Die Nullvariante ist für die USA akzeptabel geworden

Übersetzung von Нулевой вариант для США стал приемлемым (Autor yurasumy)


Der Artikel ist die Fortsetzung des Materials “Der Krieg in der Ukraine läuft genau nach dem Plan der USA“. Der Artikel hat eine Diskussion hervorgerufen, d.h. er erfordert Erläuterungen und Fortsetzung.

Vorrede. Pläne gibt es verschiedene. Und dass nach Deinem Plan KRIEG ist, garantiert nicht den Sieg. Die häufige Änderung der Pläne spricht dafür, dass es nicht so läuft, wie man wünscht. Aber solange die Initiative auf Deiner Seite ist, “läuft alles nach Plan”. Die USA haben von Anfang an Krieg in der Ukraine geplant. Aber die begangenen Fehler haben den ursprünglichen Plan unrealisierbar gemacht. Russland brauchte den Krieg, in den man es mit aller Kraft hineinziehen will, von Anfang an nicht. Und genau deshalb ist die Phrase, dass alles nach Plan läuft, gerechtfertigt. Aber Washington muss sich dauernd an die sich ergebende Situation anpassen, die ihr immer weniger gefällt. Trotzdem ist die Initiative im Konflikt noch auf Seiten der USA. Sie brauchen schließlich die Zerstörung des FRIEDENS und der Ordnung in der Region. Und darum ist es nicht verwunderlich, dass jeder Krieg in der Region nach einem Plan der USA beginnt.

Seine Niederlage anzuerkennen ist eine Handlung. Eine kluge noch dazu. Die USA waren nie dumm, und darum beginnen sie die Ukraine auf die Niederlage vorzubereiten. Ich wiederhole, die Ukraine auf die Niederlage, nicht sich selbst. Nachdem sie eine Niederlage erlitten hat, und dies rechtzeitig erkannt hat, versucht die USA alles zu einem Unentschieden zu führen … Um es dann noch einmal zu versuchen.

Die Pläne zur endgültien Eroberung der Ukraine wurden hinter dem Ozean lange und detailliert ausgearbeitet. Anfangs wurde alles für den Dezember 2014 vorbereitet. Der Plan sah mit kleinen Änderungen eine Wiederholung des Maidan 2004 vor. Wobei der Unterschrift der Ukraine unter die ökonomische und politische Assoziation eine große Bedeutung und Aufmerksamkeit gegeben wurde. Dadurch, dass man faktisch das Regime von Janukowitsch mit dem politischen Teil an Händen und Füßen fesselte, und mit dem ökonomischen Teil die Ökonomie zerstörte, stellte der Westen ihn in eine ausweglose Situation. Nach der Unterzeichnung des Vertrags hätte Janukowitsch keine Varianten mehr gehabt. Er hätte gegen jeden Präsidentenkandidaten verloren, außer Tjagnibok, den die Strippenzieher einfach nicht zu den Wahlen gelassen hätten.

Der Plan war gut, aber Janukowitsch hat die Assoziation nicht unterschrieben. Nachdem sie die Ukraine im November 2013 nicht niedergedrückt hatten, hat Washington den ersten globalen Fehler begangen. Ohne ins Detail zu gehen was die Gründe waren, hat dies die USA bewogen, ihren fehlerlosen Plan aufzugeben und zu beginnen zu improvisieren. Aber Improvisation ist nicht ihre Stärke.

Und deshalb begannen sie Fehler zu machen. Der erste Fehler war, dass Janukowitsch aus der Ukraine rausgelassen wurde, statt auf dem Weg, “aus der Parabellum schießend” vernichtet zu werden. Der Frage der Legitimität beim Machtübergang hat die USA nicht umsonst so viel Bedeutung gegeben. Alles sollte aussehen wie eine Abrechnung des aufständischen Volkes mit dem “blutigen Diktator”.

Die Formierung unter Gewehrläufen einer neuen Parlamentsmehrheit war der verzweifelte Versuch, dem Umsturz den Mantel der Legalität zu geben.

Eine wichtige Rolle beim Umsturz spielte der Berufsrevolutionär Turtschinow, der schon zur Zeit des ersten Maidan eine nicht unwichtige Rolle spielte. Er war es, der damals die erste Säuberung beim SBU vornahm, als alle Akten gegen westliche Geheimdienste einfach vernichtet wurden, womit der Verteidigungsfähigkeit des Staates ein nicht wiedergutzumachender Schaden zugefügt wurde, und der Weg bereitet wurde für die Schrankenlosigkeit, die die Putschisten neun Jahre später in der Ukraine anrichteten.

