Andrej Fursow: Die Welt von morgen (1)

Teil 1 eines Interviews, veröffenlicht am 22. Oktober 2016 in der Literatur-Zeitschrift « Наш современник» [AdÜ.: „Unser Zeitgenosse“], №10, übersetzt von Artur, (Quelle)

Das Gespräch mit A. Fursow führte O. Morosow.

Das 21. Jahrhundert wird eine Zeit des härtesten Kampfes um die Zukunft sein; eine Zeit, wenn ganze Staaten, Ethnien und Kulturen unbarmherzig und ohne Sentimentalitäten vom Radierer der Geschichte fortgewischt werden.

In diesem Kampf werden nur geeinte soziale Systeme überleben und siegen, verschweißt durch einen gemeinsamen Wertekodex, charakterisiert durch eine minimale soziale Polarisierung und einer hohen Prozentzahl an Wissensträgern. Oligarchische Systeme werden diesen Kampf nicht überleben; ihr Schicksal ist es, ökonomischer Kompost zu werden, Dünger für Starke. Was anderes verdienen sie auch nicht.

Andrej Fursow, geboren 1951 in der Stadt Schtscholkowo in der Familie eines Armeeangehörigen, schloss die geschichtliche Fakultät des Instituts für Länder Asiens und Afrikas an der Moskauer Staatlichen Lomonossow-Universität ab. Er ist ein Kandidat der Geschichtswissenschaften [AdÜ.: erster postgradualer Abschluss in vielen ehemaligen Ostblockstaaten; entspricht in etwa dem westlichen „Ph.D.“ (bzw dem deutschen „Dr.“)], Direktor des Zentrums russischer Forschung des Instituts für fundamentale und angewendete Forschung an der Moskauer Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität (RGGU), Vorsteher der Abteilung Asien und Afrika am Institut für Wissenschaftliche Information in den Sozialwissenschaften der Russischen Akademie der Wissenschaften (INION RAN), leitender Redakteur der Zeitschrift „Orientalismus und Afrikanistik (ausländische Literatur)“ [AdÜ.: «Востоковедение и африканистика (зарубежная литература)»], Leiter des Zentrums für Methodologie und Information des Instituts für dynamischen Konservatismus, Mitglied der Gesellschaft russischer Schriftsteller, Autor einer Vielzahl wissenschaftlicher und publizistischer Werke.

„Für einen Großteil der Menschheit wird die „neue Welt“ als neues „dunkles Zeitalter“ erscheinen“

— (1.) Wohin führt diese Welt (bzw. wie sieht das Bild der Zukunft aus)?
— Die Welt geht gezielt auf das Ende des Kapitalismus zu. Vom Letzten ist so gesehen nicht mehr viel übrig: der Markt existiert praktisch nicht mehr, es gibt stattdessen globale Monopole; der Staat stirbt ab, die Zivilgesellschaft zieht sich zusammen; die Politik verwandelt sich in eine Kombination aus administrativem System und „Show-Business“, das Geld hat eine Reihe an Funktionen verloren und im bedeutenden Sinne aufgehört, Geld zu sein. Die Europäer haben eine ihrer Grundlagen aufgegeben – ihr Arbeitsethos; dem Kapital ist es so gut wie gelungen, die „Arbeit“ zu verschlingen, zu fressen; selbst hört es dabei aber auch auf, Kapital zu sein.

— (1.1) Wer errichtet die neue Welt?
— Es geschehen gleichzeitig zwei Prozesse: die Zerstörung der alten Welt und die Formung der neuen. Die alte, kapitalistische Welt zerstört die kapitalistische Spitze selbst – diese braucht sie, zumindest in der Perspektive, nicht mehr. Seit Mitte der 1970er Jahre schreitet die Demontage des Kapitalismus voran. Dieser „fährt“ sozusagen in Richtung seiner „vordemokratischen Vergangenheit“, in die Epoche der „eisernen Fersen“ und ost-indischen Gesellschaften, diesen Vorgängern heutiger transglobaler Unternehmen, nur deutlich extremer als die letztgenannten. Die Rückgliederung des Progresses ist das Mittel zur Erschaffung der neuen Welt der globalen Elite. Für einen Großteil der Menschheit wird die „neue Welt“ als neues „dunkles Zeitalter“ erscheinen – nicht zu verwechseln mit dem Mittelalter, beginnend mit dem Zerfall des Imperiums von Karl dem Großen im 9. Jahrhundert. „Dunkles Zeitalter“ – das ist die Zeitspanne zwischen der Mitte des 6. Jh. (das römische System der Äquadukte hört endgültig auf zu funktionieren; das Jahr 476 als das Ende des römischen Imperiums ist eine verlogene Erfindung römischer Erstgeistlicher, um ihre eigene Rolle hervorzuheben) und der Mitte des 9. Jahrhunderts. Das „Dunkelalter“ ist, im wahrsten Sinne des Wortes, eine Epoche der Düsternis und des Blutes, im Unterschied zum, von Persönlichkeiten der Renaissance und besonders der Aufklärung (Schwindlern vom Typ eines Voltaire) verleumdeten, Mittelalter, welches licht bis Anfang des 14. Jahrhunderts war. 14.-17. Jh. – ein neues Dunkelalter, welches übrigens eine genauso anziehende, wie trügerische Fassade hatte – die Renaissance.

— (1.2) Gibt es eine Alternative zum westlichen Model der Zukunft (des neuen dunklen Zeitalters)?
— Zum jetzigen Zeitpunkt wird so eine Alternative nur schlecht betrachtet. Zurzeit ist es wichtig, die Realisierung des Dunkelalter-Projekts zu verhindern, danach sehen wir weiter. Die Alterative wäre der Widerstand gegen die globale Agenda, das heißt, gegen den Kurs der barbarischen Dezimierung der Population des Planeten, der Zerstörung der Staatlichkeit (Souveränität), der Familie, der Wissenschaft, der Bildung, der Gesundheitsvorsorge; letzteres, so bemerkt M. Mur, verwandelt sich in ein „Gesundheitsbegräbnis“.

— (1.3) Gibt es eine Möglichkeit, zum Punkt der Entwicklung zurückzukehren, den der Planet vor 50 – 60 Jahren durchlief?
— Unwahrscheinlich. Rückkehr und Restaurierung sind in der Geschichte unmöglich. Es ist unmöglich, die einmalige Epoche 1945-1975 zu wiederholen – der Ruck der Menschheit, mit der UdSSR an der Spitze, in die Zukunft, der Ruck, künstlich abgewürgt durch die dumme, sowjetische Nomenklatura und die berechnende Elite der kapitalistischen Welt. Die sowjetische Elite bezahlte für ihr situationsbezogenes Bündnis mit dem Zerfall der UdSSR.

— (1.4) Kann man den Leuten die Zuversicht zum morgigen Tag, die Hoffnung und den Optimismus, wiedergeben?
— Optimismus – das ist der Zustand der Seele bei starken und ganzheitlichen Menschen, welche nicht nur Umstände ändern, sondern auch neu schaffen können. Optimismus – das ist ein nicht einfaches, aber gleichzeitig frohes Bemühen, oft dem Schicksal zum Trotz. Optimismus kann man nicht geben, schenken, zurückholen. Er entsteht im Kampf. Selbstverständlich, es gibt eine biochemische (genetische) Grundlage des Optimismus; nichtsdestotrotz, Optimismus – das ist eine soziale Funktion gesunder Gemeinschaften. Es reicht aus, die sowjetische Gesellschaft von der Mitte der 1930er bis zur Mitte der 1960er („Es gibt keine Grenzen für uns zu Lande und auf dem Meer“, aus „Andromedanebel“ von Iwan Jefremow, und viele andere) mit derselben sowjetischen Gesellschaft der 1970er-1980er Jahre zu vergleichen: erschöpft, zynisch, sarkastisch und freudlos. Und das unter den Bedingungen, das das Leben in den 1970er Jahren komfortabler wurde, leichter und satter; die Angst verschwand, das Glück trat jedoch nicht ein. Die 1960er Jahre waren ein kurzer Augenblick der Hoffnungen, welche weder bei uns, noch sonst wo in der Welt eintraten.

— (1.5) Kann man den Fortschritt zum Wohle aller Menschen arbeiten lassen (oder wenigstens für die Mehrheit)?
— Die UdSSR versuchte es. Und dreißig Jahre klappte es bei uns. Das heißt – es ist möglich. Man muss allerdings aufmerksam sein und sich an die stalin’sche Warnung erinnern, dass mit dem Maß der Entwicklung des Sozialismus sich auch der Klassenkampf zuspitzt, das heißt, man sieht sich auch mit der Bedrohung der Wiedergeburt konfrontiert. So ist es auch geschehen, wobei eine der ersten, die „wiedergeboren“ wurden, einzelne Segmente des Zentralen Komitees der Kommunistischen Partei der UdSSR und des KGB waren. Die Partei-Inquisition hat ihre Arbeit nicht zu Ende gebracht.

— (1.6) Ein Traum – das ist ein grober Entwurf der Zukunft. Von was träumen Menschen heute?
— Verschiedene Menschen träumen von Unterschiedlichem. Es hängt davon ab, an was sie sich orientieren – an Yav, Nav oder Prav [AdÜ.: Die drei Welten aus dem slavischen mythologischen Weltenverständnis, erwähnt im „Buch von Veles“: Die Welt des Materiellen (Yav), die Welt der Seelen / der Toten (Nav), die Welt des Gesetzes / der Herrschaft / der Wahrheit (Prav)]. Das heißt, entweder man gibt sich einer Welt dunkler und vulgärer Leidenschaften hin, oder einer Welt der solidarischen Arbeit auf Basis sozialer Gerechtigkeit und der Bewahrung seiner ethnokulturellen Identität.

„Die Situation gerät außer Kontrolle“

— (2.) Das Problem der „Goldenen Milliarde“ ist das gefährlichste Problem der Moderne, sind Sie mit dieser Aussage einverstanden?
— Das Problem der „Goldenen Milliarde“ in dem Sinne, in dem es formuliert wurde, ist nicht das gefährlichste, da diese Milliarde verwässert wird. In Europa verwässern diese die Araber, Türken, Kurden, Afrikaner, und von ihnen wird es immer mehr geben. Es entsteht ein Eindruck, das der europäische Teil der „Goldenen Milliarde“ abgeschrieben wurde und nun das „Klo der Geschichte“ runtergespült wird; oder aber es wird versucht mittels Selektion und mithilfe von Einwanderern aus dem Süden einen Europäer neuen Typs auszuarbeiten, welcher nicht mehr mit Masse, sondern mit Geschicklichkeit um die Zukunft kämpfen wird. Die Wirklichkeit ist, das zurzeit junge Europäer nach Kanada, Australien und Neuseeland emigrieren, jedoch nicht in die USA, wo es bald auch heiß hergehen wird. Denn dort sind die sozialen mit rassischen Problemen vermischt: bei Neger, welche nun, politisch korrekt, Afroamerikaner genannt werden [AdÜ.: In Russland benutzt man bis heute ganz selbstverständlich das Wort „Neger“ zur Beschreibung schwarzhäutiger Menschen, ohne jeglichen diskriminierenden Unterton.] und Spanischsprechenden (Latinos). Die rassische und ethnokulturelle Zusammensetzung des Westens ändert sich. So gesehen existiert der Westen im gewohnten Sinne nicht mehr. Es gibt eine postwestliche, postchristliche Gesellschaft, welche zielstrebig auf das „Loch der Geschichte“ zurollt. Irgendein Plan derer, welche B. Disraeli die „Herren der Geschichte“ und der Schriftsteller O. Markeev die „Herren des Weltspiels“ nannte, existiert, jedoch, erstens, gerät dieser wohl außer Kontrolle. Zweitens entfaltet sich ein Kampf innerhalb der globalen, herrschenden Elite (sie ist schließlich nicht geeint) um die Zukunft. Mit diesen Widersprüchen müssen wir spielen, wie es Stalin in den 1930er Jahren tat.

