Archiv der Kategorie: usppa

Ischtschenko – Das Ende der Geschichte

Eine Übersetzung eines Artikels von Rostislaw Ischtschenko (Quelle)

Wenn Ihnen jemand – weil er ein Flegel ist – im öffentlichen Verkehr versucht, dumm zu kommen, oder ein intellektueller Invalide versucht, als literarischer Kritiker aufzutreten, Puschkin verbessernd, oder es urteilt irgendein Besserwisser, twittert in den Formaten der sozialen Netzwerke von „den Fehlern Putins“, vom „syrischen Afghanistan“ oder von „der Hilflosigkeit des Kremls“, … in solchen Fällen ist immer die beste Reaktion – jegliche Reaktion zu unterlassen.

Den Außenseiter ignorierend, lassen Sie den Galanteriewarenhändler allein mit seinem Spiegel zurück. Wenn Sie reagieren, beginnt er „Frankreich“ zusammen mit dem Kardinal zu retten. Der Außenseiter ist ehrgeizig, er verkümmert ohne Aufmerksamkeit und versucht immer, an jemanden oder etwas anzudocken, das das öffentliche Interesse herbeiruft, damit er weiter geschoben wird, wie der Mond, der vom widergespiegelten Licht leuchtet. Es ist einfach: wenn ich Putin schelte und Putin antwortet mir, dann bin ich genauso viel wert wie Putin. Ischtschenko – Das Ende der Geschichte weiterlesen

Zwei Kernfragen

Gedanken zu zwei Kernfragen

Es tauchen immer wieder zwei Kernfragen auf, nämlich die, ob womöglich auch Putin nur ein, wenn auch sehr gut getarnter Spieler der Gegenseite ist und die, ob Trump denn überhaupt eine Chance und die Möglichkeit hat, in der und für die usppa eine Rettung oder gar Besserung zu erreichen; auch ob das überhaupt möglich ist, ohne weiterhin zu plündern.

Während die Trump Frage zwar nicht gerade einfach zu beantworten ist, ist die Putin Frage alleine schon deshalb ungleich schwieriger, weil die relevanten Faktoren nicht oder kaum im üblichen Betrachtungsbereich liegen. Entsprechend hört man gelegentlich Antworten aus der fernöstlichen Mystik oder aus dem religiösen Glaubensbereich oder der Esoterik.

Bevor ich selbst eine Antwort skizziere, muss ich wohl erst mal meine eigene Position in diesem Bereich aufzeigen. Zwei Kernfragen weiterlesen

Dies und Das – Keine Überschrift

Das weltweite politische Geschehen verläuft derzeit in einer Art provisorischem Übergangsmodus. Dies gilt besonders für eu-ropa, das ja über Jahrzehnte zu einem Kolonialgebiet der usppa verkommen ist. Insbesondere leidet eu-ropa an dem zusätzlichen Problem, dass man merkel unbedingt weg haben und deutschland aus seiner derzeitigen Spur, die Herrschaft über eu-ropa weiter auszubauen abbringen will, dies aber derzeit kaum umsetzen kann. Der Grund liegt in der besonderen Rolle merkels sowie daran, dass die halbe Welt wie auf einen Zug wartend am Bahnsteig steht. Der Zug, um den es geht, ist natürlich der 20 Januar.

Die besondere Rolle merkels wiederum ist die, vom bald Ex-Präsidenten der usppa, nachdem sie bereits zur Blockwartin der hegemonialen Interessen der usppa in eu-ropa gemacht wurde, unlängst auch noch zur lokalen Managerin des Sondergebietes eu-ropa gemacht worden zu sein, in dem die ziocons zumindest zeitweise (so hoffen sie) und nötigenfalls auch dauerhaft unterkommen wollen. Dies und Das – Keine Überschrift weiterlesen

A. Wasserman – 2017, Kriegsjahr um die Köpfe

Übersetzung eines Gesprächs mit Anatolij Wasserman (Quelle)

2017 wird ein Jahr des Krieges um die Köpfe: Wasserman über Syrien, die Ukraine, den Donbass und die USA

Das Jahr 2016 geht zur Neige und es ist die Zeit gekommen, über die Zukunft nachzudenken. Der syrische Krieg, die russisch-amerikanischen Beziehungen, die Situation in der Ukraine und im Donbass – all das sind brennend aktuelle Themen.
Anatolij Wasserman, der bekannte Intellektuelle und politische Konsultant, hat der Bundesnachrichtenagentur seine Einschätzung der Ergebnisse des Jahres 2016 und die Perspektiven für das Jahr 2017 genannt. Das Interview führte Iwan Werichow.

