Kategorie-Archiv: Analyse

Analyse

Jetzt steht Britannien vor der ‘Farbrevolution’ und Soros versucht, Brexit zu stoppen

Nick Griffin

Now Britain faces ‘Coloured revolution’ as Soros moves to stop Brexit

Das britische Volk wird bald das nächste Opfer der ‘Farbrevolutions’-Taktik werden, die von Washington und Brüssel gegen demokratisch gewählte Regierungen von Serbien bis Syrien, von der Ukraine bis Brasilien eingesetzt wird.

Innerhalb weniger Tage nach der (selbst von diesem Autor) völlig unvorhergesehenen Entscheidung der Basis, die Einschüchterung durch das Establishment und die Propagandawellen der Mainstreammedien zu ignorieren und für den Brexit zu stimmen, werden die Gegenzüge der Globalisten bereits erkennbar.

Zuerst ein koordinierter Angriff auf das Pfund und leitende Aktien, um finanziellen Druck auszuüben und die sich selbst erfüllenden Prophezeiungen von Finsternis und Verhängnis des geschlagenen Remain-Lagers zu rechtfertigen.

Dann ein massiver psychologischer Druck, der von Organisationen der ‘Zivilgesellschaft’ organisiert wird, wie Avaaz, die sich als populäre Proteste in den sozialen Netzwerken tarnen, aber tatsächlich von Soros-Stiftungen finanziert werden. Die Speerspitze dieser Propagandakampagne ist momentan eine Petition für ein zweites Referendum, die schon die Drei-Millionen-Marke überschritten hat, auch wenn zehntausende gefälschter Unterschriften bereits identifiziert und gelöscht wurden.

Drittens, der Einsatz anderer ‘zivilgesellschaftlicher’ Gruppen, einschließlich SumOfUs und 38 Degrees, um mobile Umfragen der ‘progressiven’ öffentlichen Meinung zu erstellen, um zu klären, welche Themen und Angriffe gegen den Brexit am wirkungsvollsten sind. Dies ist eine Kerntechnik, die in den ‘Farbrevolutions’-Schulungen gelehrt wird, die nach den Vorschlägen von Gene Sharp entwickelt wurden und jetzt von John Carlane, einem liberalen Globalisten, ehemaligem Offizier der britischen Armee, der jetzt Leiter des Friedenserziehungs- und Schulungslagers ist, verfeinert werden.

Viertens, die Mobilisierung von Mengen zorniger und sichtlich gewaltbereiter Protestierer in London und anderen wichtigen Städten. Obwohl viele aus der radikalen britischen Linken für den Brexit geworben haben, ziehen Banden mit kommunistischen und anarchistischen Fahnen durch die Straßen. Sie wollen vermeintlich ethnische Minderheiten verteidigen (die zu großen Teilen, wie die einheimische Arbeiterklasse auch, für den Brexit gestimmt haben), aber waren bereits an Angriffen auf Personen bekannt, die als Anhänger des Brexit bekannt sind oder verdächtigt werden, solche zu sein.
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Eine Lanze für Friede und Demokratie

John Pilger

A Blow for Peace and Democracy – Why the British said No to Europe; übersetzt von James B.

Die Wahl der britischen Mehrheit zum Verlassen der EU war ein Akt reiner Demokratie. Millionen einfacher Leute wehrten sich gegen die Gängelungen, Drohungen und Abweisungen, die mit offener Verachtung ihrer vermeintlich Besseren in den beiden großen Parteien, der Führer der Wirtschafts- und Bankenoligarchie gegen sie gefahren wurden.

Zu einem großen Teil war dies eine Wahl derer, die erzürnt und zermürbt sind von der schieren Arroganz der Apologeten der »Remain«-Kampagne und der Verstümmelung eines sozial gerechten Lebens in Großbritannien. Die letzte Bastion der historischen Reformen von 1945, der National Health Service (Nationaler Gesundheitsdienst), wurde von den Tory- und Labour-gestützten Privatiers dermaßen unterjocht, daß er ums Überleben kämpft.

