Der Krim-“Fehlschlag” der USA

Übersetzung von Вчера, 20:26 Крымская «осечка» США (Autor Anton Karamasow)


Wir erinnern uns alle an die Ereignisse auf der Krim, die dem Maidan-Putsch in Kiew folgten. Durch Lüge und Desinformation der westlichen Massenmedien ist die Wahrheit über die Organisation des Umsturzes in der ukrainischen Hauptstadt durch amerikanische Geheimdienste hindurchgesickert, die offenbar ausnutzten, dass unsere entsprechenden Strukturen mit der Sicherung der Olympischen Spiele beschäftigt waren. Die Situation entwickelte sich nach einem für unsere Führung unerwartetem Szenario. Unter diesen Bedingungen wirken die unblutigen Ereignisse auf der Krim, die mit dem Referendum und der historischen Wiedervereinigung mit Russland endeten, wie ein echtes Wunder.

“Schuld sind die Moskali”

Zum Jahrestag der dramatischen Ereignisse im März 2014 sind eine Menge Artikel und Publikationen erschienen, in denen die verschiedensten Ansichten darüber vertreten werden, was auf der Krim passierte. In einigen von ihnen (wie beispielsweise in einem vor kurzem erschienenen Artikel in der “Novaja Gaseta”) wird behauptet, dass die russische Führung vorher vom bevorstehenden Kiewer Putsch gewarnt worden ist, und, wird behauptet, selbst daran interessiert gewesen seien, weil sie “das Chaos in der Ukraine ausnutzen wollten, um die Ostukraine und die Krim in die Hände zu kriegen”. Diese Falschmeldung wurde offensichtlich von den Meistern der Desinformation in Langley ausgedacht – sie stellt die Situation völlig auf den Kopf.

Erstens wird die CIA von ihrer Verantwortung losgesprochen (also, der Putsch geschah aus inneren Gründen, und vielleicht sogar nicht ohne Beteiligung der daran interessierten Russen?). Zweitens, die Wiedervereinigung mit der Krim und die heutige Unterstützung von LVR und DVR sieht aus wie eine “Realisierung der strategischen aggressiven Pläne des Kreml”, und nicht wie eine natürliche Reaktion auf das auf der Krim durchgeführte allgemeine Referendum.

Das alles soll einen noch tieferen Keil treiben in das Verhältnis zwischen den Brudervölkern, und die Ukrainer dazu bringen, den “hinterlistigen Moskals” mit ihren aggressiven Plänen zu misstrauen.

“Um den Nachbarn bloßzustellen”

Während der Maidan-Ereignisse hat die USA gar nicht besonders verheimlicht, dass sie (zumindest) politisch beteiligt ist. Alle erinnern sich an die Auftritte des hasserfüllten Senators McCain, Victoria Nuland, und anderer amerikanischer Hetzer. Aufgedeckt wurde die Beteiligung gewisser “ausländischer Instrukteure” (schon im “grauen”, halblegalen Bereich) bei der Ausbildung der faschistischen Militanten. Vieles blieb im Dunkeln, im Untergrund, der tunlichst verdeckt wird. Aber manchmal dringen interessante Fakten von dort nach draußen.

So veröffentlichte schon im März vorigen Jahres die amerikanische Reporterin Susan Duclos von Hackern erhaltene Daten über geheime Gespräche zwischen dem Stellvertreter des Militärattaches der USA in Kiew Jason P. Gresh und einem hohen Vertreter des Generalstabs der Ukraine Igor Prozyk [ein paar Texte von diesem Hack sind auch hier zu finden, d.Ü.]. In einem der Briefe (welche, nach genauer Analyse durch Experten, als echt anerkannt wurden) drängt der Amerikaner seinen “Einflussagenten”:

“Die Ereignisse entwickeln sich rasant auf der Krim. Unsere Freunde in Washington erwarten entschiedenere Aktionen ihres Netzwerkes. Ich denke, es ist Zeit, den Plan zu realisieren, über den wir kürzlich gesprochen haben. Ihr Job ist es, Probleme an Transportknotenpunkten im Südosten zu verursachen, um den Nachbarn bloßzustellen. Das wird gute Bedingungen für Aktionen des Pentagon und der Firma schaffen. Keine Zeit verlieren, mein Freund. Mit Respekt, JP, Jason P. Gresh, Oberst, US Armee, Assistent des Militärattaches, US-Botschaft, Kiew.”

