R. Ischtschenko – Zum Abschluß des Jahres 2016 (3)

3. und letzter Teil der Übersetzung eines Gesprächs mit R. W. Ischtschenko (Quelle).

J.Nikiforow: Das, was Putin „Europa von Lissabon bis Wladiwostok“ nannte…

R.W.Ischtschenko: Ebenso richte ich Ihre Aufmerksamkeit darauf, dass dort niemand von irgendwelchen tatsächlichen Vorkommen an Kohlenwasserstoffen bzw. überhaupt von den Mineralien auf dem arktischen Festlandsockel weiß, ob sie schon gefördert wurden und ab wann sie nützlich sein werden. Aber nichtsdestoweniger, kaum hat der Nordmeerweg begonnen, eisfrei zu werden, begannen die Vereinigten Staaten sich sehr für die Arktis zu interessieren, denn immerhin ist die nördliche Meeresroute noch eine Ader, die den Fernen Osten über das Hoheitsgebiet Russlands mit Europa (wenn auch nur mit Nordeuropa und nicht mit Westeuropa) verbindet. Diese Ader muss man auch zerreißen, weil sie näher und billiger ist, als derselbe Weg durch das Mittelmeer. Daran ist nichts persönliches, das ist nur das Business. Und das war immer so. Wenn es die Sowjetunion noch gäbe, dann würde sie auch darum kämpfen, dass die Transportströme über ihr Territorium fließen. Warum sollten wir auf den Gewinn verzichten? Wir würden auch gegen die Interessen der USA antreten.

J.Nikiforow: BAM, Transsib usw., das heißt, diese Rhetorik über die Menschenrechte, über den Humanismus, über den Weltfrieden, das ist alles nur eine Fiktion, nichts anderes als eine Illusion?

R.W.Ischtschenko: Aber Sie verstehen doch sicherlich, dass wenn Sie sich eine Armee halten, dann beginnen Sie irgendwo den Kampf und das machen Sie nicht, um jemandem etwas Gutes zu tun. Dutzende Millionen Menschen töten Sie nicht, damit es ihnen besser geht. Sie machen infolge der Kriegsoperationen Gewinne, die die entstandenen Kosten ausgleichen und übertreffen. Übrigens, warum sind die USA übergegangen zu den neuen Bedingungen, zu diesen farbigen Technologien, zu den farbigen Revolutionen usw.? Die Kosten sind minimal und der Gewinn ist maximal. Sie bekommen das Land in die Hände tatsächlich ohne je etwas dafür auszugeben, billig und böse. Und später können Sie diesen Staat weiter und weiter für ihre Ziele und ihre Interessen verwenden.
Wir haben begonnen, mit ihnen über die Ukraine zu reden. Das ist einer der Punkte der globalen Opposition. Solche Punkte wie Syrien, der Irak oder Nordkorea.

J.Nikiforow: Die orangefarbene Revolution.

R.W.Ischtschenko: Irgendwo geschieht es entschlossen, irgendwo verläuft es ruhiger. Sie verstehen, wenn da erst einmal Kriegsoperationen laufen, ist es nicht mehr wichtig, ob es ein Krieg ist, ein Hybridkrieg oder was auch immer. Es bedeutet, dort gibt es immer zwei Seiten. Es gibt die Seite der USA und es gibt die Seite Russlands. In der Ukraine hatte noch die Europäische Union zu Beginn die Qualität einer dritten Seite, weil die EU das Potential des Binnenmarktes der Ukraine überbewertet hat. Die Europäische Union, im Einzelnen zum Beispiel Merkel, ging davon aus, dass man auf Kosten der Inbesitznahme des ukrainischen Marktes einen Durchbruch zu den Märkten der GUS schaffen könnte – nicht zufällig unterstützten sie den Abschluss der Vereinbarung der Ukraine mit der GUS einer freien Wirtschaftszone. Dabei unterschrieben sie das listige Abkommen über die freie Wirtschaftszone und als die ukrainischen Waren tatsächlich keinen Zugang zum europäischen Markt bekamen, durfte man über das ukrainische Territorium in Wirklichkeit gar nichts transportieren.

J.Nikiforow: Ein schlaues Schema, aber bis jetzt hat der gewöhnliche Ukrainer noch nicht einmal begonnen, das alles zu verstehen.

R.W.Ischtschenko: Die europäischen Waren sollten im reißenden Strom fließen, erstens auf den ukrainischen Markt und zweitens durch den ukrainischen Markt hindurch in die GUS-Staaten.

J.Nikiforow: So richtig sind sie aber nicht geströmt.

R.W.Ischtschenko: Richtig, sie sind nicht geströmt, weil schon vor dem Abschluß des Assoziationsvertrages Russland erklärt hat, dass Schranken gegen den Durchfluss der europäischen Waren durch die Ukraine in Richtung russischer Markt errichtet werden. Es wurde sogar demonstriert, wie es gemacht wird.
Ich möchte daran erinnern, was im August und September 2013 geschah, was in der Ukraine „Der Wirtschaftskrieg Russlands gegen die Ukraine“ genannt wurde, als tatsächlich eine Zollbarriere aufgestellt war. Sogar die ukrainischen Waren sickerten nur noch mit Mühe auf den russischen Markt durch. Wobei an der Zollgrenze gar keine besonderen Neuerungen festzustellen waren, man fing einfach bei vielen Waren an, sie vollständig nach den Instruktionen und Richtlinien abzufertigen. Klar, dass an den Grenzen alles augenblicklich stehen blieb. Es war eine der Methoden, Europa zu demonstrieren, dass dieses schwarze Loch nicht funktionieren wird. Aber nichtsdestoweniger hielten die Europäer den ukrainischen Markt für attraktiv. 50 Millionen, oder aber wenigstens
45 Millionen Menschen, sind praktisch 1/10 des gesamteuropäischen Marktes. In jedem Falle sind es reichlich potentielle Konsumenten.
Sie meinten, dass die Ukraine genügend ernsthaftes inneres Potential besitzt, um sogar große Zweige ihrer Wirtschaft zugunsten der Europäischen Union liquidieren zu können und dabei bei der Bevölkerung doch immerhin die Möglichkeiten zu konsumieren zu bewahren. Sie glaubten daran aufrichtig. Und deshalb versuchten sie, den Markt zu besetzen. Aus dem Grund unterstützten sie auch den staatlichen Umsturz. Wenn wir uns an den staatlichen Umsturz von 2013-2014 erinnern… den haben nicht die USA initiiert und unterstützt, die hatten den Umsturz für 2015 geplant. Von Beginn an hat die Europäische Union mitgemischt, die USA haben erst ab Phase 2 übernommen.

