J. Satanowskij – Die neue nahöstliche Realität

Übersetzung eines Artikels (Quelle) von Jewgenij Satanowskij.

Die Sponsoren des Terrorismus sind mit den Ergebnissen „einer plötzlichen Prüfung“ kollidiert.
Die Situation in Syrien wird der internationalen Gemeinschaft in einer authentischen Art vorgeführt, als das, was sie ist. Das Bild wird weder ein Kompliment für die UNO, noch für die Großmächte oder für ihre regionalen Verbündeten – die Türkei, Katar und Saudi-Arabien. Russland demonstriert nicht nur die Hartnäckigkeit und die Folgerichtigkeit der Handlungen auf der diplomatischen Arena, wo es einem ernsten Druck widerstehen muß, sondern auch die militärische Meisterschaft, die zwingend gezeigt werden muß, um als potentieller Gegner (und Sieger) respektiert zu werden.
Wir betrachten die Situation in Syrien in Abhängigkeit von den Handlungen der Russischen Föderation und der Türkei. Die Betrachtung stützt sich auf die Arbeiten der Expertin des Instituts Naher Osten, J. B.Schtscheglowina, die sie für das Institut vorbereitet hat.

Die letzten Waffen Erdogans

Am 29. November ist der Präsident der Türkei, Recep Tayyip Erdogan, mit der Erklärung aufgetreten, dass das wahre Ziel der Einführung seiner Armee in Syrien der Sturz des Regimes von Baschar al-Assad und die Rücküberführung des Landes zu den „wahrhaften Wirten“ ist. Die Reaktion der einheimischen Politiker und der Massenmedien auf seine Worte war außerordentlich scharf. Und gerade dadurch haben sie ihnen noch einmal richtig Gewicht gegeben. Die Hauptprobleme, auf die die Öffentlichkeit der Türkei gerade ihre Aufmerksamkeit richtet, sind
– der Brand im Wohnheim in Adana (dabei sind auch Kinder umgekommen);
– die Annäherung an das Projekt der Verfassungsreform in Medschlis und …
– die Reaktion des Kremls auf die Phrase Erdogans.
Wobei es nicht die Erklärung als solche ist, sondern ihre Wahrnehmung durch Moskau, weil Ankara weder militärische, noch ökonomische oder politische Ressourcen für den Sturz des Regimes Assad hat.

Große Angst hat die Türkei davor, dass Trump mit Moskau ein Geschäft abschließt, das das Schicksal der syrischen Opposition ignoriert und sich in Folge dessen an die Seite von Präsident Assad stellt.
Nach der Idee sollte die Türkei anlässlich dessen geradezu brodeln, welche Verluste die Armee tragen würde, wenn sie in der Praxis versuchen sollte, die festlichen Freitagsgebete in Damaskus zu begehen, wie Erdogan es seit 2011 verspricht. Aber diese Freitagsgebete wurden schon seit langem in der Türkei ein geflügelter Ausdruck, der jene bezeichnet, denen nicht bestimmt ist, sich etwas zu erfüllen. Und im Übrigen, wen interessiert es denn, wie Aksaraj (Stadt in Zentralanatolien) auf das Befremden Moskaus reagiert. So dass die Türken die Worte Erdogans wie einen informativen Einwurf bewerten, den zweiten in letzter Zeit. Der erste war der scheinbare Eintritt seines Landes in die SOZ. Wir müssen feststellen: vor denen, die sich auf dem Jerusalemer Gipfel in Istanbul im Saal versammelt hatten und auch vor der arabischen „Straße“ kann Erdogan gar nicht anders auftreten. Er muß sein Image des unversöhnlichen Ringers mit der Islamophobie wahren, mit den Tyrannen, die dem syrischen Präsidenten, Israel und dem Westen sehr ähnlich sind. Das Image verpflichtet, mit harten Erklärungen aufzutreten.

Seine Worte sind das Signal an Saudi-Arabien und Katar, dass die Türkei immer noch ihr strategischer Verbündeter ist, ungeachtet der Knickse zur Seite Trumps, die mit der Hoffnung auf Partnerschaft vorbehaltlich der Auslieferung des Predigers Gülen gemacht werden, und in Richtung Moskau, mit dem die Versöhnung stattgefunden hat. Es ist auch nicht zufällig, dass die Erklärung Erdogans kurz vor dem Besuch des Chefs des Außenministeriums Russlands, Sergei Lawrow, ertönte. Ankara befördert die Abnahme der Sanktionen gegen das Business und die Rückführung der Seiten zum visafreien Regime. Es versucht auch, den gegenseitigen kommerziellen Verkehr auf der Basis innenpolitischer Papiere zu erlauben und auf die Abrechnungen in den nationalen Währungen überzugehen.
Die Türkei strebt danach, möglichst viele dieser Punkte zusammenzufassen, dazu eine beliebige möglichst brauchbare Rhetorik zu finden und entweder den Eintritt in die SOZ oder den Sturz Assads argumentativ zu verwenden. Das Land befindet sich in einer komplizierten wirtschaftlichen Lage und hat unter dem Bruch der Beziehungen mit Russland, dem Versuch des Umsturzes und der Einführung des Notstandsregimes, der Spannungen in den Beziehungen zur EU und der Teilnahme an den irakischen und syrischen Ereignissen gelitten. Und in keiner dieser Richtungen sind sie im Stande, die Lage eigenständig zu verbessern. In dieser Situation bleibt nur die Rhetorik, die die ausländischen Partner zwingen soll zu reagieren – und damit beschäftigt sich Erdogan.

Konsultationen mit der Opposition

Wie die Vertreter der syrischen Opposition aus dem Nordteil des Landes der Financial Times erzählt haben, verhandeln sie durch Vermittlung der Türkei in Ankara mit Russland darüber, wie sie die Opposition in Aleppo beenden können. „Washington ist von diesen Verhandlungen und dem Begriff vollständig abgeschnitten und weiß nichts darüber, was in Ankara geschieht“, – bezeugt die Quelle. Wie die Ausgabe bemerkt, können solche Verhandlungen Washington von den wichtigsten Konflikten auf dem Nahen Osten fernhalten. Die Seiten haben keinen Konsens erreicht, aber die Tatsache, dass die Verhandlungen ohne Teilnahme der USA stattfanden, betont die Veränderungen auf dem Nahen Osten, stellt FT fest.

Wir können darauf hinweisen, dass von den Nachrichten indirekt bestätigt wird, dass sich Ankara und Moskau – vor dem Hintergrund der Sprüche des Präsidenten Erdogan gegen das Regime Assad – über die gemeinsamen Bemühungen um humanitäre Interventionen in Aleppo vereinbart haben. Die Rolle der Türkei wird von den Hilfslieferungen offenbar nicht eingeschränkt, aber sie wirkt auf die Gruppierungen ein, die den Widerstand im östlichen Aleppo leisten, einschließlich „Harakat Nour al-Din al-Zenki“ und „Dschebchat an-Nusra“.

