Archiv der Kategorie: usppa

Zwischenruf – Abgetrennte russische Köpfe via ukrostan

Es kommt immer mal wieder vor, dass ein Ereignis oder eine Situation eigentlich einen Hinweis erfordern, aber – zumindest noch – keinen richtigen vollen Artikel verdienen oder füllen können.
Hierzu rufe ich nun eine neue Rubrik, „Zwischenruf“, ins Leben. Zwischenrufe können, meist eher kurz, auf etwas hinweisen, das nicht unbemerkt bleiben sollte. Insoweit der Gegenstand (wie z.B. in diesem Fall) es hergibt oder gar nötig macht, werden Zwischenrufe auch kurze Analysen und/oder Querverweise enthalten.

Der heutige erste Zwischenruf hat einen warnenden Charakter und weist auf eine denkbare und sich abzeichnende Entwicklung hin, die Blutvergießen, hässlich viel vergossenes Blut in sich trägt.

Hier einige maßgebliche Element der Situation, einige davon bekannt, aber noch nicht oder nicht so perspektiviert und eingeordnet, einige auch (den meisten) noch neu oder nicht im Kontext gesehen: Zwischenruf – Abgetrennte russische Köpfe via ukrostan weiterlesen

Dies und Das – Tresor 7 und das nicht erwähnte Offensichtliche

Es schmerzt mich fast ein bisschen, die Fursow-Serie (kurz) zu unterbrechen, die unser Dorfbewohner Artur dankenswerterweise übersetzt hat, aber ich würde meine Aufgabe ignorant und schlecht erfüllen, wenn ich das Folgende nicht wenigstens kurz anrisse.

Es gibt ja eine Menge Lärm wegen Tresor 7 („vault 7“), allerdings fallen zwei Dinge auf: Zum einen scheinen „unsere“ „medien“ recht wenig Interesse daran zu haben und zum anderen bleiben sie alle, auch bei den amis, an der Oberfläche.

Die meisten glauben ja an das (wohl nicht zufällig gestreute) Märchen, da sei eben wieder mal ein Abtrünniger, der das Herz noch am rechten Fleck hat, aktiv geworden. Ich glaube das nicht; aus allerlei Gründen, allen voran dem, dass die Dienste so nicht funktionieren.

Die Realität, die ich sehe, ist weitaus weniger romantisch, komplexer, aber auch erfreulicher. Dies und Das – Tresor 7 und das nicht erwähnte Offensichtliche weiterlesen

Dies und Das – Replik auf A.A., Realität und Trump

Obgleich die Ausführungen Anpilogow’s klug sind und viel Kenntnis zeigen, widerspreche ich ihm im Kernpunkt und meine, dass er falsch schlussfolgert.

Mehr noch, ich sage, dass die usppa den Krieg *nicht* wollen und übrigens auch gar nicht führen könnten.

Ein entscheidender Faktor, der die Argumentation jener, die die usppa auf dem Kriegspfad sehen zu bestätigen scheint, die beträchtlichen Erhöhungen der Militärausgaben durch trump, sind ebenfalls eher das Gegenteil.
Ich werde das noch begründen, will aber zunächst den Kontext gerade rücken, denn dieser bestimmt die Möglichkeiten und den Kurs der usppa und nicht einige zig Mrd. $ oder einiger vermeintlich aussenpolitischer Lärm. Dies und Das – Replik auf A.A., Realität und Trump weiterlesen

A.A. – Trump – das ist Krieg

Übersetzung eines Textes von Alexej Anpilogow durch T. Roth (Quelle).

Wobei es ein moderner Krieg werden kann, ein heißer, oder sogar ein thermonuklearer.
Ich werde das begründen und bin bereit, mich konstruktiver Kritik zu stellen.

Die einstige Strategie der Angelsachsen – und später auch der Nordamerikaner – bestand darin, mit verschiedensten Mitteln, die Blockade Eurasiens zu gewährleisten.
– Von den Zeiten des „Großen Spiels“ zwischen Großbritannien und Russland in Mittelasien im XIX. Jahrhundert;
– ab Datum der wissenschaftlichen Artikulation des Herangehens an die „Blockade von Mittelerde“,
– es informierte schon ab 1904 Sir John Halford Mackinder;
– über die Containment-Konstruktion Spykmans,
– bis zu den Konstruktionen Huntingtons im „Krieg der Zivilisationen“,
– es besagten diese Konzeptionen über das riesige und unermessliche Eurasien alle dasselbe: das mit den verschiedensten Kulturen und mit befeindenden Staaten angefüllte Eurasien sollte geschlossen in sich verbleiben, obwohl es die reichsten Naturschätze und unbestreitbar auch historische und zivilisatorische Ambitionen hatte. A.A. – Trump – das ist Krieg weiterlesen

Dies und Das – Nichts und so vieles

Es gibt vieles, worüber man schreiben könnte. Und es gibt nichts an größeren greifbaren Ereignissen, über die zu schreiben und sie ausleuchten wichtig und dringend wäre.

Den Donbass betreffend bleibt der Kreml bei der bisherigen Linie, die ich „sinnlose Plauderrunden“ nenne, wenn auch mittlerweile mit mehr Knurren. In eu-ropa gibt es reichlich wichtigtuerisch aufgeblasene lala-Berichte über weitgehend bedeutungslose Ereignisse. Und die usppa, was heute medial ja weitgehend gleichgesetzt wird mit Trump, betreffend gibt es geradezu tägliche Orgien von allerhand Meldungen, Gerüchten und Spekulationen.