J.Nikiforow: Ein Phyrrussieg. Dieser Konsument ist heute verelendet. Dort kann niemand mehr alles kaufen.

R.W.Ischtschenko: Ich sage, dass es in einem beliebigen Krieg üblicherweise zwei handelnde Seiten gibt – aber hier waren es drei: Russland, die USA und die Europäische Union. Die Europäische Union hat sich dabei als das schwächste Glied erwiesen. Sie wurde dann von den Amerikanern ganz schnell vom Brett gewischt: Sie erinnern sich wie Nuland telefonisch diktierte, wer Präsident und wer Ministerpräsident wird?

J.Nikiforow: Es ist unmöglich, eine Schande zu vergessen.

R.W.Ischtschenko: Würde es einen Unterschied machen, wenn ein Anderer etwas diktiert hätte? Ob Merkel oder Nuland? Sicher nicht. Aber die USA entfernten auf diese Tour die Europäische Union, nachdem sie die ganze schmutzige Arbeit durchgeführt hatte. Sie entfernten die Europäische Union aus der Ukraine, um dann mit Hilfe der Ukraine ihre eigenen Probleme lösen zu können. Damit sollten nicht für die Europäische Union Treibhausbedingungen geschaffen werden, sondern es sollte die Ukraine, wie ein Cordon Sanitaire zwischen der Europäischen Union und Russland platziert werden. Bis jetzt sagen viele russische Experten, dass die USA aus der Ukraine eine Ramme gegen Russland machen wollten. Aber das ist eine aufrichtige Dummheit, weil die Ukraine zur Ramme gegen Russland umzubauen, ist schon rein technisch unmöglich. Diese Ramme würde vielleicht eine Woche durchhalten, ab dem Moment des Beginns damit zu rammen. Aber aus der Ukraine eine graue Zone zu machen, die die Transporte verhindern würde, den Transit zwischen Europa und der Sowjetunion und zwischen Europa und Russland, das ist durchaus möglich.

J.Nikiforow: Ob es die Möglichkeit gibt, die Ukraine in die Einflußsphäre Russlands zurückzuholen? Ob es der russischen Führung gelingen könnte, das zu machen? Gibt es dafür den politischen Willen und irgendwelche Hoffnungen?

