Spendenaktion für unser „Dorf“

Es ist soweit. Wir können – endlich! – unseren Spendenaufruf starten. Zunächst aber und ehe ihr zur Geldbörse greift, möchte ich einiges klar umreissen und aussprechen. Ihr sollt wissen, warum und wofür ihr spendet. Auch diesbezüglich machen wir manches anders als andere.

Der Grundrahmen für alles ist der eines Gemeinschaftsprojekts unseres Dorfes. Nicht diese oder jene Ideologie, sondern ein „wir brauchen und wollen machen und jeder hilft mit so gut er kann.“

Der vineyardsaker hatte früher mal eine klare Leitlinie: Gegen den zionismus und dessen unsägliche Auswüchse. Das stand auch im Kopfbereich.

Das war der Rahmen, weshalb und in dem ich hier anfing und das ist noch heute unsere Leitlinie hier, vor allem mit dem Fokus auf praktische Fragen und praktische Umsetzung. Gelegentlich formulierte ich das als „Volk und Recht!“, was im Grunde nur eine andere Variante der selben Grundlinie ist, denn der zionismus agiert gegen das Volk und schert sich nicht um Recht.

„Volk und Recht!“ beschreibt unsere Position aber auch insofern gut, als man „Volk“ gesunderweise nicht aufteilen sollte in „links“ und „rechts“, in Arbeiter und Angestellte, in Frauen und Männer, usw. Genau das ist einer unserer Kernpunkte, etwas, das unser Dorf definiert – und das soll ganz deutlich ausgesprochen sein, ehe ihr zum Geldbeutel greift.

Wir waren zwei größeren Meuchelanschlägen ausgesetzt, die klar erkennbar das Ziel hatten, die Seite zu vernichten und uns alle mundtot zu machen und unsere Gemeinschaft aufzulösen. Dazu kamen noch zahlreiche kleinere Attacken, die zumindest zum Teil zweifellos zielgerichtet und koordiniert waren.

Ich reite auch deshalb etwas darauf herum, sehr klar zu sagen, was uns ausmacht, weil das ein grundlegender Faktor ist. Die Kommunisten, jedenfalls wesentliche Teile, wollen partei-Litfassäulen, die amis und ihre Vasallen wollen kontrollierte und steuerbare Auffangbecken für Unzufriedene und potentielle Widersacher, die man so schon frühzeitig leise machen kann.
Und alle wollen – und brauchen! – sie die verdammten links-rechts, Frauen-Männer, Arbeiter-Angestellte usw. Auf- und Einteilung.
Sie wollen uns, das Volk, über verschiedene Punkte in jeweils unterschiedliche und mehr oder weniger verdeckt feindliche Lager aufspalten und aufteilen. Alle sollen wir Feindbilder und böse Gegner haben – nur den wirklichen Feind, den sollen wir nicht sehen.

Ich habe hier frühzeitig begonnen, mich dem nicht nur entgegenzustellen, sondern ganz offen und gezielt auf miteinander-Reden zu setzen.
Ich persönlich bin ein „Herzenskommunist“; so empfinde ich meine Position. Aber das heisst nicht, dass ich Rechte (oder „Rechte“) für böse und fies halte. Wir alle(!) sind zuallererst und vor allem erst mal eins: Das Volk. Egal, ob wir links oder rechts, Arbeiter oder Angestellte, Frauen oder Männer sind; wir haben alle bei weitem mehr gemeinsam als uns trennt.

Dass wir zu vielen Dingen viele Meinungen haben, halte ich für gesund und normal. Ich weigere mich, einen anderen Bürger für einen Feind zu halten, nur weil er eine linke oder eine rechte Ansicht vertritt. Ich möchte sie alle hören, die Meinungen und Sichten und die Erfahrung sagt mir, dass alle Lager etwas beizutragen haben. In dem einen Bereich wird die linke Position die bessere sein, in einem anderen wieder die rechte.

All die -Ismen haben uns nichts Gutes gebracht; die Profiteure waren immer jene, die die -Ismen eingeführt haben sowie eine dicke Fettschicht oben auf der Suppe, die die -Ismen verwaltet und, häufig mit reichlich Gewalt und Grausamkeit, durchgesetzt haben. Egal ob SA, sowjetische partei-Kommissare oder vatikan; sie alle kamen nicht aus dem Volk und sie alle dienten nicht dem Volk, sondern den Interessen des jeweiligen -Ismus.

Es gibt nur sehr, sehr wenige wirkliche Einteilungen. Die wichtigste und entscheidendste von allen ist die Einteilung in die 99,9% und in die 0,1%!
Unser Feind, Ausbeuter und Unterdrücker sind jene, die uns missachten und belügen und wie eine Viehherde halten und jene, die gegen das eigene Land, gegen das eigene Volk vorgehen. Die 0.1% und deren Schergen sind unser Feind, nicht Linke oder Rechte.