Eine Vorwarnung kam, als Finanzminister George Osborne – die Leibwerdung sowohl von Britanniens ancient regime als auch der europäischen Bankenmafia – damit drohte, dem Öffentlichen Dienst 30 Mrd. Pfund zu streichen, sollten die Leute falsch abstimmen; eine Erpressung entsetzlichen Ausmaßes.

Mit unübertrefflichen Zynismus wurde in der Kampagne das Feld der Immigration ausgeschlachtet, nicht nur von populistischen Politikern der Rechtsaußen vom Mond, sondern auch von Labour-Politikern, die in ihrer eigenen »ehrwürdigen« Tradition fischten, dem Rassismus Vorschub zu leisten: einem Symptom für Korruption unten, nicht oben. Der Grund für die Flucht von Millionen aus dem Nahen Osten – zunächst Irak, nun Syrien – sind die Invasionen und das imperialistische Chaos von und mit Britannien, den USA, Frankreich, der EU und der NATO. Zuvor gab es die vorsätzliche Zerstörung Jugoslawiens. Davor gab es den Raub Palästinas und die Auflage Israels.

Der Tropenhelm ist lange abgelegt, aber das Blut wurde nie trocken. Eine dem 19. Jahrhundert gleiche Geringschätzung für Staaten und Völker, abhängig vom Grad ihres kolonialen Nutzens, ist nach wie vor ein Kernstück moderner »Globalisierung«, mit ihrem perversen Sozialismus für die Reichen und Kapitalismus für die Armen, ihrer Freiheit für Kapital und der Verweigerung von Freiheit für die Arbeit, ihrer perfiden Politiker und politisierten Beamten.

All das kam nun heim nach Europa: Leuten wie Tony Blair eine Bereicherung, aber eine Verarmung und Entmachtung von Millionen. Am 23. Juni sagte Britannien: Es reicht. Eine Lanze für Friede und Demokratie weiterlesen

Vernichtungskrieg: “Kein Kommentar”

Zum Jahrestag des Überfalls Nazideutschlands auf die Sowjetunion heute noch einmal ein Text, den wir von German Foreign Policy übernommen haben. Er ruft kurz und klar ins Gedächtnis, um welche Art Kriegsführung es sich damals handelte. Vor diesem Hintergrund ist es eine besondere Schande, dass gerade jetzt wieder deutsche Panzer und Flugzeuge an der Grenze Russlands unterwegs sind. Wäre man sich hierzulande bewusst, welch ungeheures Verbrechen dieser Überfall war, die heutige Kriegspolitik hätte es deutlich schwerer. D.H.

Selbst 75 Jahre nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion will die Bundesregierung diesen nicht als Beginn eines rassistischen Vernichtungskrieges bezeichnen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervor. Demnach handelt es sich beim Überfall auf die UdSSR am 22. Juni 1941 nach offizieller Lesart “um einen unprovozierten Angriffskrieg des ‘Dritten Reiches'” – andere “rechts- oder geschichtswissenschaftliche Auffassungen” werde man “nicht kommentieren”. Die Haltung Berlins ist umso skandalöser, als zahlreiche verbrecherische Befehle der NS-Führung überliefert sind, in denen unmissverständlich die “Ausrottung” der “jüdisch-bolschewistischen Intelligenz” in der UdSSR angeordnet wird. Gleichzeitig weigern sich die deutschen Regierungsparteien, die von der Naziwehrmacht internierten sowjetischen Kriegsgefangenen als Opfer des NS-Regimes anzuerkennen; über einen entsprechenden Antrag der Linksfraktion im Deutschen Bundestag wurde bis heute nicht entschieden. Mehr als drei Millionen gefangene Rotarmisten kamen im deutschen Gewahrsam ums Leben – sie starben an Hunger, vermeidbaren Krankheiten oder wurden gezielt ermordet. Insgesamt forderte der von Deutschland ausgehende Krieg auf sowjetischer Seite 27 Millionen Opfer, davon etwa 18 Millionen Zivilisten. Vernichtungskrieg: “Kein Kommentar” weiterlesen

Zwischen zwei Fronten

Den Meisten ist vermutlich nicht bekannt, dass der erste Weltkrieg hätte verhindert werden können. In zwei der beteiligten Länder gab es eine starke Arbeiterbewegung, die vor dem Krieg über lange Zeit hin gegen Kriege Stellung bezogen hatte. Für Deutschland und Frankreich lässt sich das mit zwei Sätzen illustrieren – August Bebels Ausspruch „Diesem System keinen Mann und keinen Pfennig“ und die Aussage von Jaures, „Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen“.

