Dies und Das – Grenzregionen, Krieg und Wahrheit

Da von vielen und vielerorts ein Krieg erwartet wird und auch die Frage nach der Rolle der usa, insbesondere im Hinblick auf irrowahns vermutete Pläne aufkommt, aber auch und vor allem, weil auch in dieser Situation Scheinfronten vorhanden sind, während die wirkliche und entscheidende im Dunklen bleibt, habe ich mich entschlossen, das aufzugreifen. Beginnen werde ich diesen Ausflug mit einem Blick auf das – mehr vermeintlich als tatsächlich –  relevante Schlachtfeld.

türkisistan braucht die Hilfe der usa tatsächlich. Denn ein Kriegseinsatz in Syrien würde sehr schnell zu einem Mehrfrontenkrieg. Die kurden müssten dumm und feige zugleich sein, um diese Chance nicht zu nutzen. Und, wichtig, sie hätten mehrere Versorgungslinien, bis hinauf in den Norden.

Aber es geht nicht nur um diese hässliche praktische und absolut vitale Notwendigkeit. Es gibt mEn einen weiteren, viel entscheidenderen Faktor und zwar einen äusserst perfiden und schmutzigen. Es wird wohl niemanden erstaunen, dass wir dabei wieder einmal bei den zionisten landen:
Die ziocon/cia Fraktion in den usa hat nicht den nötigen militärischen Arm. Ergo soll deren Gegner, die “patrioten”, eben geschwächt und zugleich die türkisistanische Armee zum mil. Arm der ziocons werden.Lustig, nicht wahr? Alle Welt erzählt wieder und wieder, Russland solle in einen Krieg gezwungen werden, dabei sieht die Realität ganz anders aus. Ja, es soll jemand in einen Krieg gezwungen werden, aber nicht Russland.
Warum nicht Russland? Weil bei einem solchen Krieg *beide* usa Fraktionen gewaltige Verluste und Schäden hinnehmen müssten und die usa nicht einmal sicher als Regionalmacht überleben würden. Worum es wirklich geht, ist etwas ganz anderes und das Ziel ist das Militär der usa, sei es durch Umdrehen oder durch Schwächung.

Aber der Nahe Osten ist ganz wunderbar als Schauplatz (für die ziocons). Eine ganze Reihe übelst unterwanderter und recht gut fernsteuerbarer Staaten und Puppen, das einzige anständige Land weit und breit ohnehin schon völlig geschwächt und als Schauplatz, relativ ungünstige Bedingungen für die Armee der usa und, wichtig, die als Söldner, Heizer und Brennmaterial gedachten türkisistanis, diverse terroristen und die sau arabier – alle schon vor Ort bzw. in der Gegend.

Das Ziel dabei ist keineswegs die wirkliche Zerstörung der usa Armee. Nein, das Ziel ist die Schwächung, die Beibringung erheblicher Verluste, die sich zuhause wunderbar politisch ausschlachten lassen (Wahlkampf!) und eine solche Verwirrung und Verärgerung in Volk und Militär erzeugen, dass man erhebliche Teile des usa Militärs “umdrehen”, scharf machen und als Werkzeuge der ziocons nutzen kann.
Denn darum geht es, das ist der wirkliche Hintergrund; wie immer und zuverlässig bei allen Niederträchtigkeiten der letzten Jahrhunderte ging und geht es um die zionisten und deren Ziele – und darum, dass dafür eben Völker leiden und Millionen Menschen erbärmlich verrecken müssen.
Man hat es großteils vergessen in den usa, man ist den Lügen aufgesessen und glaubt trotz zahlreicher Widersprüche das berauschende Märchen vom Leuchtfeuer der demokratie und vom Rechtsstaat. Allerdings ist die Wahrheit eine andere und kaum noch zu übertünchende: Die usa wurden als Kampfköter der zionisten geschaffen und die Herren der usa sind naturgemäß wenig erfreut, wenn ausgerechnet das Militär nachdenklich wird und Freiheitsbestrebungen (denn genau darum handelt es sich) der ami “patrioten” unterstützt.

