ML – Raketen

Dieser Artikel reagiert auf zwei Anlässe: Zum Einen auf das unlängst geäusserte Interesse an Raketen- (und allgemeiner Luft-) Abwehr und zum Anderen auf die zumindest einstweilige Suspension des INF Abkommens.

Zunächst ist bei Raketen zwischen zwei Gruppen zu unterscheiden. Die Eine ist die der ballistischen Raketen (wozu praktisch alle Mittel- und Langstrecken-Raketen gehören) und die andere die der manövrierfähigen (manchmal auch „lenkbar“ genannt) Raketen. Erstere verhalten sich, wie der Name recht gut beschreibt, weitgehend wie ballistische Geschosse (also z.B. Artillerie-Geschosse) und fliegen den größten Teil der Strecke in sehr großen Höhen, können nicht oder kaum manövrieren, sind dafür aber sehr schnell; typische Geschwindigkeiten liegen um 5 – 10 Mach (ca. 6.000 – 12.000 km/h).
Manövrierbare Raketen wie das klassische Beispiel cruise-missile, können manövrieren, fliegen aber erheblich niedriger und erheblich langsamer, typischerweise knapp unter der Schallgeschwindigkeit (ca. 1.200 km/h).

Beide sind schwer abzufangen, aber aus weitgehend unterschiedlichen Gründen.

Dem Vorteil (für den Abwehrenden) der ballistischen Raketen, nämlich der recht gut zu berechnenden Flugbahn, steht der Nachteil der hohen Geschwindigkeit gegenüber. Manövrierfähige Raketen wiederum fliegen zwar ganz erheblich langsamer, aber ihre Flugbahn, genauer, ihre Koordinaten im Abfang-Gebiet sind praktisch nicht zu berechnen.

Warum ist die Geschwindigkeit einer Rakete ein durchaus großes Problem, wenn es doch Computer gibt, die Milliarden Instruktionen pro Sekunde ausführen können?
Zunächst mal ist es so, dass man ja nicht nur feststehende Abwehr-Einrichtungen möchte; mobile Einrichtungen aber bringen erhebliche Einschränkungen, u.a. und insbesondere auch der Rechen-Kapazität mit sich. Ein weiteres Problem liegt in dem Umstand, dass es aufgrund physikalischer Gegebenheiten, die auf Unwägbarkeiten hinauslaufen, wenig Sinn macht, auf direkte Treffer (Abwehrmaßnahme trifft Rakete direkt wie z.B. eine Kanonenkugel) zu setzen. Es mag zwar für Laien den Anschein haben, eine Rakete halte sich zu jeden Zeitpunkt t präzise an einer Koordinate x,y,z auf, aber das ist nicht so bzw ziemlich theoretisch. Warum? Im Grunde aus dem selben Grund, aus dem Raketen nicht exakt und akkurat treffen, sondern nur mehr oder weniger präzise; der Fachausdruck „CEP“ (in etwa „Wahrscheinlicher Kreis des Einschlag-Gebiets“) beschreibt es recht gut. Eine Kalibr z.B. hat einen CEP von um die 10m; typische CEPs von ICBMs liegen bei einigen Hundert Metern. Das maßgebliche Problem ist, dass Raketen bei genauerer Betrachtung hochkomplex dynamisch bewegte Körper in einem hochkomplexen dynamischen System sind, in dem z.B. für Menschen kaum wahrnehmbare – aber ständig auftretende – geringe Veränderungen von Temperatur oder Druck eine Rolle spielen und zu Abweichungen führen.

Aus diesem Grund operieren Abwehr-Raketen meist als Fragment-Streuer, d.h. sie „streuen“ im Zielpunkt per Explosion tausende mitgeführte kleine (meist) Metall-Fragmente, die dann das Zielobjekt zerfetzen oder zumindest unbrauchbar machen (und meist auch dessen „Einschlags-Explosion“ verhindern). Ein brauchbares Vergleichsbild für eine Flugabwehr-Rakete wäre also nicht eine Gewehrkugel sondern eine in die Nähe des Ziels geworfene Granate.
Allerdings ist Auswirkung dieser Fragment-Streuung auf nur relativ kurze Distanzen begrenzt, sprich, die Abwehr-Rakete muss das Zielobjekt zwar nicht präzise treffen, ihm aber doch jedenfalls sehr nahe kommen.

Und noch etwas ist wichtig zu bedenken: Die o.a. komplexe und hohe Dynamik gilt nicht nur für die zu neutralisierende Rakete sondern auch für die Abfang-Rakete. Es ist also wegen beider ein ständiges „Nachjustieren“ der Flugbahn nötig. Dies kann auf zwei Weisen geschehen: Entweder durch Fernlenkung (meist Funk oder Laser) oder durch Bordmittel; bei Letzterem wird die Abfang-Rakete „genau genug“ in etwa zum Ziel-Objekt gesteuert (z.B. über beim Abschuss mit gegebene Koordinaten) und „findet“ das Ziel dann mit eigenen Mitteln selbst.

Der nächste Punkt ist die Frage, woher diese Koordinaten denn überhaupt kommen. Viele gehen von der Vorstellung aus, ein Radargerät würde sehr genaue Koordinaten liefern. Das aber ist nicht so. Zunächst mal ist das, was ein Radar sieht, beileibe nicht das, was die meisten meinen, die dabei an einen Bildschirm mit hübschen klaren Konturen oder „blip“ Punkten denken, die ein Fluggerät symbolisieren. Aber: Das, was wir da sehen, ist nur das durch recht aufwendige Filterung und Berechnung gewonnen Ergebnis. Und eben dies, nämlich die Filterung, Berechnung und Auswertung der Daten des Radarschirms, braucht relativ viel Zeit (typisch sind relativ wenige Aktualisierungen pro Sekunde) und wird im militärischen Kontext oft noch ganz erheblich erschwert durch gezielte Störungen.
Dazu kommen noch allerlei technische Faktoren und Limitierungen wie z.B. der Umstand, dass ein Radar eben nicht den ganzen Überwachungsraum auf einen Schlag sieht, sondern in Zyklen, die durch diverse technische und physikalische Faktoren bedingt sind. Auch und vor allem wird zum Abfangen ja nicht einfach ein hübsches „blip“ gebraucht sondern komplette Raum-Koordinaten – die dann erst nochmal in eine geeignete Flugbahn für das Abwehrmittel umgesetzt werden müssen.

