Dies und Das – Nichts und so vieles

Es gibt vieles, worüber man schreiben könnte. Und es gibt nichts an größeren greifbaren Ereignissen, über die zu schreiben und sie ausleuchten wichtig und dringend wäre.

Den Donbass betreffend bleibt der Kreml bei der bisherigen Linie, die ich „sinnlose Plauderrunden“ nenne, wenn auch mittlerweile mit mehr Knurren. In eu-ropa gibt es reichlich wichtigtuerisch aufgeblasene lala-Berichte über weitgehend bedeutungslose Ereignisse. Und die usppa, was heute medial ja weitgehend gleichgesetzt wird mit Trump, betreffend gibt es geradezu tägliche Orgien von allerhand Meldungen, Gerüchten und Spekulationen.

Und eben diesen eigentlich lau anmutenden Zustand kann man als das eigentlich maßgebliche Ereignis betrachten, so seltsam das zunächst klingen mag. Dies und Das – Nichts und so vieles weiterlesen

Der Verlust eines Anführers – Beispiele

In diesem Artikel von unserem Mitglied HPB beleuchtet dieser einige Beispiele für den Verlust eines Anführers – darunter auch Givi, Motorola, Mosgowoi und Batman.

Toussaint Louverture

Vielleicht kennt der Eine oder Andere das Buch „Flammende Insel im Ozean“, einen biografischen Roman über Toussaint Louverture, den Nationalhelden von Haiti?
Toussaint Louverture war jener Held, der den Aufstand der afrikanisch-stämmigen Sklaven in der französischen Kolonie im Westteil der Insel Hispaniola zum Sieg führte und 1793 die Abschaffung der Sklaverei durchsetzte. Ein glänzender Stratege und Politiker, dem die Wohlfahrt seiner Anhäger am Herzen lag. Nur in einem irrte er: Er glaubte, dass Napoleon der Bewahrer der Ideale der französischen Revolution von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit sei. Dass der künftige Kaiser der Franzosen die Rechte der früheren Sklavenhalter höher schätzen könnte als die der farbigen Haitianer, kam ihm nicht in den Sinn. Auf seinen Brief „vom größten Schwarzen an den größten Weissen“ hin kam statt einer Freundschafts- und Beistandserklärung 1802 ein 24.000 Mann starkes französisches Expeditionskorps (aus Louisiana), um die Haitianische Revolution zu liquidieren. Der Verlust eines Anführers – Beispiele weiterlesen

Schreckensmeldung – Givi von ukro-Abschaum ermordet

Der allseits geachtete und beliebte Givi, Oberst Michail Tolstych, ist heute morgen kurz nach 6 Uhr einem bestialischen Anschlag des ukro-Abschaums zum Opfer gefallen.

Ich spreche mit folgender Erklärung sicher für nahezu alle Teilnehmer hier wie auch für alle anständigen Menschen:

Aufrichtiges und herzliches Beileid und Mitgefühl an Givis Familie und Freunde. Da wurde einer Besten und ein feiner Mensch, guter Kamerad und Kämpfer und ein Hoffnungsträger für die geschundenen Menschen im Donbass grausam ermordet. Möge das Andenken und die gemeinsam verbrachten Stunden den Menschen aus Givi’s nächstem Umfeld Trost spenden. Schreckensmeldung – Givi von ukro-Abschaum ermordet weiterlesen

Das Tribunal

Angesichts des wohl anstehenden größeren Angriffs auf den Donbass ist es unerlässlich zu ergründen, warum – und ob – Russland  anscheinend ungerührt zusieht, wie nebenan haufenweise Russen abgeschlachtet werden.

Ich beginne mit der Hoffnung. Analitik brachte unlängst einen Artikel, der weitenteils „nur“ aus einer Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums bestand sowie aus einem von Analitik klug herausgepickten und aufgegriffenen Detail, dem nämlich, dass die Verlautbarung wie die Ankündigung eines Tribunals klinge. Ich stimme ihm nicht nur zu, sondern führe weiter aus, dass es bereits die zweite solche Äusserung aus Russland ist und dass dies ein Alarmsignal von erheblicher Bedeutung ist. Mehr noch, es scheint sogar geboten. eine neue Deutungsalternative für die derzeitigen erheblichen nato-Truppenbewegungen Richtung russischer Grenze zu sehen. Die nämlich, dass das schlicht eine plärrend and anschuldigend getarnte *tatsächliche* Abwehrvorbereitung ist (neben der Option, die Möglichkeit zu „Missverständnissen“ zu schaffen). Das Tribunal weiterlesen

Schachbrett und Kompass

Hier darf wie immer bei meinen Artikeln auch OT diskutiert werden (obwohl der Artikel selbst reichlich Stoff bietet). Und morgen kommt ein leckerer größerer russischer Brocken von Thomas Roth.

Was ist der Kontext, in dem all das geschieht und Veränderungen schafft, was sich zur Zeit abzeichnet? Wer verstehen will, was um ihn herum geschieht, der kommt nicht umhin, diesem Fragenkomplex nachzugehen.

Viele fragen sich z.B., was Trump will, doch stehen diesem Wollen ja keine frische, neue Spielfläche und alles an Material zur Verfügung. In der Mathematik betrachten wir Fragestellungen über eine Definitionsmenge; bei der Betrachtung z.B., ob eine bestimmte Kurve keinen, einen oder mehrere Nulldurchgänge hat, legen wir von vornherein den Bereich fest, für den wir diese Frage stellen. Ähnliches gilt für alle Natur- wie auch für die ernstzunehmenden Geisteswissenschaften (sprich Philosophie).
Und natürlich gilt es auch für die politik.