In einem dieser Länder war diese Bewegung stark genug, dass sie die Kriegsmaschinerie tatsächlich hätte stoppen können. Die deutsche Sozialdemokratie hatte 1914 über zwei Millionen Mitglieder, die sich auf ein wesentlich größeres Deutsches Reich mit 65 Millionen Einwohnern verteilten. In der heutigen Bundesrepublik dürfte das also etwa einer Partei mit drei Millionen Mitgliedern entsprechen. Um diese SPD gruppierten sich Gesangs- und Sportvereine, Konsumgenossenschaften und Gewerkschaften. Die Fraktion der SPD war bereits 1912 die größte im Reichstag. Diese Partei besaß im gesamten Land 600 Tageszeitungen, die ihre Positionen unters Volk brachten. Bis Anfang August 1914 schrieben diese Zeitungen tagtäglich gegen die wachsende Kriegspropaganda an.

Mit Beginn des Krieges kippte die politische Haltung der SPD abrupt. Es hatte Jahre zuvor bereits Anzeichen dafür gegeben, die Ablehnung der Kolonialkriege war nicht einheitlich (in Namibia war der Völkermord an den Herero bereits geschehen), dennoch war die Zustimmung der SPD zu den Kriegskrediten am 4. August für viele eine Überraschung. Dieses Datum markiert den Moment, an dem sich die Arbeiterbewegung in zwei Stränge teilte – den, der die Bezeichnung sozialdemokratisch beibehielt und den Krieg unterstützte, und jenen, der sich weiter gegen den Krieg engagierte und sich später kommunistisch nannte. Diese Spaltung erfolgte in allen Ländern, in denen es eine Arbeiterbewegung gab.

Ein Teil der Erklärung für diesen verhängnisvollen Umschwung ist sicher Verrat. Den Führern der SPD-Fraktion wurde versprochen, sie dürften mitregieren, wenn sie während des Krieges stillhielten. Ein Teil ist sicher schlichte Angst, denn neben dem Angebot der Bestechung gab es auch die Drohung, die Führung der Partei zu Verrätern zu erklären und entsprechend zu behandeln. Aber es gab noch einen dritten Teil, den einer der Kriegsgegner, Julian Borchardt, in einer Broschüre 1915 niedergelegt hat. Zwischen zwei Fronten weiterlesen

Wie Russland sich auf den dritten Weltkrieg vorbereitet

vom Saker

How Russia is preparing for WWIII

Ich habe vor kurzem einen Artikel gepostet, in dem ich versuchte, einige beliebte Mythen über moderne Kriegsführung zu zerstören. Wenn ich nach den Kommentaren gehe, die ich in Erwiderung auf diesen Text erhalten habe, muss ich sagen, dass die besagten Mythen immer noch bei bester Gesundheit sind und dass es mir offenbar nicht gelungen ist, viele Leser zu überzeugen. Was ich heute vorschlagen will, ist, zu betrachten, was Russland wirklich als Antwort auf die wachsende Bedrohung aus dem Westen tut. Aber zuerst muss ich den Kontext dazu aufbauen, oder, genauer, den Kontext, in dem Russland agiert, wieder aufbauen. Fangen wir damit an, die anglozionistische Politik Russland gegenüber in den Blick zu nehmen.