Im Fall einer ICBM hat man es mit einem Ziel zu tun, das typischerweise zwischem 1 und 5 km in *1 Sekunde* zurück legt – die Abfang-Rakete sollte aber auf wenige Meter nahe kommen. Das heisst umgerechnet auf Zeit, dass in wenigen Millisekunden all die komplexen Auswertungen und Auswertungen erledigt sein müssen, um hinreichend genau zu treffen. Da kann man zwar noch ein bisschen tricksen und die Problematik etwas „dehnen“, in dem man z.B. in der Phase des Endanflugs Wärmeverfolgung aufschaltet, nur eröffnet das leider auch neue Probleme und ändert nichts an dem Grundproblem, dass Kurs-Nachführungen ja erst mal berechnet werden müssen.

Ich hoffe, dass nun verständlicher ist, warum z.B. eher mau klingende Treffer-Quoten von z.B. ca. 70% bei manchen russischen LA Systemen tatsächlich hervorragend sind oder auch warum selbst die besten ami LA Systeme gerade mal an die 5% wirkliche Treffer-Quote schaffen. Nur am Rande: Die neueren Buk Systeme schaffen um die 90%!

Nun zu einem unmittelbar verknüpften Thema, das wohl viele noch gar nicht wirklich einschätzen und würdigen können: Kinschal & Co.
Diese russischen Raketen *vereinen* die „Hässlichkeiten“ von manövrierfähigen Raketen und von ballistischen! Kinschal, die mit Mach 7 fliegt und zugleich manövrierfähig ist, vereint alles, was nato Flugabwehr-Leuten das Leben schwer und die Aufgabe unerfüllbar macht. Unter uns: Ich halte es für eine Mischung aus PR und russischer Bescheidenheit, wenn da in Filmchen Animationen gezeigt werden, in denen eine Kinschal Feindzonen mit Luftabwehr umfliegt. Das ist zwar beeindruckend und dank ihrer Manövierfähigkeit kann die Kinschal das bestimmt auch, nur: Wozu? Wozu den Aufwand? Eine Kinschal könnte auch quer durch die Kantine der tollsten nato Luftabwehr-Station fliegen und die könnten nicht mehr dagegen tun als erschrocken zu furzen.
Übrigens gelten die obigen Ausführungen in sehr ähnlicher Weise auch für Avangard, also die neuen manövrierbaren Waffenköpfe der russischen ICBMs. Auch hier gilt: der Umstand, dass diese Waffenköpfe – anders als alles Bisherige – manövrierfähig sind, macht eine Abwehr nahezu unmöglich. Eine Sarmat ICMB, die auf die usppa zu fliegt, *wird* ihr Ziel treffen und die amis haben rein gar nichts, was sie wirksam dagegen tun könnten.

Aber da gibt es noch einen eng verknüpften Aspekt, über den allerdings sehr wenig bis gar nicht geredet wird, den ich aber sehr interessant, ja strategisch bedeutsam finde und also mal anreisse:

Was haben etliche der neuen russischen Systeme gemeinsam? Sie sind gewissermaßen die ultimative – und ultimativ wirksame – Reduktion der ami Grundlinie.
Was ist diese Grundlinie? Basen und Angriffstellungen, insb. auch schwimmende, weltweit zu haben.
Warum ist das wichtig? Weil Reichweite schon immer eines der grundlegendsten und entscheidensten militärischen Kriterien war. Wer weiter schießen kann, der gewinnt. Wer mehr Angriffs-Kapazität nahe an den Gegner bringen kann, der hat erheblich bessere Karten.
Die amis haben überall Basen und Schiffe – und mithin Angriffs-Kapazität. Die amis pissen die Russen und Chinesen ja nicht aus washington oder idaho oder kalifornien an, sondern aus rumänien, aus littauen, aus japan und süd-Korea. Das aber heisst auch, dass die Russen weniger Zeit für Abwehr haben. Eine Rakete aus den usspa bräuchte z.B. eine Stunde, eine aus littauen aber braucht nur Minuten.

Allerdings betreiben die amis aberwitzigen Aufwand für diesen Vorteil und verschwenden irrwitzige Summen dafür.
Ich darf nun nochmal Poseidon vorstellen, Avantgarde, Kinschal: Genau das selbe Ergebnis, die selben Vorteile – zu einem Bruchteil der Kosten und *viel* diskreter.

Der entscheidende Punkt, der entscheidende Unterschied, warum die Russen das können und die amis nicht, ist (abgesehen davon, dass Russen zu homo sapiens gehören und ein Gehirn haben) einfach der, dass amis eine aggressive Doktrin haben, die Russen aber eine defensive. amis *müssen* auch die Fähigkeit und die nötige Infrastruktur vorhalten, um Truppen und eine Besatzungs- und Kontroll-Struktur aufzubauen – Russen nicht. Wenn die Russen je zuschlagen, dann zur Verteidigung, sei es zur lokal begrenzten, sei es zur finalen (garantierte gegenseitige Zerstörung), oder sei es etwas dazwischen.
Anders ausgedrückt: Die Russen müssen sich nur um Sprengkraft und Endzustellung aus kurzer Distanz sorgen.

Und – zumindest auch und das gewiss nicht zufällig – darauf sind die russischen Systeme optimiert. Nehmen wir Poseidon. Was ist das? Im Grunde ein tödliches Ü-Ei, das sehr leise und sehr diskret irgendwo lauert. Sein Zweck? Am Tag X *möglichst nahe* am Zielgebiet sein und also in *sehr kurzer Zeit*, seine Ladung zuzustellen, ins Zielgebiet zu bringen. Poseidon ist sozusagen das Pendant einer ami Raketenbasis in Europa, nur brutal reduziert und optimiert – und ziemlich unsichtbar. Poseidon heisst, eine russische Atomrakete nicht nach einer Stunde Flug, sondern nach wenigen Minuten Flug washington zu einer verwüsteten *ehemaligen* Stadt zu machen. Und das zu einem Hunderstel der Kosten der ami Lösung; deren einzigen Vorteil, nämlich auch besetzen und kontrollieren zu können, braucht Russland, das ausschließlich im Begriff Verteidigung denkt nicht.
Kinschal? Heisst, aus ca. 1200 (oder, Überraschung, auch aus 2000) km Entfernung absolut unaufhaltsam zuzuschlagen.