— (2.1) Welcher Platz ist Russland und den Russen (im allgemeinen Sinn dieses Wortes, d.h. der Bevölkerung Russlands) in diesem Plan vorgesehen?
— Im ursprünglichen Plan, denke ich, gibt es keine Plätze für Russen und viele der nicht-westlichen Völker. Aber, ich wiederhole, der Plan ändert sich anscheinend. Zudem, einige Linien arbeiten die Globalisten sehr unnachgiebig ab: Der Zerfall der Staatlichkeit, der Familie, der Bildung, des Gesundheitswesens und der Wissenschaft. Das ist Teil ihrer globalen Agenda. Deshalb werde ich, ungeachtet jeglicher Rhetorik und situationsbezogener, lauter Aktionen in der Außenpolitik, nur an gute Absichten einer Regierung bei uns glauben, welche das Pogrom gegen die Wissenschaft, Bildung und das Gesundheitswesen aufhält, also die globale Agenda in diesen Bereichen zerstört. Was ist das heute für ein Kampf um die Souveränität des Staates, wenn alles so läuft, dass morgen niemand und nichts (wenn gesunde Männer und Hirne fehlen) es mehr verteidigen wird?

— (2.2) Welchen Plan können stattdessen wir anbieten?
— Wir – wer ist das? Das Volk, die Oligarchen, die Staatsmacht? Um einen Plan vorzuschlagen, muss man eine Strategie haben. Um eine Strategie zu haben, muss man eine Ideologie haben. Wir haben einen – formell – ideologielosen bzw. „innerideologischen“ Staat; und das Los derer, die in der heutigen Welt keine Ideologie haben, also auch kein persönliches Projekt für die Zukunft, ist das des Picknicks am Wegesrand der Geschichte, in der Erwartung, das die Herren einen, vielleicht, zum neuen Fest des Lebens rufen. Werden sie aber nicht; nicht einmal die „Bösewichte“, die ihnen dienen: „Rom zahlt den Verrätern nicht“. Das Ziel Russlands kann nur eines sein: Zu überleben und zu siegen im 21. Jh., dabei seine Identität, seine Bevölkerung und sein Territorium bewahrend. Das ist das minimale Programm. Erfüllen kann man es nur mit der Schaffung eines sozialen Systems, basierend auf sozialer Gerechtigkeit, dann werden Staatsmacht und Heimat ein und das selbe. Menschen können für Geld töten, aber für Geld sterben wird niemand. Für die Heimat sterben – werden sie, der Große Vaterländische Krieg zeigte uns das. Wir siegten deshalb – hinter uns stand ein gerechtes soziales System, welches kollektivistisch-antikapitalistischer Charakter dem russischen Archetypen des Bewusstseins und Unterbewusstseins, sowie dem kulturhistorischen Kodex entsprach. Wie Alexander Blok sagte, der Bolschewismus „ist eine Eigenschaft der russischen Seele, keine Fraktion in der Staatsduma“.

Das 21. Jahrhundert wird eine Zeit des härtesten Kampfes um die Zukunft sein; eine Zeit, wenn ganze Staaten, Ethnien und Kulturen unbarmherzig und ohne Sentimentalitäten vom Radierer der Geschichte fortgewischt werden. Die „Schläger“ der globalen Macht (ihr Name ist Legion; ein Beispiel: Schauen Sie auf das Gesicht von H. Clinton.) werden vor nichts Halt machen. In diesem Kampf werden nur geeinte soziale Systeme überleben und siegen, verschweißt durch einen gemeinsamen Wertekodex, charakterisiert durch eine minimale soziale Polarisierung und einer hohen Prozentzahl an Wissensträgern, im Grunde Nationalunternehmen. Oligarchische Systeme werden diesen Kampf nicht überleben; ihr Schicksal ist es, ökonomischer Kompost zu werden, Dünger für Starke. Was anderes verdienen sie auch nicht.

In der zweiten Hälfte des 20. Jh. blockierten die „veroligarchierten“ Strukturen der Macht in der UdSSR gleich zweimal den Fortschritt und mussten hart dafür bezahlen. Mitte der 1960er Jahre war die UdSSR bereit, einen wissenschaftlich-technischen Ruck in die Zukunft zu machen, sich aus einem systemalen Antikapitalismus in einen realen Postkapitalismus zu verwandeln; allerdings war dies nicht im Interesse der sowjetischen Nomenklatura, sowie der Spitze der globalen, kapitalistischen Klasse. Der Durchbruch wurde mit aller Härte blockiert, und der Anstieg der Ölpreise und die Entspannung in der Außenpolitik sorgte in der sowjetischen Obrigkeit für ein Gefühl der Ruhe und tiefen Befriedigung. Bei uns wird sich an die Breschnew’schen Zeiten nicht selten mit Zuneigung erinnert: Stabilität, die Zuversicht an den morgigen Tag. Und in der kurzfristigen Perspektive war dies auch so; in der mittelfristigen Perspektive jedoch, nicht zu sprechen von der langfristigen Perspektive, war die Breschnew’sche Epoche ein Verzehren der Zukunft, eine Zeit der versäumten historischen Möglichkeiten. „Sackähnliche Greise… ängstlich vor den eigenen Frauen“ (Autor unbekannt) verplemperten die Zukunft des Systems – es starb in ihnen und durch sie. Und das alles unter den Umständen, dass im vielschichtigen UdSSR ein supermächtiger, wissenschaftlich-technischer Komplex existierte, welcher vorgesehen war, in die Zukunft loszupreschen, nicht später als Anfang der 1990er Jahre. Allerdings: wenn der Durchbruch in den 1960er Jahren durch Öl und Entspannungspolitik durchkreuzt wurde, so wurde er es zum zweiten Mal – durch die Perestroika und dem Zerstören der UdSSR, basierend auf dem banalen Wunsch eines Teils der sowjetischen Nomenklatura „sich in die Bourgeoisie einzuschreiben“. Es bleibt zu hoffen, dass die Evakuierung des Regimes am Ende der 1980er Jahre nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine wissenschaftlich-technische war. Übrigens, ein „Schuss aus der Zukunft“ ist wunderbar, allerdings sollte man auch selbst nicht danebenschießen.

(3.) Damit Russland (und wir zusammen mit ihr) überleben unter gegebenen Umständen, ist es unabdinglich, die äußere Attacke abzuwehren. Es ist eine Weisheit bekannt, dass, wenn ein Hund mit einem Stock geschlagen wird, dieser, um sich zu retten, nicht den Stock oder sogar die Hand, sondern die Kehle desjenigen beißen sollte, welcher den Stock hält. Um diese Kehle zu finden, ist es sehr wichtig, sich die Struktur der modernen Welt vorstellen zu können, die Kräfte zu kennen, die Wirkenden in ihnen und die Orte ihrer Anwesenheit.

„Die Rettung der Ertrinkenden –
ist die Sache der Hände der Ertrinkenden selbst“

— (3.1) Gibt die Wissenschaft, welche sie repräsentieren, eine Antwort auf diese Fragen?
— Ja, sie gibt sie. Die Feinde Russlands – das sind globale Geldwucherer und die sie bedienenden Politiker, Journalisten, Berühmtheiten; übrigens nicht nur außerhalb unseres Landes, sondern auch innerhalb. Im letzteren Fall geht es um Regressoren, welche wertorientierte, intellektuelle und technologische Grundlagen unserer Gemeinschaft zerstören. Sie sind jedoch nur gesichtslose Funktionen einer globalen Matrix, Čapek’sche Salamander, über welche der Schriftsteller sagte: „Sie kommen wie Tausend Masken ohne Gesicht“. Mit anderen Worten, der Hauptfeind ist die globale Matrix, vergleichbar mit der Spinne Kankra aus „Der Herr der Ringe“ [AdÜ.: Im englischen Original bekannt als „Shelob“, eine Art dämonische Riesenspinne, welche Licht hasst und gleichzeitig begehrt, um daraus Netze aus Dunkelheit zu spinnen.], angewachsen auf planetare Ausmaße. Übrigens, die Idee einer globalen Matrix (G-Matrix) als Strukturen und Mittel, welche der globalen Bevölkerung ein bestimmtes Denkmuster aufzwingen sollen, wurde von Mitgliedern des Club of Rome noch im Jahr 1970 geäußert.

— (3.2) Gibt es einen Mechanismus, welcher wissenschaftliche Errungenschaften und praktische Politik (oder Diplomatie, oder was auch immer heute über die Aufgaben des Überlebens und der Macht entscheidet) verbindet in unserem Land?
— Die Aufgaben des Überlebens und der Siege muss in jedem beliebigen Land vor allem die Verwaltung des Landes lösen. Die Frage ist, wie gekonnt und ehrlich sie das tut, wie sehr sie sich mit ihrem Land identifiziert. Letztendlich zählt, wie entwickelt ihr Selbsterhaltungsinstinkt ist, um wie viel stärker dieser als der „Zugreifinstinkt“ [AdÜ.: bzw. Gier / Habsucht] und die Leidenschaft zum schönen Leben ist. Wenn das Letztere überwiegt, so taucht früher oder später die Geschichte in der Gestalt von Kankra oder dem eigenen Volk auf und sagt mit einem unschönen Grinsen: „Du hast dauernd gesungen? Ist ja ein Ding: nun geh, tanz’ auch ein wenig!“ Und dieser Tanz wird höchstwahrscheinlich ein Danse macabre sein – ein Todestanz.

— (3.3) Gibt es in Russland Kräfte, welche in der Lage wären, Russland zum Heil zu führen?
— Ich hoffe, es gibt sie. Aber generell, die Rettung der Ertrinkenden ist die Sache der Hände der Ertrinkenden selbst. Wie in der Internationale gesungen wurde: „Es rettet uns kein höh’res Wesen, / kein Gott, kein Kaiser, noch Tribun / Uns aus dem Elend zu erlösen / können wir nur selber tun!“ Wir brauchen lange zum „Aufschaukeln“, aber „fahren“ tun wir schnell. Somit gibt es immer Hoffnung.