Die Handlungen des Westens

Das erste auf dieser Liste ist unverkennbar die Eroberung ganz Osteuropas durch die NATO. Ich rede von Eroberung, weil es sich genau darum handelt, aber eine Eroberung, die nach den Regeln der Kriegsführung des 21. Jahrhunderts erreicht wurde, die ich als „80% auf dem Feld der Information, 15% auf dem der Wirtschaft und 5% auf dem des Militärs“ beschrieben habe. Ja, ich weiß, die guten Leute in Osteuropa haben nur davon geträumt, von USA/NATO/EU etc. unterworfen zu werden – und wenn? Jeder, der Sun Tsu gelesen hat, erkennt sofort, dass dieser tiefe Wunsch, von den anglozionistischen „Borg“ assimiliert zu werden, nichts anderes ist als das Ergebnis einer zerstörten eigenen Identität eines tief sitzenden Minderwertigkeitskomplexes und daher eine Kapitulation, die nicht einmal mit militärischen Mitteln herbeigeführt werden musste. Letztlich macht es keinen Unterschied, was die Ortsansässigen zu erreichen glaubten – jetzt sind sie Untertanen des Empire und ihre Länder sind mehr oder weniger irrelevante Kolonien am Rande des anglozionistischen Empire. Wie üblich schäumt die örtliche Kompradorenelite über vor Stolz, jetzt von ihren neuen Herren als gleichrangig akzeptiert zu werden, wie sie denken (stellt euch dabei Poroschenko, Tusk oder Grybauskaite vor), und das gibt ihnen den Mut, Moskau hinter dem NATO-Zaun heraus anzukläffen. Gut für sie.

Das zweite ist die jetzt vollständige Kolonisation Westeuropas durch das Empire. Während sich die NATO nach Osten bewegte, haben die USA auch eine weit tiefere Kontrolle über Westeuropa ergriffen, das jetzt für das Empire durch jene verwaltet wird, die der ehemalige Londoner Bürgermeister einmal „großes formloses rückgratloses protoplasmisches Gelee“ nannte – gesichtslose Bürokraten wie Françoise Hollande oder Angela Merkel. Wie Russland sich auf den dritten Weltkrieg vorbereitet weiterlesen

Beliebte Klischees über moderne Kriegsführung zerstören

vom Saker

Debunking popular clichés about modern warfare

„Wie würde ein Krieg zwischen Russland und den USA aussehen?“

Das muss die Frage sein, die mir am häufigsten gestellt wird. Das ist auch die Frage, auf die ich die fremdartigsten und schlechtinformiertesten Antworten höre. Ich habe mich in der Vergangenheit mit dieser Frage befasst, und wer an diesem Thema interessiert ist, kann folgende Artikel lesen:

Es wäre nutzlos, das alles hier zu wiederholen, also will ich mich dem Thema aus einem etwas anderen Blickwinkel annähern, aber ich würde jenen, die daran interessiert sind, sehr empfehlen, sich die Zeit zu nehmen, diese Artikel zu lesen, die, auch wenn sie überwiegend 2014 und 2015 geschrieben wurden, immer noch weitgehend gültig sind, vor allem, was die Methodologie angeht, mit diesem Thema umzugehen. Alles, was ich heute vorschlage, ist, einige beliebte Klischees über moderne Kriegsführung im Allgemeinen zu zerstören. Ich hoffe, dass ich euch, indem ich sie zerstöre, mit dem Werkzeug versehe, um den Unsinn, den uns die Konzernmedien gerne als „Analyse“ präsentieren, zu durchschneiden. Beliebte Klischees über moderne Kriegsführung zerstören weiterlesen

Falsche Freunde

Am Samstag sollte in Leipzig eine Veranstaltung mit einem Vertreter von Borotba stattfinden, um über die Lage in der Ukraine zu informieren. Inzwischen wurde sie abgesagt; der Vertreter von Borotba, der dort sprechen sollte, fühlt sich mittlerweile nicht mehr sicher dort.

Wir hatten auf dieser Seite bereits einige Texte von und über Borotba (z.B. „Der tödliche Kampf Antimaidan“). Unter den Opfern des Massakers von Odessa finden sich ebenso Vertreter dieser linken ukrainischen Organisation wie unter den Kämpfern im Donbass. Es sollte schwer sein, ihnen abzusprechen, Antifaschisten zu sein. Und dennoch geschieht es.

