Initiative im Krieg (Bildungsmaterial am aktuellen Beispiel)

Übersetzung von Инициатива на войне (немного образовательный материал на примере сегодняшних событий)


Der letzte solche Artikel kam gut an. Also wird sowas gewünscht. Ich versuche etwas ähnliches zu schreiben. Für alle, alle, alle.

Ich denke, keiner hat mehr irgendwelche Illusionen: Den Waffenstillstand gibt es faktisch nicht. Von beiden Seiten wurden große Massen von Truppen in den Kampf eingeführt.

Die Miliz hat eine Angriffsoperation im Gebiet nördlich von Donezk in völliger Übereinstimmung mit der Prognose gestartet. Wie erwartet, reicht die Kraft der Junta nicht, um in allen Richtungen Angriffsgruppierungen zu schaffen. Die Miliz, die mit der Umgruppierung zuerst fertig war, hat ihren Präventivangriff gestartet. Warum ist dieser Angriff sehr wichtig und sehr “unangenehm” für die Junta?

Weil es immer besser ist, nach Plan anzugreifen. Und erst recht nach eigenem Plan. Besonders im modernen Krieg, wo es keine feste Frontlinie mehr gibt. Nehmen wir ein anschauliches Beispiel. Wir haben zwei Seiten, etwa gleich in der Zahl. Beide Seiten haben Angriffspläne (an verschiedenen Orten, damit wir näher am Original sind). Eine der Seiten hat ein bisschen früher begonnen, ihren Plan umzusetzen. Das bedeutet, dass diese Seite mit ihrer Artillerie die Positionen des Gegners beschießt (dessen Artillerie noch nicht die Aufklärungsergebnisse und die Koordinaten der Ziele bekommen hat). Und schon hat die zuerst angreifende Seite einen Vorteil.

Dann kommt die Angriffsoperation selbst. Die angreifende Seite handelt nach ihrem Plan. Es gibt Artillerieangriffe. Es laufen abgestimmte Handlungen der Abteilungen entsprechend dem Plan. Hingegen beginnt beim Gegner der Exprompt. Gut wenn die Abteilungen standhaft sind und den ersten Angriff aushalten (wonach es augenblichlich nicht aussieht). Wenn nicht, beginnt die Front zusammenzubrechen (was teilweise schon zu beobachten ist).

Dann gibt es zwei Varianten. Die Seite, die verpennt hat, zieht sich von der Durchbruchsstelle zurück und versucht, mit denen an anderer Stelle versammelten Kräften zu parieren. Wenn das möglich ist. Dafür gibt es Hinweise. Aber es gibt noch eine Nuance. Wenn dein Gegenschlag seinerseits pariert wird, ist die Zerschlagung schon nicht mehr zu verhindern (die Gruppe der Kämpfe in der rechtsufrigen Ukraine 1941 und konkret die Schlacht vor Dubno). Im Fall eines Sieges hat man die Chance, eine Niederlage in einen Sieg zu verwandeln (ein anschauliches Beispiel einer solchen Entwicklung ist die deutsche Operation “Blau” 1942).

Oder man verwendet seine Reserven (die eigentlich für den Angriff vorgesehen waren) um “Lücken zu schließen”, und verliert schon dadurch die Schlacht, vermeidet aber den Zusammanbruch.

Wenn jemand die Analogie bis jetzt noch nicht verstanden hat, sehen wir konkret auf unsere Situation. Die Junta hatte keine Möglichkeit überall starke Gruppierungen zum Angriff oder zur sicheren Verteidigung zu schaffen. Daher hat sie, in Vorbereitung zu einem neuen Angriff, einige Abschnitte entblößt (wohl in der Hoffnung darauf, dass die NA brav stehenbleibt und auf den Angriff wartet).

Die NA hat sich, wie ich annahm, dort konzentriert wo es nötig ist (siehe Links oben), damit gleichzeitig mit Angriffen in drei Richtungen drohend und der Möglichkeit, einen Präventivangriff der Junta zu parieren. Unter Verwendung der inneren Operationslinien konnte die NA schneller umgruppieren und schlugen dort zu, wo die Verteidigung der Junta geschwächt war. Die Junta hatte scheinbar geplant, in einigen Tagen oder einer Woche angzugreifen. Die Aufklärungseinheiten der Junta führten Erkundungen in südlicher und östlicher Richtung durch (für den Angriff. Jetzt ist diese Arbeit für die Katz.)

Aber die NA hat im Gebiet des Donezker Flughafens – Panteleimonowka zugeschlagen. Ein Hilfsschlag (zum Fixieren) im Gebiet Debalzewo. Debalzewo ist in operativer Umzingelung. Manöver sind problematisch. Ein Gegenschlag zur Rettung der Lage ist möglich lediglich aus Debalzewo auf Shdanowka. Oder, ungeachtet der Niederlage im Gebiet Donezk, könnte man versuchen, die in Vorbereitung befindliche Operation zur Umzingelung der Brigade von Mosgowoi zu beginnen. Im ersten Fall bleibt die Initiative fest in der Hand der NA, aber eine Vernichtung wird man vermeiden können. Im zweiten …. im Fall der Abwehr des Gegenschlags (heute auf Stachanow – das war kein Angriff, sondern eine Aufklärungsattacke) könnte die Nordfront zusammenbrechen wie vor einigen Wochen die Südfront, und der Widerstand könnte sogar auf die Frontlinie von Anfang Juli vorrücken.

So ungefähr sehe ich die Situation jetzt, am Abend des 15. September. Die NA hat ihren Zug gemacht. Was die Junta antwortet …. Ich denke wir werden das in den nächsten zwei Tagen sehen. Ansonsten kriegen sie unabhängig von ihren Entscheidungen eine weitere Niederlage zugeschrieben.