Der syrische Krieg und der Krieg um die Köpfe A. Wasserman – 2017, Kriegsjahr um die Köpfe weiterlesen

Verschiedene Blicke auf die ami Armee

Von Thomas Roth zur Verfügung gestellte Übersetzungen von Texten von Alexeij Dolganow (Quelle) und Konstantin Kolontajew.

Die Armee der USA – ist die stärkste Armee in der Geschichte
(Konteradmiral a.D. John Kirby)

“Ich denke nicht, dass es in der langen Geschichte der Menschheit Streitkräfte gibt, die genauso begabt, klug, stark, mit solch guter Führung und den allumfassenden Ressourcen ausgestattet waren, wie die Armee der USA heute“, – sagte der Sprecher des Statedepartments der USA, John Kirby als Antwort auf die neuerliche Erklärung des Präsidenten Russlands.

Wenn jemand einen atomaren Wettlauf beschleunige, „dann nicht wir“, sagte Putin. Die USA hätten zwar den größeren Militärapparat, doch Russland sei stark. „Sie haben mehr Raketen, mehr U-Boote und mehr Flugzeugträger“, sagte Putin. „Aber Russland ist einfach stärker als jeder Aggressor.“ Verschiedene Blicke auf die ami Armee weiterlesen

Sokirko – Raketenschutzschirme und Russland

Übersetzung eines Artikels von Wiktor Sokirko (Quelle)

Ob Russland in der Lage ist, einen beliebigen Raketenabwehrschirm zu durchbrechen?

Wladimir Putins Worte nicht zu glauben, dass das in Russland geschaffene System der Überwindung der Raketenabwehr viel wirksamer als das System der Raketenabwehr der USA selbst ist, das schaffen nur die Amerikaner. Und das auf absolut spießigem Niveau. Ganz sicher glaubt man ihm auch im Pentagon nicht, weil sie mal wieder nicht gründlich benachrichtigt wurden. Der Oberbefehlshaber der strategischen Raketentruppen, Generaloberst Sergej Karakajew, ist genau im Bilde über die Möglichkeiten der Raketentruppen beider Seiten. Sicher hat er als Antwort auf die Worte des russischen Präsidenten ein wenig mit dem Kopf genickt: „Wir sind die Raketentruppen – uns ist jedes beliebige Ziel nah!“.

Die USA, auch das ist unumstößlich, sind bei der Entwicklung ihrer Raketenabwehr vorangekommen, die von Beginn an zur Reaktion auf die nuklearen Bedrohungen seitens „der Terrorländer“ erklärt wurde, zu denen unter anderen Nordkorea und der Iran gehören. Dabei verfügt die [koreanische – Anm. R.] KVDR bis heute nicht über ernstzunehmende Trägermittel und Teheran hat nur einen Ersatz anstelle „echter“ interkontinentaler ballistischer Raketen. Dabei entfaltete Washington die Raketenabwehr zum großen Teil hartnäckig in Europa, als ob Pjöngjang seine unfertigen Raketen direkt über eine Erdhalbkugel „schießen“ könnte und sie nicht direkt über den Ozean starten müßten. Sokirko – Raketenschutzschirme und Russland weiterlesen

R. Ischtschenko – Zum Abschluß des Jahres 2016 (2)

Teil 2 einer Übersetzung eines Gesprächs mit Rostislaw Ischtschenko (Quelle)

J.Nikiforow: Wir sehen erstens die Prozesse der Desintegration und zweitens verstehen wir das aufrichtige Befremden und die Panik der Eliten. Es scheint, als wüssten sie nicht, was zu machen ist.