Nachdem sie von Anfang an die Legitimität ihrer Macht in den Augen eines erheblichen Teils der Bevölkerung verloren hatten (es sei dran erinnert, dass die Widerstandsbewegung gegen die Junta unter der Losung der Illegalität des neuen Regimes begann) und begannen, die Kontrolle über die Territorien von der Krim, Charkow, Donezk, Lugansk und Odessa zu verlieren, ging die Junta (USA) daran, den Bürgerkrieg zu entfachen und Russland direkt in den Krieg zu ziehen.

Das war die zweite globale Änderung des Handlungsplans. Der Plan der vollen Kontrolle über die Ukraine durch das Naziregime und seine Verwendung als Basis für den Angriff auf Russland musste durch den Plan der Schaffung einer Zone ständigen Krieges an den Grenzen von Europa und Russland ersetzt werden. Um damit Kräfte und Ressourcen Russlands zu binden, die dann auf anderen Feldern des Weltschachspiels fehlen. Mit dem Verlust der Krim und erheblichen Aktionen zivilen Widerstands im Osten und Süden kam die Junta in eine strategische Sackgasse.

Innere Kräfte für die Kontrolle der Situation in den Regionen fehlten ihr eindeutig. Der volle Verlust der Macht in vier Schlüsselstädten (Charkow, Donezk, Lugansk, Odessa) war nur eine Frage der Zeit und der Organisation der lokalen patriotischen Kräfte. Die Armee in friedliche Städte zu schicken gab es keinen Grund (es gab keine Anzeichen äußerer Einmischung, so sehr der SBU das so aussehen lassen wollte). Und das heißt, dass die Junta wieder, wie 2004, ein gespaltenes Land erhält, und ihr damit drohte, genauso zu enden wie Juschtschenko. Höchstens dass dies viel schneller gehen würde.

Nur mit dem Faktor der äußeren Gefahr konnte man die Ukrainer dazu zwingen, in einem Staat zu leben, in dem das Leben mit jedem Tag hungriger und gefährlicher wurde, und alle, die nicht einverstanden sind, zu Unterstützern des Feindes (russischen Spionen) zu machen. Daher wurde die Krim bewusst abgegeben (oder verkauft). Mit der “annektierten” Krim bekam die Ukraine den “patriotischen” Impuls, der für einige Monate die Ukrainische Armee zu einer durchaus kampffähigen Kraft zur Säuberung des Territoriums von “Separatisten” machte. In dieser Etappe war es wünschenswert, Russland in einen offenen Konflikt hineinzuziehen. Deswegen wurden Provokationen durchgeführt, mit dem Kulminationspunkt am 2. Mai in Odessa. Teilweise wurde das Ziel erreicht. In Odessa, Charkow und anderen Städten wurde die Protestbewegung unterdrückt, und die Macht der Junta gefestigt. Aber das Hauptziel – die Nötigung der russischen Armee zur direkten Einmischung – wurde nicht erreicht. Und das heißt …

Die Pläne Washingtons wurden wieder geändert. Der Krieg war notwendig. Aber man braucht solch einen Krieg, der maximal lange dauert. Und der begann. Ein höchst seltsamer Krieg, der zuerst an Geländespiele erinnerte, dann an Fangespiele (nicht vergessen, der Krieg sollte nicht schnell beendet werden). Wobei ein wichtiges Element darin bestand, in Russland selbst eine Situation zu schaffen, in der die Kremlführung genötigt wäre, ihre Eingriffe zu vergrößern, um eine Niederlage des “aufständischen” Donbass zu verhindern. Indem man die Situation im Donbass allmählich zur humanitären Katastrophe und die Milizen vor die Gefahr der Zerschlagung stellte, planten die USA, Russland die Wahl zwischen einer schlechten und … einer sehr schlechten Alternative zu lassen. Entweder Zerschlagung von “Neurussland” und innere Probleme im Land, oder Truppen in die Ukraine schicken und eine echte internationale Isolation zu bekommen.

Die Situation sah aus wie eine Sackgasse, aber dann wurde die Malaysische Boeing-777 abgeschossen. (Hier bestehe ich nicht darauf, dass diese Version stimmt, aber sie erklärt alles zu genau.)

Die Umstände ihres Endes sind so “geheim”, dass sie bisher nicht veröffentlicht sind, und, wie es aussieht, niemals veröffentlicht werden. Aber danach erhielt Russland einen Freifahrtschein, den es im August-September 2014 genutzt hat. Der “Nordwind” wurde nur in den USA und Europa nicht gesehen. Das State Department zog es vor, Vladimir Putin zu glauben, dass sich russische Fallschirmjäger nur verlaufen hätten.