Von vornherein planten Katar, die Türkei und Saudi-Arabien, Aleppo als eine Alternative zu Damaskus zu verwenden und so eine Regierung zu schaffen, die auf der internationalen Arena wie der „wahrhafte“ Vertreter des syrischen Volkes (wie die libysche Variante) auftreten könnte. Genau deshalb wird Aleppo die erhöhte Aufmerksamkeit des Westens, der arabischen Monarchien und der Türkei zuteil. Die Verhandlungen in Ankara zeigen, dass es sich entschieden hat, auf die aktuelle Lage zu reagieren, die ihre Wurzeln im Verlust der Kontrolle über Aleppo hat. Die Rede von der Expansion der Opposition auf dem ganzen Territorium ist schon lange verstummt.

Ankara will die Pläne der Kurden von der Bildung der halbstaatlichen Enklave im Norden Syriens verhindern. Dieses Problem zu lösen wird auf Kosten der protürkischen Gruppen geplant, die vom Krieg gegen Damaskus auf die Bildung eines Übergewichtes über die Kurden in den Nordbezirken umorientiert werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass dafür Ankara auf die Kürzung der Teilnahme an der materiell-technischen Versorgung der syrischen bewaffneten Opposition durch türkische logistische Korridore (sogar zum Schaden der Beziehungen mit Er-Riad) gehen wird. Ihre Nutzung im vorigen Regime zwingt Damaskus und Moskau, die Bildung eines kurdischen cordon sanitaire an der Grenze im Norden zu fördern.
Der Bruch mit dem KSA ist für die türkische Führung vorherbestimmt. Bei Er-Riad und dem Bündel Ankara – Doha gibt es verschiedene Visionen der zukünftigen Ausrichtung Syriens und der Kräfte, die in ihm dominieren sollen. Für Saudi-Arabien sind es Salafisten und verwandte Strömungen, für die Türkei und Katar – „die Moslembrüder“. Auf die überschüssige militärische Verstärkung der prossaudischen „Dschebchat an-Nusra“ wird Ankara nicht setzen, obwohl jetzt die Allianz zwischen dem KSA, der Türkei und Katar existiert und die Gruppen oft zusammen kämpfen. Die durch die Aufgabe – Sturz des syrischen Präsidenten – vereinigten Banden, übernehmen die Auseinandersetzungen untereinander mit in die Post-Assad Periode. Das Eingreifen Russlands in Syrien und der Erfolg in Aleppo bedeutet, dass Assad nicht gestürzt werden wird und man davon ausgehend eine neue Strategie aufbauen muß. Die Türkei und Katar wurden sich dessen schneller bewusst als Saudi-Arabien.

Der Beginn der Konsultationen zwischen Ankara und Moskau nach dem syrischen Konflikt bedeutet den Beginn des Weggangs der Türkei vom saudiarabischen Regenschirm. Die Aufgabe ohne Mithilfe der Amerikaner (was sich noch bestätigen muss) – das Ergebnis der Abwesenheit eines jeden Fortschritts bei den türkisch-amerikanischen Konsultationen zur Unterstützung der syrischen Kurden und den Angriff auf Rakka. Die USA haben die Türkei betrogen, sie haben ihr versprochen, dass die Kurden aus Manbidsch weggehen werden. Unter Berücksichtigung der russischen Erfahrung im Umgang mit Garantien von Obama könnten die Türken die Schlussfolgerung darüber immerhin schon ziehen, dass sie sich auf die Worte der USA nicht verlassen dürfen und auch unterschriebene Papiere nicht helfen.

Das Yperit (Senfgas) aus dem sunnitischen Dreieck

Das Problem der chemischen Waffen in Syrien ist wieder auf der Tagesordnung. Sie werden gewöhnlich verwendet von den Gegnern Assads als Begründung der Notwendigkeit seines Sturzes. Die Militärexperten der Russischen Föderation haben die Nutzung des Yperites gegen die friedliche Bevölkerung in der Provinz Aleppo bewiesen. Es wurde im September in Marea (Idlib) und im Norden der Provinz Aleppo verwendet. Dabei wurde die nicht explodierte chemische Munition neben den Armeekasernen entdeckt. Sie bestand aus selbstgemachten 240-mm-Minen mit einem Einfüllstutzen im Schwanzteil. Der Inhalt ist eine schwarze ölige Flüssigkeit im Umfang von 0,5 bis zu 1,5 Litern.
Ihrerseits versuchten die saudiarabischen und türkischen Sonderdienste das Thema der chemischen Waffen zu verwenden, um die Luftwaffe der USA zu veranlassen, Schläge gegen syrische Militärobjekte zu führen. Diese Versuche wurden aber von den Handlungen Moskaus verhindert, das den Abtransport der chemischen Waffen aus Syrien unter Kontrolle der Organisation für das Verbot chemischer Waffen garantierte. Anstoß für die Verschärfung der Situation wurde die Provokation der Anti-Assad Kräfte, die Senfgas aus handwerklicher Produktion in einem der am dichtesten besiedelten Bezirke Aleppos angewendet haben.

In der ersten Etappe des Krieges hatten die saudiarabischen Sonderdienste die Zustellung der Komponenten der chemischen Waffen nach Syrien bei Teilnahme der Türken organisiert. Für die Produktion des Yperits kaufte Er-Riad die Technologien und die Ausrüstung unter falschen Firmennamen in Albanien ein. Dieses Land verfügte noch aus den Zeiten Enver Hodschas über Vorräte von diesen chemischen Waffen. Nach dem Scheitern des Regimes hatte Tirana unter der Ägide der OVCW begonnen, diese Arsenale zu verwerten. Die Waffen selbst wurden vernichtet, aber die Komponenten für die Herstellung des Yperites, die technologische Dokumentation und die Laborausrüstung sind auf dem schwarzen Markt weggegangen. Sie wurden von Saudi-Arabien und Katar eingekauft. Die Labore für die Produktion des Yperites wurden im Irak im Bezirk des „sunnitischen Dreiecks“ geschaffen. Der hergestellte Giftstoff wurde durch die Türkei nach Syrien gebracht.
Nach der nicht gelungenen Provokation mit dem Versuch, die Amerikaner in den Krieg in Syrien mit der Erklärung von Flugverbotszonen einzubeziehen (die Idee Er-Riads und Ankaras aufgrund der libyschen Erfahrung) war auch dieser Kanal eingefroren, nachdem die türkischen Sonderdienste die Kuriere mit der Ladung Yperit aufgegriffen hatten. Unter Berücksichtigung der Ereignisse, die mit dem Putsch und der verborgenen Tätigkeit eines Teiles des türkischen Militärs zur Diskreditierung des Regimes Erdogan verbunden sind, konnte diese Aktion die Handlungen Ankaras in Syrien erschweren. Nicht ohne Grund hat diese Geschichte keine öffentliche Fortsetzung bekommen. Es sei denn, dass nach einigen Monaten Bagdad mit der Erklärung auftrat, dass auf dem Territorium des „sunnitischen Dreieckes“ ein Labor zur Herstellung von handwerklich gefertigten chemischen Waffen arbeitet.

Saudi-Arabien hat seine Taktik geändert. Die heute noch handwerklich arbeitenden Labore zur Produktion des minderwertigen Yperites (was aus der Zahl der Geschädigten abzuleiten ist) arbeiten im Irak und in Syrien. Im Irak beschäftigt sich damit der IS, der das Yperit an „Dschebchat an-Nusra“ über türkische Vermittler weitergibt und in Syrien vertreibt „Dschebchat an-Nusra“ selbst, wobei sie alles über das Labor in Idlib organisieren.