Und genau das beschreibt auch meine Position und das, was ich hier tue. Wir, die 99,9% brauchen eine Plattform, wir, die 99,9% müssen miteinander reden, denken, planen und uns informieren können. Und eines Tages müssen wir auch gehört werden und ein System schaffen, das uns, die 99,9% zum Maßstab hat und nicht wie seit Jahrhunderten die 0,1%.
Und, das nur am Rande, wer bei so etwas auf facebook, google und andere zio-con Konzerne setzt, der hat ohnehin verloren (oder er spielt ein falsches Spiel).

Ich kann es auch anders und gröber sagen: Die sind nicht mächtig. Die 0,1% haben aus sich selbst heraus nahezu keine Macht. Deren wirkliche Macht ist unsere Ohnmacht. Es ist an der Zeit, aus dieser Ohnmacht aufzuwachen und ein System von Menschen für Menschen zu erschaffen – und das alte diktatorische System der 0,1% abzuschaffen.

Das, die aktuelle Situation und insbesondere das inzwischen ganz unverblümt geäusserte Vorhaben der diktatura, ihre Stellung gegen uns durch Zensur abzusichern, definieren auch, was zu tun ist und wofür eure Spenden gebraucht werden. Ich nenne mal einen der wichtigsten Faktoren:

Bis März oder April sollen die Zensur-„Gesetze“ durchgepeitscht und die nötigen Mechanismen geschaffen werden.
Ohne eigene und nicht vom System kontrollierte und verseuchte Kommunikationsmöglichkeiten aber sind die Bürger vereinzelt und leichte Beute. Ein Kampf ohne Kommunikations- und Koordinationsmögichkeiten ist undenkbar und zum Scheitern verurteilt. Ohne Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten sind die Bürger nahezu beliebig fernsteuerbar und völlig ausgeliefert.

Insgesamt zeichnet sich ein klares Profil ab. Wir brauchen ein Dorf, das sturmfest ist und der Willkür der diktatura entzogen, zugleich aber präsent und gefüllt mit wirklichen Informationen, Einschätzungen, Gedanken und Diskussionen. Wir brauchen die Möglichkeit, unseren Mitbürgern reale Informationen und sinnvolle Einschätzungen zugänglich zu machen und zu halten. Wir brauchen Möglichkeiten zur zuverlässigen und vertraulichen Kommunikation. Angesichts der zunehmenden Gehässigkeit gegen die russischen Medien muss Vorsorge getroffen werden, diese Informationsquellen bzw. den Zugang dazu zu erhalten. Und nicht zuletzt wird eines hoffentlich nicht allzu fernen Tages ein Volkstribunal Daten brauchen; die müssen gesammelt werden. Das hat den zusätzlichen positiven Nebeneffekt, dass Netzwerke des Feindes besser erkennbar werden und man Informationsquellen besser einschätzen kann.

Die Voraussetzungen sind – keineswegs ungewollt vom System – denkbar schlecht. Es braucht viel Fachkenntnis, um auf diesem sandigen und gefährlichen Boden eine solide Struktur zu errichten. Zum Glück verfügen wir über die nötige Fachkenntnis.

Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich momentan noch sehr wenig zu den Details sage. Zu gegebener Zeit wird das nachgeholt. Versprochen.
Einstweilen mal einige Hinweise, teils positiv, teils negativ.

Es gibt kaum sichere software. Die meisten web server sind löchrig wie schweizer Käse. Die Applikationen wie z.B. ein blog sind in aus Sicherheitssicht völlig ungeeigneten Sprachen (und oft von unprofessionellen Bastlern) geschrieben und erbärmlich unsicher. Die meisten provider stellen eher schlecht als recht konfigurierte server zur Verfügung.
Kurz, es ist wie dauerhaft Weihnachten für die ziocon Diktatur und ihre diversen Dienste. Aber es gibt auch eine (für uns) erfreuliche Seite: Die Situation ist nicht so beschissen, weil man das so wollte; nein, sie ist es, weil das gesamte Thema IT Jahrzehnte lang weitestgehend in den Händen wenig fähiger, dafür aber extrem profitgieriger amis lag. Das bedeutet , dass die technisch nicht besser dastehen als wir.

Die andere gute Nachricht ist die, dass das Internet nicht abschaltbar ist. Praktisch die gesamte Wirtschaft, aber auch weite Teile des Systems und der Verwaltung hängen daran und an Selbstmord haben die kein Interesse.
Allerdings wird man so einiges unternehmen, um die Bürger zum Konsum und zur Nutzung von ausschließlich systemkonformen Seiten zu zwingen. So arbeitet man z.B. daran, dass facebook auf Zuruf sehr schnell alles löscht, was dem System nicht passt.

