Archiv der Kategorie: Allgemein

Dies und Das – thaad und Schachmatt mit Mach 20

Die Reichweite des ami thaad Systems würde es kaum erlauben, nordkoreanisches Gebiet, geschweige denn Abschussrampen für NK Raketen zu erreichen. Das ist die Realität. Die thaad sind nämlich etwa 250 km südlich der Grenze zu NK stationiert (in Seonju). Wenn man einfach nur vertrauensselig schluckt, was die westlichen medien einem vorsetzen, dann allerdings meint man, die ami thaad wären knapp an der NK Grenze und könnten – siehe entsprechend empörte Ansagen Russlands und Chinas – womöglich auch russische und chinesische ICBMs in der Aufstiegsphase abschießen. Nein, können sie nicht; sie können nicht einmal in NK Raketen abschießen.

Übrigens nicht nur wegen der Reichweite sondern auch, wie einer der wenigen ami Professoren mit einem funktionierenden Hirn und reichlich Fachkenntnissen (der Mann gilt als der „Raketen Papst“) deutlich erklärt, weil die Trefferquote bei kaum 1% liegt. Dies und Das – thaad und Schachmatt mit Mach 20 weiterlesen

Profis: Die Stärke – oder Schwäche – der nato.

Übersetzung eines Videos (und mit Anmerkungen versehen) durch sloga (Quelle)

Wie stark ist die nato eigentlich?

Ein Thema, das Russophilus in regelmäßigen Abständen aufzuzeigen versucht. Im folgenden Beitrag wird die nato-Agression aus der Sicht eines damals aktiven Offiziers der (damaligen) Bundesrepublik Jugoslawien geschildert. Profis: Die Stärke – oder Schwäche – der nato. weiterlesen

Dies und das: Der finale Krieg und keiner merkt’s?

Wohl jeder kennt den Spruch „Stell dir vor, es gäbe Krieg und keiner macht mit“. Ich füge noch einen zweiten Spruch hinzu, der zusammenfasst, was immer wieder auf verschiedene Weisen bemerkbar wurde und wird: Das Wesentliche geschieht oft (meist?) unsichtbar.

Und nun füge ich es zusammen zu der These „Der finale Krieg hat weithin ungesehen bereits stattgefunden und die usppa hat ihn verloren“.

Klingt gewagt; wie komme ich dazu? Dies und das: Der finale Krieg und keiner merkt’s? weiterlesen

Dies und Das – Bannon kastriert?

Ich tue das nur ungern, während wir gerade einen so schönen Artikel, den Artur für uns übersetzt hat, am Laufen haben. Aber die Welt fragt nicht nach uns und besonders nicht in washington mit seinem Geplärre. Und so biete ich mal einige Gedanken zu Bannon an, wenn auch in der ausdrücklichen Hoffnung, dass möglichst alle sich auch weiterhin mit dem Fursow Artikel nebenan beschäftigen und dieser die Beachtung findet, die er verdient.

Da es bereits mehrere Beiträge, alle in etwa derselben Richtung, nur die einen eher enttäuscht und der andere unverhohlen gehässig, hier mal einige Gedanken dazu.

Zunächst mal: Steve Bannon wurde nicht gefeuert, nicht geteert und gefedert, ja, nicht einmal gerügt. Und erst recht nicht gefeuert oder kastriert.

Auch ist zu sehen, dass man bei den amis – besonders derzeit – stark dazu neigt, aus „die Sekretärin der präsidenten-Gemahlin trug ihre Handtasche heute auf der anderen Seite“ wer weiss welches Großereignis mit gewaltiger Bedeutung zu herbei zu plappern.
Seht es euch doch an. Selbst bei drittrangigen Sendern in drittrangigen Käffern sitzen da fast immer gleich zwei Vorlesedrohnen, natürlich aufwendig auf „seriös“ geschminkt und gekleidet und fast in vermeintlicher Wichtigkeit ersaufend. Häufig geht’s anschließend gleich weiter, oft sogar im selben Studio, mit „Experten“, also anderen in aller Regel dämlichen und ahnungslosen Plapperpuppen mit einer Mischung aus Mini-talkshow und Expertenrunde. Irgendetwas wie Expertise oder brauchbare Einschätzungen ist da alleine schon deshalb nicht zu erwarten, weil im irren usppa System nur ein Thema für die „journalisten“ wirklich bedeutsam ist, nämlich „ich! ich! ich!“ Dies und Das – Bannon kastriert? weiterlesen