Der Bruch in Aleppo

Zum Schlüssel in der laufenden Situation in Syrien wurde der Bruch in der Schlacht um Aleppo. Die Regierungsarmee und die Einheiten der libanesischen „Hisbollah“ haben eine ganze Reihe der strategischen Wohnviertel im östlichen Aleppo unter Kontrolle genommen und den „Kessel“ halbiert. Vom militärischen Standpunkt aus greift die Agonie unter den sich verteidigenden Dshihadisten, der Verlust ihrer Möglichkeiten zum Widerstand und die Steigerung der zentrifugalen Stimmungen unter den Kämpfern um sich. Proportional zum Munitionsverbrauch und dem Verlust der Hoffnung auf den Durchbruch der Blockade bei den Anti-Assad Gruppierungen sinkt das Kampfpotential heftig.

«Dschebchat an-Nusra“ hat im Verlauf des Angriffs auf Aleppo seine Ressourcen gesprengt. Die saudiarabischen Militärausbilder verwendeten gewöhnlich für sie die Taktik der „menschlichen Wellen“, wegen der die Verluste der Islamisten jede zulässige Grenze überschritten haben. Es wurde jeder dritte Kämpfer getötet oder verletzt. Infolge des amateurhaften Kommandos über die Artillerie ist fast das ganze Munitionsarsenal aufgebraucht worden, das man unter dem Feuer der russischen Flieger aus Idlib liefern musste. Die Hälfte wurde vergebens geliefert. Im Ergebnis misslang es, die im östlichen Aleppo eingekesselten Dshihadisten zu befreien. Parallel dazu wurde die Lage der Islamisten in Idlib immer katastrophaler infolge des Defizits an lebender Kraft und Munition.
Als Beweise dafür, dass der Bruch eingetreten ist, dienen einige Tatsachen:

Die erste und wesentliche ist der Beginn des Massenausgangs der friedlichen Bevölkerung durch die vorbereiteten Korridore (Zehntausende) und der Gang in die Gefangenschaft einiger Hundert Kämpfer. Man muss die Operation im östlichen Aleppo beenden und den Angriff auf Idlib vorbereiten, wo sich die Basen der Kämpfer unter dem ständigen Druck der Artillerie und der Luftflotte befinden sollten. Das Kommando „Dschebchat an-Nusra“ hat seinen Anhängern befohlen, aus Aleppo wegzugehen, da seine Verteidigung ihren Sinn verloren hat.
Der Verlust Idlibs wird zum Ende der organisierten Anwesenheit Saudi-Arabiens in Syrien, der Niederlage gegen den Iran in diesem Konflikt und zu einem derben Schlag gegen die Reputation (die war schon nicht mehr so glänzend wegen der Fehlschüsse in der Innen- und Außenpolitik) des Erben des Thronfolgers und Verteidigungsministers des KSA, Muhammed ben Salman. So dass man annehmen kann, dass Er-Riad alle Ressourcen anstrengen wird, um Idlib festzuhalten.

Der zweite Moment, der vorführt, dass die Situation in Aleppo für die Anti-Assad Kräfte einer Katastrophe gleich kommt, ist die Aktivität des Außenministers der USA, John Kerry, der versuchte, die Geltung des Rahmenabkommens mit der Russischen Föderation über Aleppo wieder aufleben zu lassen. Die geltende Verwaltung gibt die Versuche nicht auf, mit Russland über die Kräfte der Opposition zu reden. Die Abgrenzung der Kämpfer haben sie zwar immer noch nicht vollzogen, aber sie können natürlich das Ende der Kämpfe und das Schicksal ihrer Kämpfer ahnen. Darüber hat die Washington Post berichtet. Die Administration versteht natürlich, dass Trump „ein ganz anderes Geschäft mit Moskau abschließen könnte“, wenn in einer gültigen Vereinbarung „die Willkür des Schicksals geregelt wäre“ und Washington an der Seite von Präsident Assad stünde.

Vom praktischen Standpunkt aus ist für Damaskus und Moskau jetzt die Fortsetzung der Reinigung des östlichen Aleppo von den Kämpfern notwendig. Das wird den Prozess des Übergangs in den friedlichen Prozess in den Orten, die sich bisher noch in der Opposition zu Assad befanden, offenbar beschleunigen, es wird die zentrifugalen Tendenzen in den ihnen entgegenstehenden Gruppierungen verstärken und wird die Grundlagen für Verhandlungen über eine friedliche Regelung schaffen. Es soll mit den humanitären Interventionen der Bevölkerung Aleppos kombiniert werden. Die Strukturen der UNO muss man öffentlich für ihre neutrale Beschäftigung und die abwartende Haltung in der bekannten Frage kritisieren. Mit diesem Thema muss man ständig die USA konfrontieren, dabei aber nicht vergessend, dass die Hauptaufgabe die gründliche Reinigung Aleppos von den Kämpfern bleibt.

Der russische Faktor

Was den syrischen Regierungskräften ermöglicht hat, den Fortschritt in Aleppo zu erreichen?
Das erste und wesentliche ist die Arbeit des Generalstabes der Russischen Armee. Nach dem Erhalten des Befehls zum Beginn der Vorbereitung einer solchen Militäroperation hat sich vor ihm die Aufgabe in ihrem vollen Umfang gezeigt: das Format der Teilnahme der Streitkräfte der Russischen Föderation mußte bestimmt werden. Es sollte die politische und physische Überlebensfähigkeit des Regimes Assad gewährleistet werden, aber unter Vermeidung der Gefahr, im Konflikt bei den ständigen Verlusten ohne sichtbaren Fortschritt stecken zu bleiben, wie es in Afghanistan der Fall war.
Diese Aufgabe konnten die USA im Irak nicht lösen, obwohl Verteidigungsminister Robert Gates persönlich versuchte, es zu machen. Die Bestimmung des notwendigen und ausreichenden Formates der Teilnahme des Landes in den Kriegsoperationen – das ist die Hauptaufgabe der Militärführung vor der Annahme der Entscheidung über die Einmischung in die Konflikte der kleinen und mittleren Intensität. Außer Russland und dem Kommando über seine Streitkräfte, gelang es niemandem in der neuesten Geschichte es so zu machen, wenn die Weltmächte und die lokalen Größen Teilnehmer der Zusammenstöße waren.

Es ist auch nötig, das hohe Niveau der Planung der Operation zu bemerken, dass mit der Verlegung der Gruppen der russischen Flieger nach Syrien begann. Es wurde für die USA und ihre Aufklärung eine absolute Überraschung, was an und für sich auch wichtig ist.
Dem russischen Verteidigungsministerium und dem Generalstab stand bevor, das optimale Format der Teilnahme am Krieg beim Defizit der menschlichen Ressourcen in der syrischen Armee zu lösen. Die Syrische Armee, die hohe Verluste entlang der interkonfessionellen Grenzen erlitten hat, was sie um zwei, drei Divisionen mit vollem Bestand und einen großen Teil der Luftwaffe (es blieb ein abgenutzter Flugzeugpark) reduzierte, erlebte nebenher auch noch die gleichzeitig anwachsende Panik des Kommandos der SAA und der politischen Führung vor dem Hintergrund der Massenfahnenflucht der sunnitischen Soldaten und Offiziere. Die russische Militäroperation in Syrien kann man einreihen unter den Musterkriegen, wenn es um die Fähigkeiten zur Kriegsführung geht.