Zimbabwe muss sich nicht fragen, wie mit einer eventuellen Übernahme der europäischen Wirtschaft oder in einem Krieg mit China zu verfahren wäre; beides liegt ausserhalb des relevanten Bereichs. Schachbrett und Kompass weiterlesen

Ischtschenko – Warum kam biden nach kiew?

Übersetzung eines Artikels von Rostislaw Ischtschenko (Quelle)

Warum kam der Vizepräsident der USA nach Kiew?

– Am 20. Januar ist der Tag der Inauguration des gewählten Präsidenten Donald Trump.
– Am 15. Januar hat der weggehende Präsident, Barack Obama, Biden die Freiheitsmedaille des Präsidenten – die höchste zivile Auszeichnung der USA – überreicht.
– Am 16. Januar ist der Politrentner Biden in Kiew.

Ja, dieser Besuch war im Voraus geplant und auch angekündigt. Nichtsdestoweniger ist die Ukraine nicht das am ehesten in Frage kommende Land für einen Abschiedsbesuch des Vizepräsidenten der USA. Und das sowohl vom Gesichtspunkt ihres geopolitischen Gewichts aus, wie auch unter Berücksichtigung der mehr als bescheidenen Erfolge der amerikanischen Diplomatie unter Verantwortung von Joseph Biden ganz persönlich. Ischtschenko – Warum kam biden nach kiew? weiterlesen

crimsonalter – schwarze Zeichen und blaue Spielmarken

Übersetzung eines Artikels von Crimsonalter (Quelle).

Die schwarzen Zeichen und die blauen Spielmarken in der Ansprache Putins

Die jährliche Ansprache des Präsidenten ist ein russisches politisches Analogon zu einer Schautafel beim Eishockeyspiel. Auf der “Schautafel“ – steht der Spielstand, der anzeigt, wer gewonnen und wer verloren hat und in wessen Nutzen die Patience der politischen Allianzen gebildet wurde. Man kann auch die Analyse direkt nach dem Schlüssel durchführen, wem der Präsident „ein schwarzes Zeichen“ und wem er „eine blaue Spielmarke“ geschickt hat. Den Terminus „blaue Spielmarke“ biete ich als das Antonym für „das schwarze Zeichen“ an. In der Tradition des Pokerns sind die blauen Spielmarken die teuersten auf dem Spieltisch und so ist der Terminus „blaue Spielmarke“ (blue chip) in die Finanzwelt später übergegangen, wo man als „blaue Spielmarken“ die Aktien oder die wertvollen Papiere der größten, liquidesten und sichersten Gesellschaften an der konkreten Börse bezeichnet.

O.K., legen wir los. crimsonalter – schwarze Zeichen und blaue Spielmarken weiterlesen

crimsonalter – Vier Mythen über die russische Wirtschaft

Übersetzung eines Textes von Crimsonalter (Quelle).

Die Führung im Rating der schärfsten Erklärungen der [zum Veröffentlichungszeitpunkt – R.] vergangenen Woche übernahm die Erklärung davon, dass das Fallen der Einkünfte der Russen zu Ende gegangen ist. Die Reaktionen auf diese im Allgemeinen banale Erklärung, die auf der offiziellen staatlichen Statistik beruht, bewegten sich im Bereich von leichter Ironie bis hin zu aggressiver Negation. Es beweist sich wieder einmal, dass etwas Positives über die russische Wirtschaft im öffentlichen Raum auszusprechen; eine ziemlich riskante Sache ist.

Ich habe mir das aktuelle Interview Schuwalows auf NTV angeschaut, in dem die aktuellen Wirtschaftsprobleme des Landes besprochen wurden. Und als die Reaktionen darauf vorgestellt wurden, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es an der Zeit ist, über negative Mythen in der russischen Wirtschaft zu reden. Daran werde ich mich nie gewöhnen. crimsonalter – Vier Mythen über die russische Wirtschaft weiterlesen

Schwarz und Weiss – Die Ansage

Vorab: Eigentlich, so zeigt die Erfahrung, sollte man einem Artikel zwei bis drei Tage Zeit geben, aber angesichts der großen Bedeutung und der aussergewöhnlichen Umstände mache ich eine Ausnahme und stelle diesen Artikel zeitnah ein.

Eine Antrittsrede oder genauer, eine Rede zur Amtseinführung, ist häufig wie politikerreden allgemein nicht viel mehr als günstigenfalls oberflächlich wohlklingendes Blabla.
Allerdings: Wenn Trump auch nur zu passablen Teilen angehen und schaffen will, wovon er so viel sprach, dann wird er die üblichen Pfade verlassen und auch in dieser Hinsicht anders handeln und mehr bieten müssen. Und das tat er meiner Ansicht nach heute in der Tat. Diese Rede war deutlich mehr als hübsches Blabla – was übrigens auch, wenn auch kein Beweis, so doch ein kraftvoller Hinweis darauf ist, dass Trump (und die Leute hinter ihm) nicht nur Spielchen spielt, sondern es ernst meint. Schwarz und Weiss – Die Ansage weiterlesen

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