Drei Bausteine und drei Szenarien Europas

Ein Interview, geführt von Juri Kondratjew, mit Prof. Oleg Andrejew, übersetzt von Artur. (Quelle)
 
Das Abendland, Europa – was wissen wir über es, was scheint sein inhärenter Bestandteil zu sein? Was fiel uns zu diesem ein, was wollten wir uns nicht eingestehen oder schämten uns dafür? Europa ist verschieden. Es gibt ein Minimum von drei komplett unterschiedlichen Europa. Über das rasche Altern der jungen Europäischen Union, die schlechten Sitten Europas, die Lügen des westlichen Länder gegenüber ihren östlichen Partnern und das Anwachsen von seperatistischen Bewegungen erzählt in einem Interview für „Pravda.ru“ der Professor für Politologie und internationale Beziehungen, sowie Senior-Konsultant des Baltischen Zentrums für Sozialforschung in Sankt Petersburg, Oleg Andrejew.
 
— Oleg Alexejewitsch, was stellt heute Europa überhaupt dar? Und was ist die Europäische Union – ist sie urtümlich und zeitgemäß? Drei Bausteine und drei Szenarien Europas weiterlesen

Am Balkan nichts neues

Die Übersetzung von mehreren Interviews durch sloga (Quelle).

Am Balkan nichts neues – Makedonien: tägliche Demonstrionen der Bevölkerung in allen größeren Städten

Vorgeschichte: Es wurden Wahlen in Makedonien abgehalten. NACH den Wahlen schließen sich die drei alban. Parteien zu einer Plattform zusammen und vereinbaren eine Koalition mit der maked. (Wahlverlierer-) Partei SDSM. Der Präsident lehnt die Kaolition ab und verhindert somit eine Regierungsbildung. Das Volk begehrt auf und demonstriert täglich vor dem Parlament. Man möchte Neuwahlen, was die Wahlverliererpartei – da als Lügner und Betrüger entlarvt – natürlich ablehnt. Makedonien in der Krise.

Man mag ja denken: Was kümmerts mich? Der Balkan ist weit weg. Allerdings kann ein ähnliches Szenario früher kommen, als einem lieb ist. Sollten sich in naher Zukunft Deutschlandtürkenparteien und islam. Parteien formieren und einen „Verräter“ finden (was vermutlich nicht sonderlich schwer sein wird) …

1. Interview Am Balkan nichts neues weiterlesen

Andrej Fursow: Die Welt von morgen (3)

3. und letzter Teil 2 eines Interviews, veröffenlicht am 22. Oktober 2016 in der Literatur-Zeitschrift « Наш современник» [AdÜ.: „Unser Zeitgenosse“], №10, übersetzt von Artur, (Quelle)

— (7.2) War das [AdÜ.: die Unzufriedenheit] eine Folge der schlechten Ökonomie?
— Die Wirtschaft ist ein Element des Systems; das System (die innerökonomische Verteilung der Produktionsfaktoren, das Klasseninteresse) bestimmt das Element, und nicht umgekehrt. Zudem war die Wirtschaft der UdSSR und des sozialistischen Lagers im Ganzen nicht schlecht oder schwach. Lassen Sie uns auf die Zahlen schauen.