Und eben diesen eigentlich lau anmutenden Zustand kann man als das eigentlich maßgebliche Ereignis betrachten, so seltsam das zunächst klingen mag. Dies und Das – Nichts und so vieles weiterlesen

Das Tribunal

Angesichts des wohl anstehenden größeren Angriffs auf den Donbass ist es unerlässlich zu ergründen, warum – und ob – Russland  anscheinend ungerührt zusieht, wie nebenan haufenweise Russen abgeschlachtet werden.

Ich beginne mit der Hoffnung. Analitik brachte unlängst einen Artikel, der weitenteils „nur“ aus einer Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums bestand sowie aus einem von Analitik klug herausgepickten und aufgegriffenen Detail, dem nämlich, dass die Verlautbarung wie die Ankündigung eines Tribunals klinge. Ich stimme ihm nicht nur zu, sondern führe weiter aus, dass es bereits die zweite solche Äusserung aus Russland ist und dass dies ein Alarmsignal von erheblicher Bedeutung ist. Mehr noch, es scheint sogar geboten. eine neue Deutungsalternative für die derzeitigen erheblichen nato-Truppenbewegungen Richtung russischer Grenze zu sehen. Die nämlich, dass das schlicht eine plärrend and anschuldigend getarnte *tatsächliche* Abwehrvorbereitung ist (neben der Option, die Möglichkeit zu „Missverständnissen“ zu schaffen). Das Tribunal weiterlesen

Schachbrett und Kompass

Hier darf wie immer bei meinen Artikeln auch OT diskutiert werden (obwohl der Artikel selbst reichlich Stoff bietet). Und morgen kommt ein leckerer größerer russischer Brocken von Thomas Roth.

Was ist der Kontext, in dem all das geschieht und Veränderungen schafft, was sich zur Zeit abzeichnet? Wer verstehen will, was um ihn herum geschieht, der kommt nicht umhin, diesem Fragenkomplex nachzugehen.

Viele fragen sich z.B., was Trump will, doch stehen diesem Wollen ja keine frische, neue Spielfläche und alles an Material zur Verfügung. In der Mathematik betrachten wir Fragestellungen über eine Definitionsmenge; bei der Betrachtung z.B., ob eine bestimmte Kurve keinen, einen oder mehrere Nulldurchgänge hat, legen wir von vornherein den Bereich fest, für den wir diese Frage stellen. Ähnliches gilt für alle Natur- wie auch für die ernstzunehmenden Geisteswissenschaften (sprich Philosophie).
Und natürlich gilt es auch für die politik.

Zimbabwe muss sich nicht fragen, wie mit einer eventuellen Übernahme der europäischen Wirtschaft oder in einem Krieg mit China zu verfahren wäre; beides liegt ausserhalb des relevanten Bereichs. Schachbrett und Kompass weiterlesen

Ischtschenko – Warum kam biden nach kiew?

Übersetzung eines Artikels von Rostislaw Ischtschenko (Quelle)

Warum kam der Vizepräsident der USA nach Kiew?

– Am 20. Januar ist der Tag der Inauguration des gewählten Präsidenten Donald Trump.
– Am 15. Januar hat der weggehende Präsident, Barack Obama, Biden die Freiheitsmedaille des Präsidenten – die höchste zivile Auszeichnung der USA – überreicht.
– Am 16. Januar ist der Politrentner Biden in Kiew.

Ja, dieser Besuch war im Voraus geplant und auch angekündigt. Nichtsdestoweniger ist die Ukraine nicht das am ehesten in Frage kommende Land für einen Abschiedsbesuch des Vizepräsidenten der USA. Und das sowohl vom Gesichtspunkt ihres geopolitischen Gewichts aus, wie auch unter Berücksichtigung der mehr als bescheidenen Erfolge der amerikanischen Diplomatie unter Verantwortung von Joseph Biden ganz persönlich. Ischtschenko – Warum kam biden nach kiew? weiterlesen

Schwarz und Weiss – Die Ansage

Vorab: Eigentlich, so zeigt die Erfahrung, sollte man einem Artikel zwei bis drei Tage Zeit geben, aber angesichts der großen Bedeutung und der aussergewöhnlichen Umstände mache ich eine Ausnahme und stelle diesen Artikel zeitnah ein.

Eine Antrittsrede oder genauer, eine Rede zur Amtseinführung, ist häufig wie politikerreden allgemein nicht viel mehr als günstigenfalls oberflächlich wohlklingendes Blabla.
Allerdings: Wenn Trump auch nur zu passablen Teilen angehen und schaffen will, wovon er so viel sprach, dann wird er die üblichen Pfade verlassen und auch in dieser Hinsicht anders handeln und mehr bieten müssen. Und das tat er meiner Ansicht nach heute in der Tat. Diese Rede war deutlich mehr als hübsches Blabla – was übrigens auch, wenn auch kein Beweis, so doch ein kraftvoller Hinweis darauf ist, dass Trump (und die Leute hinter ihm) nicht nur Spielchen spielt, sondern es ernst meint. Schwarz und Weiss – Die Ansage weiterlesen