Mancher war ja enttäuscht, als Russland seinen mal angedachten PAK-DA, also den Tu-160 Nachfolger zumindest insoweit aufgab, als man nicht mehr auf hohe Geschwindigkeit (wie Tu-160 und vermutet sogar erheblich höher) abzielte. Ich war nicht enttäuscht. Denn: Wozu sollte Russland so einen Flieger brauchen? Wie Syrien, wenn auch noch *sehr* verhalten und noch in der, Pardon, unsinnigen Vermutung gefangen, man könne Frieden mit den amis haben gefangen, vorführte, hat Russland mit Kalibr und nun auch Kinschal alles, was es braucht, um rund 2.500 km rund um sein Land – also der Zone, die die amis notwendig für ihre dreckigen Spielchen, geschweige denn einen Angriff brauchen – nötigenfalls grob für Ruhe zu sorgen. Es ist schlicht billiger und effizienter, weitere Tu-160, Tu-22 und Mig-31 zu modernisieren.

Und: Ich greife das alles nicht zufällig jetzt auf. Ich greife es auf, weil *endlich, endlich* klar zu erkennen ist, dass die Russen aufgewacht sind aus dem unsinnigen Traum, vom westen anerkannt, in Frieden und miteinander leben zu können und nun klar erkennbar eine andere Linie fahren: „Es reicht!“ und „die Zeit der ami Herrschaft ist zuende. Punkt, Diskussion Ende“.

Und sie haben die nötigen Muskeln dazu, keine Frage.

38 Gedanken zu „ML – Raketen“

  1. Russland muss was außerhalb machen, sonst sind nur noch Degenerierte und Zombis um Russland rundherum. Ich lese gerne hier.

  2. Interessant informativ und ein Stück beruhigend, ich würde mich über einen Artikel über Venezuela freuen dort Brennens zur Zeit die Luft

  3. Alle unsere Vorschläge bleiben auf dem Tisch, die Türen für Gespräche sind offen. Keine Gespräche mehr . Warten wir bis unsere Partner die Reife haben, um einen „gleichwertigen“ und „sinnvollen“ Dialog mit uns zu führen.(Diplomatisch) so Putin.

    Das Wort „Reife“ ist schon sehr, sehr interessant !
    Wann ist der Westen dazu reif ? Das ist hier die entscheidende Frage.
    ich denke, dass er die derzeitigen Westpolitschranzen (durch die Blume) allesamt als A……………….r genannt genannt hat und er auf politische Umwälzungen setzt. Da hat er aber einen riesen Nagel in ihre Hackfressen geschlagen, deshalb gackern sie auch wie ein Hühnerstall, wo sich gerade ein Fuchs anmeldet.

    1. Im allgemeinen Sprachverständnis findet der Begriff „Reife“ Verwendung für Entwicklungen, deren (einzelne) Stufen einander bedingen und zu einem qualitativ besserem, höherem Zustand führen.
      Ein absehbarer und berechenbare Änderungsprozess.
      Bei vielen Produkten wird ein solcher Prozess gewünscht und daher auch gezielt eingeleitet (z.B. der gereifte Käse).
      Aber auch, und nur darum geht es hier, Individuen können und sollen reifen. Dabei ist zu beachten, dass zur Auslösung von Reifeprozessen weniger der Faktor Zeit (also Alter einer Person) bestimmend ist als vielmehr der Faktor Schaden (Schmerz), der infolge ungereifter Handlungen erlitten werden musste.
      Menschen durchlaufen zeitlebens solche Reifungsprozesse. Ob als Baby, Jüngling, Teenager, Berufseinsteiger, Hausbauer, Schnellfahrer, Ehebrecher in allen Phasen gib und gab es Schmerzen, Erkenntnisse und (hoffentlich) Veränderungen.

      Putin hat mit Sicherheit in diesem Zusammenhang von den Partnern gesprochen, deren Reifung man (Russland) geduldig abwarten wird.

      Wenn man sich diese Situation verinnerlicht wird erst klar, mit welcher intellektuellen und technischen Überlegenheit es die nato-Bandenmitglieder zu tun haben.

      @Russophilus: Ihre mit einfachen Worten nicht zu beschreibenden Verdienste und Fähigkeiten hier im Dorf möchte und muss ich wieder einmal würdigen. Näher darauf einzugehen erlaube ich mir nicht. Die Gefahr einer nicht ihre Bedeutung ausreichend treffende Beschreibung wäre mir zu groß. So sage ich einfach danke und zolle ihnen meinen Respekt.

      1. Ich bin über die Entwicklung nicht nur froh, weil ich die Russen sehr mag und, ähnlich wie bei einem Bruder, nur mit Leiden und äusserst ungerne zusehen musste, wie der Bruder, mal sinnbildlich gesprochen, sich wieder und wieder von einer berechnenden Schlampe ausnutzen und vorführen ließ.

        Nein, ich bin auch deshalb froh, weil so mancher mich ob meiner Kritik für kriegsgeil hielt – und irrte; aber erst mal konnte es wohl so wirken.

        Was ich nun sehe, halte ich für fast perfekt. Ich sehe wieder einen Bruder, der zu seiner Vernunft zurück gefunden hat, wieder von seinem scharfen Verstand Gebrauch macht und der ,obwohl er- erfreulicherweise! – nach wie vor gutmütig und liebenswürdig ist, sich nicht nur nicht mehr zum Affen machen lässt, sondern wieder respektabel handelt und – das ist äusserst wichtig – jenen, die nur „wenn ich den angreife, dann werde ich furchtbar bluten“ verstehen, Anlass und Grundlage für Respekt gibt.

        Meine Sorge war nie die, dass Russland ein kriegsgeiles Irrenhaus werden könnte. Meine Sorge war die, dass Russland ein weiteres Mal gutmütig und friedliebend sozusagen wartet, bis die Panzerdivisionen Richtung Moskau rollen und schon den halben Weg hinter sich haben.

        Nun sehe ich endlich den gutmütigen und friedliebenden Karateka, der es offenkundig stark bevorzugt zu reden, aber zweifellos und erkennbar auch die Fähigkeit und die Bereitschaft hat, einem tollwütigen Köter physisch die bissgeile Schnauze umzugestalten.

        Was dabei unerhört wichtig ist und was leider viele nicht verstehen ist: Das *begünstigt und sichert* den Frieden in der Welt.
        Mittel- bis langfristig wird es sogar die Gesprächsbereitschaft der amis erhöhen und wohl nie zu einem Miteinander (wie auch und wieso sollte homo sapiens ein wirkliches Miteinander mit Bestien haben?“) aber zu einem akzeptablen Nebeneinander führen.