— (3.4) Wie können wir sie [AdÜ.: die Kräfte] finden und bündeln?
— Der beste Weg zum Zusammenschluss ist die Sache auf Basis gemeinsamer Werte. Nur welche gemeinsamen Werte können ein Reicher und ein Armer, ein Dieb und ein Bettler haben?

— (3.5) Welche Ideologie muss Russland im 21. Jahrhundert annehmen?
— Ideologien hängen nicht im Supermarkt im Regal, sie werden während blutiger und brutaler Krisen geboren als Antwort auf die Frage, welche Zukunft wir für uns wollen, für unsere Kinder und Enkel. Die großen Ideologien der Moderne – Marxismus, Liberalismus (Dieser starb in den 1910er Jahren; nicht zu verwechseln mit dem, was heute im Westen und vor allem in Russland so genannt wird.) und Konservatismus wurden in Europa geboren, in der Epoche der Revolutionen 1789-1848.

— (3.6) Ist es nicht an der Zeit, dass in Russland ein kriegerisch-geistlicher Stand [AdÜ.: bzw. eine Klasse] geschaffen wird?
— Stände werden nicht geschaffen, sie entstehen im Laufe der Geschichte. Ich denke, dass die Zeiten der Stände, sowie der Monarchien, vorbei ist – „zu Ende gelebt“, vixerunt, wie es Cicero gesagt hätte. Zudem gab es in der Geschichte Russlands nie ein starkes Ständesystem, sowie nie eine starke Aristokratie.

— (3.7) Im Laufe der letzten 400 Jahre, am Anfang jedes Jahrhunderts, nahm Russland an Kriegen teil, welche ihr mit der Vernichtung drohten: 1610er – die Große Smuta; 1710er – der Große Nordische Krieg; 1810er – der Vaterländische Krieg mit Napoleon; 1910er – der Erste Weltkrieg. Ist es ein Zufall oder eine Regel? Jetzt laufen die 2010er.
— Ich kann ihnen andere Fälle nennen: Livländischer Krieg (1558-1583), Krieg mit Polen (1654-1667), Siebenjähriger Krieg (1756-1763), Krimkrieg (1853-1856), Großer Vaterländischer Krieg (1941-1945). Ihre Bedeutung ist nicht geringer, also gibt es hier keine Zahlenmystik.

— (4.) Die „Herren der Geschichte“ errichten ihre zukünftigen Gesellschaftsmodelle. In Verbindung damit taucht eine Reihe Fragen auf: (4.1) Kann jedes Modell, vom Menschen erdacht, funktionieren, also lebensfähig sein?
— Natürlich nicht jedes.

— (4.2) Ist jedes beliebige Modell fähig zur Weiterentwicklung?
— Dasselbe.

— (4.3) Gibt es Kriterien, mit denen man lebensfähige von nicht lebensfähigen Systemen noch in der Etappe ihrer Modellierung unterscheiden kann?
— Ich fürchte, es gibt keine. Wir können nur die Höhe der Wahrscheinlichkeit schätzen. Ein Modell kann schwächlich sein, aber die Welt dreht sich weiter, und das genannte Modell erweist sich als adäquat – das ist wie mit einer rezessiven Mutation in der Entwicklung von Biosystemen. Und anders herum: ein starkes, gut adaptiertes Modell, aber plötzlich ändert sich die Situation und es gilt: die Dinosaurier sterben aus, und marginale „Erdwühler“ erobern die freigewordenen, ökologischen Nischen.

— (4.4) Gibt es eine Methodologie, welche es erlaubt, wissentlich lebensfähige Systeme zu bauen?
— In einer sich gezielt ändernden Welt sind eher Prinzipien einer negativen Reihe möglich – d.h. das, was man möglichst nicht tun sollte.

— (4.5) Haben wir unser eigenes Modell der Zukunft?
— Bisher sehe ich sie nicht. Und überhaupt werden Modelle im Kampf geboren, insbesondere – im Widerstand gegen das Böse.

 

58 Gedanken zu „Andrej Fursow: Die Welt von morgen (1)“

  1. Ein gewaltiger Text von einem der weltweit klügsten und kenntnisreichsten Männer seines Fachgebietes. Wobei alsogleich noch ergänzend anzumerken ist, dass Fursow einer jener beklagenswert wenigen Fachleute ist, die nicht nur die Grenzen des eigenes Fachgebietes überwinden, sondern eben durch das Verweben und die ordnende Kontextualisierung kräftig an Tiefe und Gewicht gewinnen.
    In den usppa existiert wirkliche Geisteswissenschaft naturgemäß ebensowenig wie einem Schweinestall und bei uns muss man schon feiern, wenn ein „geisteswissenschaftler“ in der Qualität des Denkens und der Betrachtung den Schritt aus dem Stall auf die eng eingehegte Pfuhlwiese schafft. Ein betrüblicher Beleg für die Richtigkeit von Fursows Sicht.

    Nur um mal ein Licht darauf zu werfen, was ich meine, wenn ich Fursow als Großen und weit und klug über den Tellerrand Hinausblickenden beschreibe: Der Mann hat (vor einiger Zeit) unter anderem mal eben das komplette ukro oligarchen System mit allen wesentlichen Clans inklusive westlicher Anbindungen beschrieben.

    Ein Kommentar reicht vorne und hinten nicht, um dieses Gespräch mit Fursow zu würdigen und ich muss mich gerade mühen, meine aufrichtige Freude darüber, dass Russland solche Menschen hat, nicht durch ein wenig tristen Neid trüben zu lassen; umso mehr haben wir Artur zu danken, der uns einen deutschsprachigen Zugang dazu verschafft.

    Ich werde also immer mal wieder, denkbarerweise auch in Form eines Dies & Das auf dieses Interview zurückkommen, das interessierte Teilnehmer Wochen lang nähren kann mit Denkanregungen und Erkenntnisrampen.

    Hier will ich einstweilen einen Punkt herausgreifen, der mit Arturs Übersetzung dieser Tage (der „lustige“ Bericht) korrespondiert: Fursow zeigt (noch?) nicht Richtung Kreml, aber auch er spricht einen sehr bedeutsamen Punkt an: Was ist Russland, was macht Russland aus?
    Sicher, schwer angegriffen von diversen Seiten und auf diverse Arten, steht man im Kreml unter Druck, Antworten auf die unmittelbar drängenden Fragen zu finden, allerdings: Die unvermeidliche und existentielle Kernfrage, darauf weist Fursow deutlich hin, *muss* Antwort finden, ganz gleich, wie sehr man unter Beschuss steht.

    Man kennt nun beide Extreme in Russland, den Kommunismus in diversen Schattierungen und Ausprägungen wie auch den Kapitalismus und dessen Extremform, die oligarchie. Allerdings, auch das deutet Fursow unmissverständlich an, sind beide zu weiten Teilen (abgesehen von einer recht kurzen Periode) letztlich hässliche Söhne der selben Hexe.

    Ich habe lange darauf hingewiesen: Das Handeln des Kreml, war keineswegs blütenrein klug und friedlich; es hat tausende Leben gekostet und, weniger sichtbar aber schlimmer, es hat ein Russland mit kompromisswabernden Konturen als handelnde Figur gezeigt – und genau so wurde es auch von washington behandelt.
    Kämpfe nur im ässersten Notfall, Kompromisse bis in die Demütigung, höfliches Lächeln in alle Richtungen, zu viel seichte Diplomatie, zu viel Toleranz gegenüber den oligarchen.

    Wohlgemerkt, Putin hat gut daran getan, Recht und Gesetz zum ultimativen Maßstab zu machen und er hat auch gut daran getan, Krieg wo möglich zu vermeiden, keine Frage.
    Allerdings: Was ist Russland? Diese Frage *muss* beantwortet werden und sie muss so beantwortet werden, dass sie der russischen Seele entspricht, dass aus der Geschichte gelernt wird und vor allem mit klaren Konturen.

    Man wird, um beim Beispiel der oligarchen zu bleiben, nicht mit Mord und Totschlag agieren müssen; Russland wird von einer sauberen juristischen Verarbeitung profitieren, ebenso wie es davon profitieren wird, Kapitalismus nicht in jeder Form rundweg zu verteufeln, aber die oligarchen *müssen* enteignet und werden vor allem müssen sie *aller* politischen und medialen Macht verlustig gehen.

    Und schlüssig muss sie sein, die Antwort. Wenn Russen in Russland frechen „flüchtlingen“ grob und schmerzhaft beibringen, wie man mit russischen Frauen umgeht, dann kann ständiges Wabern und Schlängeln im Kreml angesichts von unerhört dreisten Attacken von drittklassigen Kötern keinesfalls der russischen Persönlichkeit entsprechen. Nein, russisch wäre, mit kläffenden Kötern in berlin oder in littauen nicht anders umzugehen als mit frechen „flüchtlingen“ in Murmansk.

    Das alles ist wohlgemerkt keinesegs Theorie, über die man plaudern und allerlei verschiedener Ansicht sein kann. Wenn Givi und Motorola tot sind, wenn Abertausende Russen im Donbass tot sind, wenn Russen in Odessa elendiglich verreckten, dann geschah das auch – und konnte geschehen – weil man im Kreml allerhand Antworten auf allerhand Fragen hatte – nur auf die eine entscheidende nicht. Was ist Russland?

    1. „Man kennt nun beide Extreme in Russland, den Kommunismus in diversen Schattierungen und Ausprägungen? (den müssen sie mir mal zeigen, den Kommunismus) wie auch den Kapitalismus und dessen Extremform, die Oligarchie. Allerdings, auch das deutet Fursow unmissverständlich an, sind beide zu weiten Teilen (abgesehen von einer recht kurzen Periode) letztlich hässliche Söhne derselben Hexe.“

      Dieser Satz ist an Dummheit nicht zu überbieten. Nicht zu überbieten deshalb, weil sie keine Ahnung vom Marxismus-Leninismus (Die großen Ideologien der Moderne – Marxismus… – Fursow), den Grundlagen des Kommunismus, haben, und da Sie nicht haben, verstehen Sie selbst Andrej Fursow nicht im Geringsten. Ihr Anti-Kommunismus vernebelt ihnen das Denkvermögen und die Sinne. Ihr ganzer Kommentar ist pseudo-intellektueller Quark, weil sie Fursow nicht verstanden haben, genauso wenig wie sie die Geschichte Russlands nicht kennen und die Geschichte der Sowjetunion schon gar nicht. Aber gut formulieren können Sie. Trotzdem, wie schreibt Belinski, ein russischer Literaturkritiker, Publizist, Linguist und Philosoph so richtig:
      „Für niedrige Naturen gibt es nichts Angenehmeres, als sich für ihre Nichtigkeit zu rächen, den Schmutz ihrer Ansichten und Meinungen auf alles Große und Heilige zu werfen“.
      Nebenbei, allein weil Ihnen ab und zu solche „Missgriffen“ wie die mit dem Artikel von Fursow „gelingen“, schau ich noch ab und zu hier rein. Ansonsten ist auch hier, auf dieser Seite, genau die Entwicklung zu sehen, die Fursow so exzellent beschreibt.