Unsere militär-politische Führung musste in kürzester Frist nicht nur die Stabilisierung der Situation an den Fronten regeln, die optimale Tarnung der syrischen Armee organisieren, sondern auch das Problem der Disposition und der strategischen Planung bewältigen. Vor den Beratern, die in die Stäbe der syrischen Streitkräfte geschickt wurden, stand die Aufgabe, nicht nur die Disposition, sondern auch das Zusammenwirken zwischen den Syrern, den Iranern und den Libanesen, den speziellen Truppengattungen und den Fronten in der Süd- und Nordrichtung zu gewährleisten. Man musste den Konsens mit den kurdischen Abteilungen finden, die sich wie eine unabhängige Kraft positionierten. Und Moskau hat im Unterschied zu Washington diese sehr komplizierte Aufgabe perfekt gelöst.

Es ist noch notwendig zu bemerken, dass bei dem Konflikt in Syrien, wie auch im Irak, in Libyen und im Jemen, das Verhältnis zwischen den Stämmen und den Konfessionen eine große Rolle gespielt hat. Die vom Generalstab entwickelte und auch erfolgreich verwirklichte Konzeption der russischen Streitkräfte hat mit dem System der lokalen Feuerpausen die Stämme, die Scheiche, die Gruppierungen und die Siedlungen vollkommen angesprochen. So sind Tausende Strukturen und Militäreinheiten auf den Waffenstillstand mit der Regierung eingegangen. Dank eines solchen Herangehens gelang es den Süden Syriens zu beruhigen, was ermöglicht hat, die nicht sonderlich zahlreichen Regierungskräfte im Norden, im Bezirk Aleppo und in Homs zu konzentrieren. Die mühsame und komplizierte Arbeit führten hauptsächlich die russischen Gesprächspartner aus der Zahl der Militärberater. Diese Aufgabe war von ihrer Bedeutung für den allgemeinen Erfolg genauso viel wert, wie die Arbeit, die in den Knoten der Verwaltung der syrischen Armee die russischen Berater, sowie die Militärflieger und die Seeleute durchführten.
In Aleppo wurde mit relativ kleinen Kräften der Regierungsarmee, die dank der Berater allerdings planmäßig erstarkte, bei technisch und quantitativ gleichem Bestand, innerhalb kurzer Zeit der Bruch der Dynamik an den Fronten erreichen. Der Durchbruch der Verteidigung der Islamisten wurde auch deshalb möglich, weil das Kampfpotential des Gegners richtig eingeschätzt wurde und der Gegner seinerseits den Kampfablauf falsch einschätzte.
Die Strategie wurde auf Zermürbung aufgebaut, was auch zum Erfolg geführt hat. Die Operation der russischen WKS in Syrien ist eine erfolgreiche Verkörperung des optimalen Modells der Teilnahme an lokalen Konflikten mit mittlerer und hoher Intensität, die der Westen – und in erster Linie die USA – noch nie aufbauen konnte. Dabei ist die Effektivität der Arbeit der russischen Militärberater bei der syrischen Armee das Ergebnis der vom Verteidigungsministerium und dem Generalstab durchgeführten plötzlichen Überprüfungen. Die Politik, die auf die Bildung einer hochqualifizierten Armee gerichtet ist, rechtfertigt sich, auch weil sie in Syrien von der realen Kampflage bestätigt wurde.

80 Gedanken zu „J. Satanowskij – Die neue nahöstliche Realität“

  1. Wieder mal ein echter Satanowskij. Kenntnisreich, intelligent, professionell betrachtend und auflösend, informativ; ganz anders als das hohle Propaganda-verseuchte Geschwurbel von allerlei „Experten“ (für genderstudien, lesbenrechte und Integration von Vergewaltigern,…) im westen.

    Vielen Dank, Thomas Roth.

  2. @Thomas Roth- ich sagte es ja öfters: „schreiben Sie nur, ICH lese (wenn es Russophilus freischaltet)

    Und da ich von diesen Dingen nichts verstehe, kommentiere ich nicht, sondern appelliere nur: lassen Sie sich nicht immer wieder verunsichern- durch fehlende/ geringe Kommentare oder Danksagungen (mach ich auch nicht- die Kommentarwurst wird auch so immer lang genug) oder irgendein Gegacker um eine Formulierung.

    Wenn es Ihnen ein Bedürfnis ist, schreiben Sie und ICH lese.
    Man tut was man tun muss, ohne auf die Meinung der Welt zu achten.
    Ich verstehe aber, dass es unlustig wäre, zu übersetzen, wenn es KEINER liest. Hier aber haben Sie die Garantie wiederholt, dass zumindest ICH lese.

    mfg
    von hinter den 7 Bergen

    1. Falls dieses Problem tatsächlich existieren sollte, so kann ich eine klare Ansage machen: Thomas Roths Artikel/Übersetzungen *werden* fleissig gelesen; ich sehe ja die Zugriffszahlen.

      Dass unter seinen Arbeiten weniger Kommentare stehen, hat nichts mit Leserzahlen zu tun. Die Leser sind da; ich sehe das ja.

    2. @Ausnahmsweise
      Und wenn nur Sie die Texte lesen würden – ich wäre schon glücklich. Grüße an Sie, Ihre Frau, die Katzen und die Berge …
      Ich will hier nicht gegen das Reglement verstoßen, sonst würde ich viel öfter Grüße von Leuten, die ich sehr schätze, erwidern.

    3. Na, ich bin davon überzeugt, dass wir alle die Texte mit Spannung verschlingen, die Thomas Roth hier einstellt. Mir geht es jedenfalls so. Dass ich wenig kommentiere und auch nicht ständig mit Danksagungen um mich werfe, bedeutet nichts. Ich sehe das Ganze vielleicht etwas zu sachlich. Der Mensch benötigt halt auch Bestätigung und Zuspruch.

  3. Ein stiller Leser der sich mal bedanken wollte, nur weiter so mit der guten Arbeit. Sehr gute und informative Seite mit spitzen Kommentaren.

  4. Thomas Roth, glauben Sie daran, ihre Übersetzungen hier sind mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Wo, wenn nicht hier findet man ins Deutsche übersetzte Informationen mit solch interessanten vielfältigen Inhalten. Das gilt im übrigen auch für alle anderen wiedergegebenen Informationen, welche hier von den Usern der Dorfgemeinschaft zur Verfügung gestellt werden.
    Vielen Dank an alle für den Fleiß der Recherche.
    Man muss nicht zu jedem Artikel etwas schreiben. Ich sauge die Informationen, welche ich hier bekomme, jedenfalls fömlich auf.
    Die eingestellten Links zu diesen und jenen Themen sind für alle ein Gewinn.
    Ohne unsere Dorfgemeinschaft hier wäre die Kacke für mich sozusagen am Dampfen. Ich bin sehr froh, dass es diesen Blog gibt.

