Das FUKUSHIMA-Endspiel: Die radioaktive Verseuchung des Pazifik

Prof. Michel Chossudovsky
17. Dezember 2014

Die atomare Strahlung von der Fukushima-Katastrophe im März 2011 – die das Leben auf dem Planeten Erde bedroht – steht nicht auf den Frontseiten der Zeitungen, dafür aber die belanglosesten Themen für die Öffentlichkeit wie etwa örtliche Verbrechen und Klatsch über Hollywood-Berühmtheiten.Der wacklige politische Konsens in Japan, den USA und im westlichen Europa ist, dass die Krise in Fukushima eingedämmt worden ist.Die Wahrheit ist anders. Die dokumentierte und bekannte fortlaufende Verklappung von hochradioaktivem Wasser in den Pazifik stellt einen potentiellen Auslöser für einen Prozess globaler radioaktiver Verseuchung dar.
Dieses Wasser enthällt Plutonium-239 und seine Verklappung in den Ozean hat sowohl lokale als auch globale Konsequenzen. Ein Mikrogramm Plutonium-239, wenn inhaliert, kann laut Dr. Helen Caldicott, den Tod verursachen:

“Gewisse Isotopen von radioaktivem Plutonium sind als das tödlichste Gift auf dem Antlitz der Erde bekannt. Bloß ein Mikrogramm (ein dunkler Fleck auf einer Stecknadel) von Plutonium-239, wenn inhaliert, verursacht den Tod und wenn eingenommen, kann es Leukämie und andere Knochenkrebsarten verursachen.

In den Tagen, die auf das Beben und die Exlosionen der AKWs 2011 folgten, wurde Seewasser, das zur Kühlung der AKWs benutzt wurde, mit den radioaktiven Elementen zurück in den Pazifik geleitet. Eines dieser Elemente war Plutonium-239 (decodescience.com).”

Es scheint, dass das radioaktive Wasser bereits in die japanische Küste eingedrungen ist:
“Umwelt-Untersuchungen der Küstenlinie um die AKWs zeigten geringfügige Mengen von Plutonium-239 in dem Seewasser (auch bei Fischen, besonders Thunfischen). Das Plutonium, dem wenigen zufolge, was berichtet wurde, sank in das Sediment vor der Küste.” (ebenda)

Ein neuer Report deutet an, dass die japanische Regierung beabsichtigt, das verbliebene radioaktive Wasser auch in den Ozean zu leiten. Die vorgeschlagene “Lösung” wird zur Ursache der radioaktiven Verseuchung sowohl der japanischen Küste als auch des Pazifik bis hinüber zur nordamerikanischen Küste.

Während der Vorsitzende der ‘Nuclear Radiation Authority’ zugibt, dass das Wasser in den Tanks schwer “verseucht” ist, ist nichtsdestoweniger eine Entscheidung getroffen worden, die Tanks in den Ozean zu verklappen:

“Der Chef von Japans nuklearer Aufsicht sagte, das verseuchte Wasser vom zerstörten AKW Nr. 1 sollte in den Ozean geleitet werden, um die sichere Stilllegung der Reaktoren zu gewährleisten.”

Shunichi Tanaka, Vorsitzender der Atomaufsichtsbehörde, besuchte am 12. Dezember das AKW, um den Fortschritt des Abbaus der sechs Reaktoren zu untersuchen. Der ganze Platz war schwer von dem Tsunami zerstört worden, der durch das Erdbeben verursacht wurde. Er kommentierte:

“Ich war überwältigt von der riesigen Zahl von Tanks (die radioaktives Wasser enthielten); wir müssen sie entsorgen.”

Mit Hinsicht auf die zu erwartenden Proteste der örtlichen Fischer wegen der Verklappupng sagte Tanaka: “Wir müssen auch die Zustimmung der örtlichen Bewohner für die Durchführung der Arbeit erlangen, damit wir irgendwie (die Zunahme von verseuchtem Wasser) mildern können.”

Tanaka hatte früher gesagt, dass, um mit der Stilllegung fortfahren zu können, müsste das verseuchte Wasser am Ort in das Meer geleitet werden, wenn es zuvor entseucht würde auf einen akzeptierten Sicherheitsstandard.

“Zwar wird (diese Idee) die Leute empören; dennoch müssen wir unser Äußerstes tun, um die Bewohner zu beruhigen,” sagte Tanaka und fügte hinzu, dass die Aufsichtsbehörde an die örtlichen Bewohner Informationen geben würde auf Basis der fortlaufenden Untersuchungen der radioaktiven Elemente im Wasser.”

Die Inspektionsreise war Tanakas zweite, seit er Chef der NRA im September 2012 wurde. Er besuchte das AKW zuletzt im April 2013.

Während des Besuchs beobachtete Tanaka die Arbeit an einem Graben an der Ozeanseite des Reaktors Nr. 2, wo stark verseuchtes Wasser hinausgepumpt wurde. Er inspezierte auch die Wälle, die um die Lagertanks aufgeworfen worden waren, um das Entweichen des verseuchten Wassers zu verhindern.

Tanaka lobte die Fertigstellung der Arbeit im November, alle verbrannten Brennstäbe aus dem Reaktor Nr. 4 zu entfernen, sowie die Änderung der Arbeitsprozeduren, was die Fertigstellung der Arbeit an den Gräben am Reaktor Nr. 2 ermögliche.

Hiromi Kumai, NRA-Chef, signalisierte im Asahi Shimbun vom 13. Dezember 2014, eine Massive Verklappung von verseuchtem Wasser, um zur Stilllegung der Fukushima-Anlage beizutragen.

Die widersprüchlichen Aussagen des NRA-Chefs vermeiden, die größeren Konsequenzen anzusprechen, indem sie den Eindruck erwecken, dass die Frage lokaler Art ist und dass die Fischer vor der Fukushima-Küsten konsultiert würden.

Zusätzliche Artikel und Videos über Fukushima und Nukleare Strahlung sind erhältlich im
Global Research’s Dossier on The Environment

Quelle – källa – source