      1. „Für niedrige Naturen gibt es nichts Angenehmeres, als sich für ihre Nichtigkeit zu rächen, den Schmutz ihrer Ansichten und Meinungen auf alles Große und Heilige zu werfen“.

        Wir hätten Sie sicher auch ohne konkretes Beispiel verstanden, aber Danke, dass Sie es auf sich nahmen, das gleich mal vorzuführen!

        1. Oh,…da ist aber der Stachel tief ins eigene Fleisch gegangen. Da muß der Gelegenheitsleser aber mächtig gezuckt haben.
          Ja, wenn Fettwänste das eigene Volk , welches verzweifelt seine Kultur bewahren möchte, als Pack beschimpfen, dann wäre der zitierte Satz des Philosophen durchaus angebracht gewesen.
          Kompliment, Herr Russophillus, wie Sie diesen Klugscheisser ausgekontert haben.

  2. *** Die Europäer haben eine ihrer Grundlagen aufgegeben – ihr Arbeitsethos ***
    Da muss ich diesem Groß Denker widersprechen, im Verborgenen, bei Ablehnung, innerhalb der herrschenden Kapitalverwertung Gesetzen, ausschließlich nur für den engen Vorteil, einiger weniger und fürs eigene Ego, dabei aber gegen die Interessen, der Menschheit zu arbeiten, ihnen unsere Geistigen Fähigkeiten zur Ausschlachtung zu Überlassen, entwickeln wir unsere Fähigkeiten und pflegen unser Arbeitsethos, ich nenne es immer MEINE HANDWERKER EHRE in einem eng begrenzten Umfeld, von Gleichen, um es so Aufrecht zu halten, damit es nicht Verloren geht. So wie die Errungenschaften des Römischen Reich, die teilweise, erst Heute wieder rekonstruiert werden, zB. Beton der unter Wasser aushärtet und Ungeheuer stabil und Langlebig ist.
    Wenn das Gesellschaftliche Umfeld, für unsere Entwicklungen, da ist, so werden die im verborgenen, unterhalb des Aufmerksamkeit Horizont, der Herrscher und deren Erfüllunggehilfen, gebliebenen Entwicklungen und Techniken, für die Allgemeinheit verfügbar sein. Das betrifft auch alle Entwicklungen und Techniken, die zu Langlebig konstruiert worden sind und sich so den Kapital -verwertung Interessen entgegen stellen oder Entwicklungen und Techniken, die es nicht zulassen, mit dem Verkauf von Betriebsmittel, permanent Schmarotzen/Verdienen zu können.

    1. „in einem eng begrenzten Umfeld, von Gleichen, um es so Aufrecht zu halten, damit es nicht Verloren geht.“

      Sehe ich auch so. Und meine Kinder auch. Was große (nicht mehr) Ganze angeht, ist mir das aber erstmal gleichgültig geworden. Stoiber hat das vor 2 Jahren gut erkannt, er meinte damals, „etwa sei zerbrochen“ in Deutschland.

  3. @Felix
    Beton ist schon immer unter Wasser ausgehärtet. Es ist sogar optimal für Beton, es sind die Laborbedingungen.
    Ich will damit nicht belehrend wirken.
    Ansonsten bin ich deiner Meinung, gerade was das Weitergeben von Fähigkeiten betrifft, steckt das doch in uns.

    1. Sehr geehrter tommmm, sie meinen die modernen mit Kunststoff “ vergüteten “ Betonmischungen, aber wie lange die halten wissen wir ja, die Rheinbrücken, aus Beton, bei uns, sind alle Marode und müssen Abgerissen werden, nach 30 Jahren. Die Brücken und Bauwerke aus dem Römischen Beton, halten 2000 Jahre und länger und länger.
      Das ist der Praxistest
      Die Archäologen sind darauf gestoßen worden, als sie Römische Hafenanlagen, weit vom Ufer, unter die Lupe nahmen.

      1. @Felix,

        nein, ich meinte es so, wie ich es sagte. Es ging um das „Aushärten“ unter Wasser, genaugenommen die chemische Reaktion der Zementmoleküle mit dem Wasser. Ich wollte es einfach nicht so stehen lassen, das es den ansonsten guten Kommentar entwertet. Wenn ich Sie jetzt doch persönlich angegriffen habe, bitte ich um Entschuldigung.
        Ich möchte diese OT- Diskussion jetzt auch beenden, oder gerne woanders fortsetzen, wenn Bedarf besteht, muss noch über den Artikel nachdenken.

  4. Vielen Dank an Artur für diesen hervorragenden Artikel von Fursow.Ich denke Russland ist ziemlich gut für die Zukunft gerüstet,wenn es so kluge Köpfe wie Fursow und andere in seinen Reihen hat.Auch in der medizinischen Forschung(Mittel gegen alle Formen von Krebs),Flugzeugbau(Su 35s,Su37,Tu 160,usw.),Raketen(Kalibr,usw.)und in den Wissenschaften(Kristalle züchten,usw.) vor allem aber mit seinem Volk wo der Glaube und die Natur eine Harmonie des gemeinsamen fliessens ergeben,wo Kinder die Namen der Vorfahren bis zu sieben Generationen zurück nennen können.Um so ein Russland muss man sich keine Sorgen machen.Wenn ich dagegen den Artikel 1:1 auf meine Heimat Deutschland übertrage,dann spüre ich schon den Sog des Abflusses der Geschichte.Aber noch besteht die kleine Change das die Zionisten ihr Endziel nicht vollenden können.
    Grüsse an alle!!

  5. Ah, endlich mal was von Prof. Fursow, einer der besten die ich bisher gelesen hatte. Sehr gute Wahl.
    Er wird hier leider zu selten als Text eingestellt, obwohl er ein brillanter Kopf ist, der hervorragende Analysen erstellt.

    Weitere Texte von Ihm:
    http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1048 (Syrienkriegsanalyse in Bezug auf Russland)
    oder auch
    http://www.chartophylakeion.de/blog/2014/05/13/fursow-ukraine-rammbock-gegen-russland/#.WL_xOGczXcs

    Danke nochmals für den Text.

  6. Man kann Artur nur dankbar sein, das er uns diese Welt der russischen Wissenschaften und hervorragender Denker ins Deutsche übersetzt.
    Welch gewaltige Gedanken, ich freue mich auf Teil 2.
    @Reagawuermle
    „Aber noch besteht die kleine Change das die Zionisten ihr Endziel nicht vollenden können“.
    Leider, das gestehe ich, bin ich da absolut nicht mehr so optimistisch mit dieser Gesellschaft und den geistigen Zerstörungen die eine diffuse merkelsche Regierungszeit im deutschen Volk bis jetzt angerichtet hat.
    Die geistigen Zerstörungen sind mMn wesentlich tiefgehender und gravierender und in ihrer Langzeitwirkung vor allem im Bildungsbereich, noch gar nicht abschätzbarer als die kurze Zeit der NS Regierungszeit von 33 bis 45 des vergangenen Jahrhunderts.
    Einem Volk welchem die Vergangenheit und deren geistige Größe geraubt und zerstört wird, dem wird wohl auch eine absehbare Zukunft als Volk und Nation, wie von Fursow dargestellt, verwehrt sein.

    1. Jein.

      Die ziocons haben fertig. „Vault 7“ indiziert weit mehr als die Oberfläche vermuten lässt. Damit ist das Ende des Köters des Köters eingeläutet.

      Allerdings – und da sind wir bei Fursow: Kaum jemand hat eine brauchbare (nicht romantisch verklärte Milchmädchen) Antwort auf die Frage „und dann? Was machen wir, wenn wir plötzlich befreit sind von der elenden Brut?“

      Und, wichtig: Trump ist kein netter Mann und aus den usppa wird noch mehrere hundert Jahre keine homo sapiens Zivilisation. Es ist zwar auch für uns gut, wenn trump diesen Krieg gewinnt,aberer führt ihn *nicht* für uns. Wir werden nur relativ wenig Zeit habe, uns – auch innerlich – zu rüsten für den nächsten Durchgang. Und Russland ist dabei von absolut existentieller Bedeutung.

      1. Sehr geehrter Russophilus, sie fragen. Kaum jemand hat eine brauchbare (nicht romantisch verklärte Milchmädchen) Antwort auf die Frage „und dann?
        Da gibt es wie immer, schon lange Antworten drauf. Bei meinen Gesprächen, mit Managern, der neuen Generation, die sehr genau WISSEN, das es so mit dem Wahnsinn, nicht mehr lange gut gehen kann, Bekam ich damals, immer den Hinweis, auf die Arbeit, von Silvio Gesell, dass Wehre die Organisations-Struktur, wie die Menschheit, Frei, Gerecht, Kreativ, Nachhaltig und Ethisch einwandfrei, miteinander Leben und die Menschheit, zu neuen Entwicklungsstufen, weiter Entwickeln kann, weil es nicht mehr möglich ist, Herrschaft Strukturen aufzubauen und andere zu Versklaven, eine Gesellschaft, von Freien und Sozialen Individuen.

        1. Leider nein.

          Diese Frage muss nämlich letztlich das Volk beantworten. Irgendeine Führung kann sie nur einstweilen und „treuhänderisch“ beantworten und die Menschen anleiten und begleiten auf dem Weg zurück in das, was sie waren und eigentlich sind.

          Die heutigen deutschen sind zum größten Teil so indoktriniert, in die Wirre getrieben und verblödet, dass sie nicht einmal den Einstiegspunkt finden, ja nicht einmal die Notwendigkeit, um sich zu wissen, erkennen würden.

          Das ist einer der entscheidenden Vorteile der Russen. Sie wissen um diese Wichtigkeit und vor allem auch Dank Putin sind sie auf dem Weg und haben schon eine recht brauchbare Basis.

          1. Sehr geehrter Russophilus, mit der Einschätzung, unserer Mitbewohnern, haben sie VÖLLIG Recht. Nur wenn dieses System an die Wand gefahren ist, dann greifen die Menschen, nach jedem Strohhalm, warum eigentlich nicht mal, nach dem richtigen. Was ich aus meiner politischen Arbeit sagen kann, wenn die Menschen, einen Moment, zB. wegen einem Streik, aus dem Hamsterrad raus sind, entdecken sie plötzlich, ihre ware Natur, entdecken das sie noch ganz andere Talente haben und haben viel Freude, bei dem Ausforschen dieser Talente. In solchen Situationen, kommt der eigentliche Mensch zum Vorschein, wegen dieser Erlebnisse, bin ich sehr zuversichtlich, was die Stunde NULL anbelangt.