In leicht getarnter Form wird hier von der Durchführung von Terrorakten an Transportknotenpunkten gesprochen, im öffentlichen Verkehr (ähnliche blutige Ereignisse fanden neulich in Charkow statt), um danach den “Nachbarn” – Russland – zu beschuldigen. Warum wurden diese hinterhältigen Pläne der Amerikaner vor einem Jahr nicht durchgeführt?

Neue Version der Kubakrise?

Wie bekannt, hat die Aufstellung sowjetischer Raketen auf Kuba 1962 eine Aggression der USA gegen die “Freiheitsinsel” verhindert, obwohl sie die Welt an den Rand eines Atomkriegs geführt hat. Nur die vernünftige Politik von Kennedy konnte die “Falken” (die ein Jahr später die Ermordung des Präsidenten organisierten) aufhalten.

Der bekannte italienische Journalist M. Blondet meint, auf Grundlage von Daten, die er aus NATO-Quellen erhalten hat, dass etwas ähnliches auch im Fall der Krim passiert ist.

Der Staatsstreich in Kiew, schreibt er, hatte als Hauptziel die “Neutralisierung” der Schwarzmeerflotte, die in Sewastopol basiert, sowie die darauffolgende Verwendung dieser Basis für die amerikanische Flotte.

Dass sich die Amerikaner vorher auf die Einnahme der Halbinsel vorbereitet haben (und, dementsprechend, von den Plänen zum Sturz der rechtmäßigen Regierung in Kiew wussten) ist schon dadurch offensichtlich, dass 10 Tage vor dem Putsch, am 13. Februar, vier Gruppen von Kriegsschiffen, geführt vom Flugzeugträger “George Bush”, die Basis in Norfolk verließen und sich ins Ägäische Meer begaben. Der Flugzeugträger mit einer Wasserverdrängung von 102 tausend Tonnen hatte 90 Flugzeuge und Hubschrauber an Bord. Er wurde begleitet von 16 Schiffen, darunter die Zerstörer “Truxtun”, “Roosevelt”, und drei atomare U-Boote.

Und am 22. Februar, als Janukowitsch als Präsident gestürzt wurde, lief das Geschwader ins Schwarze Meer ein, wobei auf unverschämte Weise eine internationale Vereinbarung gebrochen wurde (der Vertrag von Montreux 1936), die verbot, dass Schiffe mit einer Wasserverdrängung von mehr als 45 000 t die Dardanellen durchqueren. Aber, wie der türkische Journalist Harryet schreibt, unter Verweis auf Quellen im Verteidigungsministerium der Türkei, hat die Führung des Landes eine geheime Erlaubnis zur Durchquerung der Meerenge durch die amerikanische Flotte gegeben.

Der Putsch in Kiew fand unter Regie der US-Geheimdienste statt, die als Rammbock die profaschistischen Kräfte der Partei “Swoboda” und des Rechten Sektors benutzten. M. Blondet behauptet, dass eine der zentralen Rollen beim Putsch der Chef des SBU Naliwaitschenko spielte, der (nach seiner Aussage) US-Bürger ist. Am 22. Februar musste Janukowitsch Kiew verlassen, und prowestliche Kräfte eroberten die Staatsmacht.

Nach den Plänen des Weißen Hauses sollte die Krim Ende Mai eine zentrale Basis der NATO in der Region werden, oder, wie die Amerikaner selbst sagen, ein “stationärer unsinkbarer Flugzeugträger vor der russischen Haustür”. Dafür wurden auf der Halbinsel schon Reparaturarbeiten an Immobilien begonnen, die für die Unterbringung der Militärs, der Stäbe, Vorratslager und sonstiger Infrastruktur gedacht waren. Und zum 15. Mai sollte Jazenjuk die Kündigung des Vertrags über die Schwarzmeerflotte verkünden und den Abzug nach Russland fordern.