Man bedenke: Für die amis und deren Weltsicht war immer nur eines wichtig, sie selbst. Es sind schon ganze Kriege irgendwo auf der Welt geführt worden, weil das einem ami präsidenten oder kandidaten politisch gelegen kam. Ein, zwei Länder wie China und neuerdings Russland nimmt man schon als eigenständige und nicht belanglose Spieler wahr, aber im Großen und Ganzen besteht die Welt für die amis aus den usa im Mittelpunkt der Welt sowie aus den Kolonien und noch-nicht Kolonien der usa.

Syrien interessiert in den usa niemanden. Die Frage allerdings, ob man “links” oder “rechts” ist, für freien Waffenbesitz in den usa oder dagegen, für “liberale” oder für “konservative”, für mac donalds oder für burgerking, das sind wichtige Fragen für die amis. Die wichtigste von allen, die als solche nie gestellt wird, aber anders verkleidet ständig, ist die Frage der Macht im Land und damit (unterstellt) in der Welt.

Es gab übrigens schon vor fast 10 Jahren erste Versuche der ziocons, das Militär an sich zu reissen. Das große Problem ist nur, dass Militärs erstaunlich friedliebend sind – kein Wunder, denn sie sind es doch, die sterben und die Tote und Verstümmelte nachhause bringen müssen.
Da wir gerade dabei sind: Vorwände für Kriege werden nicht fürs Volk geschaffen. Sie werden für die Militärs geschaffen. Eben deshalb haben sie alle gemeinsam, dass man angeblich angegriffen wurde; auch ist es kein Zufall, dass die Opfer der vermeintlichen Angriffe ziemlich durchgängig Militärs sind. Der Grund ist einfach: Wer einen illegitimen und unbegründeten Krieg führen will, der muss zwei Hürden nehmen. Zum einen muss das Volk zumindest in Akzeptanz getrieben werden; das ist einfach und wird von den medien erledigt. Wichtiger aber ist, die Militärs ins Spiel zu bringen. Für *sie* wird der böse Anschlag des Feindes gebraucht und wegen ihnen sind die idealen Opfer dabei ihre Kameraden.

Womit wir bei einer noch längeren Linie der ziocons sind: Das prinzipielle Problem, dass man Militärs (anders als die meisten Leute meinen) eben *nicht* leicht für Kriege gewinnt. Es sind immer die politiker, die leichten Herzens Kriege wollen; nicht selten bekommen sie ihre Kriege nur deshalb nicht, weil die Militärs sie mehr oder weniger sanft ausbremsen.

ziocons wären nicht ziocons, wenn sie nicht a) versuchen würden, diese Problematik zu knacken und b) es verschlagen und mit Betrug und Täuschung zu tun.

Der Ansatz war: Dem Krieg anscheinend die Zähne ziehen, den einen Faktor aus der Welt schaffen, der Menschen vom Krieg abhält, die vielen eigenen Toten. *Das* war und ist die Basis für die doktrinären Ansätze der amis, genauer der ziocons. *Das* war und ist die Basis für all die “Überlegenheits-” und “high-tech” Phantasien. Der entscheidende Punkt dahinter ist immer derselbe: Nur die anderen sterben, unsere ami Soldaten nicht. Denn das und nur das ist der eine Faktor, der mit einiger Gewissheit die Generäle locker werden lässt in der Frage, ob man einen Krieg führt oder nicht.

Als dann mit Putins Russland eine Situation aufkam, in der der wunderbare und trügerische Anschein ‘nur die anderen gehen drauf, unsere Soldaten nicht’ nicht mehr unhinterfragt glaubwürdig war, begann eine für die ziocons hässliche innere Entwicklung in den usa inkl. im Offizierskorp, ein neues inneres Nachdenken. Es entstand eine gedankliche Grenzregion, wo vorher nur “wir kommen, wir fliegen, wir siegen” war. Auf der einen Seite standen jene, die, sei es aus Inertia, Bequemlichkeit oder Dummheit noch in der alten Schiene verblieben und die Möglichkeit, doch nicht bequem und billig unbesiegbar zu sein, als vages Risiko in weiter Ferne sahen, typischerweise indem sie sie auf die Frage eines Atomkriegs reduzierten. Auf der anderen Seite standen jene, die, vielleicht ohnehin schon misstrauisch gegenüber einer Wahrnehmung, die auf wundersame Weise seit jeher gültige grundlegende Gesetzmäßigkeiten des Krieges ausser Kraft gesetzt sah, hellhörig genauer hinsahen und bemerkten, dass zwar die usa selbst recht sicher war, dass aber nicht mehr nach Belieben überall in der Welt folgenlos gemordet werden konnte.