  5. Thomas, ich schließe mich an – herzlichste Grüße aus Schwedt nach Berlin.

    Und ja, ich denke nicht, daß es sich um Thomas Roth vom ARD-Sprecher-Team handelt 😉

    Danke.

    mfg
    – Konrad Fitz –

  6. Was das Senfgas anbelangt, so darf festgestellt werden, dass die üblichen Verdächtigen abermals am Werk waren. Ganz besonders und mit unverhohlener Freude möchte ich meine „Spezialfreunde“ – die albaner – ausdrücklichst hervorheben. Nur für den Fall, dass sie in dem „Getümmel“ (wieder einmal) unberücksichtigt bleiben sollten … Der europaweite Marktführer in Sachen Prostitution und Menschenhandel und der Exklusivimporteur von Heroin verkauft nun auch noch Senfgas (nicht den Artikel, sondern gleich ganze Produktionslinien und Komponenten).

    Eine Zeit lang habe ich darüber nachgedacht, einige Beiträge über den Kosovo (Hintergrundwissen, militär. Taktik etc.) einzustellen und dann davon Abstand genommen. Der Grund ist relativ simpel. Solange die albaner als Opfer gesehen werden (durch westl. Medien monatelang eingehämmert, bleibt dies zumindest im Hinterkopf hängen), laufe ich Gefahr als „Propagandaserbe“ abgestempelt zu werden (wieder: zumindest im Hinterkopf). Die Zeit ist noch nicht reif, um den Leuten zu erklären, dass der eigentliche Kampf im Kosovo 1998 stattfand und die nato erst eingriff, als er nicht fruchtete. Oder dass, ein gefangengenommener serb. Polizist durch drei alban. Ortschaften gekarrt wurde und jedes Haus, das in den Kriegshandlungen ein Familienmitglied verloren hat, sich einen Teil des Polizisten abschneiden durfte. Das ganze dauerte drei Tage. Als er endgültig im Sterben lag, nahm man ihm die Organe ab und nähte seinen Bauch (notdürftig) mit Stacheldraht zu.

    Aber lassen wir es gut sein. Das sind andere Dimensionen …

    1. Hallo Sloga,
      hier im Dorf dürfen Sie wohl davon ausgehen, dass die albaner NICHT als Opfer gesehen werden. Zumindest für mich sind die kosovo-albaner der übelste und kriminellste Abschaum, der bisher die brd geflutet hat (ich weiß, das man nicht so verallgemeinern sollte, aber sei es drum).
      Ihre Beiträge dagegen schätze ich sehr und empfinde eine gewisse Seelenverwandtschaft zu Ihnen.
      An dieser Stelle auch mein besonderer Dank an @Thomas Roth – ich lese alles, was Sie übersetzen und Ihre Kommentare.

    2. @Sloga,

      ich hatte das vor einiger Zeit schon einmal gefragt, aber die Frage ist wohl untergegangen. Wie war das Verhältnis zwischen den Menschen im Vielvölkerstaat Jugoslawien?
      Gab es da eher so ein freundschaftliches Necken wie zwischen Sachsen und Fischköppen in der DDR oder gab es ernste Unterschiede zwischen Serben, Bosniern und Kroaten?
      Wie schaffen es die Zions immer wieder die Menschen zu solchem Haß zu verleiten, dass sie sich gegenseitig umbringen, obwohl sie vorher jahrelang friedlich in einem Land nebeneinander gelebt haben.
      Das beschäftigt mich schon ziemlich lange. Es ist ja ein generelles Problem, das in der Zukunft gelöst werden muss. Ich denke da auch an die ehemaligen Sowjetrepubliken wie Litauen, Lettland, Georgien….usw.

      1. @ tommmm

        Die Zeit war zu kurz. 45 Jahre nach WW2 war viel zu kurz. Man darf nicht vergessen; in WW2 hat – grob gesagt – auf dem Gebiet der SFRJ jeder gegen jeden gekämpft. Wir hatten serb. Nationalisten (Cetniks), kroat. Nationalisten (Ustasa), moslem. SS-Brigaden, Kommunisten und zum Drüberstreuen – die nazis.

        Ich werden versuchen, Ihnen anhand eines Beispiels die Situation näherzubringen. Nehmen wir einmal an Sie wären gegen Ende des 2. Weltkriegs 22 Jahre alt gewesen; serb. Abstammung und lebten (bis heute) in Knin (also in Kroatien als Krajinaserbe). In den Jahren davor (1940-45) haben Sie gesehen, was Sie gesehen haben; gehört, was Sie gehört haben; erlitten, was Sie erlitten haben und verloren, was Sie verloren haben. Ab 1945 wird die Zeit 1940-45 eingefroren. Offiziell existiert sie quasi nicht (bis auf die heldenhalfte Befreiung der GESAMTbevölkerung durch die komm. Partei – Tod dem Faschismus! Es lebe die Freiheit!). Sie können nun miteinander oder nebeneinander leben oder wegziehen (auch ins Ausland); ganz wie Sie möchten! Sie bleiben. Es vergehen 45 Jahre (Sie haben geheiratet; Ihre Kinder haben Kinder bekommen etc.). Sie sind nun knappe 70 und es kommen Erinnerungen hoch. Nicht weil Sie es wollen, sondern weil sie nicht unterdrückt werden können. Sie bekommen die Fahne und Währung vorgesetzt (Schachbrettmuster und Kuna), die für Sie die Symbole des Ustasa-Regimes waren und sind.

        Hier müssen Sie sich nun noch etwas vorstellen. Stellen Sie sich vor Sie wären zur Zeit der Wiedervereinigung Deutschlands ein 70jähriger Jude aus Berlin oder Köln (in D geboren und aufgewachsen) und die Deutschen wären auf die Idee gekommen, die Reichsmark und die Hakenkreuzfahne wieder einzuführen. Wie hätten Sie sich gefühlt?

        Zurück zum ersten Beispiel. Was erzählen Sie nun Ihren Kindern und Enkelkindern? Die Nazis (im Kommunistenjargon: die Faschisten) klopfen an die Tür (Genscher und Mock). Die Kroaten überschlagen sich förmlich im Nationalismus. Das Schachbrett weht – wie damals – von jedem Haus und die verhasste Währung (Kuna) ist im werden (zugegeben; sie kam erst einige Zeit später – 1993/94; aber war in aller Munde …).

        Natürlich kam in alle Richtungen so einiges hoch; das war nur das extremste Beispiel. Kurzum: Die ziocons mußten da gar nicht viel „verleiten“. Die absolut niederträchtigste Rolle in og. Beispiel spielten nicht die ziocons und auch nicht die amis; die wollten nur ihre Einflusssphäre (alles andere war denen sowas von „wurscht“). Es waren die dt. und österr. Eliten. In erster Linie die österr. Elite (Aristrokratie mit ihren polit. Hampelmännern), die immer so unscheibar tut bzw. auftritt (weder Fisch noch Fleisch), als könnte sie keiner Fliege etwas zu Leide tun: und wenn es eng wird, sich hinter dem dt. Rock versteckt … Wie auch immer. Sie wußten sehr genau, was sich auf diesem Gebiet während WW2 abspielte und was passieren könnte/wird. Anstatt die Kroaten zu bremsen, goss man noch Öl ins Feuer.