R.W.Ischtschenko: Erstens gibt es diese Möglichkeit immer. Es ist zweitens teilweise gelungen, weil wir sahen, dass die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Ukraine und Russland in die Brüche gingen, und der Transit durch die Ukraine praktisch unterbrochen wurde. Sie erinnern sich sicher noch an die Blockaden der russischen Lastwagen, die aus der EU kamen und auf dem Weg nach Hause waren. Damit war im Grunde genommen der Auto- und Eisenbahntransit durch die Ukraine tatsächlich zum Erliegen gekommen. Die Ukraine war außerdem mehrfach nah dran, den Transit der Energieträger zu stoppen, denn jedes Mal wenn sich der Winter nähert, stoßen wir auf eine und dieselbe Situation, nämlich das sich die Ukraine nicht mit Russland über die Gaslieferung vereinbaren will, weil kein Preis niedrig genug ist. Und das macht der Europäischen Union deutlich, dass – wenn nicht heute dann morgen – der Gas-Transit unterbrochen sein wird. Die Europäer haben schon zweimal, in diesem Jahr wird es das dritte Mal – aller Wahrscheinlichkeit nach – die Entscheidung gefasst, das Gas, das von der Ukraine konsumiert wird, direkt bei Gasprom zu bezahlen, damit dieses Geld nicht über ukrainische Rechnungen verschwindet und es sozusagen nicht einfach gestohlen werden kann. Danach bekam die Ukraine das russische Gas und auch die Transitgebühren blieben ihnen erhalten. Jedes Mal wenn wir dort in Kiew davon erzählten, dass sie das Gas in der Europäischen Union bei Gasprom einkaufen, weil es dort anderes Gas nicht gibt, waren sie jedes Mal nicht in der Lage, ausreichende Vorräte an Gas zum Winter hin anzusammeln, d.h. die Gasbilanz ließ es nicht zu, einen ruhigen Winter ohne Lieferungen Russlands zu erleben.
Wenn es dann auch nur einmal misslungen wäre, uns zu vereinbaren, dann hätten wir uns sofort in einem Gaskrieg befunden, in dem die Ukraine den Transit der Energieträger aus Russland in die Europäische Union unterbricht. Diese Gefahr wird erst beendet sein, wenn Nordstrom und Türkischer Strom liefern können. Übrigens, eine Unterbrechung würde bedeuten, dass die Europäische Union ein Viertel bis zu einem Drittel des benötigten Gases nicht mehr erhält, was ihm Gasprom, unter Berücksichtigung der Konsumwinterspitzen normalerweise liefert. Das wiederum würde sehr ernsthafte politische und energiepolitische Folgen haben. Vor allem auch in Südeuropa, speziell auf dem Balkan, weil Deutschland seine Bedürfnisse auf Kosten vom Nordstrom erstrangig erfüllen würde. Bei allen Übrigen gäbe es Probleme.
Im Ergebnis hat es sich herausgestellt, dass die ukrainische Führung einen großen Teil der ihr gestellten Aufgaben nicht erfüllen konnte. Sie konnte immerhin drei Jahre lang den Transit des Energieträgers nicht unterbrechen. Das war das Hauptproblem. Sie konnten Russland in den offenen Kampf auf dem Territorium der Ukraine nicht hineinziehen. Sie konnten in der Ukraine die russischen Ressourcen nicht einbinden. Deshalb konnte Russland seine Politik im Nahen Osten durchführen und die Situation in Syrien aufbrechen. Und Syrien ist vom Gesichtspunkt der globalen Opposition unbedingt ein wichtigeres Land als die Ukraine, weil die Kontrolle über Syrien, die Kontrolle über den Nahen Osten bedeutet. Und die Kontrolle über den Nahen Osten ist vom Gesichtspunkt der USA aus – und bis dahin von Vorläufer Großbritannien genauso – prinzipiell wichtig, weil es nicht nur die Kontrolle über die Vorkommen des Energieträgers bedeutet. Immerhin liefern die Länder des Persischen Golfs, wenn nicht den Löwenanteil, so doch einen bedeutenden Teil, einen sehr großen Teil des Energieträgers auf den Markt, in erster Linie der Europäischen Union. Dann ist da auch noch die Kontrolle über die Wege der Zustellung der Energieträger. Es ist die Kontrolle über den traditionellen Südabzweig des chinesischen Transits nach Europa. Wenn die Chinesen jetzt über die Bildung der neuen Großen Seidenstrasse reden und dass der Nordabzweig zukünftig durch Russland gehen soll, so erinnern wir uns an die traditionelle Große Seidenstrasse, die durch den Nahen Osten führte, durch den Iran, durch den Staat Levante, durch das Mittelmeer und weiter nach Europa. Nach der Erbauung des Suezkanals führte sie durch den Indischen Ozean und das Rote Meer. Deshalb ist für die USA die Kontrolle des Nahen Ostens der kritische Punkt in ihrer strategischen Position. Deshalb ist der Sieg Russlands in Syrien so außerordentlich wichtig.
Ich schrieb im vorigen Jahr, dass 2016 ein Jahr der entscheidenden Siege wird und verglich das Jahr mit 1943. Deshalb kann ich sagen, dass wir – von meinem Standpunkt aus – die entschlossenen Siege nach dem Vorbild von 1943 erzielt haben. Wir sehen auch, dass in Syrien praktisch schon niemand mehr über den Abgang des Regimes Assad redet. Die Dschihadisten sind bereits aus Aleppo vertrieben worden. Schon in ganz bedeutendem Maße agiert (nach Kompromissen) die Türkei auf der Seite Russlands – wenn sie auch noch ihre Interessen verteidigt. Damit haben wir – auf der großen Rechnung – die Schlacht von Stalingrad gewonnen. Nach Stalingrad kam noch Kursk. Haben wir auch schon die Kursker Schlacht gewonnen? Ich kann es so genau gar nicht sagen, aber wenn man sieht, wie sich die Situationen in den USA und in der Europäischen Union geändert haben und die neuen Eliten auch anfingen, nach der Macht zu streben, dann hätte ich gesagt, dass wir sogar die Kursker Schlacht schon gewonnen haben, weil man mit den neuen Eliten in der Sprache der nationalen staatlichen Interessen sprechen kann. Mit den vorher herrschenden globalisierten Eliten konnte man noch nie reden, die sprachen schon immer verschiedene Sprachen. Aber nach 1943 kam noch 1944 und das war sehr blutig, d.h., wir haben sehr wohl einen entschlossenen Sieg erzielt – aber wir haben den Krieg noch nicht gewonnen. Und auf uns wartet noch richtig harter Widerstand, weil wir noch nicht wissen – wie ich schon am Anfang unseres Gespräches sagte – wie sich bis zum Februar die Situation in den USA und später in der Europäischen Union verändern wird. Wir können nur im Januar, eventuell im Februar, unsere Dialogmöglichkeiten mit den neuen Eliten bewerten. Und wir können auch erst im Februar, im März, im April, eventuell auch erst nach den französischen Wahlen in etwa vorhersagen, zu welcher Seite sich die Situation in der EU wenden wird. Das ist schließlich auch sehr wichtig. Aber den von meinem Standpunkt aus entscheidenden Sieg, der verhindert, dass sich der Verlauf des Kampfes noch einmal zur anderen Seite entwickelt, den haben wir schon erzielt. Aber außer Schweiß muss man wahrscheinlich noch viel mehr vergießen.

41 Gedanken zu „R. Ischtschenko – Zum Abschluß des Jahres 2016 (3)“

  1. Ich danke Thomas Roth für dieses Weihnachtsgeschenk für uns alle. Klug ausgesucht hat der diesen wichtigen Text (und dann in einem großen Brocken Arbeit übersetzt).

    Ich möchte euer Augenmerk auf einen mMn wichtigen Punkt lenken, der oft falsch gesehen wurde; wobei auch Ischtschenko ihn mMn nicht komplett richtig sieht: Die „Ramme gegen Russland“.

    Ischtschenkos Sicht entspricht in etwa der von friedman von stratfor; Beide sprechen von ukrostan als Pufferblock.

    Diese Sicht ist richtig und deshalb verweise ich darauf. Viele vermuteten ja eher die (militärische) Ramme; oft z.B. wurden Bilder entworfen von nato/ami Raketenbasen in ukostan.

    Dieses von vielen im westen propagierte Bild der nato Basen in ukrostan war völlig unrealistisch. Die nato Leute wissen sehr genau, dass ihre Raketen direkt nach der Grenze (wenn Russland weniger friedlich gelaunt ist, auch schon in ukrostan) vom Himmel fallen würden und dass wenige Minuten danach Iskander Raketen, die schon lange die Zielkoordinaten eingespeichert hatten, die Basis vernichten würden.

    Ergo baut man die gar nicht erst.

    Und doch hat ischtschenko nicht ganz (aber weitgehend) recht, wenn er die Rammen-Funktion nicht sieht. Denn es *gab* und gibt die Ramme. Diese ist allerdings keine klassisch militärische. Sie besteht aus zwei Rammen:
    Zunächst der, dass man einen Vorwand hatte – und gnadenlos missbrauchte -, um Russland mit Sanktionen zu drangsalieren und in internationalen Gremien anzufeinden und zu demütigen; zudem mit der ständig schwelenden Drohung einer möglichen Eskalation in ukrostan zu bedrohen und zu schwächen (damit Russland es sich z.B. drei mal überlegen muss, ob es trotzdem Syrien unterstützt und so das Risiko von 2 Fronten eingeht).

