupteten, dass sie mentale Probleme habe, betrunken wäre, eine Diebin und Prostituierte sei und wegen übler Nachrede angeklagt werden würde. Die Welt spottete.

Im Juni 2011 befand sich Frau al-Obeidy in der USA in Boulder/Colorado und bekam mit bemerkenswertem Tempo ein Asyl mit Hilfe von Hillary laut US-Nachrichten.

Im November 2014 wurde al-Obeidy, jetzt als Eman Ali bekannt, verhaftet wegen “Verletzung ihres Bürgschaftsscheins und ihrer Bewährung”. Es war ihre dritte Verhaftung. Die Anklage sagte, dass sie positiv auf Opiate und Alkohol-Tests reagierte. Die Bewährung bezog sich auf einen angeblichen Fall in eine Boulder Bar, wo al-Obeidy angeklagt wurde, einen Drink über einen Gast geschüttet und dann ein Glas nach ihr geworfen zu haben. (3,4). Der Prozess wurde auf den 17. Februar festgelegt mit der Möglichkeit, ihren Asyl-Status aufzuheben.

Doch zurück zur Projektion. Es ist an die Öffentlichkeit gedrungen, dass das Pentagon seit 1998 an die US-Truppen Viagra verteilt. In dem Jahr wurden 50 Mill. $ ausgegeben, um die Truppen, nun ja, steif zu halten: “Die Kosten hätten grob für zwei Marine Corps Harrier Jets gereicht oder 45 Tomahawk Marschflugkörper …”(5)

Bis 2014 waren die außerordentlichen Armee-Scherzartikel-Kosten auf erstaunliche 504 816 $ Steuergelder gestiegen. Zusätzliche 17 000 $ wurden für extra Erektions-Verbesserungsmittel ausgegeben.

Der Washington Free Beacon schätzte:
” … dass der Betrag für Viagra, den das Pentagon im vergangenen Jahr ausgab,  80770 Stunden, 33 Minuten und 36 Sekunden sexueller Steigerung lieferte, wenn man annimmt, dass Erektionen nicht länger als 4 Stunden wie vom Arzt empfohlen dauern.” (6)

Sicherlich ganz zufällig veröffentlichte Joachim Hagopian am 14. Februar, dem St. Valentinstag, seinen Artikel “Sexuelle Attacken in der US-Armee – in der Air Force Academy gibt es mehr Vergewaltiger als in irgendeinem anderen College in Amerika..” (7)

Eine Untersuchung von 2012 ergab “eine nie dagewesene Anzahl” von mehr als “26000 Vorfällen von unerwünschten sexuellen Kontakten, die von Männern und Frauen in der Armee gemeldet wurden”. Außerdem “… wurde ein weiterer hoher Offizier, beauftragt mit Reduzierung von Angriffen, selbst angeklagt und untersucht”.

Die US Air Force in Colorado Springs, schreibt Hagopian: “hat mehr Vergewaltiger auf dem Campus als irgendein anderes College im Land”.

Aber es scheint, dass die US-Armee-Planer wirklich besessen sind von Sex- und Körperfunktionen. 1994 erwogen sie, Pheromone (eine hormonale Stimulanz) gegen feindliche Truppen einzusetzen: “… um die gegnerischen Soldaten in leidenschaftliche Liebestölpel zu verwandeln, die sich aufeinander stürzen würden.” (8)

“Während die Gegner beschäftigt sind, Liebe statt Krieg zu machen …” können die Allerbesten Amerikas sie in Stücke hauen. Diese militärische Idiotie wurde “Schwulenbombe” getauft.

Man träumte auch von Halitosis (Mundgeruch)-, Blähungs- und Brech-Chemikalien, mit denen man den Feind eindecken könnte. Eine Besessenheit von Körperfunktionen herrscht eindeutig in der Armee, offiziell und inoffiziell.

Projektion “… ist häufiger … in Persönlichkeiten, die auf einem primitiven Niveau funktionieren”. In der Tat. Und sich vorzustellen, dass sowohl Saddam Hussein als auch Oberst Gaddafi von solchen Typen als verrückt bezeichnet wurden.

Fußnoten:

1. http://antiwar.com/blog/2011/04/30/susan-rices-viagra-hoax-the-new-incubator-babies/
2. http://www.independent.co.uk/news/world/africa/amnesty-

questions-claim-that-gaddafi-ordered-rape-as-weapon-of-war-

2302037.html
3. http://www.thedenverchannel.com/news/local-news/libyan-

political-refugee-living-in-boulder-charged-with-assault-

arrested-again
4. http://www.newsgb.com/local/libyan-refugee-iman-al-obeidi-sentenced-to-work-release-for-violating-probation-h60508.html
5. http://articles.latimes.com/1998/oct/03/news/mn-28958
6. http://the-raw-story.blogspot.co.uk/2015/02/us-military-
moral-bit-flaccid-pentagon.html
7. http://www.globalresearch.ca/sexual-assault-in-the-u-s-
military/5431157
8. http://www.topsecretwriters.com/2014/12/7-strangest-non-
lethal-technologies-explored-dod/

Quelle – källa – source