        Was das Zusammenleben der einzelnen Volksgruppen betrifft, kann man – grob umrissen – behaupten, dass sie friedlich miteinander lebten. Dies zeigt auch die hohe Anzahl an Mischehen. Es wurde viel unter den Teppich gekehrt. Einiges war tabu. Aber die Menschen waren abgesehen vom polit. Aspekt frei. Mit den YU-Pass konnte man buchstäblich in alle Länder der Welt reisen. Wer es zu Hause nicht aushielt/unerträglich fand, konnte ja gehen (wohin auch immer) und im Ausland auf „bessere Zeiten“ warten. Also alles halb so schlimm. Teilweise konnte man das Zusammenleben mit einem Kindergarten vergleichen. Einige Kinder brauchen wenig bis gar keine Aufsicht, während andere doch besser ständig beaufsichtigt werden – vor allem, wenn bestimmte Kinder aufeinander treffen. Jedoch für eine Erzieherin (Staat) mit einer festen Hand und einem noch festeren Rohrstab war das alles kein Problem …

        Zu dem Thema könnte ich seitenlang schreiben. Aber ich weiß nicht so recht, wo ich angfangen soll bzw. was interessiert. Daher sind konkrete Fragen, wie Ihre, eine große Hilfe!

        1. Wenn Sie wollen, sloga, dann schreiben Sie doch den einen oder anderen Artikel zu dem Themenbereich.
          Einfach als Kommentar einstellen und oben gut erkennbar (z.B. mit ein paar „***“ markiert) etwas wie „Artikelangebot“ dazu schreiben.

          1. @ Russophilus

            Vielen Dank für das Angebot. Ich hätte da einen Film von Lazanski „Der Kosovo-Krieg“. Vielleicht können sich einige an sein Interview mit Assad noch erinnern (im Saker: Ihre Rhetorik ist nur Müll). Der Film beinhaltet so ziemlich alle Fakten in chronologischer Reihenfolge (die übersetzt gehörten) und ist evtl. aus militärischer Sicht interessant.

        2. @ sloga,DANKE für Ihre kurze Klarstellung und auch ich darf mich Russophilus anschliessen ,schreiben Sie mehr davon ,den Geschichte ist wichtig um überhaupt das Heute zu verstehen.

        3. @Sloga: Was Sie wissen ist für uns Deutsche kaum zugänglich irgendwo dokumentiert. Vielleicht können Sie mal eine Chronik der Jahre 1990-1999 verfassen, mit Schwerpunkt 1998-1999? Dann könnte man Sie auch in anderen Foren zitieren.
          In Deutschland verstehen die wenigsten die Kontinuität vom Dritten Reich zur Nato und dass und warum die Nato immer mit den brutalsten und faschistischsten Kräften (heuer Islamisten, UCK etc) kooperiert. Es verstehen auch wenige dass seit der Infiltration der amerikanischen Militärführung durch Gehlen die VSA quasi zum Wirtstier der Nazis geworden sind. Ob das neoliberale Mäntelchen tatsächlich ein Mäntlchen ist oder das Pudels Kern („Ziocon-Hypothese“) sei mal dahingestellt. Die semitische Achse der BRD mit Israel und Sau.-Arabien plus angehängten Sunni-Terroristen spricht ja auch Bände.
          Uns würden sie genau so abschlachten wie sie es bei den Serben versucht haben, wenn sie uns nicht für was anderes bräuchten. Die Deutschen wehren sich nicht, sind zwar stur, aber letztlich zahlen sie ihre GEZ. Sie murren nicht wenn die Krankenkasse für die Refugees draufgeht aber die zahlenden Mitglieder immer noch Quecksilber im Maul verbaut bekommen damit sie nicht so alt werden. Letztendlich sind Serben und Deutsche doch enge Verwandte, verstehen sich (wortlos) und teilen ein ähnliches Schicksal, oder positiv formuliert, stehen vor denselben Aufgaben.
          Gruss,
          Radostin

        4. Hallo Sloga!

          Ich fange gleich mal mit Fragen an.
          Meines Wissens war die letzte Regierung der Föderativen Republik J. unter Ante Markovic ( 16.3.1989 bis 20.12.91) gewissermaßen ein gehorsames Werkzeug des IWF ,um die aus westlicher Sicht „nötigen Reformen“ durchzusetzen. Wahrscheinlich war aber auch die vorangehende Regierung unter Branko Mikulic (15.5.86 bis 16.3.89) schon gehörigen Druck aus dem Westen ausgesetzt wegen der Staatsverschuldung.

          Die „Reformen“ führten dann offenbar bei einem Teil der „Elite“ zu der Idee, dass man nur den kostspieligen staatlichen Überbau der Föderation loswerden müsse, damit alles ins Lot käme. Deshalb wurde die Tür für sezessionistische Bewegungen geöffnet. Als Hebel dazu diente aber zweifellos das Gürtel-enger-Schnallen für das gewöhnliche Volk.

          Wie haben Sie denn diese „Reformzeit“ erlebt? Wie wirkten sich die „Reformen“ der Regierung auf die Lebensverhältnisse aus? Wurden unrentable Betriebe geschlossen? Der Staatsapparat abgebaut?
          Auf irgendwelchen Wegen musste ja die Unsicherheit oder Ausweglosigkeit (im Rahmen der Föderation) in das gesellschaftliche Bewusstsein transportiert werden, um dann vermeintliche nationalistische bzw. sezessionistische Auswege anbieten zu können.

          1. @ HPB

            Was die Reformen anbelangt, so hat sich damals nichts dramatisches ereignet. Keine Hyperinflation, kein größerer Mangel, keine Schließung von Betrieben, kein Staatsapparatabbau – nichts. Im Nachhinein betrachtet – vor allem, wenn ich mir die Worte von Prof. Radisic (Stichwort: Direktive 20/1) mir durch den Kopf gehen lasse – konnte man in den letzten Jahren der SFRJ eine gewisse Teilnahmslosigkeit des Staatsapparates beobachten. Als hätten sie auf etwas gewartet …

            Die Bevölkerung spürte bis zuletzt keine (gröbere) finanzielle Not. Das Entfachen des Nationalismus hatte mMn wenig mit der finanziellen Lage zu tun. Man ging gleich in medias res. Man hat einfach einen Schalter umgelegt und die Politiker bzw. Medien haben die Bevölkerung in das Jahr 1945 versetzt bzw. dort „geistig anknüpfen lassen“. Die Stimmung wurde dermaßen aufgeheizt, dass eine kleinere Aktion (Einfall in ein Dorf mit 5 – 10 Toten) reichte, um die Situation eskalieren zu lassen. Was dann auch geschah …

            Enttäuschend war die Rolle des Staatsapparates (Militär, Polizei), der bis dahin tadellos funktionierte. Er hätte das Blutvergießen eindämmen können (die Parteien voneinander trennen). Irgendwie zerfiel alles von heute auf morgen …

        5. Hallo sloga,
          auch ich möchte einmal für Ihre Informationen über den Ablauf der damaligen Ereignisse Danke sagen.
          Ich war damals leider privat in einer sehr schwierigen Situation und muss zu meiner Schande gestehen, dass Politik dabei ins Hintertreffen geraten ist. Also ein typisches Schlafschaf. (Gottseidank bin ich wieder aufgewacht…)
          Umso dankbarer bin ich Ihnen, nun über das Geschehen aus erster Hand aufgeklärt zu werden. Auch, wenn es nur Ihrer ganz persönlichen Sicht entspricht…

    3. @ Sloga-bei mir sind die Albaner schon lange auf der Liste der Parias,genau wie die Ukros.Die UCK war damals das was heute Al Nusra ect. sind. Deren verschiedene Namen schießen ja wie Pilze aus dem Boden.Aber wir wissen auch alle hier wer diese Gruppen schuf und schafft.