        Aber *natürlich* gibt es auch ein Aber: China. Und zwar in beide Richtungen. Zum Einen in Richtung China, weil die amis genetisch zum Plündern und Überfallen verdrahtet sind und China sich *noch* anzubieten scheint und ja obendrein der wirkliche Konkurrent ist. Zum Anderen aber auch aus China. Denn, seien wir realistisch, es gibt nur zwei Optionen die usppa betreffend: Entweder sie bluten so aus, dass sie Jahrzehnte lang keinen Anlass zur Sorge mehr bieten oder aber man muss sie zurecht stutzen – und das geht bei amis weitestgehend nur militärisch. Es liegt China zwar nicht im Blut, andere zu überfallen, aber China hat äusserst schmerzhaft gelernt (und erlebt auch gerade wieder), dass es nur in Ruhe leben und gedeihen kann, wenn man den angelsachsen die Rauflust und Raubgelüste austreibt bzw. deren Umsetzung verunmöglicht.

        1. gerade hatte ich duesen Kommentar wg fehlenden Bezug zum Thema zurückgezogen, aber ich bin der Meinung dass es auch diese Option im weiteren Verlauf gibt, was uns ja auch alle angeht:

          ich spinne den Faden mal etwas weiter Gesellschaftlich gesehen, die Ausführungen von Russophilus sehe ich als absolut gegeben an:
          Nachdem die nato(d) – überlegenheits- psychopathen sich ein paar blutende Fressen geholt haben, sie werden Russlands Verteidigungsmöglichkeiten mit Sicherheit versteckt hinter Vasallen noch testen wollen, werden sie gegen die jeweiligen eigenen Bevölkerungen und wehrlose Länder um so brutaler vorgehen.
          Der finanzielle Druck ihrer cheffs, und somit der Druck kostenlose Bodenschätze zu rauben, besteht ja weiter.
          Auch Trump kann keine Industrie wieder aufbauen, die gegen China oder auch nur gegen die Europäer bestehen könnten.
          D. h. wenn nicht Russland oder /und China (Investitionen in die Seidenstrasse) intervenieren wird es in Europäischen und ami- Bevölkerungen Massaker an den Unschuldigsten geben, da ja die finanzfaschistische Hjunta/eliten weiterhin am machen sein werden.

          Dank geisteskranker Wählerschaft.
          Die Tattergreiße welche z. B. die „cdu“ mit Kreuzchen schmieren belohnen werden dabei als letzte zum Schafott spazieren, ebenso wie grünfaschistische akademiker und Teddybären- werfer dirnen. Vorher kommen alle anderen an die Reihe.

          Und dabei werden die zwei letztgenannten immer schön die schon lange vom System der Milliardäre aufgebauten Mechanismen zur Kontrolle der Hackordungen und Abhängigkeiten der Quartiermeister beachten und weiter aus der gesellschaftsmitte umso erbarmungsloser nach unten treten.
          Schließlich muss man sich ja selbst rechtfertigen und kann dabei, ihrer Natur entsprechend, vom verwerflichen „Sozialismus“ (Motto: wir waren es nicht, der böse Russe alias Sozialisten waren es) als Ursache des ganzen schwafeln, damit die Verarsche der Überlebenden nahtlos weitergehen kann.
          Motiv der kleinen Wasserträger, sprich klein(amateur-) kapitalisten: die “ ich-selbst-bin-ja sooowas-von-wichtig-unternehmer“ wollen gerne ihre Chefallüren in der Gesellschaft behalten dürfen.

          Anmerkung: *leider* sind auch unangenehme Betrachtungen über negative Charakterzüge von Teilen der Gesellschaft unumgänglich.
          Die Geschichte nach WK2 hätte anders aussehen *können*!

  4. Wie immer sorgt Russophilus für eine deutliche Erweiterung meines( und vermutlich gilt das für die meisten hier) Wissens.

    Danke!

  5. Was mich doch sehr verwundert ist, dass unsere europäischen Pappnasen immer noch so tun, als wenn sie auf der Welt irgend etwas zu melden hätten. Der Zug ist ja wohl schon lange abgefahren. Aber vielleicht ist es doch nur deren Blödheit. Kann mir leider nichts Anderes mehr vorstellen!

    1. erstens glauben die „europäischen Pappnasen“ nicht an ihre bedeutungslosigkeit
      zweitens fällt es selbst solchen leuten nicht ein ihre tatsächliche rolle zu akzeptieren
      drittens gegen innen also der untertanen bevölkerung gegenüber fällt es den „europäischen Pappnasen“ relativ leicht den schein von wichtigkeit, bedeutsamkeit . . . aufrechtzuerhalten. schliesslich haben sie die medien an ihrer seite . . .

  6. Danke, werter Russophilus für die Analyse. Wieder was dazugelernt, denn davon hatte ich fast keine Ahnung.
    Ihre Bilder erleichtern selbst Laien wie mir das Verständnis ungemein. Beispielsweise, daß Radar viel mehr ist als ein

    Bildschirm mit hübschen klaren Konturen oder „blip“ Punkten, die ein Fluggerät symbolisieren.

    Einfach klasse!

  7. Hallo und guten Tag Herr Russophilus, seit Sonntag bin ich wieder in Deutschland und werde wohl diesen Monat wieder nach Russland fahren. Ich habe einen guten russischen Freund, er heißt Dmitry. Ich hatte ihm vor zwei Jahren schon gefragt, warum wollt ihr Anerkennung vom Westen? Die haben euch über all die Jahrhunderte belogen und Verträge gebrochen. Er sagte mir darauf, weißt du wir können nicht anders, darum sind wir Russen. Ich sagte ihm, all die Opfer in der Vergangenheit, war es das wert? Er erwiderte, ich weiß es nicht, aber es ist unsere Art und wir versuchen diese Opfer in der Zukunft zu vermeiden. Nun erstmal eine, gute technische Bewertung der realistischen Möglichkeiten nach heutigem Stand der Technik. Russland wird auch keine Soldaten einfach so, irgend wohin schicken, denn die Soldaten sind wichtiger als das Kriegsgerät. Aber auf Grund der vielen raketentechnischen Optionen, wird der nächste große Konflikt beendet sein, bevor sich die nato Truppen in Bewegung setzen können. Mittlerweile, gibt es sogar Offiziere in der nato, welche das verstanden haben. Nur bei einem solchen Szenario ist dann von Zentraleuropa nicht mehr viel da. Vielleicht setzen sich die paar verständigen Leute hier im wertewesten ja doch noch durch. Eine kritische Masse zum umkehren des verhängnisvollen Weges, sehe ich hier im westen aber nicht. Nun dann, wir sollten gut leben so lange es dauert! Schönen Abend ins Dorf!

  8. @Russophilus,

    vielen lieben Dank für diesen, sehr erhellenden Artikel!