            1. Ich will nicht grob sein, aber wissen Sie, was ich sehe? Ich sehe vor allem verwöhnte deutsche, die nicht in ihrem Lala-Märchenland-Aufenthalt gestört werden wollen. „flüchtlinge“ als das bezeichnen, was sie sind, nämlich Invasoren? Um Himmels Willen, wie unfein und verstörend! Die Invasoren mit der nötigen Härte vertreiben und nötigenfalls auch zu töten? Aber nein, das passt doch so gar nicht ins Lala demokratie rechtsstaat uns-geht-es-gut Märchen!

              Nein, nein, wir wollen nicht gestört werden bei unserem Aufenthalt im Lala Märchen Land. Uns ist ja nicht mal zuzumuten „tote Kuh“ auch „tote Kuh“ zu nennen; nein, wir wollen das Fleisch bitte hübsch und steril verpackt, vielleicht mit Blümchen darauf und heissen soll das Ganze doch bitte „lecker Schnitzelette“.

              1. AMEN! 😉

                mal gänzlich von dem perfekt umgesetzen plan der vollkommenen umerziehung der deutschen, ist es eigentlich überall das gleiche problem, welches du hier aufzeigst: dermaßen degenerierte wolhstandgesellschaften, bis zum anschlag vollgefressen.
                was mit solchen völkern und gesellschaften IMMER widerfährt, mal früher mal später, lässt sich in der geschichte sehr leicht recherchieren.
                insofern ist alles gut so wie es ist und es wird alles so kommen wie es muss, rein von mutter leben aus betrachtet.
                das einzige was mich daran traurig macht, wie das erbe der ehemals wehrhaften vorfahren mit füßen getreten und komplett verachtet wird.
                aus diesem grund geht es mir inzwischen zu 100% am po vorbei, was aus dieser und allen anderen köterrassen geworden ist und wie debil es seinen eigenen untergang bejubelt.
                allerdings weiss ich auf der anderen seite immer noch nicht, an welchem plätzchen der erde, ich meine kinder in die welt setzen soll…..

                ————————————-
                Bitte geben Sie keine Phantasie- sondern eine gültige und funktionierende email Adresse an – Russophilus (P.S. Ich bin nicht „Du“)

                1. „Bitte geben Sie keine Phantasie- sondern eine gültige und funktionierende email Adresse an – Russophilus (P.S. Ich bin nicht „Du“)“

                  natürlich gebe ich keine meiner mail adressen an, wozu auch?
                  und für mich ist jeder „du“, da ich kein freund von klassendifferenzierenden sprachen bin und absolut überhaupt nichts mit respekt, höfflichkeit oder sonst etwas zu tun hat!

                  ——————————
                  Dann war das Ihr letzter Beitrag hier.
                  Nicht weil Sie darauf bestehen, mich zu duzen; das würde nur dazu führen, dass ich (als Teilnehmer) jedwedes Gespräch mit Ihnen ablehne. Sondern weil Sie sich weigern, eine funktionierende email Adress anzugeben – Russophilus

        1. 1) Ich habe aus fachlicher Sicht mal einiges angesehen und sehe es anders als die Lügenmedien.
          2) Die Reaktionen in den usppa zeigen deutlich, dass es echt ist.
          3) Wir werden – und zwar recht bald – die Folgen erleben.

          1. Zum Thema CIA und abhören in Frankfurt möchte ich folgendes beitragen:
            Mein Freund Günther (selig) hat vor 35 Jahren in der Telefon-Schaltzentrale der Post in Frankfurt, irgendwo hinter dem Hauptbahnhof, gearbeitet. Er hat damals schon berichtet, dass aus dem Gebäude „armdicke“ Kabelstränge zu den Amis abgezweigt wurden. Er meinte es ginge wohl hauptsächlich um Industriespionage.

            Soweit weiss das ja auch eigentlich jeder, zumindest die die dort gearbeitet haben.

            Was mich aufregt ist, dass in diesen Jahren alle möglichen verschiedenen Konstellationen von „Volksverdrehern“ an der Regierung waren und keine Regierung und kein BND irgend etwas unternommen haben und heute noch überrascht tun.

            Durchmischen und durch den Abfluss entsorgen, scheint mir die richtige Strafe für uns, haben wir doch versäumt, rechtzeitig ein zu schreiten.

            Noch eine Frage:
            der „Honigmann“ hat wohl 8 Monate ohne Bewährung bekommen.
            Wenn wir hier im Dorf, oder ich privat, über „Leuchter-Report“ sprechen, kreist dann morgen um 5:00 Uhr die Drohne ums Haus?

            1. Möglich. Vermutlich. Allerdings ist das irrelevant, weil wir hier weder den holocaust anzweifeln (es waren 6 mio., keiner weniger, Amen), noch antisemitische Inhalte befördern. Wer hier ein bisschen gelesen hat, der weiss, dass ich hier nichts anti-jüdisches dulde.

              1. Was sagen Sie dazu: Bei Menschen mit Staatsangehörigkeitsurkunde und kritischem Hinterfragen werden aktuell *sek-kommandos* um 6 Uhr morgens in die Hütte geschickt, um die zu *dissen*. Zersetzung ist angesagt. Egal ob politisch oder juristische korrekt.

                1. Dazu sage ich: Was bitte, habt ihr erwartet? Dass merkel und Komplizen abdanken mit einer abschließenden Erklärung „wir haben euch alle gewaltig verarscht und ausgeplündert, aber wir sehen es ein, dass wir erwischt wurden“?

                  *Natürlich* jagen die euch; immerhin seid ihr die, die erkennbar den Kopf rausstrecken und „Nein“ sagen.

                  Merke: Sorge erst dafür, dass du Kameraden neben Dir hast, einen gut durchdachten Plan und eine Waffe, mit der Du auch umgehen kannst, ehe Du „fickt euch!“ sagst.

                  Fursow erklärt es doch deutlich (ich auch, aber natürlich weitaus simpler und weniger gekonnt): Es muss erst ein „wir“ geben und zwar eines mit klaren Konturen und mit Geschlossenheit trotz Vielfalt. Und ehe es das geben kann, muss es eine brauchbare Verortung von „ich“ und von Realität (im Gegensatz zum Lala Märchen) geben.

                  Deshalb bin ich auch sehr gelassen, wenn man uns hier manchmal vorwirft, wir würden ja nur reden. Nein! Wir tun das Nötige, das in der jetzigen Phase Angemessene und mithin das für die ziocons schlimmste Denkbare: Wir wecken auf und helfen beim Erkennen der Realität.

                  Ich finde das mit den Reichsbürgern (im Sinne von „wir sind Deutsche aber keine Sklaven dieser zio-diktatura“) ja sympathisch, aber ihr seid zu früh dran, ihr macht den dritten Schritt noch ehe der erste solide auf dem Boden ist.

                  1. Russophilus
                    Also in der „gs szene“ wird überwiegend eigentlich auch *nur* aufgelärt. Es gibt da keine homogene Gruppierung. Das ist ja deren Problem und vielleicht auch die Stärke der „Bewegung“. Ich sehe in dem Bereich noch nicht den 3.Schritt, sondern gerade den 1.. So Konstrukte wie z.B. die freistaat preussen bewegung sind m.e. Vfs betreut und auch inhaltlich auf dem Holzweg. Vielleicht machen die hier härteren Druck, weil das Thema im Gegensatz zu den geopolitischen greifbarer, unmittelbarer für die schlafschafe sein könnte?

  7. Ich rede vom deutschen Volk…was sie wahrscheinlich auch verstanden haben…aber die Selbstheilungspotenzen sind schon ziemlich weit abgeschliffen….mag sein das noch Wurzeln existieren aus dem Gutes sprießen kann…aber dafür dürfte es zu spät sein….wenn wir nur unter uns wären…chachascho…aber die zerstörenden Faktoren der unablässig ins Land strömenden feindlichen und unkalkulierbaren Faktoren in Form vollkommen fremder, unzivilisierter und ungebildeter Wirtschaftsschmarotzer und unter dem Eindruck eines total paralysierten Regierungsapparates der deutsch- und volksfeindlich agiert, sehe ich zZ jedenfalls keine stabilisierenden Tendenzen…im Gegenteil…egal wer die Wahl 2017 gewinnt….ein Trump spielt da überhaupt nicht kein Rolle…die Manipulationsinstrumente sind in „feindlicher Hand“ und ich sehe keinen Weg, ohne Gewalt, diese in den Griff zu bekommen…die ideologische Verblödung ist unwahrscheinlich voran geschritten….

    1. @@@ R.B.

      das es noch potential gibt im deutschen volk sieht man doch daran wie hysterisch und immer gewalttätiger gegen andersdenkende gehetzt wird. sei es nun afd oder pegida oder wer auch immer, selbst dieser im kern eigentlich systemtreue polizeigewerkschafter kriegt ja jetzt gerade die volle ladung systempresse ab.
      entladen wird sich die situation in gewalt, es wird eine spezielle art bürgerkrieg geben kurz aber an den brennpunkten sehr heftig und konzentriert, vor allem dort wo es jetzt schon kriminelle zentren und „no go“ gebiete hat. da man realistisch betrachtet heutzutage keine millionen mehr eliminieren kann wird als ergebniss deutschland wieder geteilt sein in „dunkeldeutschland“ dessen zentrum ostdeutschland ist und in eine indifferente multikultimüllhalde

      1. Nahezu alles ist von der Lüge beherrscht und zwar in mannigfaltigen Formen; eine davon ist die der Wichtigkeit des Anscheins.

        Und so machen wir uns vor, jemand (wer denn?) werde irgendwie eine ordentliche Regierung einsetzen und dann alle vor Gericht bringen.

        Wir haben gelernt, Angst zu haben und alles muss hübsch verpackt sein; „rechtsstaatlich“ ist ein Beispiel für eine hübsche Verpackung. Das wird aber nicht funktionieren, denn Richter und Staatsanwälte zerren sich nicht selbst vor Gericht und ausserdem erleben wir das doch gerade: Die „flüchtlinge“ gehen vor Gericht und dann in Berufung und verschleppen … und irgendwann in ein paar Jahren wird mansagen, es sei unzumutbar, jemanden, der so lange schon hier ist, nun abzuschieben.

        Und selbst wenn wir, mal optimistisch geträumt, noch sehr viele anständige Leute im Rechtsapparat hätten, wie bitte sollen die denn Millionen flüchtlinge und dazu noch zig, eher hunderttausende „demokratie“ Ratten, durchschleusen? Oder wollen wir als Land ein, zwei Jahrzehnte damit zubringen?

        Aber träumen wir optimistisch weiter und gehen einfach mal davon aus, das wäre möglich und würde auch getan: Wo bitte sollen denn dann all die Verurteilten schmoren? Oder wollen wir dann noch ein Jahrzehnt damit verbringen, ausreichend Gefängnisse zu bauen und dann eine Armee von Wächter schaffen?