      1. helmutn,

        „Die vom Generalstab entwickelte und auch erfolgreich verwirklichte Konzeption der russischen Streitkräfte hat mit dem System der lokalen Feuerpausen die Stämme, die Scheiche, die Gruppierungen und die Siedlungen vollkommen angesprochen. So sind Tausende Strukturen und Militäreinheiten auf den Waffenstillstand mit der Regierung eingegangen. “

        Aber die Russen haben es vorgemacht, dass man auf die Befindlichkeiten der einzelnen Clane und Stämme eingehen muss. Ich denke, dass die Struktur in Albanien ähnlich ist.
        Erst die Propaganda der Zions und die Kriege und die sozial hoffnungslose Situation haben aus Albanien das gemacht, was es heute darstellt?
        Also vielleicht solte man auch bei den Albanern (In Albanien) differenzieren um zu einem dauerhaft friedlichen Zukunftsmodell zu kommen?

    4. @Sloga
      Nun ja die Albaner, genauer die Kosovo-Albaner handeln mit kompletten Senfgas-Produktionsanlagen. Genau zu der Zeit wo Sie das hier schreiben, ist ein sehr kritischer Balkanblog nicht mehr erreichbar. Nur noch Fehlermeldungen. Dieser Blog hat sich hauptsächlich mit den Mafifa-Albanern und anderen organisierten Verbrechern der Balkanhalbinsel befasst. Täglich konnte man dort kritische Beiträge auch zu den Kriegsverbrechen der Amis in Syrien lesen. Und ein grosses Archiv, grösser als das des Vineyard-Sakers vordem gabs noch dazu. Viel zuviel um alles zu lesen! Dieser Blog war ehrlich meine letzte Hoffnung das es in Albanien noch kritische Stimmen gibt, daß in seltenen Fällen albanische Maffia-Terroristen noch von dem kleinen Rest Staatsgewalt aus dem Verkehr gezogen werden.

    5. Sehr geehrter Sloga,

      halten Sie doch nicht mit Ihrem Wissen hinter dem Berg. Ich bin immer ein dankbarer Leser, und all das Einhämmern der deutschen Massenmedien hat bei nichts genützt.
      Ich habe sowohl mit den bosnischen Serben, den Kraina- Serben und dem Serbien Milosevics damals mit gelitten und leiste mir auch heute noch ein unabhängiges Urteil.

  7. Auch von mir – ein Danke,für die Fleißarbeit des Ubersetzens.Diese wirklich exzellenten Analysen bekommt man sonst nirgends zu lesen.

  8. Hammerartikel von Satanowski.Ich habe ihn ganz langsam gelesen.Detailiert und von hoher Sachkenntnis.
    Danke Thomas Roth für diesen Leckerbissen.Ich habe ihn von vorn bis hinten genossen.
    Kann gar nicht genug von den guten Nachrichten kriegen.

  9. Brilliante Analyse von Satanowski.

    Danke Thomas Roth für die Übersetzung.

    Das klingt nicht nach Spaß für die seit Jahrzenten vom Zorn und Gier getriebenen Mächten, die den Nahen Osten „in Flammen halten“ – und das freut mich 😉

    —————————————
    Namen verkürzt. Was soll das, „weisohäufogvergesseichentwederpassowrtoderdenusernamendenichnutzte“ als Namen anzugeben? Dies hier ist kein Milliardenkonzern wie fatzebuk sondern eine kleine Gemeinschaft mit sehr beschränkten Resourcen und auch ohne Scherzchen schon genügend Attacken am Hals – Russophilus

  10. …..passend zu diesem Artikel, übersetzt von Thomsa Roth….danke…

    …dieser Artikel von Sputnik, heute….

    …Nach Rückzug aus Aleppo: Fluchtziel der Terroristen bekannt…

    Nach der Kontrollübernahme von Aleppo durch die syrische Armee werden sich die Terroristen zunächst nach Idlib zurückziehen und von dort aus, im Frühjahr, nach Europa weiterfliehen, wie der russische Militärexperte Wladimir Jewsejew gegenüber Sputnik sagte.

    https://de.sputniknews.com/politik/20161208313693804-rueckzug-aleppo-terrorirsten-flugziel/

    Auszüge……

    „……würden die Extremisten in der Provinz Idlib eingekesselt und von dort aus allmählich verdrängt, so der Experte. Sie würden letzten Endes in Europa landen, wo sie gar nicht willkommen seien…..“…..

    „….Nach Meinung des Experten könnte das Schicksal der Extremisten bei Verhandlungen zwischen Russland und der Europäischen Union erörtert werden. Ein weiteres Thema der Verhandlungen könnten eine Operation zur Befreiung von Idlib sein.“……

    GENAU MEINE MEINUNG !!!!!!

    ….habe es doch schon lange geschrieben, innerhalb Syriens werden die us-eu-nato-bäherdäh-zionistischen Söldner alle eingesammelt, nach Idlib gekarrt, ins russische Bombodrom……. was danach übrigbleibt, geht nach Europa, besonders ins Märkel-Soros bäh er däh…..

    ….wie Wünsche und Vorhersagen, doch wahr werden können….. ????

    ….freue mich schon auf das Frühjahr, wenn in den Zionistenmedien der bäh-er-däh, die ersten Aufnahmen kommen, wenn die Züge in München einfahren und die Teddybären-Tussis bereitstehn…… und die „Freiheitskämpfer“ begrüssen….

    ….dann muss ich mich aber wieder um meinen Garten und den Freilauf der Katzen kümmern…

    ….das war sie, die bäh-er-däh….

    Gruß Yorck, Fränzelsmühle

  11. ups.. tippfehler im Namen …

    Btte korrigieren in „wiesohäufigvergesseichentwederpasswortoderdenusernamendenichnutzte“

    Danke

    ——————————
    Noch so ein Scherzchen und Sie fliegen raus. – Russophilus

  12. Auch mein Dank an Thomas Roth.
    Woher sonst könnte jemand ohne russische Sprachkenntnisse an solche Informationen kommen in unserer russophoben Medienwelt?
    Bitte weiter so!

  13. Danke Thomas Roth, ich lese Ihre Texte und Kommentare immer. Ihre tollen Beiträge ermöglichen mir, ein klareres Bild über die geopolitischen Lagen, über die Drahtzieher und Marionetten zu bekommen sowie die verschiedenen Fäden der unterschiedlichsten „Narrativen“ zu erkennen. Als deutscher und französischer Muttersprachler mit soliden Englischkenntnissen, und als ehemaliger Redakteur, ist mir möglich in deutsch-, französisch- und englischsprachigen Analystenseiten und Blogs wertvolle Informationen zu finden, aber meine kaum entwickelten Russischkenntnissen (ich habe erst seit drei Monaten mit dem erlernen dieser Sprache begonnen) bleibt mir die slawische Analysten- und Bloggerwelt verschlossen. Ich nutze zwar Yandex Translate um Texte entweder in Deutsch, Französisch oder Englisch übersetzen zu lassen, aber das ist sehr zeitintensiv, und die Ergebnisse meist oder oft nicht zufriedenstellend.
    Deshalb meinen herzlichen Dank. Sie sind für mich derzeit der wichtigste Schlüssel, der mir profunde Einblicke auf die andere Seite ermöglich (nicht despektierlich gemeint, ganz im Gegenteil), und so eine viel bessere, faktenbasierte, Einschätzung der aktuellen Lage ermöglicht. Merci du fond de mon coeur mon cher Thomas Roth.

