R.I. – Kiew dreht durch: Vor was Putin seine „Partner“ warnte

Hier noch eine Übersetzung des Artikels von Rostislav Ischtschenko durch unseren Teilnehmer Artur zum Thema dieser Tage (Quelle).
Eine Anmerkung noch vorab: Der russische FSB ist nicht wie oft dargestellt eine Art KGB, also ein Geheimdienst, sondern entspricht in etwa dem fbi der amis; bei uns entspräche er der Zusammenlegung von bka und verfassungsschutz.

Rostislav Ischtschenko, Kolumnist von „Rossija Sewodnja“ (AdÜ.: „Russland Heute“)

Bei seinem Auftritt am Donnerstag im alljährlichen Kollegium des FSB (AdÜ.: Der russische Inlandsgeheimdienst.) sprach der Präsident Russlands Waldimir Putin über die Situation im Südosten der Ukraine. Laut Meinung des Präsidenten verschärfen die ukrainischen Behörden absichtlich die Situation in der Konfliktzone des Donbass, um die Minsker Abkommen platzen zu lassen, dabei auf eine militärische Lösung des Problems setzend. Das Staatsoberhaupt betonte dabei, dass die ukrainischen Mächte „offen über die Organisation von diversiv-terroristischer, subversiver Akte sprechen, unter anderem auch in Russland“.

Ein Signal an den Westen

Verständlich, dass die antiterroristische und gegenaufklärerische Arbeit die Handlungsbasis des FSB bildet. Aber ebenso verständlich ist, dass Aussagen des Präsidenten dieser Art, nämlich offen für alle vernehmbar, vor allem für ein Außenpublikum bestimmt sind. R.I. – Kiew dreht durch: Vor was Putin seine „Partner“ warnte weiterlesen

Dies und Das – Schoko-Attacken und Kremlschach

Dass amis nicht kapieren, was nicht direkt neonfarben vor der Visage blinkt und möglichst auch noch Tatü macht, erstaunt niemanden. Aber dass man auch in nazigrad (vormals kiew) kein russisches Denken  mehr zu verstehen scheint, erstaunt dann doch. Was ist geschehen, was gäbe es zu verstehen?

Zweierlei. Während die ukros anscheinend einen erhofft vernichtenden großen Schlag vorbereiten, hat auch Putin nicht geschlafen, sondern insbesondere zwei äusserst bedeutsame Fakten geschaffen. Dies und Das – Schoko-Attacken und Kremlschach weiterlesen

R.I. – 2 jahre M2 – weder Frieden noch Krieg

Dies ist eine Übersetzung eines recht aktuellen Artikels bei Rossija Sewodnja („Zwei Jahre Minsker Abkommen: Weder Frieden, noch Krieg“) von Rostislav Ischtschenko durch unseren Dorfbewohner Artur. (Quelle)

Dies ist Arturs erste Übersetzung hier und ich bitte darum, gut damit umzugehen.

Vor zwei Jahren, am 11. – 12. Februar des Jahres 2015, wurde im Laufe eines Treffens in Minsk von den Führern der Staaten des sogenannten Normandie-Formats ein Dokument unter der Bezeichnung „Maßnahmenkomplex zur Umsetzung der Minsker Vereinbarungen“ verabschiedet, welches im Volksmund zu „Minsk II“ umgenannt wurde. Wer versuchte nicht alles in der letzten Zeit „Minsk II“ zu begraben – es ist jedoch immer noch in Kraft. Den Wunsch, die Vereinbarung zu annulieren, äußert nur Kiew offen, doch „Minsk II“ hat gute Chancen den ukrainischen Staat zu überleben.
Worin liegt der Grund für solch eine Standfestigkeit der Übereinkommen, trotz einer negativen (bzw. misstrauischen) Auffassung dieser vom Großteil der aktiven Gesellschaft nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Russland und den Donbasser Volksrepubliken? Wie wird die Gegensätzlichkeit gelöst, wenn die unpopuläre Vereinbarung stabiler ist als manche Staaten? R.I. – 2 jahre M2 – weder Frieden noch Krieg weiterlesen

Dies und Das – Nichts und so vieles

Es gibt vieles, worüber man schreiben könnte. Und es gibt nichts an größeren greifbaren Ereignissen, über die zu schreiben und sie ausleuchten wichtig und dringend wäre.

Den Donbass betreffend bleibt der Kreml bei der bisherigen Linie, die ich „sinnlose Plauderrunden“ nenne, wenn auch mittlerweile mit mehr Knurren. In eu-ropa gibt es reichlich wichtigtuerisch aufgeblasene lala-Berichte über weitgehend bedeutungslose Ereignisse. Und die usppa, was heute medial ja weitgehend gleichgesetzt wird mit Trump, betreffend gibt es geradezu tägliche Orgien von allerhand Meldungen, Gerüchten und Spekulationen.

Und eben diesen eigentlich lau anmutenden Zustand kann man als das eigentlich maßgebliche Ereignis betrachten, so seltsam das zunächst klingen mag. Dies und Das – Nichts und so vieles weiterlesen

Der Verlust eines Anführers – Beispiele

In diesem Artikel von unserem Mitglied HPB beleuchtet dieser einige Beispiele für den Verlust eines Anführers – darunter auch Givi, Motorola, Mosgowoi und Batman.