Zum Vorgehen selbst: Ich habe ein paar fähige Kollegen (im Ausland), die für einen sehr speziellen Freundschaftspreis helfen werden. Darüber bin ich froh, weil wir aufgrund der sehr engen zeitlichen Situation nicht die Möglichkeit haben, das alles ganz allein zu stemmen. Der deal ist der, dass die wiederum von mir meinen Teil bekommen und das System (völlig unabhängig von uns und rein gewerblich) verkaufen dürfen (Bitte nicht zucken. Das ist wohlüberlegt so). Allerdings müssen sie uns einen Teil der dabei anfallenden Gewinne geben (als „Lizenzgebühr“ für meinen Teil der Arbeit). Ich bin kein Kaufmann und kann das nicht genau einschätzen, aber die Grundidee ist die, dass hierdurch mittelfristig die Kosten für unser Dorf getragen werden und wir keine Spenden mehr brauchen.
Ich meinerseits habe wiederum das Recht, das neue System dann auch anderen Gemeinschaften zur Verfügung zu stellen, wobei die dann natürlich für die dadurch entstehenden Kosten (server, etc.) aufkommen müssen.
Insgesamt also eine Lösung, bei der unser Dorf sich mittelfristig von selbst trägt. Das ist mir sehr wichtig und dafür arbeite ich auch meinen Teil. Das mit der Spendenaktion soll eine einmalige Sache für ein paar Monate sein und dann möchte ich Spenden nur noch für andere, z.B. im Donbass sammeln (wofür ja auch wieder eine solide Infrastruktur gebraucht wird. Wer weiss, ob es bei diesem irren bösartigen System nicht bald auch noch verboten wird, für den Donbass zu spenden …).

Das ideale Vehikel wäre eigentlich ein Verein, aber wir haben nicht die Zeit für die nötige Bürokratie. Stattdessen habe ich auf ein ganz simples urmenschliches Modell gesetzt. Eine zuverlässige engagierte, mir gut bekannte und bewährte Mitstreiterin wird die Spenden einsammeln und gebündelt in unser Dorf-Projekt leiten.

Das gefällt mir aus noch einem anderen Grund: Ich will keine direkte Verbindung zwischen euch, den Spendern, und dem Dorf oder anders ausgedrückt: Ich will in unserer software *null* Informationen zu Kontonummern, Spender-Namen, etc.

Allerdings wird es einen Code geben, den ich euch bitte, auch zu nutzen. Und *nur* dieser Code wird im Sytem bei uns landen. Dieser Code wird einfach nur besagen, dass jemand ein Spender ist. Nicht wieviel er gespendet hat, keinen Namen, keine Kontonummer, nichts. Das einzige, was von Teilnehmern (egal ob Spender oder nicht) im System sein wird, ist deren email; und die wird verschlüsselt gespeichert. Ein Moderator wird dann zwar eine email senden können, aber er wird eure email-Addresse als solche nicht sehen.
Diese Trennung halte ich für sehr wichtig. Das System soll und wird absolut nichts über die Spender wissen, ausser, dass sie gespendet haben.
Übrigens hat diese Mitstreiterin ihrerseits wiederum keinerlei Zugriff auf das System. Das werden – und sollen – zwei völlig getrennte Welten sein.

Kurz noch zum Code. Näheres wird euch noch mitgeteilt, hier aber schon mal der entscheidende Punkt: *Ihr* selbst lasst euch den Code einfallen. So könnt Ihr sicher sein, dass da nicht irgendwie getrickst wird, dass der Code nicht irgendwie Informationen enthält.
Ich bekomme von der „Spendensammlerabteilung“ nur die Liste der Codes, sonst nichts an Infos. Der Code dient einfach nur dazu, Spender – wenn die das wollen – als solche erkennbar zu machen. Wer das nicht möchte, der trägt keinen Code ein und fertig.

Zum Vorgehen beim Spenden selbst: Ich bitte alle, die bereit sind zu spenden, auf unsere hierfür eingerichtete Seite Spendenaktion zu gehen. Übrigens gibt’s ein link dorthin auch nochmal ganz oben rechts im schwarzen Balken.

Ich danke euch allen.

48 Gedanken zu „Spendenaktion für unser „Dorf““

  1. Woin dad i scho meng, oba kena dad i ned.

    Bin leider (oder auch nicht) kein Karteninhaber – kann demnach nur von Konto zu Konto überweisen. Auch Paypal.
    Oder war die eingegangene Nachricht aus „Bremen“ nur Zufall ?