Zu diesem Zeitpunkt sollte das amerikanische Geschwader seine Hauptaufgabe erfüllen – die Basis Sewastopol blockieren und einnehmen. Es wurden schon die für ähnliche Aggressionen Nachrichten käuflicher Massenmedien darüber, wie “das Volk mit Begeisterung die Kriegsschiffe unter dem Sternenbanner feiert”.

Das Volk und die Realpolitik

Amerikanischen Politologen folgend hat sich bei der Mehrheit unserer Experten die Meinung fest durchgesetzt, dass alle politischen Prozesse auf der Welt von einer “Elite” gesteuert werden. In der “Realpolitik” wird lediglich die Kräftebalance berücksichtigt, ein “Machtvakuum”, das Verhältnis der Bewaffnung, während das Volk absolut keine Rolle spielt.

Aber die Ereignisse auf der Krim haben diesen Standpunkt vollständig widerlegt. Sofort nach dem Maidanputsch gingen die Volksmassen in Sewastopol und Simferopol auf die Straßen. Nach zwei Tagen der Belagerung des Parlaments der Autonomen Republik Krim wurde der Premierminister A. Mogilew, der auf Seiten der Kiewer Putschisten stand, abgelöst. Zum Vorsitzenden des Ministerrates wurde durch Beschluss des Obersten Sowjets der Republik S.W. Aksjonow. Am 16. März wurde ein Referendum durchgeführt, und nach dessen Ergebnis trat die Krim der Russischen Föderation bei. “Es waren diese Ereignisse, die die Pläne der USA völlig zerstörten” schrieb der italienische Journalist.

Die Amerikaner versuchten auf jede Art und Weise, die Pläne zur Durchführung des Referendums zu durchkreuzen. Die Schiffe der US-Flotte drehten Ende Februar um und bewegten sich in Richtung Türkei. [Ende Februar passierte auch auf der Krim selbst irgendetwas, siehe hier, was irgendwie dazu passt. d.Ü.] Am 5. März kam das Geschwader in Antalia an, fuhr in die türkische Basis ein und wartete auf neue Befehle. Nur die Zerstörer “Truxtun”, “Donald Cook” und die Fregatte “Taylor” fuhren ins Schwarze Meer ein und begaben sich an die Nordküste der Krim unter dem Vorwand der Durchführung gemeinsamer Manöver mit Schiffen von Bulgarien und Rumänien.

Die russische Luftwaffe teilte mit, dass die “Donald Cook” versucht hätte, die Arbeit der Antennen des Zentrums der kosmischen Verbindung der Schwarzmeerflotte und das Funktionieren der Militärsputniks, die im elektromagnetischen Spektrum arbeiten, zu stören. Dieses neueste System gestattet es dem Radar und den Navigationssystemen der Krim, Informationen über die Zahl der Flugzeuge an Deck der Flugzeugträger, ihrer Bereitschaft zum Start, und über alle Raketenstarts zu erhalten. Russische Militärflugzeuge waren gezwungen, auf diese aggressive Aktion zu antworten, indem sie mehrmals im Direktflug über die amerikanischen Schiffe flogen und die Arbeit der Schiffsradars vollständig blockierten. Die rief unter den amerikanischen Matrosen, die so etwas nicht gewohnt waren, Panikattacken hervor. Viele kündigten, 24 Mann forderten psychologische Hilfe an.

Neben den offensichtlich aggressiven Akten durch die US-Flotte haben russische Geheimdienste auch Informationen darüber erhalten, dass sich auf den amerikanischen Schiffen in voller Kampfbereitschaft sechs Gruppen von je 16 Leuten der Marines befanden, mit dem Ziel der geheimen Aussetzung am Ufer der Krim und der Organisation von Diversions- und Terrorakten auf der Halbinsel, um bei der Zivilbevölkerung eine Atmosphäre der Panik zu erzeugen.