    Die zweite Ramme ist die, in unmittelbarer Nachbarschaft, direkt an Russlands Grenzen aus zig Millionen neutralen bis zwangsläufig Russland-orientierten ukrostanis zig Millionen feindselige Russland-Hasser zu machen und zugleich zigtausende Russland-hassende Mörderbestien mit Kampferfahrung und Ausrüstung zu züchten, die eine ständige Bedrohung darstellen und nur äusserst (auch kosten-)aufwendig und langwierig entschärft werden können.

    Aber, wie gesagt, prinzipiell hat Ischtschenko recht, wenn er sagt, dass es hauptsächlich um die Errichtung eines hinderlichen Pufferblocks ging.

    Ich gehe aber noch aus einem anderen Grund so darauf ein: Es war nicht einfach „usa und eu“, jeweils mit gewissen Unterschieden in den Interessen. Es war komplexer und bösartiger.
    Es waren nämlich in Wirklichkeit 4 parteien, von denen zwei zu gewissen Teilen als eine gerechnet werden können. Es waren: Die usppa (im Sinne des offiziellen washington), die ami-ziocons, eu-ropa (im Sinne der Gruppe aller Mitgliedsländer) sowie die eu-ziocons, die von satania merkel angeführt wurden.

    Erinnern wir uns zurück: Satania merkel hatte bereits lange vor dem maidan, mehr als ein Jahr früher, mit den Vorbereitungen begonnen. Diese zeigten sich nach aussen, aber noch nicht im großen Plan zu sehen, in Form der Bemühungen um zunächst Vergünstigungen für und später die Freilassung der Mord-Auftraggeberin und oligarchin timoschenko. Nicht sichtbar – aber äusserst wichtig – waren eifrige Bemühungen, Planungen und Gespräche über die konrad-adenauer Stiftung. Denn dort war es, wo merkel die Vorbereitungen für den maidan betrieb (und u.a. auch die Ausbildung von „weichbirne klitschi“).

    Das ist keineswegs Zufall. Zum einen erlaubte es merkel ein sehr großes Maß an Vertraulichkeit und Geheimhaltung, die der Staatsapparat nicht bieten konnte. Zum anderen weil, das mal wieder ans Licht zu bringen ist wichtig, die konrad adenauer Stiftung, die nicht zufällig nach dem ersten Großverräter der Republik benannt wurde, eines der wichtigsten Kontroll- und Steuerinstrumente der ami ziocons war und ist.
    Kurz: merkel handelte da nicht als Kanzlerin, bzw. diese Position amtsmissbräuchlich nutzend, sondern als regionale Chefin der ziocons. Randbemerkung: So ist es auch alles andere als Zufall, dass ein anderer ranghoher ziocon, kolomoisky, bald die Bühne betrat und in widerwärtigster – aber abgestimmter und orchestrierter – Weise agierte. An satania merkels Pfoten klebt reichlich russisches Blut; zwar drückte sie nicht selbst ab, aber sie steuerte alles und bereitete den Krieg vor.

    Später, sozusagen die Not und Wirrnis der Stunde ausnutzend, trat sie in offizieller Rolle auf und schickte steynmeyer los, der dann seinen Part spielte und u.a. janukovitsch wissentlich und hinterhältig in den Tod schickte, während er blumig von Frieden plapperte (dass janukovitsch noch lebt hat er den Russen zu danken).

    Ischtschenko hat also abermals recht, wenn er, anders als die meisten, die die usppa sondern eu-ropa zumindest anfangs in der führenden Rolle sieht.

    Das nuland „fuck the eu“ Zitat allerdings ist mMn von den meisten falsch gedeutet.
    Erstens gab es keine „eu“; was es gab, war nur eine merkel, die die eu einfach hinein gezerrt und *ihre* Mörderaktion dann der eu aufgezängt und als eu-Aktion verkauft hatte.
    Zweitens sind merkel und nuland nicht aus unterschiedlichen Lagern. Sie beide sind erz ziocons. Und noch etwas hatten beide gemeinsam: Sie beide waren nur mittleres management und hatten, teils offiziell, teils inoffiziell, anderen zu gehorchen.

    Das „fuck the eu“ sehe ich in einem ganz anderen Licht. Es zeigt eine siegesgewisse Rivalität. Erklärung: Formal ist merkel zwar Kanzlerin und nuland nur stellvertretende Aussenministerin, also zwei Ränge unter merkel. Tatsächlich aber ist merkel Kanzlerin einer besetzten Kolonie, während nuland zur Hegemionialmacht gehört. Kurz, die beiden sind tatsächlich ungefähr gleichrangig. merkel hatte die eu nicht zufällig hineingezerrt; sie tat das, um einerseits mehr Gewicht zu haben und andererseits, um ihre eigene Machtposition in der eu, die später ja durch obama bestätigt wurde („Blockwart der eu“) auszubauen und zu stärken.
    *Darauf* bezog sich nulands „fuck the eu“. Und nuland wiederum spielte auch nicht zufällig so wie sie es spielte. Sie trat in einer Mischfunktion als hochrangige ziocon Funktionärin auf und als offizielle Vertreterin der usppa. Damit sagte sie merkel sinngemäß „Fresse, du Hinterhofschlampe! Ich stehe für den Herrscher und ich verfüge über Resourcen, von denen du nicht mal träume kannst!“.

    Um es grob zu sagen: nuland und merkel wollten beide ihre Position festigen und weiter nach oben. merkel hatte es geschafft, sozusagen ein (sehr böses und hässliches) „Bravourstückchen“ vorzubereiten und hatte den maidan angezündet. nuland, die ja offiziell für u.a. ukrostan zuständig ist, war überrascht. Was wir da in dem inzwischen berühmten Telefonat pyatt/nuland hören ist der Moment, als die mächtige aber überraschend abgeschlagene nuland eintrifft und ihr lokaler Mann ihr Bericht erstattet.
    Dabei ist noch ein Aspekt wichtig: Zu wissen – und zu steuern – was dort vor sich geht, war nuland *Aufgabe*. Dass merkel ohne ihr Wissen dort von langer Hand vorbereitet überraschend einen Brand gelegt hatte, hieß auch, dass nuland ihren Job schlecht gemacht hatte.
    *Das* war der innere Kampf, um den es ging. nuland musste zeigen, dass sie keine zu großen Schuhe trug und dass sie die Führung an sich reissen konnte. „fuck the eu“ symbolisierte genau das.