Alexej Dankwardt, der mittlerweile parteilose Leipziger Stadtrat, der die Linkspartei nach monatelangem Mobbing durch maidanfreundliche ‘Antideutsche’ verlassen hat, hatte die Veranstaltung organisiert. Im Dachgeschoss des Karl-Liebknecht-Hauses in Leipzig, in dem er mit seiner Kanzlei selbst Mieter ist, und in das er eingezogen war, weil die Linkspartei das Haus, in dem Karl Liebknecht geboren wurde, sonst nicht mehr hätte finanzieren können. Als die Veranstaltung bekannt wurde, begannen immer massivere Angriffe aus der Ecke der ‘Antideutschen’, vorgetragen unter anderem von der Landtagsabgeordneten Juliane Nagel, die nicht beim Versuch eines Verbots der Veranstaltung in diesen Räumen endeten (das daran scheiterte, dass die Gemeinschaftsräume des Hauses durch die Miete aller Mieter finanziert werden), sondern sogar in einer Kündigung der Büroräume Dankwardts gipfelten.

Juliane Nagel ist eine typische Exponentin der ‘Antideutschen’. Sie ist der festen Überzeugung, wichtige Arbeit gegen Faschisten zu leisten, und beschäftigt sich in ihrer Arbeit im sächsischen Landtag so gut wie ausschließlich mit dem, was sie für Antifaschismus hält, und mit dem Komplex Migration/Flucht. Die letzte Anfrage aus dem Büro Nagel, die eine soziale Thematik hatte, stammt aus dem Jahr 2014. Diese Dinge sind ihr nicht wichtig. Falsche Freunde weiterlesen

Wie Erzählungen das syrische Volk töteten

Sharmine Narwani

How narratives killed the Syrian people

Am 23. März 2011, ganz am Anfang dessen,was wir jetzt den ‘syrischen Konflikt’ nennen, wurden zwei junge Männer – Sa’er Yahya Merhej und Habeel Anis Dayoub – in der südsyrischen Stadt Daraa niedergeschossen.

Merhej und Dayoub waren weder Zivilisten, noch standen sie in Opposition zur Regierung des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad. Sie waren reguläre Soldaten aus den Reihen der syrischen arabischen Armee (SAA).

Merhej und Dayoub, die von unbekannten Schützen erschossen wurden, waren die ersten von achtundachzig Soldaten, die im ersten Monat dieses Konflikts in ganz Syrien getötet wurden – in Daraa, Latakia, Douma, Banyas, Homs, Moadamiyah, Idlib, Harasta, Suweida, Talkalakh und in den Vororten von Damaskus.

Der unabhängigen internationalen Untersuchungskomision der UN zu Syrien zu Folge, betrug die Gesamtzahl der Opfer aus den syrischen Regierungstruppen bis März 2012, im ersten Jahr des Konflikts, 2 569. Zu jener Zeit zählte die UN in Syrien insgesamt 5 000 Opfer politischer Gewalt. Wie Erzählungen das syrische Volk töteten weiterlesen

Die Ruhe vor dem kommenden globalen Sturm

Pepe Escobar

The Calm Before the Coming Global Storm, geschrieben für Sputnik News

Größere Turbulenzen scheinen das Spiel 2016 zu bestimmen. Doch die gegenwärtige Turbulenz kann man als die Ruhe vor den nächsten, zerstörerischen geopolitischen/finanziellen Sturm deuten. Betrachten wir den augenblicklichen Stand des Spiels, über die Dilemmata, die das Haus Saud, die EU und die BRIC-Mitglieder Russland, Brasilien und China betreffen.