    Ein Pazifist und Freund von mir fragte mich einmal recht grimmig, warum ich mich denn so für Waffen interessiere? Ich antwortete, dass es schlicht notwendig ist, um Geopolitik verstehen zu können.

    Ist keine Kenntnis vorhanden, so muss selbst eine haarsträubende Behauptung wie „hoffentlich macht saudi jetzt nicht den Iran platt“ erst einmal langwierig ausdiskutiert werden, anstatt es einfach vom Tisch zu wischen.

    Das führt mich allerdings zu der Frage was denn an Wissen überhaupt erforderlich ist? Sollte man beispielsweise selbst alle Typen an Panzern Russlands, Chinas und der nato kennen? Das halte ich für übertrieben. Was lernen die denn alles auf dem National War College?

    Ihrem Artikel entnehme ich das die nukleare Triade – bedingt durch die langsamen Flugzeuge – inzwischen überholt sein dürfte?

    Bezüglich „ami Basis auf Kurilen“ stelle ich fest, dass ich es schlicht militärisch nicht beurteilen könnte. Wäre sowas fast egal, sehr schlecht oder katastrophal?

    Ich möchte Sie ermuntern in Zukunft (in Anlehnung an Maduro) Lesern wie mir das Fischen beizubringen – statt Fisch zu servieren. Sprich, worauf ist militärisch zu achten? Ihr Fisch war übrigens sehr lecker, den haben Sie sehr gut gebraten und gewürzt 🙂

    1. @Helm ab zum Gebet: Das mit dem Verstehen internationaler Entwicklungen aus eigener Überlegung und Analyse sollten Sie vielleicht „in die Zukunft“ rücken.
      Die Sparte „Militäroption“ ist zwar nur eines der Teile, die zur Wahrung und Durchsetzung von Interessen und Bestimmungen zur Verfügung stehen, aber zugleich auch die stärkste und teuerste (in mehrere Richtungen betrachtet) Variante von „Politik“. Die Zusammensetzungen der militärischen Fachkomponenten und ihre Entfaltungsmöglichkeiten sind extrem volatil und obendrauf noch komplex. Eine einfache und vor allem auch verantwortungsvolle Bedienungsanleitung über militärische Gewichtungen in geostrategischen Fragen kann es daher gar nicht geben.
      Stellen Sie sich vor, Sie sollten einem Erblindeten in New York die Verkehrsinfrastruktur so erklären, dass er fortan sich ohne Hilfsmittel frei durch die Stadt bewegen können soll: Theoretisch möglich, praktisch der sichere Tod für den Hilfesuchenden.

      1. @Walter Mandl,
        kein schlechter Vergleich zur Komplexität. Dennoch habe ich häufiger das Gefühl das hier einige Perlen (auch in den Kommentaren) verloren gehen – obwohl man das vielleicht langfristig als Regel (oder Grundgesetz) in dauerhafter Erinnerung behalten sollte und formulieren müsste (Mosaiksteinchen für Mosaiksteinchen) Evtl. ist das auch zu Schablonenhaft gedacht?
        Was mir beim Parteibuch, beispielsweise ganz gut gefällt sind seine zusätzlichen Reiter (Zionismus, Mafia, etc.). Ich glaube für den Leser könnte sowas recht hilfreich sein wie „was bisher geschah – zu jedem Monat nur ein Satz“ oder „Grundlagen Militärtechnik“. Ich würde mir das immer mal wieder aus dem Grund anschauen, um zu sehen, ob sich was verändert hat – oder wo wir eigentlich stehen, ob ich etwas nicht bedacht habe.

        1. So ein „Nachschlage“-Werk für Militärtechnik wäre wirklich 1a.
          Auf der anderen Seite brächte es dem Verfasser neben der großen Extra-Arbeit verzichtbare Endlosdiskussionen.

          Danke auch von mir für den Artikel.

          Ich erfahre sowas gern, wegen Verständlichkeit vor allem aus Ihrer Feder, Russophilus
          (Militärtechnik ist wie chinesisch, – man(ich) kann es mir nicht merken)

    2. @Helm ab zum Gebet

      Nun in der Antike war der Krieg noch eine Kunst und gehörte in jene Fakultät völlig zu Recht. Die Beherrschung und Beschäftigung mit den Künsten war zwingende Voraussetzung um Staatsmann zu werden (Platon).

      Bei Blitz und Donner wegsehen hilft nicht nicht vom Blitz getroffen zu werden.

      Eigentlich muss es überraschen, denn das Einzige an was die Relativisten glauben und als objektiv gegeben sehen (müssen) ist ja die Macht des Stärkeren, kein anderes Argument haben sie ja – das erleben wir ja beinahe täglich.

      Man muss den ganzen Haufen Idiotie endlich bei ihrem Namen nennen !

      In Zukunft ist die erste Frage die ich Fremden stelle:
      „Sind sie Relativist oder glauben sie an objektive Wahrheit(en) ?“

      Jedes Girlie oder Boylie wird auf der Relativität der Wahrnehmung und davon ausgehend auf der Unmöglichkeit von Objektivität beharren das ist so sicher wie das Amen in der Kirche !
      Von dort aus kann man sie in wenigen Sätzen nageln zuzugeben dass sie also faktisch an nichts anderes glauben als die Macht des Stärkeren und sich so als absolute Barbaren outen und also als Unterstützer/Mitläufer einer Mörderbande, ganz einfach schnell und schmerzvoll, ändern wird das gar nichts, aber es ist trotzdem wichtig die Dinge beim Namen zu nennen und an ihren angestammten Platz zu rücken.

      1. @HDan,

        zum Thema „Recht des Stärkeren“ fällt mir immer Rousseau ein (Der Gesellschaftsvertrag): Stärke gewährt kein Recht. Stärke ist ein physisches Vermögen, daraus kann weder ein Recht noch eine sittliche Verpflichtung (der Schwächeren) abgeleitet werden.

        1. @Helm ab zum Gebet

          Genau ! es verweist nur auf sich selbst und gebiert sich so ständig von neuem, d.h. ein Teufelskreis.
          Fantastisch dass Menschen dies bereits vor 2600 Jahren glasklar sahen, VIEL klarer als die meisten heute – mit diesem Berg von ‚Wissen’….

          Um dem Teufelskreis zu entrinnen ist ein ‚Sprung‘ notwendig in das Offene – dh. etwas das nicht unmittelbar auf sich selbst verweist – das kann nur das/der/die ‚Andere‘ sein, also das ‚Opfer‘ an die Anderen.

          Das ist der erste Schritt.