Das hätten Explosionen im öffentlichen Verkehr in den Spitzenzeiten sein können, die Sprengung von staatlichen Einrichtungen, mit nachfolgender verleumderischer Beschuldigung von “russischen Spionen”. Angst und Panik vor dem Referendum könnten zur Verhinderung des Referendums führen, und, entsprechend, seine Ergebnisse entwerten. Um solche Aktionen zu verhindern, schreibt Blondet, mussten russische Patrouillen die Kontrolle auf den Straßen von Sewastopol verschärfen. Dass dies keine leere Drohung war, wird durch Informationen auf einer Internet-Seite der Krim belegt, die von der Verhaftung von Speznas-Leuten aus NATO-Ländern schreibt (sie sprachen rumänisch).

Westliche Experten stellen fest, dass als Antwort auf das Auftauchen amerikanischer Zerstörer am Ufer der Krim (darunter die <"Truxtun", die mit radiogesteuerten Raketen und Marschflugkörpern ausgerüstet ist) Russland mit der Verlegung des Raketenkomplexes "Bastion", der zur Vernichtung von Schiffen des Gegners mit Verwendung von Maßnahmen zur Unterbrechung der Radioverbindung und der Radiosteuerung von Drohnen und Marschflugkörpern dient, nach Sewastopol geantwortet hat. Das System ist mit Rakten "Jachont" (SS-N-26) ausgerüstet, welchen Ziele im Umkreis von 300 km zerstören kann. Mit Hilfe neuester Systeme wurde auch ein Versuch des Überfliegens der Halbinsel durch ein Geschwader von radargesteuerten Drohnen, die von Dnepropetrowsk zur Aufklärung der Situation auf der Krim kurz vor dem Referendum gestartet wurden, unterbunden. Vor dem Dritten Weltkrieg?

Nach der Durchführung des Referendums, als die überwältigende Mehrheit der Krimbewohner für eine Wiedervereinigung mit Russland stimmten, und der harten Reaktion des russischen Militärs auf die aggressiven Aktionen der US-Flotte, musste das amerikanische Geschwader unter Führung des Flugzeugträgers “George Bush” vom gestellten Ziel Abstand nehmen, verließ das Ägäische Meer und fuhr nach Bahrein.

Damit entfiel die Notwendigkeit der Durchführung von Terrorakten in der Ukraine, um den Erfolg im Fall des Erreichens des Hauptziels – der Eroberung der Krim – zu festigen.

Aber das dargestellte sehr realistische Szenario wird einige beängstigende Fragen auf. Wenn die Amerikaner bereit waren, es auf eine Eskalation eines militärischen Konflikts mit Russland ankommen zu lassen (ohne dies wäre es nicht gelungen, die wichtigste militärische Flottenbasis in Sewastopol einzunehmen), dann heißt das, dass die Manie von der “Überlegenheit” und die Verantwortungslosigkeit der USA ein Maximum erreicht hat.

Eine Reihe westlicher Experten meint, wenn Russland in diesem Moment nicht Entschiedenheit und Fähigkeit zur Eindämmung der Amerikaner gezeigt hätte, die Situation durchaus zur Entstehung eines dritten Weltkriegs hätte führen können.

Schließlich können unter den Bedingungen wachsender Spannung, der Konzentration von Waffen und Technik, des wachsenden Misstrauens bezüglich jeder Bewegung von Truppen, Schiffen oder Flugzeugen, der Ausarbeitung verschiedener Schemen möglicher Kampfhandlungen schon eine falsche Bewegung, ein scharfer Spruch, oder sogar eines unvorhergesehenen Unfalls, der als Kriegsanfang gedeutet werden kann, dazu führen, dass wirklich ein dritter Weltkrieg ausbricht.

In diesem Fall muss die Strategie eines harten Widerstands gegen Pläne der USA auf die Tagesordnung gestellt werden – das Einzige, was im Verhältnis zu einem Land, welches sich einbildet, “Weltherrscher” zu sein, funktioniert.