Öl und das Haus Saud

Nicht viele Menschen sind mit dem Baltic Dry Index (BDI)vertraut. Dennoch ist dieser Index der Schlüssel zur Beobachtung der Rohstoffnachfrage. Vor zwei Monaten wurde er auf einem Allzeittief gehandelt. Seitdem ist er um 130% gestiegen. Edelmetalle haben sich in fast allen Währungen nach oben bewegt. Warum ist das wichtig? Weil es uns sagt, dass der Glaube an Fiat-Währungen – insbesondere an den US-Dollar – massiv zurückgeht.

Der Anstieg des BDI deutet einen Anstieg der Ölnachfrage in Asien an v- insbesondere in China. Fallendes Angebot und steigende Nachfrage nach Öl wird den Preis pro Barrel in der zweiten Hälfte 2016 vermutlich nach oben treiben.

Das heißt nicht, dass das Haus Saud das Vertrauen der USA und Russlands zurückgewinnt. Gut informierte Quellen bestätigen, dass das Haus Saud, soweit es Washington und Moskau angeht, verzichtbar ist. Beide sind wirklich enerieunabhängig (sollten die USA es sein wollen). Mächtige Fraktionen in Washington werfen Riad offen „Terror“ vor – nun, das ist etwas komplizierter -, während Moskau davon ausgeht, dass das Haus Saud US-Befehlen folgt, Russland in einem Ölpreiskrieg zu zerstören.

Der kränkelnde König Salman – auf dem Weg zur Demenz – und der junge Kriegerprinz Mohammed wären am Ende, wenn diese berühmten 28 Seiten über 9/11 veröffentlicht würden und die Saudi-Verbindung unwiderlegbar ist. Was dann? Regimewechsel. Ein CIA-Putsch. Ein „vertrauenswürdiger“ CIA-Freund aus dem Saudi-Militär wird an die Macht gehoben.

Was dem Haus Saud übrig bleibt, ist, auf Zeit zu spielen. An der Spitze in Riad besteht der Eindruck, dass sich die Beziehungen zu Washington nicht bessern werden, solange Obama Präsident ist; der nächste Präsident – ob Hillary oder Trump – wird ein besseres Angebot sein. Also ist der jetzige Plan A, als für Washington im „Krieg gegen den Terror“ unverzichtbar zu posieren; das heißt, dass sich King Salman stärker auf Mohammed bin Nayef verlässt, den Kronprinzen, der mehr Geschick darin besitzt als der Kriegerprinz, der den desaströsen Krieg im Jemen führt. Die Ruhe vor dem kommenden globalen Sturm weiterlesen

Neun Thesen über den Krieg, den wir führen

Rostislaw Ischtschenko

Девять тезисов о войне, которую мы ведем, übersetzt auf Grundlage der englischen Übersetzung

Am 27. und 28. April hielt das russische Verteidigungsministerium eine internationale Konferenz über Sicherheit ab. Ich nahm an einem Diskussionspaneel zu „Farbrevolutionen“ teil.

Die Zeit, die den Rednern (5 Min.) und den Diskussionsteilnehmern (1 Min.) gegeben wurde, war zu kurz, um das ganze Konzept der Farbrevolutionen in der modernen Politik und ihre Auswirkungen auf die allgemeine und die militärische Sicherheit des betroffenen Staates darzustellen. Daher präsentiere ich meine Sicht in Stichworten. Ich werde mich kurz halten, weil dameine mehrbändige Studie der „Farbrevolutionen“ und des hybriden Kriegs im Allgemeinen schreiben kann, und selbst dann wäre das Thema womöglich nicht vollständig erfasst.

These eins. Allein die Tatsache, dass sich das Militär für dieses Thema interessierte (es nahmen tatsächlich Vertreter mehrerer Dutzend Verteidigungsministerien verschiedener Länder an dieser Diskussion teil) belegt, dass „Farbrevolutionen“ von modernen Staaten nicht als eine innere Bedrohung gesehen werden (wofür sich Polizei und Sicherheitsdienste interessieren würden), sondern als eine äußere Bedrohung. Sie zeigen die Merkmale einer militärischen Aggression, also ist das Entgegenwirken ein Job für das Militär. Neun Thesen über den Krieg, den wir führen weiterlesen