So etwas ist, zumindest lange, kein offener Streitpunkt, über so etwas brechen keine offenen Fronten und Grabenkämpfe aus. Nein, so etwas spricht man anfangs unter Freunden und Kollegen mal beim Essen an, macht sich seine Gedanken, schaut aufmerksamer hin. Früher oder später greift die Intelligentsia des Militärs, z.B. ein Dozent an einer Akademie das mal auf, anfangs noch sehr verstohlen, als Theorie, die noch weit weg ist, über die man aber doch mal nachdenken kann. Diese Entwicklung verläuft recht still und zivilisiert, aber sie nimmt im Laufe der Zeit immer mehr an Kraft und Macht zu. Das gilt umso mehr, wenn sie in Wahrheit und Realität gründet und uralter “weiss man doch” Grundgesetzlichkeit der Militärs entspricht.

2004 stellte sich Putin das erste Mal quer und wurde unbequem. Russland wollte nicht mehr länger für sein eigenes Öl bezahlen, das die amis dreist plündernd aus der Erde pumpten. 2007/2008 gab es drei wichtige Ereignisse. Zum einen hatte Russland wieder eine Art passabel funktionierenden Staatsapparat und ein notdürftiges funktionierendes Militär. Schlecht ausgestattet noch, in schlechtem Zustand und mit vielen Problemen, aber immerhin einen Anfang, der auch erste wieder halbwegs handlungsfähige strategische (atomare) Komponenten hatte. Zum zweiten der Überfall georgiens auf Südossetien und Abchasien, bei dem Russland erstmals nicht mehr wehrlos zusehen und hinnehmen musste, sondern eingriff und zwar erfolgreich. Ein Paradefall und glorreicher Vorzeigesieg war das nicht und der Gegner war lächerlich klein und das eigene Militär hatte durchaus hässliche Verluste, aber unterm Strich war es ein Erfolg und ein wichtiges Zeichen war gesetzt.

Kriege, das wissen die meisten Zivilisten (und sogar viele Soldaten) nicht, finden immer zweimal statt. Einmal real und einmal in unzähligen Betrachtungen und Analysen zumindest der regionalen Nachbarn und der (vor allem Militär-)Historiker; und ganz zweifellos auch in etlichen usa Militärakademien und pentagon Abteilungen. Der russische Sieg mochte also ein kleiner und wenig spektakulärer gewesen sein, aber er erregte in Militärkreisen äusserst hohe Aufmerksamkeit.
Und so kommen wir zum dritten Punkt.
2007 versuchte ein den ziocons sehr nahestehender Flottenchef im persischen Golf unerlaubt und gegen ausdrückliche Order washingtons einen Krieg mit dem Iran vom Zaun zu brechen. Der geplante Anschlag wurde in letzter Minute von einer loyalen zivilen Mitarbeiterin entdeckt, nach washington eilgemeldet und verhindert; Der Admiral wurde abgezogen und tauchte Jahre später im Kontext Bengasi nochmal in zweifelhaften Umständen auf.

Womit wir nach einem größeren abkürzenden Sprung wieder einmal bei Kalibr wären.

georgien war der Weckruf; damals wurden die weitgehend abgeschafften inneren Grenzen wieder etabliert. Anfangs noch vage, aber sie waren da und das Credo der ziocon Doktrin war zumindest in Ansätzen  in Frage gestellt. Militärs in den usa und der nato begannen wieder, sich gedanklich damit zu befassen.
Neben einigen weniger bedeutenden Zwischenschritten war der nächste große Paukenschlag, als Russland aus etwa 1.500 km Kalibr cruise missiles abfeuerte und diese punktgenau ihre Ziele trafen.

Dieser Schlag aber, das ist sehr wichtig zu verstehen, traf nicht nur Ziele in Syrien; er traf auch mitten ins pentagon, weil er die Frage der inneren Grenzziehung als grundlegend wichtig und unumgänglich in den Fokus rückte und zwar äusserst bedeutsam und schockierend, weil er die innere Grenze dabei auch gleich noch äussert massiv verschob und weil er das Credo der ziocon Doktrin nicht nur in Zweifel stellte sondern es als das erkennbar machte, was es auch war, als absurd und brandgefährlich.
Plötzlich war da ein Gegner, der nicht nur nicht “rostiges altes zeug hatte”, sondern der in entscheidenden Bereichen mit den usa gleichzog oder sie sogar übertraf.

