Alle Beiträge von Thomas Roth

Steuerleute aus Washington

Übersetzung eines Textes (Quelle) von Jewgenij Satanowskij.

Der Angriff auf Palmira setzt professionelle Stabsarbeit voraus, zu der die IS-Kämpfer nicht in der Lage sind.

Am 11. Dezember haben die Kämpfer des IS die Truppen Assads aus Tadmor, dem historischen Palmira, verdrängt und zum zweiten Mal diese Provinzstadt von weltweiter historischer Bedeutung besetzt. Das wäre strategisch nicht so wichtig, wenn sich nicht unweit eine Wegekreuzung befinden würde, die unter anderem zu dem vom IS seit einigen Jahren belagerten Deir ez-Zor – einschließlich der erdölverarbeitenden Industrie und der Basis der Luftwaffe – führt.
Charakteristisch ist, dass dem Angriff von 4000 bis 5000 IS-Kämpfern mit Panzern, mit SPW/SPz und der reaktiven Artillerie ein Anmarsch durch die Wüste von einer Strecke von mehreren Hundert Kilometern voraus ging, der weder von der Aufklärung Assads noch mit russischen Mitteln korrekt gewürdigt wurde. Das zwingt die Experten, von der Möglichkeit eines Verrats auf höchster Führungsebene im Kommando der syrischen Armee oder ihrer Muchabarat (ziviler Geheimdienst) zu reden.

Verrat oder Fahrlässigkeit? Steuerleute aus Washington weiterlesen

Ischtschenko – Bulette auf Kiewer Art

Übersetzung eines aktuellen Artikels von Rostislaw Ischtschenko (Quelle).

Bereits vor zwei Jahren (am 5. September 2014) wurde das Minsker Protokoll unterschrieben. Von diesem Moment an beginnt eine neue Zeitrechnung im s.g. Minsker Format – es gelten die Minsker Abkommen zur Regelung des Konfliktes im Donbass. Als sie unterschrieben wurden, hatten die Seiten noch die verschiedensten Pläne und die unterschiedlichsten Illusionen.

Insbesondere schloss man in Moskau nicht aus, dass die Ausführung der Abkommen die angestrebte Verfassungsreform gewährleisten wird, und dabei unter anderem die Föderalisierung der Ukraine ermöglicht. Der Start des Verfassungsprozesses und die Umverlegung des Schwerpunktes der Macht in die Regionen sollten im Ideal auch zur Entnazifizierung der Ukraine auf Kosten ihrer inneren Ressourcen und zur Erhaltung der Reste der ukrainischen Wirtschaft führen. Daraufhin hätte der Prozess der Wiederherstellung nicht nur der normalen Macht, sondern auch des normalen Lebens weniger Zeit in Anspruch genommen und würde auch durchgeführt mit der Stützung auf die eigene ukrainische Basis – wenigstens teilweise. Ischtschenko – Bulette auf Kiewer Art weiterlesen

Sachartschenkos – „Fürstentümer“ Interview

Übersetzung eines Exklusiv-Interviews mit dem Chef der DVR, Alexander Sachartschenko (Quelle)
Das Interview wurde von der analytischen Gruppe Zargrad geführt.

Alexander Sachartschenko: die Ukraine wird in Fürstentümer zerfallen

Im Programm „Tee mit Zucker“ im Zargrad-TV trat der Chef der Donezker Volksrepublik, Alexander Sachartschenko, auf. Er hat erzählt, was jetzt im Donbass geschieht, warum die ukrainische Seite den Konflikt regelmäßig anheizt und warum die ehemalige Ukraine riskiert, unter dem verbrecherischen Regime Pjotr Poroschenkos in Dutzende von Fürstentümer zu zerfallen. Das Interview führte Sachar Prilepin.

Der Patient ist mehr tot als lebendig. Sachartschenkos – „Fürstentümer“ Interview weiterlesen

J. Satanowskij – Die neue nahöstliche Realität

Übersetzung eines Artikels (Quelle) von Jewgenij Satanowskij.

Die Sponsoren des Terrorismus sind mit den Ergebnissen „einer plötzlichen Prüfung“ kollidiert.
Die Situation in Syrien wird der internationalen Gemeinschaft in einer authentischen Art vorgeführt, als das, was sie ist. Das Bild wird weder ein Kompliment für die UNO, noch für die Großmächte oder für ihre regionalen Verbündeten – die Türkei, Katar und Saudi-Arabien. Russland demonstriert nicht nur die Hartnäckigkeit und die Folgerichtigkeit der Handlungen auf der diplomatischen Arena, wo es einem ernsten Druck widerstehen muß, sondern auch die militärische Meisterschaft, die zwingend gezeigt werden muß, um als potentieller Gegner (und Sieger) respektiert zu werden.
Wir betrachten die Situation in Syrien in Abhängigkeit von den Handlungen der Russischen Föderation und der Türkei. Die Betrachtung stützt sich auf die Arbeiten der Expertin des Instituts Naher Osten, J. B.Schtscheglowina, die sie für das Institut vorbereitet hat. J. Satanowskij – Die neue nahöstliche Realität weiterlesen

Usbekistan – Präsidentschaftswahlen

Übersetzung eines Artikels von Rostislaw Ischtschenko . Quelle https://cont.ws/post/450135

Ob die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen in Usbekistan für Russland vorteilhaft sind – oder nicht?

Bei fast 88%iger Teilnahme an den Präsidentschaftswahlen in Usbekistan, die am vergangenen Sonntag stattfanden, hat – wie es vorhergesagt wurde – der Vertreter des Präsidenten, der Ministerpräsident des Landes, Shavkat Miromonovitch Mirsiyoyew, gesiegt.

Eine Übergangsperiode ohne Sensationen

Als Ministerpräsident arbeitete Shakat Mirsiyoyew bereits die letzten 13 Jahre, seit Dezember 2003. Die Fähigkeit, die Situation im Land zu kontrollieren, hat er im Verlaufe einer dreimonatigen Übergangsperiode, zwischen dem Tod des ersten Präsidenten Usbekistans, Islom Karimov, und den Wahlen, bewiesen.
Allein die Tatsache, dass die ganze Zeit aus Usbekistan keine sensationellen politischen Nachrichten kamen, zeugt von den sicheren Handlungen der Zentralmacht, um die Stabilität zu erhalten. Usbekistan – Präsidentschaftswahlen weiterlesen