          Das ‚Andere‘ soll/muss aber auch ein ‚Eigenes‘ sein/werden und darüberhinaus ein ‚Unseres‘ UND über das ‚Unsere‘ hinaus zum ‚Alles‘ (also Gott), damit ist der sichere Anker gesetzt, und die Feste kann errichtet werden.

          Der Angriff der ‚Gegner‘ erflolgte deshalb auch mit aller Kraft (logischem System) gegen den Anker, haben sie diesen zerstört, ist die Gesamtstruktur geschwächt und kann Schritt für Schritt – am besten mit TERROR – demontiert werden – das ist die logische Gegenposition.

          Es ist aber falsch das als dialektisches Paar zu sehen genauso wie 0 und 1 kein dialektisches Paar sind !

  9. Vielleicht noch ein paar Anmerkungen zur Rakete Kinschal. Sie basiert ja auf der landgestützen Rakete Iskander. Schon für diese Rakete hat die Nato keine Abwehrmittel. Die Iskander und so wird es auch bei der Kinschal sein, steigen nach dem Start auf eine Höhe von ca. 50 km, fliegen in dieser Höhe zum Zielobjekt und stürzen sich fast senkrecht auf das Ziel. Für diese Flughöhe hat die Nato keine Abwehrmittel. Das System Patriot ist nur für eine Höhe von maximal 35 km ausgelegt. Und der Zielsuchkopf einer SM3 Abwehr-Rakete arbeitet erst ab einer Höhe von 85 km. Da es sich nicht um ein ballistisches Flugprofil handelt, kann auch kein möglicher Einschlagpunkt durch Radar ermittelt werden. Das heißt, auf dem Weg zum Ziel fliegen diese Raketen ohne jede Beeinträchtigung. Willkürliche Kursänderungen werden vor allem in der Phase des Zielanfluges vorgenommen wobei gleichzeitig ein Störsender aktiv ist und ggf. Täuschkörper ausgestoßen werden. Also alles in Allem eine sehr „niederträchtige Sache“ und in Verbindung mit der sehr hohen Geschwindigkeit für jeden Gegner der absolute Alptraum!

  10. @Russophilus

    Vielen Dank für ihre detaillierten Ausführungen zu diesen neuen Waffen Russlands.
    Wehrtechnisch ist Russland also jetzt glücklicherweise sehr gut aufgestellt.

    Leider gilt das aber nicht so sehr für den politischen Bereich, die Liberalen und Ami-Liebäugler sind nachwievor sehr stark und müssen ja nur abwarten bis Putin abdankt. Das Land ist auch nachwievor sehr verwundbar im ökonomischen Bereich und kann durch weitergehende Sanktionen spielend leicht weiter geschwächt werden, da ja praktisch keine Kapitalkontrolle existiert wie sie glücklicherweise die Chinesen haben. Wie andere wie sloga ja schon ausführten und wir auch beinahe täglich erfahren findet der Krieg ja auf allen Ebenen statt, und dort gibt es leider noch sehr grosses Potenzial gegen Russland – ich glaube nicht dass Putin dies so scharf und vollständig sieht, irgendwie glaubt der immer noch ähnlich wie die Oligarchen dass ihn die Anglo-Zionisten mit an den grossen Tisch lassen, was sie niemals tun werden anders als Schosshündchen, die Vorkomnisse in Syrien zeigen dies auch sehr deutlich (schändlicher Verrat(was sonst ?) durch Satanyahu mit dem defacto Abschuss der Recon-Maschine).

      1. Die Sowjetunion ist ja auch nicht daran gescheitert, dass die Waffen gegen die NATO nicht ebenbürtig oder gar überlegen waren. Ganz im Gegenteil, die waren sogar überlegen, aber man wähnte sich rückständig und unterlegen, ist dabei offenbar der Täuschungen durch Hollywood, westlicher Psycho- und Kommunikationstricks etc. aufgesessen. Die Sowjets haben zum Schluss wirklich geglaubt, im Westen wäre alles top ehrlich und sauber, deshalb haben die ja auch in naiver Umnachtung den Abzug aus Ostdeutschland mitgemacht. Das hätte niemals passieren dürfen! Nur wenn parallel auch die westlichen Armeen aus Deutschland abziehen. Diese Bedingung hätte man einfordern müssen. Das rächt sich bis heute noch sehr bitter.
        Es wurde eine leichtgläubige/käufliche Nuss im Kreml sofort von den Experten im Westen als das erkannt was er ist – ein naiver Trottel – und sofort wurde Nägel mit Köpfen gemacht. So eine Entwicklung ist nie auszuschließen, leider. Den Preis würden alle Russen bezahlen, und diesmal bin ich mir sehr sicher, wird der Ami dafür sorgen, dass Russland endgültig als großes Land zersplittert wird, in mindestens 10 Länder. Ein ähnliches Projekt eines US-Think Tank wurde schon mal auf sputniknews skizziert. Also die Pläne für den Fall einer russchichen erneuten Leichtsinnigkeit in Punkto „Kooperation“ mit dem Westen liegen bereit. Wie gesagt, diesmal wird für Russland der Deckel zu gemacht.

        Also die Waffen sind die Grundlage von allem, ohne Top Technologie und Forschung und Entwicklung wäre Russland schon lange am Ende und vermutlich auch militärisch erledigt. Auch wenn manchen die Waffenpornos in den Russland freundlich gesinnten Blogs anwidern, diese Waffen sind die einzige Grundlage, dass die Balance überhaupt noch existiert. Der nimmersatte Ami wäre schon längst über alle Länder hergefallen. Nur die qualitative Waffenüberlegenheit sorgt dafür, dass Russland an entscheidenden Fronten die USA in Schach halten kann. Und hierbei ist eindeutig die Raketentechnologie ganz vorne mit dabei.

        Russland hat aber natürlich ein paar Achillesfersen. Unter anderem die „Liberalen“ und prowestlichen „Akademiker“ Eliten, daneben die Oligarchen, die gerade in England schmerzvoll erleben mussten, wie schnell der Luxus in London von den britischen Dieben einfach einbehalten werden kann. Man fragt sich schon, ob die bekloppt sind, Ihre Kohle in einem fremden Land zu horten, dessen Willkür und Hinterhältigkeit hinreichend belegt ist. Putin hatte doch schon längst den Oligarchen ihre Vermögen belassen und nur Anteile an Steuern in Russland verlangt. Aber wer nicht hören will, wird fühlen müssen.
        Ferner muss Russland unbedingt einen erfolgreichen Konsumgüter Sektor entwickeln, der auch andere Dinge des täglichen Bedarfes autark herstellt. Eine Lücke im Lebensstandard kann nicht auf Dauer hingenommen werden, es wird die eigene Bevölkerung auf Dauer zermürben, wenn die Westler besser Leben, trotz Ausbeutung durch die globalen Konzerne.