Vor 1985, d.h. vor der Perestroika, war die UdSSR auf dem weltweit zweiten und in Europa auf dem ersten Platz der Produktion von Industrieprodukten. Im Jahr 1975 entsprach das spezifische Gewicht der UdSSR bei der globalen Industrieproduktion 20% (zum Vergleich: 1999 die USA – 20,4%, die Europäische Union – 19,8%); das sowjetische BIP entprach 10% des weltweiten. Im selben 1975 betrug das Staatseinkommen der UdSSR 60-65% des Staatseinkommens der USA. Die israelische Aufklärung gab noch größere Zahlen an; gemäß den Berechnungen israelischer Analytiker entsprach der Lebensstandard der UdSSR, inklusive zahlungspflichtiger und kostenloser Dienste, und sogenannter unschätzbarer, humanitärer Faktoren (Kriminalitätsrate, soziale Absicherung), 70-75% des amerikanischen und besaß die Tendenz zur Annäherung an diesen. Andrej Fursow: Die Welt von morgen (3) weiterlesen

Andrej Fursow: Die Welt von morgen (2)

Teil 2 eines Interviews, veröffenlicht am 22. Oktober 2016 in der Literatur-Zeitschrift « Наш современник» [AdÜ.: „Unser Zeitgenosse“], №10, übersetzt von Artur, (Quelle)

— (5.) Sie haben nicht nur einmal in ihren Vorlesungen eine Theorie der Systeme erwähnt. Es existiert aber keine allgemein gültige Systemtheorie, von denen gibt es Dutzende. (5.1) Welche von diesen meinen Sie?
— Eine Systemtheorie ist eine universelle Sache, sie hat Gliederungen, z.B. die Theorie der lebenden (d.h. anti-entropierenden) Systeme, wohin auch die Gesellschaft gehört.

— (5.2) Gibt es zurzeit in dieser Systemtheorie einen Bereich, welcher die Gesellschaft beschreibt?
— Es gibt unterschiedliche Theorien sozialer Systeme, z.B. die Formationstheorie von Marx, übrigens bei weitem nicht die schlechteste. Die Theorien von Alexander Bogdanow, oder von Vilfredo Pareto.

Das Biblische Projekt ist beendet. Als nächstes kommt – die totale Debilisierung Andrej Fursow: Die Welt von morgen (2) weiterlesen

Dies und Das – Tresor 7 und das nicht erwähnte Offensichtliche

Es schmerzt mich fast ein bisschen, die Fursow-Serie (kurz) zu unterbrechen, die unser Dorfbewohner Artur dankenswerterweise übersetzt hat, aber ich würde meine Aufgabe ignorant und schlecht erfüllen, wenn ich das Folgende nicht wenigstens kurz anrisse.

Es gibt ja eine Menge Lärm wegen Tresor 7 („vault 7“), allerdings fallen zwei Dinge auf: Zum einen scheinen „unsere“ „medien“ recht wenig Interesse daran zu haben und zum anderen bleiben sie alle, auch bei den amis, an der Oberfläche.

Die meisten glauben ja an das (wohl nicht zufällig gestreute) Märchen, da sei eben wieder mal ein Abtrünniger, der das Herz noch am rechten Fleck hat, aktiv geworden. Ich glaube das nicht; aus allerlei Gründen, allen voran dem, dass die Dienste so nicht funktionieren.

Die Realität, die ich sehe, ist weitaus weniger romantisch, komplexer, aber auch erfreulicher. Dies und Das – Tresor 7 und das nicht erwähnte Offensichtliche weiterlesen

Andrej Fursow: Die Welt von morgen (1)

Teil 1 eines Interviews, veröffenlicht am 22. Oktober 2016 in der Literatur-Zeitschrift « Наш современник» [AdÜ.: „Unser Zeitgenosse“], №10, übersetzt von Artur, (Quelle)

Das Gespräch mit A. Fursow führte O. Morosow.

Das 21. Jahrhundert wird eine Zeit des härtesten Kampfes um die Zukunft sein; eine Zeit, wenn ganze Staaten, Ethnien und Kulturen unbarmherzig und ohne Sentimentalitäten vom Radierer der Geschichte fortgewischt werden.

In diesem Kampf werden nur geeinte soziale Systeme überleben und siegen, verschweißt durch einen gemeinsamen Wertekodex, charakterisiert durch eine minimale soziale Polarisierung und einer hohen Prozentzahl an Wissensträgern. Oligarchische Systeme werden diesen Kampf nicht überleben; ihr Schicksal ist es, ökonomischer Kompost zu werden, Dünger für Starke. Was anderes verdienen sie auch nicht. Andrej Fursow: Die Welt von morgen (1) weiterlesen