Bastion der Freiheit

Nach den Ereignissen, die vor einem Jahr stattfanden, ist offensichtlich, dass die russische Basis im Schwarzen Meer eine wichtige strategische Bedeutung hat. Nach Angaben westlicher Experten wird augenblicklich mit Vollgas die Modernisierung der Flotte betrieben, die Auffüllung mit neuen, modernen Schiffen, U-Booten, Fregatten, Raketenträger, Spezialschiffen für die elektronische Unterdrückung der Kräfte des Gegners. Außerdem werden auf der Krim große schnelle Eingreiftruppen stationiert, sowie Mittel zu ihrer Verlegung. 135 Transportflugzeuge könnten in kürzester Zeit 80 000 Fallschirmjäger in jeden beliebigen “heißen Punkt” senden.

Es wird festgestellt, dass eine wichtige Rolle für die Sicherung Russlands das Zentrum der kosmischen Verbindung spielt, welches den Erhalt und die Weiterverarbeitung von Daten sichert, die tausende Kilometer von Radarsystemen entfernt sind. Die Verlegung dieses Zentrums oder seine Vernichtung war eines der wichtigsten Ziele des Pentagon vor einem Jahr.

Experten meinen, dass man angesichts aller Ereignisse, die dem Umsturz vorausgingen, die Aktion zur Installation eines “demokratischen” Marionettenregimes vor allem das Ziel hatte, das Zentrum der kosmischen Verbindung zu zerstören, an zweiter Stelle – die Eroberung der Flottenbasis. “Sogar der Eintritt der Ukraine in die NATO war nur ein Nebenziel”.

“Der erste Fehlschlag”

Natürlich, der Misserfolg bei der Durchführung der Eroberung der Krim versuchten die Amerikaner mit der Abstimmung in der UNO zu kompensieren, wo die von der militärischen Stärke der USA eingeschüchterten Länder gehorsam die Hände auf Washingtons Befehl hoben. Dann organisierten sie den ökonomischen und finanziellen Krieg gegen unser Land, und standen hinter den Kulissen des Bürgerkriegs im Südosten der Ukraine.

Aber das Scheitern der amerikanischen Pläne für die Krim wurde der erste große Fehlschlag der aggressiven Politik der USA im Verhältnis zu Russland. Dies bezeugt die Hysterie der westlichen Massenmedien was den “Krieg Putins zur Wiederherstellung des Sowjetreiches” und andere verleumderische Erfindungen.

Ein echter Anhänger der Verbesserung der Beziehungen zwischen den USA und Russland, der Ex-Präsidentenkandidat der USA Pat Buchanan, hat in einem seiner letzten Artikel geschrieben, dass die Krim in keinster Weise ein Hindernis für eine “neue Entspannung” sein kann.

Behauptungen amerikanischer Politiker und Massenmedien darüber, dass Putin danach strebe, das “sowjetische Imperium” wiederherzustellen, seien absolut absurd. Dazu müsste man praktisch 14 Republiken erobern, die sich von der UdSSR abgespalten haben, mit einer Fläche der Größe der Vereinigten Staaten, und danach noch die Länder Osteuropas annektieren und Deutschland bis zur Elbe zurückwerfen. Was ist der Vorwand für die hysterischen Beschuldigungen des Kreml, schreibt er? Gerade mal die Wiedervereinigung mit einer der Fläche nach bescheidenen Halbinsel, die Russland im XVIII. Jahrhundert erworben hatte, die als Platz für die größte Flottenbasis lebenswichtig für das Land ist. “Also wenn wir mit den Neostalinisten solche kolossalen Probleme wie die Berliner Mauer und ballistische Raketen auf Kuba lösen konnten” schreibt Buchanan, “was hindert uns jetzt, uns mit Putin an den Verhandlungstisch zu setzen?”.

Der naive Konservative versteht nicht, dass im “Großen Spiel”, welches Washington vor einem Jahr begonnen hat, der Einsatz – nicht mehr, und nicht weniger – das Schicksal der ganzen Welt ist. Der von der CIA organisierte Umsturz in Kiew, die Pläne zur Eroberung der Krim waren mit ihrer Zielrichtung gegen Russland gerichtet, dem wichtigsten geopolitischen Gegner der USA bei der Errichtung der Welthegemonie, der Vernichtung der Souveränität aller Staaten, der Unterwerfung als Vasallen von Washington, der Liquidierung des internationalen Rechts und der Verewigung der Herrschaft des “globalen Imperiums”.