        Vielen Dank nochmals an Russophilus für die sehr erhellenden Artikel zu diesen Themenfeldern. Ohne einige Grundlagen zu kennen ist es kaum möglich die Prozesse (warum, wer, weshalb welchen Vertrag aufkündigt, etc. ) die sich abspielen und die daraus sich ergebenden geostrategischen Ergebnisse (Rückzug der USA aus dem Nahen Osten) vernünftig einzuordnen und die Entwicklungen logisch nachzuvollziehen.

        1. Sehr geehrter Otto Normalverbraucher
          *** Unter anderem die „Liberalen“ und prowestlichen „Akademiker“ Eliten, daneben die Oligarchen ***
          Die „Liberalen“ und „Akademiker“, siund die ASeelenlosen Bestien, die von der Sieger Macht US Imperium, an ALLEN relevanten Positionen gesetzt wurden. Die Verbrecher Bosse / Oligarchen, haben sich bei Ihren Glaubensbrüdern, der City und Wall Street, die Dollar geliehen, um die Russen um ihre Anteilsscheine zu bringen, SIE sind aber NICHTS anderes, wie Schuldner, ihrer Geldgeber, die sobald sie Probleme, bei der Zinszahlung wittern, die Schore, die bei ihnen gebunkert ist EINZIEHEN.

    1. @ HDan

      Da stimme ich Ihnen zu.

      Allerdings wissen Putin & Co. inzwischen überdeutlich., dass die „Gewässer des WerteWestens“ kein Karpfenteich sind, sondern sich in den Untiefen allerlei Räuber herumtreiben (vom „Piranha“ bis zum „Hai“).
      Wer nicht am Katzentisch sondern an der reich gedeckten Tafel ganz vorne sitzen will, muss schon sehr respektabel sein.
      Zwar ist die sowjetisch-russische Vertragserfüllung an Erdgaslieferungen in vierzig Jahren, auch in schwierigsten Zeiten, – wie gestern von Altmaier hervorgehoben wurde – ,beispielsweise für manchen deutschen Unternehmer sicher sehr respektabel, aber bei weitem nicht ausreichend, um sich den Respekt des westlichen Polit-Gesocks in militärpolitischer oder geopolitischer Hinsicht zu verdienen.

      Diesbezüglich kann man die von Russophilus dankenswerterweise aufgezeigten Potentiale kaum hoch genug einschätzen.
      Die jetzige Amtszeit WWP’s als Präsident der RF läuft bis 2024. Er hat also noch etwa fünf Jahre Zeit, um die russische Staatlichkeit und Gesellschaft zu konsolidieren und die geschaffenen Potentiale auszubauen und politisch verfügbar zu machen.
      In Anbetracht der Verwesungsprozesse im WerteWesten wäre es wahrscheinlich schon ausreichend, nur die jetzt in Russland vorhandenen Stärken zu bewahren, um alle feindseligen Übergriffe zu parieren. Schon daraus ergäbe sich eine Verschiebung der Machtbalance zugunsten Russlands.

      Aber wer ganz vorne sitzen und den anderen vernünftige Spielregeln diktieren will, muss mehr tun als das. Und dafür sorgt Putin zweifellos. Spätestens am Beginn der Zwanziger Jahre dürfte das auch auf der politischen Bühne klar sichtbar werden.
      (Trotzdem muss man selbstverständlich auf alle West-Agenturen in Russland ein scharfes Auge haben.)

  11. ach ich liebe die dummen amis, und zwar ihrer dummheit wegen.
    erkanntes leid ist halbes leid,sie sind zwar überall, aber nur vereinzelt und versprengt, so daß ihre kleinen basen mit relativ bescheidenen mitteln auszuradieren sind, eine taktische atomwaffe auf einen punkt, schwups sind schon wieder ein paar schmarotzende eiterpickel ausgedrückt in der landschaft.
    aber leider, da die amis dumm sind,doch trotzdem link und hinterhältig, lernen die nix.denn link und hinterhältig haben nix mit intelligenz zu tun.
    in ihren vorstellungen leben die millitärisch immer noch in der ww2 nachkriegszeit.zumindest was deren strategisches agieren betrifft.doch die resultate sieht man.selbst gegen „unterentwickelte“ gegner tun die sich schwer, trotz ihrer modernen maschinerie und übermacht. doch trotzdem denken die, sie sind die millitärische ultima ratio. somalia vietnam afghanistan, syrien…….alles orte die deren denken mal hätten anregen sollen. da sind solche erfolge wie panama oder irak eher ein „zufall“,der darauf begründet ist, daß sie noch dümmere oder unvorbereitete gegner hatten, die auch nicht bis zum tellerrand schaun konnten.
    wollen hoffen das in einem kriegsfall innerhalb kürzester zeit diese pestbeulen ausradiert sind.

    1. das „leider anfang absatz 3 bezieht sich darauf, das sie nicht die schlussfolgerung ziehen das eine freundschaftliche politik ohne muskelposen und hunderte stützpunkte in der ganzen welt es auch ermöglicht in frieden und wohlstand zu leben.

  12. +++Wichtig+++

    Aus meiner Sicht stellt es sich so dar, dass R u s soph i l u s sich seit v i e r Tagen hir nicht mehr zu Wort gemeldet hat. Ist meine Feststellung zutreffend und wenn ja, gibt es dazu Erkenntnisse?

      1. Gute Nachricht. Lassen Sie sich nicht weiter stören. War aber real in Sorge und wollte verhindern, dass Unbesorgte hier in einen Honigtopf fassen.

        1. Da können Sie ziemlich unbesorgt sein. Wir haben schon ziemlich viele Angriffe und hacking Versuche überstanden. Zudem gibt es ja noch die kleine Russophilus Seite, auf der ich sofort Alarm schlagen würde.