        Das ist alles lala Land und Selbstlüge. Wir werden nicht umhin kommen, auch mal eine Weile hässliche Dinge zu tun, sehr hässliche Dinge.
        Stichwort 48 Stunden oder Kugel. Stichwort hartes Arbeitslager für jene, bei denen Umerziehung sinnlos ist und Umerziehungslager (mit Arbeitsanteil) für jene, die noch nicht ganz verloren sind. Das Ganze mit wenig Personal, aber locker sitzender Waffe. Stichwort zeit- und ergebnisoptimierte Verhöre. Stichwort „insoweit du anständig warst, kannst du dir in zwei Jahren Arbeitslager die Rückreise verdienen und dann gehen, ‚flüchtling'“.

        1. @russophilus – D’accord.

          Harte Worte – aber aufgrund dessen, was hier im lala-Land und drum herum abgeht, scheint es die einzige Möglichkeit zu sein, der Pest Herr zu werden.
          Die Zeit für nette und tolerante Floskeln neigt sich stark dem Ende zu.
          Vorläufig scheint allerdings noch eine gewaltige Schadensvermehrung notwendig zu sein, um die kritische Masse an Schlafschafen zu wecken und ihnen klar zu machen, dass es keine Alternative gibt zur angedeuteten Wildwest-Methode. Immerhin geht es um unser Überleben als autochthones Volk oder aber Knechtschaft unter dem Invasorenabschaum.

  8. Vielen Dank, Artur, für die Übersetzung dieses hochinteressanten Textes. Auch ich kann nicht neidlos auf dieses Land blicken, das solche kompetenten Denker hervorbringt.
    Wenn man sich dann unsere „Geistesgrößen“ in Politik und veröffentlichen Publikationen anschaut, da möchte man doch vor Scham im Erdboden versinken.
    Hier hat die Umerziehung zu konsumierenden Zombies bereits so große Fortschritte gemacht, dass ich für die Zukunft unseres Landes wenig Hoffnung habe, dass es in absehbarer Zeit sich zu einem Besseren wenden werde.

  9. Vielen Dank für diesen Text. Eine tiefgründige Analyse , die nur schwer zu verdauen ist. Etwas atemlos bleibe ich zurück, der Sand in der Eieruhr rinnt und rinnt unaufhaltsam, bis Europa im Loch der Geschichte verschwindet. Ratlosigkeit macht sich breit.

  10. @R.B. seien Sie doch nicht so pessimistisch.Unsere Lage ist zwar besch…eiden aber man kann schon etwas Licht in der nahen Zukunft erkennen.Unsere re-Gierung ist über den Punkt, wo es noch ein zurück gab,längst hinaus geschossen.Die Welt schrieb am Wochenende das die Diktatura (Merkel,Altmeyr,die Sachsensumpf Misere,Heissluft-Host,Steinmeyer und Siggi-Pop)vorhatten die Grenzen zu schließen.Aber Ferkel hat kurz vor knapp alles umgeworfen,zwecks die tollen Bldaa von ihr und ihren „bereicherern“.Ergo Ferkel hat eigenmachtig gegen GG und Dublin bzw.eu-Recht verstossen.Dazu hat sie „Ihr“Volk angelogen mit der Aussage das man die deutsche Staatsgrenze nicht schützen könne.Nun kommt zu der ganzen Sache die Frage, wer denn die ganze Musik bezahlt!!??Die Kommunen und Länder sicher nicht,denn die sind schon lange Blank.Also der Bund oder der Staat soll aufkommen.Aber der will auch nicht da die Kosten ja durch etliche Gesetzesbrüche-Verfassungsbrüche von Frau A.Kasner(Merkel) entstanden sind.Also viel Arbeit für die Gerichte.Desweiteren sind bald Wahlen in Holland ond Fronkreisch.Und nach dem Österreichschen Wahlbeschiß…muß sich die Zio-Meute um viele Baustellen kümmern.Auch in den usppa unter Trump geht es dem Massenmörder Obomba und seinen Democrats-Morderfreunden bald an den Kragen.Auch bezüglich der Annektion von Mitteldeutschland durch die BRD ist, so hört man aus der Duma auch noch etwas Klärungsbedarf nötig.Vor allem da ja unsere Politster-Verbrecher meinen das wenn man schon auf GG ,Dublin,usw.scheißt,man es mit dem 4+2 Vertrag und den Vereinbarungen bezüglich nato-Osterweiterung nicht so genau nehmen muß.Ja und zu guter Letzt muß ja auch noch unser alter und neuer Bundespräsi zu ihren Rollen in der Ukraine und Syrien(Aleppo) vor einem ordentlichen Gericht geklärt werden.Kleine Schritte führen auch ans Ziel.
    Grüsse an alle!!

  11. „die ideologische Verblödung ist unwahrscheinlich voran geschritten….“

    und

    „Umerziehung zu konsumierenden Zombies“

    Wenn sie zu ihren Befürchtungen noch ein zwei drei oder mehr Schippen drauflegen, liegen sie fast richtig.

    OT aber ……….Auszug aus DWN Interview mit A. M

    Albrecht Müller: Das war ganz gewiss so. Das Problem wird dann sichtbar, wenn man wahrnimmt, dass die Arbeitslosigkeit viel höher ist, als jeweils von der Bundesregierung oder Herrn Weise von der Bundesagentur verkündet wird. Im Februar 2017 waren nicht die nur verkündeten 2,76 Millionen, sondern fast 4 Millionen arbeitslos. Die Differenz war aus der Statistik hinaus definiert. Unter den registrierten und gezählten Arbeitslosen sind viele Langzeitarbeitslose.

    Wenn heute trotz vergleichsweise hoher Arbeitslosigkeit über Facharbeitermangel geklagt wird, dann steckt dahinter die gleiche Überlegung. Man will nicht so viel zahlen, wie nötig wäre, und stattdessen neue Arbeitskräfte von außerhalb des Landes anwerben.

    Wir haben heute Millionen Menschen in Deutschland, die kein Vermögen und keine soziale Absicherung haben. Das ist eine fundamentale politische, gesellschaftliche und kulturelle Veränderung.

    Bei der Agenda 2010 und bei Hartz IV geht es vor allem um die Verwaltung von Arbeitslosigkeit.

    70% der Arbeitslosen werden im Hartz IV verwaltet.

  12. Danke an Artur für die Bereitstellung dieser Abhandlung über den Zustand der Zivilisation und ihrer Ausblicke aus einer russischen Sicht !
    Ja, wie auch Russophilus es im Anschluss andeutet: Ein großer Text eines außergewöhnlichen russischen Denkers. Dank und Anerkennung auch und besonders ihm für diesen Ausflug in einen größeren Kontext.

    Es tut gut zu wissen, dass wenigstens noch in Russland in gesunder und brillanter Weise nachgedacht und artikuliert werden darf, ohne gleich wegen irgendwelcher rechtlicher „Anmaasungen“ gerichtlich belangt und sozial kastriert zu werden, wie es in der schönen neuen „Umvolkungszone Merkeldeutschland“ schon an der Tagesordnung ist.

    Um aus dieser Tristesse rauszukommen, haben wir noch sehr viel Arbeit vor uns, hier in der „westlichen Wertegemeinschaft“.
    Ein paar kleine oder große Wunder wären zusätzlich wünschenswert angesichts der Schwere der kollektiven Erkrankung hier zu Lande… ich würde gern darum bitten, aber angeblich ist das ja kein Wunschkonzert, sondern UNSERE Aufgabenstellung.

    Und so sehe ich auch wie mancher andere Kommentatoren hier die Dinge in ihrer Dramatik, die Wach-sein und Entschiedenheit erfordern in dieser Auseinandersetzung, für die es wahrscheinlich in der bekannten Geschichte von auf- und untergehenden Imperien keine Vorlage gibt: Eine geistig-moralische Konfrontation mit dem Krankhaften, das allem wahrhaft Menschlichen feindselig gegenübersteht.
    Klingt vielleicht abstrakt, hat aber durchaus das Potenzial, sich u.a. in militärischen und sozialen Eruptionen in der physischen Welt zu manifestieren, als epische Schlacht, mit den allseits bekannten Nebenwirkungen wie Massensterben, Blut, Schweiß und Tränen…
    Das ganz große Ding also, das nach Vorgabe der höheren Regieanweisung ablaufen wird, ohne Rücksicht auf die Kleingeister, die der Dimension nicht einmal gedanklich gewachsen sind.
    Aber, wie es heißt, wenn das alles überwunden und durchlitten sein wird, gibt es etwas neues und besseres.
    So steht es verzeichnet, in uralten Texten, und so mag es dann kommen.

  13. @Artur
    herzlichen Dank, schon allein für die Auswahl dieses Textes und natürlich die Übersetzung. Ich wär da nie draufgekommen.

    Der hat es in sich. Und ist wahr. Haben wir in D. einen einzigen Menschen, der in diesen Bahnen denken kann und auch noch Gehör findet ? Rethorische Frage, ich weiss.

    Ein wunderbares Zitat zu dem Komplex, wie man als Nation
    überlebt:
    „Erfüllen kann man es nur mit der Schaffung eines sozialen Systems, basierend auf sozialer Gerechtigkeit, dann werden Staatsmacht und Heimat ein und das selbe. “
    genau wie dieses:
    „…In diesem Kampf werden nur geeinte soziale Systeme überleben und siegen, verschweißt durch einen gemeinsamen Wertekodex, charakterisiert durch eine minimale soziale Polarisierung und einer hohen Prozentzahl an Wissensträgern, im Grunde Nationalunternehmen. “
    Ich denke mal das ist auch der Kern @Russophilus ‚, Vieler hier im Blog , Denke und Hoffnung. Auch meiner.
    Die Frage ist nur, wie man das nun auf unser Land transferiert und durchsetzt. Im Grunde gibt der Autor auch hier schon eine Antwort: die Ertrinkenden müssen mit ihren eigenen Händen …usw. Bloss wie umsetzen ?

  14. Kleines Beispiel für die Verblödung unseres Landes:
    Heute hat mich ein junger Mensch, der Werbung für Amnesty International machte, angesprochen. Ich sagte ihm, ai arbeite für die Interessen der USA. Er, ja, wir sind auch gegen Trump. Da wollte ich schon weitergehen. Ich, Trump ist doch viel besser als die Kriegstreiberin und WallstreetNutte Clinton. Er, ich sei falsch informiert. Ich, ai ist aber auch komplett unterwandert von der CIA. Er fragte mich woher ich diese absurde Information habe. Dann fragte ich ihn, wer denn ai finanziere? Er, die kleinen Leute und Spenden. Ich, nein, die CIA, Soros. Dann fragte ich ihn, ob er wisse, wer Soros sei. Er, nein keine Ahnung. Dann bin ich weitergegangen…

    1. Man muss diesen Menschen in kleinen Schritten die Wahrheit nahebringen. Ich erlebe das auch in meinem Freundeskreis immer wieder, hier gilt leider oft auch nur steter Tropfen höhlt den Stein.