    1. @ Russophilus

      Mit Verlaub. MMn fingen die Vorbereitungen zum Maiden noch etwas früher an.

      Vielleicht können sich einige an einen dt. Außenminister erinnern, der eine „mißverständliche“ Anordnung herausgab, die für die dt. Botschaft in Kiev als Basis für hunderttausende (Touristen-)Sichtvermerke innerhalb kürzester Zeit (hier wurden regelrecht „Dämme geöffnet“!; eine Explosion der Sichtvermerkszahlen von mehreren hunderten Prozent auf einen Schlag) an ukrain. Bürger diente. Als das „Mißverständnis bereinigt wurde“, wurde die Aktion eingestellt.

      Die Aktion war – aus mehreren Aspekten heraus – ein genialer Plan (das muß man neidlos anerkennen) und keineswegs ein „administratives Mißverständnis“. Das war mir schon seit längerem klar; allerdings immer wieder dasselbe Problem: Wer würde mir zuhören? Zu den Fakten:

      1. Wer erhielt die SVe (=Sichtvermerke)? Nur ein Bruchteil waren echte Touristen. Die Mehrzahl wollte „etwas Geld verdienen (in erster Linie – Schwarzarbeit)“ oder „gleich in D bleiben bzw. sich ansiedeln“.

      2. Was hatte og. Gruppe gemein? Sie alle würden – früher oder später – in die Ukraine zurückkehren und ihren Verwandten vom „goldenen D“ erzählen. Was wiederrum einschlägigen ukro-Politikern und Parteien bei zukünftigen Wahlen zu Gute kommt. Gibt es eine bessere Werbung?

      3. Wie kam der Großteil zu ihren SVen? Sie mußten Unterlagen und Genehmigung der SVe erkaufen. Multipliziert man einen dreistelligen Eurobetrag/SV mit hunderttausenden SVen erhält man einen zwei- bis dreistelligen Mio.-Eurobetrag und das innerhalb von einigen Wochen!

      4. Was geschah mit dem Geld? Er wurde (vermutlich) „brüderlich“ geteilt. So erhielten in D und ukrostan die „richtigen“ Parteien Schwarzgeld bzw. wurden ukro-Beamte massenhaft bestochen. Wenn man so will, haben sich die Ukrainer ihre „freie Meinungsbildung“ bzw. ihre geistige Vorbereitung auf den Maidan selbst finanziert. Einfach genial!

      5. Nebenbei schickten jene ukros, die sich in D festkrallen konnten, euros nach Hause; weckten somit – direkt oder indirekt; ist im Grunde vollkommen egal – die Hoffnung, dass man in Ukrostan bald wie in D leben würde.

      Wenn man nun in Betracht zieht, wer damals regierte, kann man nur zu einen Schluß kommen; alles ist tatsächlich nur ein Einheitsbrei …

      1. Werter sloga,

        da ich diese Geschichte selbst betrachten konnte, würde ich die Geschichte mit dem Vollmer Erlass ein wenig anders betrachten.

        >> Sie alle würden – früher oder später – in die Ukraine zurückkehren und ihren Verwandten vom „goldenen D“ erzählen.

        Dieser Gedanke stimme ich völlig zu, bis auf „D“ Faktor.
        Das DE Visum war nur noch eine Vorwand, wer von den Ausreisenden hatte schon genug Geld für dreimonatige Aufenthalt in Deutschland?

        In Deutschland konnten aus dieser 2,5 Mio. Welle nur ein paar Hunderte die Anker werfen, meistens durch Heirat. Kaum jemand konnte als Schwarzarbeiter den Job bekommen, die Strafen für Unternehmer sind zu hoch und Zollrazzien zu konsequent; davon wussten die Meisten.
        Wozu braucht ein Bauer in DE einen Erntehelfer als Schwarzarbeiter wenn er legal Studenten aus den GUS Staaten für ein paar Groschen im Rahmen „Austausch-Studentenjob“ beschäftigen kann. Ich kenne die (damals) junge ukr. Studenten, die nach vier Jahren Studentenjob in Sachsen-Anhalt und Zuverdienst zuhause eine dezente Wohnung in der ukr. Provinz kaufen konnten.

        Ich erinnere mich eher an die Zeiten, als an den Kiewer Bahnhöfen Hunderte Busse mit den Schildern „Nach Spanien“, „Nach Portugal“, „Nach Italien“ standen. Letztendlich landeten ca. 2 Mio. Ukrainer und Russen (Erlass war auch für die RF gültig) als Pflegekräfte, bei Bauern und in der Gastronomie im Südeuropa.
        Die Auflagen in diesen Ländern waren so, dass nach drei Jahren nachgewiesener Beschäftigung (auch illegaler) und mit der Vermieterbescheinigung der Migrant in voller Ruhe eine Niederlassungserlaubnis bekommen konnte, ohne Bestrafung.

        Mit dem Argument, dass die illegalen in der EU Gastarbeiter Stimmung im Lande aufheizen konnten ist auch so eine Sache. Bis Abwertung von Rubel 2014 sendeten die ukr. Gastarbeiter von Russland nach Hause doppelt so viel Geld (ca. 6 Mia.$) als aus den EU Ländern. ( Über die Ukrainer, die in der RF ihr Brot verdienen und deswegen unbedingt Russland hassen oder lieben sollen, existiert keine Statistik, hier klammere ich diese Frage aus).