      2. Danke Russophilus, der Artikel war ja wahrscheinlich (auch) eine Antwort auf meine Bitte. Ich seh jetzt klarer. Der Hintergrund war einfach, dass mir viele nicht glaubten, dass Rußland waffentechnisch in relevanten Bereichen überlegen ist und von daher ein „Weltkrieg“, was ja erst mal heißt, ein Krieg USA-Rußland, sehr unwahrscheinlich ist. Einfach deswegen, weil auf längere Zeit das USA-Gebiet mit einer Reaktion auf einen Angriff nicht nur getroffen/beschädigt, sondern praktisch vernichtet werden kann.
        Jetzt wiederholt sich allerdings das „Gekreische“ wieder bei eventuellem Ende des INF-Vertrages. „Europa wird zum Schlachtfeld“ usw. Das wäre zwar richtig, wenn hier aufgestellte US-Mittelstreckenraketen Rußland angreifen würden, aber hier „schützt“ uns die russische Militärdoktrin, die meines Wissens nach klar sagt, dass, wenn russisches Gebiet (relevant) angegriffen wird, nuklear reagiert wird, selbst wenn der Angriff „nur“ konventionell erfolgte. Aber diese Reaktion dann doch auch auf US-Gebiet, nicht nur dorthin, von wo der Angriff kam! Dies immer meine Antwort. Meine Frage: Würden Sie diesen Überlegungen zustimmen?
        Meine Schlußfolgerung: Praktisch steht „Europa“ schon jetzt unter dem Schutz Rußlands vor einer Vernichtung durch US-Kriegspolitik.

        1. henry74, ihre schlußfolgerung hat zwar etwas für sich allerdings werden sehr wahrscheinlich verteidigungsmilitärische erfordernisse es notwendig machen militärische installationen und einrichtungen von denen die bedrohung bzw angriffe ausgehen zu zerstören. abschreckung alleine reicht im falle eines falles nicht zum schutz.

          1. @Heimatloser
            ja natürlich, direkte Antwort an die Abschußstellen (in West- und Mitteleuropa) aber eben auch US-Gebiet, von wo ja keine Raketen herkamen. Von dieser Möglichkeit und der Ankündigung, dies auch zu tun ,(Militärdoktrin) geht die Abschreckung aus.
            Es erhöht sich allerdings das allgemeine Drohpotential. Aber für die US mit erheblichen Kosten (Aufbau/Unterhaltung) verbunden.

  13. sehr spannend und lesenswert, solche Infos muss man erstmal finden, auch die Links, die es hier immer wieder gibt, sind sehr wertvoll.

  14. Kleine Übersetzung aus der letzten Radiosendung von Lazanski auf Sputnik-Srbija. Er erzählt von einen kleine Erlebnis.

    2004 war ich in Kaliningrad. Ich war damals Gast von Admiral Klezkov; Kommandant der Kriegsflotte im Kriegshafen Baltisk – Oblast Kaliningrad. Auf meine Frage, wie sie sich – als Enklave ohne Landverbindung zum Mutterland – eigentlich Versorgen bzw. für Nachschub sorgen, antwortete der Admiral: „Per Schiff; per Flugzeug und per Eisenbahn“.

    Darauf entgegnete ich: „Moment! Moment! Per Eisenbahn müssen die Güter (sprich: militärischen Güter) doch durch nato-Territorium „gebracht werden“. Die nato kann doch den Transport blockieren!

    Wissen Sie, was mir der Admiral daraufhin sagte?

    „Glauben Sie, dass die sich das wagen trauen???“

    Folglich: Die Russen fahren heute noch – und das seit Jahren – ihr militärisches Gerät per Eisenbahn über nato-Territorium Richtung Kaliningrad.

    Soviel zum Thema: wertewesten-Verliebtheit der RF auf höchstem Niveau (Ratten gibt es – bekanntlich – in jeder Großstadt …).

  15. Dmitry Orlov hat in einem lesenswerten Artikel mit dem Titel „Ruhe in Frieden INF-Vertrag: Russlands Sieg, Amerikas Waterloo“ die politischen Auswirkungen der neuen russischen Waffensysteme beleuchtet.

    https://linkezeitung.de/2019/02/11/ruhe-in-frieden-inf-vertrag-russlands-sieg-amerikas-waterloo/

    Ich frage mich, worin die ferneren Perspektiven bestehen werden. Abgesehen davon, dass nun die INF-Vertragsbarrieren entfallen und für die usppa und Russland „Rüstungsfreiheit“ in diesem Waffensegment bestünde, wäre das auch ein Ansporn für alle möglichen Interessenten, sich solche Waffensysteme zuzulegen.

    Schon heute lässt sich vermuten, dass China, Indien, Pakistan, Iran, die KDVR, Israel und einzelne EU-Staaten wie Frankreich und GB darüber verfügen. Was, wenn es erst mehrere Dutzend Staaten wären?
    Der ganze „Rüstungswahn“ verlangt nach einer völkerrechtlich sauberen Begrenzung, was jedoch erst möglich wird, wenn die großen Konfliktpotentiale zwischen den Staaten beseitigt sind.
    Dazu müssen aber die 3. Partei-Spieler entlarvt und ihrer Machthebel entledigt werden.

    Nur einige Konflikt-Beispiele: China – Taiwan, China – Indien (Raum Tibet), Indien – Pakistan, Israel – Palästina, Israel – Syrien, Israel – Libanon, Ukraine ….
    Es gibt so viele davon, dass bis 2024, dem Ende der aktuellen Amtszeit WWPs, bei weitem noch nicht alle bereinigt werden können. Es bleibt also für die Nachfolger viel zu tun, und sie werden um einen dominanten, Konflikt-entschärfenden Auftritt nicht herum kommen.

    Doch am Ende sollte das Ziel in vertraglich gesicherter globaler Abrüstung bestehen, wonach einzig der UN-Sicherheitsrat über entsprechende Machtressourcen verfügt, um gravierende Verstöße einzelner Staaten gegen die UN-Charta zu ahnden.
    Das würde so etwa der irokesischen Legende von der „großen Friedensfrau“ entsprechen, die einst die deutschen Klassiker um Herder und Goethe beflügelte und von ihnen sogar mit dem Irokesen-Bund der sieben Stämme gleich gesetzt wurde.

  16. Die Russen sind in der Lage, jegliche militärische Aggression der angloamerikanischen Plündergruppe abzuwehren mit dem kleinen Zusatz, diese dabei auch noch *ersatzlos* zu vernichten.
    Soweit so gut.
    Was Anlaß zur Sorge bereitet, ist der Zeitfaktor:
    Diese Typen *können* nicht verlieren – deshalb werden die allerlei niederträchtige Aktionen durchführen, um doch noch ihre Ziele zu erreichen. Man sieht es an den fortgesetzten Aktionen z.B. in der EU, Venezuela, in der anti-Trump-Bewegung usw..
    Es wird nicht mehr viel Zeit bleiben – maximal vielleicht einige Jahre – bis ein ultimativer Schlag gegen dieses Gesocks stattfinden muß. Bleibt das aus, werden die wie ein Krebs wirken.

    Bleibt das aus,

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