R.W.Ischtschenko: Sie sind gerade aus einem anderen Grund in Verwirrung geraten. Sie wissen, was zu tun ist, aber sie verstehen auch, dass die USA jetzt ihre Außenpolitik heftig ändern könnten, die dann mit den Interessen gerade jener europäischen Eliten nicht mehr übereinstimmt, die jetzt an der Macht sind. Im europäischen Bündnis existiert die gleiche Spaltung der Eliten, wie in den USA. Aber die globalisierten europäischen Eliten, die sich auf die Macht der USA stützen, unterdrückten bei sich die nationalistischen Stimmungen (dieselben Ideen, dieselben Losungen, unter denen Trump an die Macht kam) ausreichend erfolgreich. Und jetzt sehen sie, dass sich die Situation ändert, sie verlieren die Unterstützung der USA, weil sich die Staaten auf ihre inneren Probleme konzentrieren. Außerdem können die globalisierten europäischen Eliten mit alternativen Eliten vermischt sein, die zugunsten der Unterstützung der nationalen europäischen Wirtschaft antreten. R. Ischtschenko – Zum Abschluß des Jahres 2016 (2) weiterlesen

R. Ischtschenko – Zum Abschluß des Jahres 2016 (1)

Teil einer Übersetzung eines Gesprächs mit Rostislaw Ischtschenko (Quelle)

Die Ergebnisse des Jahres: wir haben einen entschlossenen Sieg erzielt – aber den Krieg haben wir noch nicht gewonnen

Teil I

Im Studio des Rundfunks „Радонеж“ – war der bekannte Politikwissenschaftler Rostislaw Ischtschenko zu Gast. Über die Ergebnisse des vergangenen Jahres und die Perspektiven der Zukunft unterhält sich der Chefredakteur des Radiosenders, Jewgenij Nikiforow, mit ihm.

J.Nikiforow: Rostislaw Wladimirowitsch, am Ende des Jahres ziehen alle ein Fazit. Und in der Welt ist wirklich sehr viel Wichtiges geschehen, vor allem der Sieg von Donald Trump bei den amerikanischen Wahlen. Für uns Orthodoxen, ist die amerikanische Politik an und für sich nicht sehr interessant. Dort gibt es nur eigene nationalen Interessen, die unseren sogar manchmal widersprechen. Uns interessierte jenes Wertesystem – es ist oft aufrichtig antichristlich – das zur vorigen Verwaltung aufrückte. Wie ist das, gibt es heute in der neuen Politik Hoffnungen für die Christen? R. Ischtschenko – Zum Abschluß des Jahres 2016 (1) weiterlesen

Dies und Das – Trump

Ich bin einigermaßen überrascht über die zunehmend auftauchenden negativen bis erbosten Kommentare über Trump.

Ich selbst habe bislang nichts Unerwartetes bei Trump bemerkt. Lasst uns mal genauer hinsehen.

Im wesentlichen erkenne ich drei Grundsäulen. a) Sicherheit, b) Finanzen und Wirtschaft, c) Wer und was ist Trump?
Ich beginne aus gutem Grund hinten. Trump ist 1) ein ami und 2) ein Geschäftsmann; zu Letzterem möchte ich auf sein relativ bekanntes Buch hinweisen, das wohl nicht zufällig sinngemäß „Die Kunst des Verhandelns“ heisst. Dies und Das – Trump weiterlesen

Dies und Das – Aussichten: Neblig

Es ist momentan nicht leicht, die Lage einzuschätzen. Oberflächlich betrachtet mag es leicht aussehen, aber das liegt nur daran, dass diverse Parteien teilweise geradezu plakative Shows betreiben. Der „gute Mann des Volkes“ Trump ist da nur ein Beispiel von so etlichen.

Der vermutlich treffendste und maßgeblichste Begriff für die derzeitige Situation ist der einer Grauzone mit Tendenz zu sehr erheblichen – und zweifellos mitunter auch überraschenden – Veränderungen.

Zwei Beispiele:

erdogan schien sich von einem Tag zum nächsten um 180° zu drehen und voll auf die ziocons Linie einzuschwenken. Nahezu zeitgleich wetterte er andernorts gegen die eu und drohfuchtelte mit einer denkbaren SCO Mitgliedschaft. Moskau zeigte sich für seine Verhältnisse geradezu plakativ und laut irritiert und kurz darauf drehte erdogan sich um 150° zurück. Dies und Das – Aussichten: Neblig weiterlesen