Toussaint Louverture

Vielleicht kennt der Eine oder Andere das Buch „Flammende Insel im Ozean“, einen biografischen Roman über Toussaint Louverture, den Nationalhelden von Haiti?
Toussaint Louverture war jener Held, der den Aufstand der afrikanisch-stämmigen Sklaven in der französischen Kolonie im Westteil der Insel Hispaniola zum Sieg führte und 1793 die Abschaffung der Sklaverei durchsetzte. Ein glänzender Stratege und Politiker, dem die Wohlfahrt seiner Anhäger am Herzen lag. Nur in einem irrte er: Er glaubte, dass Napoleon der Bewahrer der Ideale der französischen Revolution von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit sei. Dass der künftige Kaiser der Franzosen die Rechte der früheren Sklavenhalter höher schätzen könnte als die der farbigen Haitianer, kam ihm nicht in den Sinn. Auf seinen Brief „vom größten Schwarzen an den größten Weissen“ hin kam statt einer Freundschafts- und Beistandserklärung 1802 ein 24.000 Mann starkes französisches Expeditionskorps (aus Louisiana), um die Haitianische Revolution zu liquidieren. Der Verlust eines Anführers – Beispiele weiterlesen

Schreckensmeldung – Givi von ukro-Abschaum ermordet

Der allseits geachtete und beliebte Givi, Oberst Michail Tolstych, ist heute morgen kurz nach 6 Uhr einem bestialischen Anschlag des ukro-Abschaums zum Opfer gefallen.

Ich spreche mit folgender Erklärung sicher für nahezu alle Teilnehmer hier wie auch für alle anständigen Menschen:

Aufrichtiges und herzliches Beileid und Mitgefühl an Givis Familie und Freunde. Da wurde einer Besten und ein feiner Mensch, guter Kamerad und Kämpfer und ein Hoffnungsträger für die geschundenen Menschen im Donbass grausam ermordet. Möge das Andenken und die gemeinsam verbrachten Stunden den Menschen aus Givi’s nächstem Umfeld Trost spenden. Schreckensmeldung – Givi von ukro-Abschaum ermordet weiterlesen

Das Tribunal

Angesichts des wohl anstehenden größeren Angriffs auf den Donbass ist es unerlässlich zu ergründen, warum – und ob – Russland  anscheinend ungerührt zusieht, wie nebenan haufenweise Russen abgeschlachtet werden.

Ich beginne mit der Hoffnung. Analitik brachte unlängst einen Artikel, der weitenteils „nur“ aus einer Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums bestand sowie aus einem von Analitik klug herausgepickten und aufgegriffenen Detail, dem nämlich, dass die Verlautbarung wie die Ankündigung eines Tribunals klinge. Ich stimme ihm nicht nur zu, sondern führe weiter aus, dass es bereits die zweite solche Äusserung aus Russland ist und dass dies ein Alarmsignal von erheblicher Bedeutung ist. Mehr noch, es scheint sogar geboten. eine neue Deutungsalternative für die derzeitigen erheblichen nato-Truppenbewegungen Richtung russischer Grenze zu sehen. Die nämlich, dass das schlicht eine plärrend and anschuldigend getarnte *tatsächliche* Abwehrvorbereitung ist (neben der Option, die Möglichkeit zu „Missverständnissen“ zu schaffen). Das Tribunal weiterlesen

Schachbrett und Kompass

Hier darf wie immer bei meinen Artikeln auch OT diskutiert werden (obwohl der Artikel selbst reichlich Stoff bietet). Und morgen kommt ein leckerer größerer russischer Brocken von Thomas Roth.

Was ist der Kontext, in dem all das geschieht und Veränderungen schafft, was sich zur Zeit abzeichnet? Wer verstehen will, was um ihn herum geschieht, der kommt nicht umhin, diesem Fragenkomplex nachzugehen.

Viele fragen sich z.B., was Trump will, doch stehen diesem Wollen ja keine frische, neue Spielfläche und alles an Material zur Verfügung. In der Mathematik betrachten wir Fragestellungen über eine Definitionsmenge; bei der Betrachtung z.B., ob eine bestimmte Kurve keinen, einen oder mehrere Nulldurchgänge hat, legen wir von vornherein den Bereich fest, für den wir diese Frage stellen. Ähnliches gilt für alle Natur- wie auch für die ernstzunehmenden Geisteswissenschaften (sprich Philosophie).
Und natürlich gilt es auch für die politik.

Zimbabwe muss sich nicht fragen, wie mit einer eventuellen Übernahme der europäischen Wirtschaft oder in einem Krieg mit China zu verfahren wäre; beides liegt ausserhalb des relevanten Bereichs. Schachbrett und Kompass weiterlesen

Ischtschenko – Warum kam biden nach kiew?

Übersetzung eines Artikels von Rostislaw Ischtschenko (Quelle)

Warum kam der Vizepräsident der USA nach Kiew?

– Am 20. Januar ist der Tag der Inauguration des gewählten Präsidenten Donald Trump.
– Am 15. Januar hat der weggehende Präsident, Barack Obama, Biden die Freiheitsmedaille des Präsidenten – die höchste zivile Auszeichnung der USA – überreicht.
– Am 16. Januar ist der Politrentner Biden in Kiew.

Ja, dieser Besuch war im Voraus geplant und auch angekündigt. Nichtsdestoweniger ist die Ukraine nicht das am ehesten in Frage kommende Land für einen Abschiedsbesuch des Vizepräsidenten der USA. Und das sowohl vom Gesichtspunkt ihres geopolitischen Gewichts aus, wie auch unter Berücksichtigung der mehr als bescheidenen Erfolge der amerikanischen Diplomatie unter Verantwortung von Joseph Biden ganz persönlich. Ischtschenko – Warum kam biden nach kiew? weiterlesen

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