Das Ergebnis was, dass die Armee der Junta zerschlagen war, und russische Truppen offiziell in der Ukraine nicht aufgetaucht sind. Und die Abteilungen der Milizen erhielten die für sie notwendige Verschnaufpause, und wurden mit russischer Hilfe zu etwas einer Armee ähnelndem. Wobei, wie die Berechnungen zeigen, die NA die Armee der Junta zum Frühling 2015 nach den technischen Parametern und nach der Stärke übertreffen kann, und Angriffsoperationen zur Befreiung der Ukraine von den proamerikanischen Puppen beginnen kann.

Trotzdem erreichte der Plan teilweise sein Ziel. Russland wurde, wenn auch nicht offen, in den Konflikt hineingezogen, aus dem sie nicht einfach herausgehen konnte, in dem sie “Neurussland verriet”.

Der nächste taktische Rückzug der USA von seinen ursprünglichen Plänen war die Schaffung einer Zone des ständigen Konflikts in den russisch-europäischen Beziehungen. Ein ukrainisches Pridnestrowje im Donbass war das neue Ziel des Plans. Gleichzeitig musste man die Formierung des Projektes “Ukraine ist nicht Russland” vollenden, durch das Entfachen gegenseitigen Hasses zwischen den “Ukrainern” und den Bewohnern des Donbass, die sich als Neurussen oder einfach nur Russen betrachteten, also die Verschiebung des Konflikts auf das Niveau eines nationalen Konflikts. Aber die Probleme damit begannen von Anfang an. Die ökonomische Blockade des Donbass und der Beschuss der Städte mit Artillerie fielen mit einer deutlichen Verschlechterung der Ökonomie der Ukraine zusammen. Das Land verwandelte sich zielstrebig in eine Ruine. Dieser Prozess wurde stark beschleunigt durch … Korruption. Die Korruption in der Ukraine zu besiegen hat die USA nicht geschafft. Daher musste der Westen ab September die ökonomische und militärische Hilfe für das Regime einstellen. Alles, was ins Land kam, wurde schonungslos ausgeraubt, was, faktisch, jede Hilfe sinnlos machte, und der Plan des Einfrierens des Konflikts nach dem Vorbild des Pridnestrowje war nicht realisierbar.

Mehr noch, es wurde völlig offensichtlich, dass die Ukrainer nicht bereit sind, sich zu opfern, um ein dem Wesen nach antiukrainisches Regime zu verteidigen. Die Armee kochte und bereitete sich auf den Aufstand vor. Wobei der Aufstand der Junta von verschiedenen Seiten drohte. Die Freiwilligen drohten Kiew Rache für “Verkauf” und Verrat der “Idee”, die regulären Teile verloren ihren Kampfgeist vollständig und weigerten sich einfach zu kämpfen. Die Kämpfe in der Winterkampagne wurden für die USA und die Kiewer Führung zu einer unangenehmen Überraschung. Die Soldaten beider Seiten sahen sich gegenseitig als Menschen an und weigerten sich, einen Vernichtungskrieg zu führen.

Und so kommt die Zeit des echten Verkaufs. Des geplanten Verkaufs des gesamten Abenteuers namens Maidan 2. Nicht der Verkauf durch die eigene Führung der Armee, der dem Donbass gestattete, den Sommer zu überleben, sondern die vollständige Schließung des Projekts mit einem völligen Neustart.

Der augenblickliche Staat der ukrainischen Nazis hat seine Lebensunfähigkeit gezeigt und chancenlos. Was die Situation noch einigermaßen retten kann ist nur ein planmäßiger Sturz des Regimes durch ein …. neues Projekt “Ukraine ist nicht Russland”.

Faktisch ist das das Einverständnis mit einem Unentschieden. Der Aufbau der neuen Ukraine (wenn auch föderativ) mit den alten Eliten an der Spitze ohne Entnazifizierung und Lustrierung ist – der Weg zur Nullvariante. Und das heißt, der Weg zu “Ukraine ist nicht Russland 2.0″.

Das ist der nächste und, so hoffe ich, letzte Plan der USA vor der Niederlage. Der auch misslingt, wie die vorherigen. Washington wird das Kiewer Regime schnell verkaufen, es im militärischen und ökonomischen Bereich zusammenbrechen lassen, und den Weg für die säubern, die schon als Ersatz vorbereitet worden sind. Die, die die neue “Ukraine ist nicht Russland” aufbauen sollen, möglichst unter Vermeidung der Fehler ihrer Vorgänger.

PS.: Wenn auch dieser Plan der USA scheitert, woran ich nicht zweifle, und sie keine stabile neue Regierung an die Macht bringen, ist es eine schwierige Aufgabe, die Führung des zerfallenden Landes zu übernehmen ohne die Fehler der Junta zu wiederholen. Das heißt, sogar eine Niederlage des Gegners ist keine Garantie für den Gesamtsieg.