        Übrigens, noch 2006-2008 – dank hohen Exportgaspreisen, niedrigen Nebenkosten, boomender Metall- und Baubranchen und allgemeinem Wohlstand – wollte kaum jemand aus der Zentral- und Ost- Ukraine für 500 $ monatlich nach Polen als Handwerker fahren. Die minimalen Renten lagen damals bei ca. 160 $, vgl. mit der Rente z.B. in Lettland: derzeit 120 $.
        ***
        Der Einfluss der deutschen NGO’s war im Lande war am Anfang eher gering: die von der KAS finanzierte Klitschkos Partei bekam 3% der Stimmen. Das Projekt war ein Flop. Danach sattelte man auf Timoschenko um.

      2. Sehr geehrter Sloga, Mit Verlaub, die Wühlarbeit, begann, unmittelbar, nach dem der US Gouverneur Jelzin, die UdSSR zerlegte, ab dem ersten Tag, wurde mit dem 5 000 000 000 Dollar finanzierten Projekt begonnen, den Ukrainern, die Gehirne zu waschen. Alle Medienunternehmen, zogen da mit, gleichzeitig, machten sie sich auf die Suche, nach den verkommensten Subjekten, um mit ihnen, genauso wie in Russland, eine Oligarchie, unter der FÜHRUNG, der Bosse der Bosse, von der City und Wall Street zu Installieren. Die Bevölkerung, wurde genauso West-Besoffen gemacht, wie vorher, die Comecon Bevölkerung.
        Nur verstanden die Menschen, den Unterschied, zwischen Reisen Dürfen und KÖNNEN und zwischen Wohlstand sehen und HABEN, immer noch nicht. Das der Wohlstand, der Eliten und deren Erfüllungsgehilfen, eben nur für diese wenigen Vorgesehen ist.

    2. Die „Arbeitsteilung“ zwischen EU und USA bezüglich der Ukraine erinnert mich an das Vorgehen gegen Jugoslawien.
      Zwar waren damals IWF und Weltbank die zentralen Instrumente, mit denen die Regierung zu „Reformen“ gezwungen und die Föderation wirtschaftlich, sozial und politisch sturmreif geschossen wurde, doch damals sollte die neue EU ein „Erfolgsmodell“ werden und sich als geeignetes Werkzeug für die bundesdeutsche Elite erweisen.
      Deshalb wurde der EU seitens des Hegemons erlaubt, an Jugoslawien herum zu hebeln und seine Tauglichkeit als Machtinstrument unter Beweis zu stellen. Deshalb bekamen Genscher und Co. erst einmal Handlungsfreiheit im europäischen Hinterhof, wobei ihnen zweifellos auch Richtlinien erteilt wurden.

      Nachdem die deutschen, österreichischen u. a. „Spezialisten“ aber nicht mehr als die slowenische, kroatische und mazedonische Sezession auszurichten vermochten und dazu noch Bosnien und Herzegowina in Brand zu setzen halfen, war es mit der Geduld in Washington zu Ende. Weder die bosnischen Serben noch die neue verkleinerte jugoslawische Föderation waren gewillt, sich fremden Diktat einfach zu unterwerfen. Also packte der Hegemon das schwere NATO-Geschütz aus und übernahm ab 1995 selbst die Führung, die zu zwei Waffengängen führten.

      Bezüglich der Ukraine gab es seitens der EU und der USA zweifellos divergierende Interessen. Aber da die EU als „Zugpferd“ (Schaufenster), Finanzier und Idol der Ukrainer herhalten sollte, war es logisch, ihren Exponenten Gestaltungsspielräume bei der Zurichtung der Ukraine zuzubilligen. Davon hat Merkel reichlich Gebrauch gemacht.

      Der Dauerprotest auf dem Kiewer Maidan hat sicher viele Unterstützer im Westen gehabt, aber sowohl im Januar als auch im Februar 2014 sah es mehrmals so aus, als würde das „Feuer“ von allein erlöschen. Weil das die Möglichkeit barg, dass auch im Jahr 2015, zum Zeitpunkt des ursprünglichen US-geplanten Umsturz-Szenarios, das Ganze von Janukowitsch erfolgreich ausgesessen wird, musste rabiat eingegriffen werden. Das EU-Engagement drohte ein Schuss in den Ofen zu werden.
      Folglich hat Newland energisch zugepackt und Merkel auf ihren Platz verwiesen. Inzwischen ist die Ukraine keine begehrenswerte Schönheit mehr, eher eine Ruine. Ob sich nach dem Wechsel in Washington Merkel 2017 noch einmal zu irgendwelchen politischen Alleingängen aufraffen wird, ist nicht gänzlich auszuschließen.

      Vielleicht will sie austesten, was Donald Trump ihr zugesteht? Aber irgendetwas Konstruktives wäre als ein Wunder zu betrachten. Da bin ich frei von jeglicher Hoffnung.

      1. HPB:
        Sie wissen, dass ich Sie schätze.
        Was ich ausdrücken möchte ist, dass die Zeit gekommen ist, umd endlich mal Kriegsschaden zu bezahlen.
        Was man in Griechenland nicht tat und auch anderswo.
        Nur dem Auserwählten Volk hat man grosszügig den Schaden zurückbezahlt, -ohne zu fragen, -weshalb…
        In der Ukrainie ist es nicht nötig zu fragen: „Weshalb“.
        Ich wünsche von Herzen, dass dieses mal das ganze deutsche Volk den Schaden, den sie Ihrer Regierung erlaubten, auszuführen, bis zum letzten Zent bezahlen sollten.
        Deutschland muss noch viel lernen.
        Und als Schweizer sage ich, dass dasselbe dem Schweizervolk geschehen sollte.
        Wenn ein Volk es erlaubt, von Kriminellen regiert zu werden, ist es auswegslos, -auch kriminell…

        1. @Stefan Widmer
          So lange die BRD noch nicht der Nachfolger des Deutschen Reiches ist, wird keine Reparation bezahlt werden. Genau diese Reparationsansprüche sind u. a. der Grund, warum die BRD-Regierung sich dagegen stemmt, einen Friedensvertrag zu machen und Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches zu werden.

          1. @Munni Stefan W

            Es gibt ein Urteil dazu vom internationalen gerichtshof, wo klar wird, das die BRvD überhaupt keine Einlassungen dort machen kann, WEIL sie eine Verwaltung ist, die völkerrechtlich NICHTS zu kammellen hat. Auch kann die BRvD auch keinen Friedensvertrag machen, da dies nur die Deutschen selber können. Aber nicht deren Verwaltung i.A. der Allierten….