In diesem Kontext rächte sich auch als die neue Nachdenklichkeit  erheblich verstärkender Faktor die Arroganz und die unersättliche Gier der zionisten, die aus der einst (wenn auch mit deutscher Hilfe) leistungsfähigen Waffenindustrie der usa einen reinen Selbstbedienungsladen gemacht hatten und nur noch unbrauchbaren Mist zu horrenden Kosten zuwege brachten, was den Kalibr Schock natürlich sehr beträchtlich vergößerte.

Natürlich gibt es da mehrere Ebenen. Die meisten Offiziere werden wohl nur – aber immerhin und mit Tragweite – verstanden haben, dass die Doktrin der Unbesiegbarkeit ein absurdes Märchen war und dass von nun an Krieg wieder gleichbedeutend mit “sehr viele eigene Tote” sein würde. Aber zumindest weite Teile der Intelligentsia des ami Militärs haben noch etwas verstanden. Sie haben verstanden, dass man sie belogen und betrogen hatte und dass die ziocons in der Tat die Sicherheit der usa leichtfertig aufs Spiel gesetzt hatten und zwar bösartig, absichtlich und planvoll und, schlimmer noch, plündernd.

Das aber ist das Eine, das man bei Militärs tunlichst lassen sollte. Es mag Militärs in dämlich und in klug geben, in mehr oder in weniger patriotisch, usw, eines aber haben sie (fast) alle gemeinsam, und sei es nur, weil man es ihnen eingebläut und eingeimpft und sogar beim Scheissen zelebriert hat: Patriotismus und die heilige Pflicht, die Heimat zu schützen.
Wer dagegen verstößt – und das taten die ziocons nun endlich erkennbar ganz offensichtlich – der wird im Militär einen Feind haben; dazu müssen Militärs nicht einmal nachdenken. Heimat gefährden = ultimatives Verbrechen (und ganz nebenbei auch eine persönliche Sache, denn es verhöhnt und beleidigt jeden Soldaten).

Jeder Krieg, den türkisistan führen will oder soll, ist bereits verloren, ehe er begonnen hat. Nicht weil Russland so stark ist, was alleine schon reichen würde, sondern weil die wirkliche Kraft hinter türkisistan verloren hat und ums eigene Überleben kämpfen muss. Selbst jene ami Offiziere, die Russland nicht mögen, haben einen guten Grund, nicht Russland anzugreifen, sondern türkisistan zu erwürgen: Man hat einen gemeinsamen Feind und zwar einen Feind, der die usa belogen und betrogen und locker aufs Spiel gesetzt hat. Die ziocons.

Fragen wie die der Stärke der russischen, der türkisistanischen oder der usa Truppen sind nachrangig. Russland hat nicht nur allemal die Kraft, Syrien zu befreien und sich selbst zu schützen, sondern es erweist damit auch der “patrioten” Fraktion in der usa einen unschätzbaren Dienst. Diese wiederum inkl. pentagon hat einen eigenen und sehr schwierigen Krieg auf glitschigem Sumpf-Untergrund zu führen.

Und noch etwas: Es liegt in der Natur des inneren Krieges der usa, dass er sehr schmutzig, verlogen und mit reichlich List und Tücke geführt wird. Das gilt umso mehr, als die klassischen Truppen der ziocons, die massenmedien, nach wie vor zu erheblichen Teilen recht stabil stehen und gegen die “patrioten” kämpfen und obendrein Wahlen anstehen. Man sollte wenig darauf geben, was kerry oder obama sagen; vieles davon ist rein taktischer Natur und gilt obendrein ungeachtet des formalen Ziels der usa selbst.

Nicht zuletzt verstehen Sie, lieber Leser, nun auch besser die unermessliche Wut der usa ziocons über die “russische Propagandamaschinerie”. Auch diese Wut gilt nicht, wie es oberflächlich scheint, den offiziellen Zielen wie Sputnik oder RT, sondern vielmehr dem brillant geplanten Psychokrieg, den Russland erfolgreich geführt und das usa militär mit Kalibr endgültig geweckt und nachdenklich gemacht und damit aus dem unerbittlichen Klammergriff der ziocons befreit hat.