      Wenn diese jungen Menschen Derartiges von immer mehr verschiedenen Menschen hören wird sich (hoffentlich) früher oder später da auch was in ihrem Inneren in Bewegung setzen, er wird anfangen nachzudenken, warum denn immer mehr Menschen solche ‚komischen‘ Dinge sagen und irgendwann auch versuchen sich ein eigenes Bild der Dinge zu machen.

      Viele Menschen sind in Wirklichkeit dann viel offener dazu als man denkt, gerade wenn man dann in kleiner vertrauter Runde zwangsläufig früher oder später auf diese Themen zu sprechen kommt und brauchen oft nur einen kleinen Stoss in die richtige Richtung.
      In der Öffentlichkeit wirkt hingegen (noch) nicht nur die jahrzehnte lange Indoktrination sondern auch die Angst dort etwas Falsches zu sagen oder gar zu tun.

    2. „Heute hat mich ein junger Mensch, der Werbung für Amnesty International machte, angesprochen. “

      Sie wissen aber schon, dass dieses Ansprechen zu 99,99% kein Engagement des Jungen Mannes ist, sondern ein JOB. Meist für 10 Euro Stundenlohn an (überwiegend) Studenten, Schüler. Sehr selten ist mal ein Rentner mit Lebenserfahrung dabei. Entsprechend gering ist oft das Wissen über die jeweilige Organisation und Problematik.

      Das ist „branchenüblich“, ein Geschäftsfeld.
      Also nicht wundern über Ahnungslosigkeit…

  15. Auf der Suche danach, was mit dem Begriff „die goldene Milliarde“ gemeint ist, stieß ich darauf, dass es diesen Text bereits als Übersetzung gibt. Sollte unser hiesiger Übersetzer sein Werk noch nicht vollendet haben, kann er, wenn er möchte, seine Arbeit an diesem Text einstellen.

    (gelöscht)

    Russophilus schreibt:

    „Man kennt nun beide Extreme in Russland, den Kommunismus in diversen Schattierungen und Ausprägungen wie auch den Kapitalismus und dessen Extremform, die oligarchie. Allerdings, auch das deutet Fursow unmissverständlich an, sind beide zu weiten Teilen (abgesehen von einer recht kurzen Periode) letztlich hässliche Söhne der selben Hexe.“

    Aus welchen Worten Fursow entnehmen sie, dass er Kapitalismus und Kommunismus für Söhne der selben Hexe hält? Ich entnahm dem Text ein Loblied auf die Stalin-Ära, in der alles gut und die Menschen voller Hoffnung waren.

    Noch immer versuche ich, diese Passage zu verstehen:

    — (1.5) Kann man den Fortschritt zum Wohle aller Menschen arbeiten lassen (oder wenigstens für die Mehrheit)?
    — Die UdSSR versuchte es. Und dreißig Jahre klappte es bei uns. Das heißt – es ist möglich. Man muss allerdings aufmerksam sein und sich an die stalin’sche Warnung erinnern, dass mit dem Maß der Entwicklung des Sozialismus sich auch der Klassenkampf zuspitzt, das heißt, man sieht sich auch mit der Bedrohung der Wiedergeburt konfrontiert. So ist es auch geschehen, wobei eine der ersten, die „wiedergeboren“ wurden, einzelne Segmente des Zentralen Komitees der Kommunistischen Partei der UdSSR und des KGB waren. Die Partei-Inquisition hat ihre Arbeit nicht zu Ende gebracht.

    Hätten nochmals die stalinschen Säuberungen der 30er durchgeführt sollen und alles beseitigt werden, was von einem missgünstigen Nachbarn angeschwärzt und unter Folter ein absurdes Geständnis ablegte? Ich hatte letzte Woche ein Gespräch mit einer Freundin aus Donezk, deren Eltern diese Zeiten erlebt hatten, denen der Schrecken jener Jahre noch immer in der Seele steckte.

    ———————————————
    Unser Übersetzer, dem ich dafür herzlich danke, hat sein Werk bereits vollendet. Ich stelle es allerdings wegen seiner Länge in mehreren Teilen ein. Der link ist unnötig, denn es gibt ja hier alles zu lesen und er schmälert meinem Empfinden nach die wohlverdiente Anerkennung für Arturs Arbeit. Im übrigen geht es hier nicht einfach nur um Texte, sondern auch um Gemeinschaft und darum, das wir ein hoffentlich recht unabhängiges Dorf sind. Ich schätze Arturs Arbeit sehr, nicht nur wegen dem Endprodukt. – Russophilus

    1. Fursow zeigt deutlich auf, dass die Sowjetzeit mehrere Phasen hatte; Sie fokussieren vor allem eine davon, die durch Stalin geprägte.

      Zu Ihrer Frage: Sie überzeichnen das mAn und wählen eine einseitige und zugespitzte Interpretation.

      Zum anderen aber und mMn wichtiger für uns, weil demnächst womöglich auch uns betreffend: Stalin handelte nicht ohne Kontext und in freiem Belieben. Ist ein Staatskörper erst einmal über ein gewisses Maß hinaus verseucht, so *muss* man hart und unter Zeitdruck handeln. Jedes andere Handeln würde zu einer erheblichen Verschlimmerung führen.

      Betrachten wir ukrostan: Hätte Russland umgehend mit aller Härte gehandelt und z.B. nach jedem Angriff auf den Donbass eine Kalibr ins Regierungsviertel von nazigrad geschickt sowie harte Dezimierungsschläge gegen die ukro-Kräfte an den Donbass Grenzen geführt, so wären unterm Strich erheblich weniger Tote zu beklagen oder zumindest ganz erheblich weniger tote Russen (ukros sind nicht von Interesse).
      So aber wie es gelaufen ist war reichlich Raum für sehr hässliche Dynamiken und es ist gewaltiger Schaden entstanden. Wie gewaltig, werden die meisten wohl erst begreifen, wenn es vorbei ist und kein Donbassler je wieder einem ukro trauen wird und die ukros sich auch untereinander keinen Millimeter trauen. Von den damit einhergehenden Verteilungskämpfen, häufig aus vermeintlicher Selbstverteidigung, will ich gar nicht erst reden.

      Stalin stand vor einem völlig verseuchten Staatsapparat und Land. Die Zeit für ausgiebige ordentliche Ermittlungsverfahren gab es schlicht nicht.
      Im übrigen sollte man nicht jede Bosheit von sei es bösartigen oder sei es dummen Beamten, Funktionären und Polizisten diverser Art Stalin persönlich zuschreiben.

      Glauben Sie etwa, hierzulande würde man, wenn es soweit ist, jedem Einzelnen ein sauberes Verfahren mit allem Pipapo gönnen?

      1. Den Hinweis, dass es die Übersetzung bereits gibt, brachte ich, weil ich weiß, was für eine harte und langwierige Arbeit eine Übersetzung sein kann. Und ich kann mich noch gut dran erinnern, wie verärgert ich war, nachdem ich drei Tage an einem Text gearbeitet hatte, weil er wichtig war, und dieser von jemand anderem ein paar Stunden früher veröffentlicht wurde. Da hätte ich meine Energie in einen anderen Text stecken können.

        Ich möchte hier auch keine Diskussion bzgl. des Für und Wider der Person Stalin starten. Und vielleicht kann man ihn nicht für jede einzelne Hinrichtung oder Verbannung verantwortlich machen. Er hatte das System installiert und es nährte sich selbst. Deutsche Kommunisten, die vor Hitler flohen, wurden von Stalins Leuten umgebracht. Menschen wegen wahnwitzer Beschuldigungen nach Sibirien geschickt. Es war ein bequemer Weg, an die Wohnung des Nachbarn zu kommen.

        Dieser Geist durchwehte auch die DDR und ich spürte noch dessen Nachhall. Jemand, der das erlebte, reagiert dann etwas sensibel, wenn jemand erklärt, die Inquisition der Partei hätte ihr Werk nicht vollendet. Wären die Menschen, wenn man Fursows Argumentation folgt, in den 80ern genauso optimistisch wie in den 60ern gewesen, wenn man nur mehr von ihnen umgebracht hätte?

        Es ist auch verständlich, dass in Umbruchphasen Ungerechtigkeiten oder Exzesse geschehen. Das wird hier nicht anders sein. Unter diesem Aspekt kann ich auch die Vergewaltigungem der deutschen Frauen sehen, die sofort ein Ende hatten, als die Lage sich stabilisiert hatte. Doch die Denunziationen, Verschleppungen und Hinrichtungen (600 000 durch Erschießen, weitaus mehr durchs Gulag) zogen sich durch die Zeit seiner Herrschaft.

        Gepaart war das noch mit einem Allmachtswahn, dass man gottgleich, die Natur völlig beherrschen könne. Das war jedoch ein Phänomen der Zeit und gab es auch in anderen Ländern. Nur dass im Reich Stalins, wenn Allmachts-Phantasien an Realitäten scheiterten, die Ausführenden als Verräter nach Sibirien kamen.

        Vor diesen Hintergrund interessiert mich, was Fursow mit oben zitierter Aussage meint. Denn mit seinen weiteren Äußerungen stimme ich überein.

        1. @Uwe: Diese Passage (1.5) ist m.E. folgendermaßen zu verstehen: Stalin sah voraus dass die gemeinsame nationale Anstrengung zum Erfolg führen würde, und dass am Ende oder zumindest auf einer Zwischenetappe dieses Weges, ein sattes und sicheres Leben für das Gros der Leute herauskommen würde. Und in genau dieser scheinbar glücklichen Situation kommt den Leuten der Wille abhanden, weiter zu gehen. Sie resignieren. Gleichzeitig stehen „sie wieder auf“: die Feudalen, die Junker, Kapitalisten und Großgrundbesitzer. Das waren in der späten UdSSR – genau wie in der DDR – die Kader.

          Stalin hat die bolschewistische internationale Sache unter dem Druck des deutschen Angriffs in eine russische Sache verwandelt. Dieses brachte dem Land nicht nur den Sieg, sondern auch 30 Jahre Entwicklung und Prosperität nach diesem Sieg. Danach wurde es schal, weil – um es mit Fursow zu sagen – man kein Modell für die Zukunft hatte .

          Die verschieden Phasen der UdSSR spiegeln sich in Musik und Literatur wieder. Falls sie einen literarischen Eindruck der Spät-UdSSR haben wollen kann ich die Werke von Juri Trifonow empfehlen („Das andere Leben“, „Das Haus an der Moskva“). Man sollte aber von diesen Büchern aus nicht auf die Früh- und Blüte-UdSSR schließen, denn (und das sagt meine ich Fursow), dieser Niedergang war nicht zwingend sondern die Finsternis ging von der demoralisierten Führung aus.

        2. @ Uwe

          Ich versuche das Ganze (eigentlich auf „sehr dünnem Eis“) zu interpretieren.