      1. Hat sich geklärt:
        Vor 3 oder 4 Monaten bestellte ich mir St. Georgs-Bänder bei „RuLine“. Jetzt werben sie für Überweisungsmöglichkeiten nach z.B. Russland auf eine dort wohl übliche „Bankkarte“.

  2. Es kam doch auch einmal eine annonyme Zahlweise zur Sprache. Was ist aus dieser Möglichkeit geworden? Nicht das man Paranoid wäre … 😉

    1. Wäre mir auch lieb gewesen, aber wir sind unter Zeitdruck durch die immer weiter vorangetriebene Zensur und konnten nicht alles, was wir gerne gewollt hätten tun.
      Immerhin ist es gelungen, einen soliden Trenngraben zwischen den Spenden und dem System zu ziehen. Wie ich ja ausgeführt habe, werden im System niemals Daten von Spendern sein.
      Für paysafecard und ähnliches muss man (auch zeit-)aufwendige Prozeduren durchlaufen und wir haben nun mal weder die Zeit noch die Mittel.
      Ich hoffe, wir schaffen es auch so und unter wenig komfortablen Umständen.

  3. Mir gefällt vor allem die Einleitung im Artikel.
    Es geht um Integration. Spaltung ist das Problem. Bewusste Spaltung ist ein bewusster Abfall aus der All-Einheit und Sünde. Das scheint mir mit meinem begrenzten religionsphilosophische Wissen stimmig und psychodynamisch und massenpsychologisch ist die Spaltung die Grundlage für die ganzen Abwertungs- und Unterdrückungsprozesse gegen andere Gruppen und die Grundlage für die Krankheit der Völker: „Krieg“. (Was nicht heißt, dass das Symptom das Problem wäre; das Problem ist die Struktur und die (Ab-)Spaltung, das was gerne auch der Schatten (frei nach C.G. Jung) genannt wird.)
    Genau dieser Ansatz des Diskurses ist es, der mir am deutschen Saker gefällt. Ich unterhalte mich lieber mit einem intelligenten Menschen anderer Meinung, als mit jemandem, der mir nach dem Mund redet. Im Diskurs mit anderen schärfe ich meine Argumente, mein Denken, bekomme Ideen dafür, meine Wahrnehmung zu überprüfen etc.
    Es geht nicht um rechts/links, oben/unten, schnell/langsam… es geht um die Position innerhalb der Polaritäten als Basis für den Austausch und die Konsequenzen bestimmter Konstellationen. Das macht gute Analysen aus. Die finde ich hier. Deswegen ist mir das Dorf wichtig. Deswegen sind mir als häufigem Leser die Kommentarstränge wichtig. Und auch dort eher die Inhalte als der Ton. Und um dies zu erhalten bedarf das Dorf eines strengen aber fairen und wenig nachtragenden Dorfpolizisten und auch einer Mauer.
    Russophilus, ich bin Ihnen und allen Mitstreitern dankbar, dass es dieses Dorf gibt!!!

    1. @Russophilus
      ich finde es klasse dass Sie sich diese Mühe machen um für das “ Dorf“ in den schweren Zeiten, welche auf uns zukommen werden eine Lösung zu finden!
      Danke dafür!
      Der “ Leitgedanke“, keine übliche Aufteilung ( Teilung = herrsche und teile ) zu machen und ALLE erst einmal gleichberechtigt zu sehen, finde ich hervorragend.
      Erst durch eine Vielzahl von Meinungen und Gedanken ist man ( ich ) in der Lage eigene Schlüsse zu ziehen…….
      Wohl denn….

  4. ich werde auch spenden, weil ich die üblichen Meldungen längst nicht mehr ertrage und hier rege und vielfältige Überlegungen lesen kann.
    Da ich aus familiären Gründen manchmal eine Woche in Erfurt bin und dort keinen Zugang zu dieser Internetseite finde ( der Browser sucht und sucht und dreht-dann ist die Zeit abgelaufen-Seite nicht erreichbar)
    frage ich hiermit, was ich falsch mache.
    (Internetexplorer, Feuerball nicht gefunden, Yandex manchmal und dann nur die Texteinleitung, ohne Kommentare etc.
    Vielleicht gibt es auch eine andere Erklärung.

    1. Sie machen da nichts falsch. Der PC dort scheint Systemeinträge für die „name server“ zu haben, die ziemlich unbrauchbar sind. Eventuell ist auch irgendein Filter System aktiv.

      Sie können auch selbst unsere IP 86.107.110.68 in das „host file“ eintragen.

      Der Eintrag sieht so aus:

      86.1