            1. Wu Ming:
              Meine Frage ist:
              Weshalb denn dem auserwähltem Volk?
              Auch:
              Wenn es die Deutschen nur selbst tun können, weshalb denn nicht?
              Wollen sie Komplizen sein, erwartend, dass man sie anständig behandeln wird?
              Ist nur immer mehr vom selben.
              Über die Entschädigung für Russland möchte ich nicht einmal zu sprechen beginnen. 26 Millionen Menschleben vernichtet.

  2. @ Ixus

    Wohin die Menschensströme letztendlich flossen, können Sie sicherlich besser beurteilen. Dazu war ich zu weit weg vom Schuß. Fakt ist, dass sie Schengen-SVe bekamen. Somit – bis auf GB – in mehr oder weniger jedes westeurop. Land „reisen“ konnten.

    Die genauen SV-Zahlen kennen ich nicht (interessierten mich nie). Sollten es 2,5 Mio. SVe gewesen sein, sind da ganz andere Summen zusammengekommen, als in meinem ersten Kommentar vermutet. Für das Geld kann man schon so einiges kaufen …

    Fakt ist, dass es keine Touristen im herkömmlichen Sinn waren. Fakt ist, dass sie für die SVe zahlen mußten. Fakt ist, dass D die Geschichte organisierte. Inwiefern sich alles auf die allg. „Aufbruchstimmung gen Westen“ manifestierte, kann/soll sich jeder selbst ausmalen.

    Wenn ich mir den letzten Teil von Rostislaws Artikel so durch den Kopf gehen lasse und ohne noch Öl ins Feuer gießen zu wollen, muß die Frage erlaubt sein: WER wird letztlich für die Misere in ukrostan verantwortlich gemacht werden (bezahlen)? (Betonung auf: gemacht werden!) Derjenige, kann ja dann versuchen, den anderen mit den vielen A-Bomben mit in die Verantwortung zu nehmen, was sich als ziemlich schwierig erweisen wird …

  3. @ sloga

    Die Kontamination der Westukraine nach 1945 ist ausführlich hier im Blog in einem siebenteiligen Artikel von Frau Henn beschrieben.

    soros finanzierte Ultranationalisten sowie in Russland als auch in der Ukraine bereits am Ende 90ern. Über die ersten Auszahlungen an die „National-Intellektuellen“ habe ich bereits 1987 von damaligen Kollegen gehört.
    1991-1992 führten ukronazis gegen russonazis Strassenschlachten in Kiew.
    .
    ***
    Die Entwicklung im ultraradikalen Bereich in den beiden Ländern ging verschiedene Wege. Im ukrostan wurde Ultranationalismus von draußen finanziert und politstrategisch für eigene Zwecke gepflegt (fortdauernd, besonders von Janukowitsch!)
    In Russland bezeichnet und strafrechtlich verfolgt Putin jeglichen radikalen Nationalismus – nach Terrorismus – als die zweitgrößte Gefahr für den Vielvölkerstaat.
    ***
    >> WER wird letztlich für die Misere in ukrostan verantwortlich gemacht werden (bezahlen)? (Betonung auf: gemacht werden!)

    Meine Antwort ist: keiner. Bezahlen tut auch keiner. Russland ist nicht so dumm. Amis lassen es nicht zu, auch bei der UNO kommt es nicht durch.
    Die EU ? Wischt sich Tränen & Rotze (TM), zähneknirschend lässt North Stream 2 bauen und verstärkt die Grenzanlagen in Polen, was eigentlich langsam bereits passiert. Dann vergisst man den Alptraum.

  4. Eine wirkliche Freude dieser Beitrag,
    Danke Herr Roth für diese „Mammut“ Übersetzung.
    Hervorragende Analyse,der Leser bzw. Ich erhalte nicht das Gefühl einer Manipulation,von was auch immer.Im Gegenteil dieses Interview unterstreicht einmal mehr was einer Masse von Menschen in hiesigen Gefilden vorenthalten wird.
    Fakten,Bewertungen,Aussichten,Prognosen alles in einem Text,hier lebe „hoch“ die Freiheit und der Journalismus.
    Hier auch noch meinen Dank an Russophlius,da er das ermöglicht.
    „Gebe niemals auf,was immer auch geschieht auf dieser Welt.
    Die Bestimmung der Menschheit ist in Frieden zuleben“

  5. Gute dreiteilige Analyse. Ich kommentiere da lieber nicht fachlich mit, denn ich bin noch dabei, vieles aus dieser Sichtweise zu lernen. Danke!

  6. ….zuerst mal im Allgemeinen, meinen Dank an Thomas Roth für seine Übersetzungen…

    …habe alle Artikel gelesen, aber nicht zu jedem, meinen „Senf“ abgegeben….
    …da ich leider als gelernter Werkzeugmacher, also Arbeiter der „Stirn und Faust“, mir der „Intellekt“ fehlt……

    ….die „Intellektuellen“, welche ich selbstverständlich sehr hoch schätze, kommen mir aber manchmal vor, wie die Scholastiker des Mittelalters… sehr gut zu sehen, in dem Film, …

    „Im Namen der Rose“….. ….handelnd um 1327……. als man sich stritt, „Wieviel Engel“, haben auf einer Nadelspitze Platz…

    https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Name_der_Rose_(Film)

    ….damals drehte sich aber die Welt weiter, während die „Intellektuellen-Scholastiker“ verschwanden und PRAGMATIKER, die Weltbühne betraten…..

    ….warum schreibe ich das…… habe heute im SPUTNIK, folgenden Artikel gefunden….

    …Kreml freut sich auf Kissinger – und Wiederaufbau der US-Russland-Beziehungen

    Mehr: https://de.sputniknews.com/politik/20161227313938657-kissinger-kreml-reaktion/

    ….darin steht folgendes, man muss es nur richtig lesen können….