          Ich berufe mich großteils auf Dejan Lucic (jener, der 1999 das Buch „Der Islamische Staat Deutschland“ schrieb). Er behauptet, dass Dzugasvili = Stalin = (übersetzt) der kleine Jude von einem russ. Geheimbund (genannt „Hirn“) an die Spitze der Sowjetunion gebracht wurde.

          Warum? Geht man davon aus, dass die kommun. Führung damals ein ziocon-Produkt war (genauso wie Adolf mit „seinen“ ziocons Bohrmann, Eichmann etc.etc.), so mußten die Russen dem entgegenwirken. Diese Behauptung manifestierte sich u. a. darin, dass die Russen – ohne Krieg! – immer mehr Land „verloren haben“ (Baltenstaaten, Ukraine etc.). Alles unter dem Motto: Wir sind ja so oder so alle (Sowjet-)Brüder!! (übrigens: Parallelen zu Jugoslawien – Tito (anglosachsen-Agent) – Serbien – Autonomie der Vojvodina und des Kosovo).

          Was will nun der russ. Geheimbund mit dem „kleinen Juden“ aus Georgien an der Spitze? In erster Linie verhindern, dass die ziocons durch ihre „komm. Handlanger“ weitere Teile von Rußland „abspalten“ (immer unter demselben Motto: Wir sind ja alle Brüder! Sch…egal, ob eigene Republiken oder zu Rußland gehörend!).

          Wie macht man das nun, wenn die größten Zersetzer – aufgrund Fehlleitung und Täuschung – den eigenen Reihen zugeordnet werden können (sprich; sie sind Russen)? Mit anderen Worten: Hätte Stalin mit „Rußland zuerst“ argumentiert, wäre er damals vermutlich von den Russen selbst umgebracht worden!!!

          Man befiehlt dem „kleinen Juden“: „Du mußt kommunistischer als die (ziocon)Kommunisten sein! Sie mit den eigenen Waffen schlagen! Unter dem Vorwand: sie seien alle anti-kommunistisch! Alle zicon-kommunisten müssen weg! Sollten russ. (gutgläubige) Kommunisten mit auf die Reise gehen müssen; dann gehen sie halt. Sie sind ideologisch sowieso im „Nirvana“ bzw. im Grunde ziocon-vasallen und somit wertlos (alles vergleichbar mit D heute: WER kann von sich behaupten, nicht an der westl. Wertegemeinschaft „mitgenascht“ zu haben bzw. sich dagegen dermaßen aufgeleht zu haben, dass er sichtbare(!) Repressalien erleiden mußte; das Verhältnis ist vermutlich 99:1 – vermutlich noch weniger) .“

          Ich behaute einmal, dass dank Stalin eine geplante weitestgehende Zerstückelung Rußlands gestoppt wurde (mit wenigen Ausnahmen: Krim in den 50ern). Eine Zerstückelung, die den ziocons – aus heutiger Sicht – in den frühen 90ern mehr als „in die Karten gespielt hätte“.

          1. kleiner Nachtrag:

            Sollte diese Perzeption von den ziocons gewählt worden sein, so muß man neidlos anerkennen, dass sie herovrragend war. Die Russen mit ihren eigenen Waffen (Gutmütigkeit, nach weitestgehender Harmonie strebend: a la Brüderlichkeit etc.) schlagen und gleichzeitig zersetzen.

            Dagegen anzukämpfen war (fast) unmöglich; außer der „brutale Weg“, der natürlich von den ziocons sofort aufgenommen wurde und – in erster Linie – dem Wertewesten über Jahrzehnte als „Stalin-Monster“ (was unterschwellig als „Russen-Monster“ in die Köpfe der Mustermanns der ganzen Welt eingehämmert wurde, was wiederum in einer gewissen Weise aus ziocon-sicht gar nicht einmal an der „eigentlichen“ Realität – da planverhindernd- vorbeiging) eingehämmert wurde.

            Vielleicht ist ja dem einen oder anderen aufgefallen, dass sich Kreml/Putin bzw. Putin/Kreml kaum negativ über Stalin äußert, wobei der Grund dafür eigentlich dem Grund, warum es der russ. Michel nicht tut (bzw. Stalin lobt), in den meisten Fällen diametral entgegengesetzt sein könnte. Hat evtl. etwas damit zu tun, dass man den eigenen Leuten nicht „ganze Welten zusammenbrechen lassen will“ (in eine „depressive Phase verfallen lassen will“), da man andere Sorgen hat. Aber das ist eine ander Geschichte …

          2. Sloga, dass Eis ist aber wirklich sehr, sehr dünn.
            Also, ich denke das Buch ist aus materialistischer Sicht Schwachsinn, zumindest die Behauptungen, die du hier zitierst. Aber eine Agenda wird der Schreiber des Buches schon gehabt haben.

            1. @ tommmm

              Lucic hat mehrere Bücher geschrieben. Oben angeführte Gedanken haben nichts mit dem Buch „Der Islamische Staat Deutschland“ (der evtl. immer mehr zur Realität wird?; das soll ja jeder für sich selbst beurteilen …; in diesem Buch sagte er 1999 (!) mehr oder weniger die ziocon- aktion „Schutzsuchende“ voraus; er wurde damals übrigens von einem bnd-Direktor, dem er selbiges in Belgrad schenkte, nur müde belächelt) zu tun.

              Der og. Gedanke wird in einem anderen Buch behandelt. Wie auch immer. Es ist nur so ein Gedanke …

              1. @Sloga

                ich hatte in der Tat gedacht, das du aus diesem Buch zitiert hast. Du hast also das Buch nur erwähnt, um seine Reputation zu verbessern 🙂
                Von mir war das ja auch nur eine Meinung. Manchmal ist es auch besser geradeaus zu denken? als um viele Ecken. Wenn dir jemand hilft und du denkst gleich was will er dafür, ist die Welt sehr traurig und nicht das, was ein „Dorf“ ausmacht.
                Ich habe hier noch emothionalen Artikel über die Ereignisse, die sich 3 Jahre nach Stalin Tod in Tiblisse abspielten. Da wurde die Verbundenheit der Völker wieder systematisch zerstört.
                https://sascha313.wordpress.com/2014/12/13/a-jakubow-danke-vater/

          3. @ sloga

            Ich halte Ihre Behauptung, dass Stalin die weitere Zerstückelung des vormaligen russischen Reiches verhinderte, für zutreffend.

            Nur zur Erinnerung: Marx und Engels postulierten, dass die historische Mission der Arbeiterklasse analog der bürgerlichen Revolutionen nur durch eine proletarische Weltrevolution verwirklicht werden könne ….
            Lenin wiederum war der Ansicht, dass die russische Revolution nur mit Hilfe der deutschen Revolution den Weg zum Sozialismus beschreiten werde.

            Als Lenin starb, hatte sich die Sowjetregierung auf einen (staats-) kapitalistischen Entwicklungsweg festgelegt (NÖP). Nachholende bürgerlich-kapitalistische Entwicklung unter Führung der kommunistischen Partei.

            Trotzki galt nach Lenin als größter Theoretiker, Politiker und Stratege. Aber Stalin saß als Sekretär an der Schaltstelle des Parteiapparates. Zunächst ging es scheinbar nur um einen Machtkampf, bei dem Stalin dank seiner Parteistellung dann die besseren Karten hatte. Aber Trotzki vertrat die internationalistische Strategie der „permanenten Revolution“. Das mussten alle angrenzenden bürgerlichen Staaten als Gefahr und Herausforderung wahrnehmen. Im Gegenzug gefährdete diese Strategie die noch schwächliche Sowjetmacht.

            Gewissermaßen in kritischer Auseinandersetzung mit dieser Seite des Trotzkismus entstand dann Stalins Konzept vom „Aufbau des Sozialismus in einem Land“. Dass dieses Land in Anbetracht der umgebenden kapitalistischen Staatenwelt auf kriegerische Anfeindungen vorbereitet sein müsse, war völlig klar …

            1. Lieber HPB,
              war der Aufbau des Sozialismus in einem Land nicht schon unter Lenin konzepiert worden! Trotzki hat sich zeitlebens eingebildet, er könne Lenin das Wasser reichen. Ich bitte Lenins sogenanntes
              „Testament“ genauer zu lesen!
              Trotzki wurde von Lenin nicht als Bolschewist gesehen!

    2. Sehr geehrter Uwe, *** Noch immer versuche ich, diese Passage zu verstehen: ***
      Es können nur die ersten Jahre, der Freiheit gemeint sein, bis sich die Bürokraten und MachtKreaturen, mit großer Hilfe von außen, sich durchgesetzt haben.
      Beschäftigen sie sich mal mit der Phase, des Futurismus. Mit den versuchen, zum Aufbau, einer neuen Repressionsfreien Gesellschaft Struktur, dem Menschlichen Zusammenleben, mit den deutlichen Zeugnissen, für das Planen, von Gesellschaftlichen Räumen , für das Wohnen, Arbeiten und die Erholung der Menschen, eine völlige Offenheit, für das Ausdrücken, von Kulturellen Impulsen, für eine Produktion und für Produkte, für die Menschen, wobei bei den Arbeiten, des Bauhauses angeknüpft wurde. Die Wissenschaft war Frei, es wurden Technologische Projekte begonnen, an denen wir heute noch anknüpfen könnten. Diese Befreiung der Menschen , wurde letztendlich durch die Angriffe , die von allen Monarchischen und Privat-kapitalistischen Staaten und an allen Grenzen begannen; VERHINDERT.
      An all dem können wir nun wieder Anknüpfen und wir werden es leichter haben, weil wir die Technik, soweit Entwickelt haben, dass Arbeit von der Überlebensfrage, zu einer Neigungs und Fortentwicklungs Frage geworden ist.

  16. Der Beweis für die eingeschränkte Souveränität Russlands in ihrer Verfassung (entnommen net-news)

    Von Jewgeni Tschernischew, der ab und zu auf der Seite von Nikolai Starikov veröffentlicht. Übersetzt von Konstantin E. In den letzten Jahren erfasst immer mehr Menschen der Gedanke, dass Russland keine volle Souveränität besitzt. Am Anfang ist es schwer, sich das vorzustellen. Aus zwei Gründen: 1) man will sich nicht von der süßen Illusion der Freiheit trennen und 2) man will sich nicht in der Verantwortung sehen, für die Souveränität kämpfen zu müssen. Dafür braucht man Mut.

    http://uncut-news.ch/wp-content/uploads/2017/03/Der-Beweis-f%C3%BCr-die-eingeschr%C3%A4nkte-Souver%C3%A4nit%C3%A4t-Russlands-in-ihrer-Verfassung.pdf

    1. Da es Ihnen nicht mal die Mühe wert war, den Regeln entsprechend zumindest kurz zu sagen, was für ein Video das ist, habe ich es nicht angeklickt und werde erst nichts dazu sagen.

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