    „Kissinger bleibt auch weiterhin einer der weisesten Politiker und klügsten Experten, der über ein tiefgründiges Wissen im Bereich russischer Angelegenheiten sowie der russisch-amerikanischen Beziehungen verfügt“, so Peskow am Dienstag gegenüber Journalisten.“

    „Sollten ein solches Expertenwissen und die jahrzehntelang gesammelten Erfahrungen auf irgendeine Art und Weise gefordert, würden wir dies nur begrüßen“, so Peskow weiter. Doch liege die Entscheidung hinsichtlich einer Anwendung dieser Erfahrung nicht bei Moskau, sondern allein bei den Kollegen in Washington. „Wir können uns hier nicht einmischen“, schloss Peskow.“

    „Am Vortag hatte die Zeitung „Bild“ unter Berufung auf eine Analyse für westeuropäische Nachrichtendienste, die sich auf Informationen aus dem Trump-Team beruft, berichtet, dass der künftige US-Präsident Donald Trump die Aufhebung der Russland-Sanktionen auf „Empfehlung Kissingers“ anstrebe.“

    „Kissinger empfehle, so die Zeitung weiter, die Vorherrschaft Russlands in den einstigen süd-westlichen Sowjetrepubliken von Weißrussland und der Ukraine über Georgien bis nach Kasachstan anzuerkennen. Das würde bedeuten, dass die USA Russland politisch den Raum zwischen Polen/Baltikum, dem Iran/Afghanistan und China als Einflusssphäre zugestehen würden.“

    …..liebe Scholastiker, in diesem kleinen Dorfe, warum streitet ihr euch rum ????
    „alea iacta est“…..die Würfel sind gefallen…..

    …..ich habe doch immer geschreibtet, in meinem vorhergehenden Beitrag vorher im Artikel, das Steinemeierchen, wird in den Kreml kriechen……

    …..NEIN, die us-NEOCONS und Zionisten, wissend dass sie untergehen werden, haben beschlossen, den Heinrich Kissinger, geb. in Fürth in Mittelfranken und da wohnhaft bis 1938, nach Moskau, zu ZAR Putin zu schicken….. (….verstehen sich beide sehr gut….)

    ….musse was als Oberfränkischer Thüringer, zu dem Deutschen Juden Heinrich aus Fürth schreiben…… vor ca. 10 Jahren, war sein Bruder zu Besuch in Fürth, bekam einen Herzanfall und wurde in das Bamberger Klinikum eingeliefert…… die Oberste Betreuerin, wurde nach der Genesung, vom Heinrich, in die vsa eingeladen…. ….und herzlich bedanket……..kenne die Bilder….

    …..wir als Oberfränkische Thüringer, schliessen uns, als Preussen, den Wünschen des Kreml an…..

    …..übrigens, wenn ich mit dem Heinrich „Fränkisch“ reden würde, würden wir uns sofort verstehen……. die Sprachnuancen, zwischen Oberfränkisch-Thüringerisch und den Mittelfranken, sind ganz gering…..

    ….das ist das ENDE des us-neocon-projektes, Vorder-Mittelasien, sowie Ukraine, Kaukasus usw……

    ……Unser Heinrich (….der Heinrich aus Fürth, ist ein Deutscher Bürger, des ehemaligen Deutschen Reiches, einer der klügsten Politiker, der Gegenwart, schliesse mich der Beurteilung des Sprechers von Putin an….)

    …..lieber Russophilus, verzeihen sie mich mein geschreibsel, werkzeugmacher und Automaten-Dreher……

    Hochuntertänigst, Ihr…. untergebenster, auch an Herrn Roth gerichtet…..

    Yorck

  7. …liebe Gemeinde, solange mich Russophilus, als „nichtintellegenden“, hier was reinkritzeln lässt, kritzele ich halt weiter……
    …..wie in meinen vorhergehenden Kommentar beschrieben, wegen dem Heinrich Kissinger, aus Fürth, wohnend in den vsa, seit 1938, als der adolf kam vorher……. unter unserem Preussischen Kanzler, Otto von Bismark, hätte der Heinrich, eine Glänzende Preussische Karriere gehabt…….

    …er hat sie auch noch jetzt…..

    ….der Heinrich, wird bei seinem Besuch im Kreml, der demnächst bevorstehen wird, der öffentlich für das westeuropäische-Gesindel verkauft wird, als die Kapitulation RUSSLANDS; so ähnlich wie 1974, als er schon damals in Peking mit dem Nixon war, bei MAO….. dann sind die us-neocon-ratten, davon geschlichen… aus Hanoi…..

    …..hallo NATO-Ratten, ihr könnt die Ukraine, den Kaukasus und Mittelasien vergessen….

    UNSER MITTELFRÄNKISCHE KAMERAD HEINRICH KISSINGER, ein wahrer Franke, hat damit auch das gesamte Islamisten-gesindel, des Halbnegers obama, zum Abschuss freigegeben…..

    Dank an Heinrich Kissinger, Wladimir Putin, Basher al Assad, den Präsidenten Hassan Rohani sowie den Chef der Hezbollah Hassan Nasrallah…….

    ….ab Frühjahr 2017, kommen verstärkt, „merkels und gaucks fachkräfte“….versprochen…

    ….die Routen, wurden schon festgelegt….

    ….kritzelt ein unintellektueller Werkzeugmacher……

    Gruß Yorck, Fränzelsmühle

    1. Yorck:
      Ich melde mich seltan an Sie.
      Fühle Simpathie, aber nicht Begeisterung für Ihre Beiträge.
      Aber in diesem speziellen Fall, bitte ich Sie höflich, mir den „goldenen“ Friedrich nicht anzupreisen.
      Weil er das älteste und grösste Schwein der Menschheit darstellt.
      Mir persönlich gefällt die Blutwurst.
      Wenn wir glauben, dass ein „tiefer Kenner der russischen Politik“, die USA in ein besseres Verhältnis mit dem Kremlin führen könnte, hat die Natur des Konflikts nicht verstanden.
      Rotkäpchen trinken und darüber nachdenken…

      1. Lieber Stefan Widmer…….. ich kenne den „Heinrich“…..
        ….hier geht es um knallharte Realpolitik……
        …..wir können nicht in