  14. Danke an Thomas Roth!

    Der Wehrmutstropfen beim Sieg in Aleppo

    Die gestrigen Meldungen aus dem Großraum Palmyra deuten auf eine erfolgreiche taktische Operation des IS (oder anderer Beteiligter) im Umfeld von Palmyra, die durchaus zum Verlust Palmyras für die SAA führen kann. Dem strategischen Sieg für die Regierungskräfte bei Aleppo stünde dann ein taktischer Sieg der Feinde an anderer Stelle entgegen.

    Hier sieht man wieder einmal, wie ausgeklügelt die regierungsfeindlichen Aktionen geplant werden und unter bestimmten Umständen die Auklärungsressourcen auf der Regierungsseite versagen.
    Russland hatte versprochen, die Operationen der Ami-Koalition bei Mossul genau zu beobachten, auch um Kräfteverschiebungen des IS in Richtung Rakka rechtzeitg zu erkennen. Aber ?

    Wie die Video-Aufnahmen von Aleppo zeigen, hat es in den letzten Tagen in Syrien ausgiebig geregnet. Zwei Tage bewölkter Himmel und Dauerregen sind zwar selten in Syrien und Irak, für gedeckte Kräfteverlagerungen tagsüber doch ideal!. Um so besser muß da die Bodenaufklärung arbeiten!
    Wie auch immer – der umfassende koordinierte IS-Angriff auf die Außenposten bei Palmyra, deren Einnahme und auch die Besetzung der Höhen westlich am Zugang nach Palmyra spricht für eine exzellente Planung und Vorbereitung, wenn man in Betracht, dass die Kräfte durch kaum befahrbare Wadis und andere Hindernisse gebracht werden mußten. Und das Ganze auch noch weitgehend unerkannt blieb (siehe Überraschungseffekt und erbeutete Trophäen).

    Fazit: Ein noch immer starker Gegner, der zu schnellen und erfolgreichen Handlungen fähig ist und starke Föderer besitzt. Ich vermute mal, dass der kürzliche israelische Raketenangriff auf den Damaszener Flughafen das Signal für den Start der IS-Operation war.

    1. Sehr geehrter HPB, in dieser Gegend, an der offenen Grenze zum US Protektorat Irak, gibt es KEINNE Nachschub Probleme, für das Imperium. Bei Allepo, sind die Nachschubbedingungen, durch die Arbeit der Russischen Luftwaffe, wesentlich komplizierter, darum dort die Siege, für die Koalition.
      Bei Palmyra und bei Deir ez-Zor , können die Versorgung Kolonnen des Imperiums, ungehindert fahren und fliegen, denn Russland, wird es nicht wagen, diesen Nachschub, der NATO anzugreifen.

    2. Nachtrag

      Zur Illustration
      Auf unbefestigten Wüstenpisten kann man bei Trockenheit nachts mit 50 bis 60 km/h fahren. In zehn nächtlichen Stunden wäre es für den IS kein Problem, Entfernungen bis 400 km vom Euphrat aus zurückzulegen, um vorgeschobene Stellungen bei Palmyra mit Wasser, Proviant und Munition zu versorgen. Desgleichen auch nachts Verstärkungen heranzuführen.
      Wenn es regnet, ist die Lage anders. Die Fahrtgeschwindigkeit läge auf den Pisten nur noch im Mittel bei 30 km/h. Wadis, die sonst trocken liegen, verwandeln sich bei Gewitter oder Dauerregen binnen Minuten in reißende Bäche oder Flüsse ohne jede Furt. Ich habe am Euphrat schon Wadis gesehen, die soviel Wasser wie die Elbe führten, – wenn auch nur für Stunden.

      Aus solchen Fakten ist erkennbar, dass die jetzige IS-Operation über Wochen unbemerkt vorbereitet wurde. Der Schlag begann zu dem Zeitpunkt, wo der in Aleppo erkennbaren Terroristen-Niederlage ein starker Kontrapunkt gesetzt werden konnte.

      Ich hatte gehofft, zu meinem morgigen Geburtstag mit der Räumung des Kessels in Aleppo einen großen militärischen und politischen Sieg für Syrien und Russland feiern zu können.
      Doch möchte ich noch folgendes zu bedenken geben: Seit gestern Abend sollen die Waffen in Aleppo schweigen. Man evakuiert Zivilisten aus den von Terroristen kontrollierten Teilen der Stadt und verhandelt über Abzugsmodalitäten der Terroristen. Herr de Mistura erklärt, dass nun wieder die Zeit für Verhandlungen reif sei. – Und das alles in dem Moment, wo der IS zuschlägt. Das bedeutet, dass die IS-Aktion bei Palmyra eine neue „Spielrunde“ eingeleitet hat.

      Folgender Haken: Wenn der Aleppiner Kessel via Provinz Idlib durch Umzug des harten Kerns der Terroristen geräumt wird, dann handelt es sich wohl um einen örtlich und zeitlich befristeten Waffenstillstand, in den auch die al Nusra-Front mit einbezogen wird.
      Sollte nun in den nächsten Tagen der IS nicht in Palmyra einfallen, sondern vor den Toren der Oase Halt machen, dann können wir das zwar für ein Ergebnis der hartnäckigen Verteidigung durch syrische Truppen halten, aber es könnte auch ein Waffenstillstand mit dem IS dahinterstecken.
      Sollte es sich dann tatsächlich um einen Waffenstillstand mit al Nusra und dem IS handeln, dann müsste man sich ernsthaft nach dem wirklichen Sieger fragen.

      Zumindest vorübergehend würde ich auf Israel tippen, denn Syrien und Russland würden dessen Höllenbrut erstmals Schonung zugestehen (müssen).

      1. Russland mag sich auf den Waffenstillstand einlassen, aber diesmal wird man die Russen und ihre syrischen Schützlinge sehr gut vorbereitet finden für den absolut zu erwartenden Fall des nächsten Bruchs.

        1. Russophilus, ich würde Ihnen gerne Recht geben. Und für Aleppo sehe ich das genauso.

          Aber bei Palmyra brennt es wirklich, denn wahrscheinlich morgen erreichen die von Norden kommenden IS-Truppen die Hauptstraße westlich von Palmyra. und werden sie verminen. Usw.
          Das syrische Oberkommando muss schleunigst kampfstarke Einheiten dorthin werfen, um das „Symbol Palmyra“ zu retten und den IS-Brand zu löschen. Ggf. die Tigerkräfte aus Aleppo abziehen. Das ist die Crux und schwächt die SAA-Kräfte bei Aleppo.

          1. Kräfte aus Aleppo abzuziehen dürfte genau das sein, was die terroristen und deren Herren in washington und riad bewirken wollen.

            Die syrische Armee hat recht lange kopflos gehandelt und mal hier, mal dort Operationen durchgeführt. Seit und wenn sie auf die erfahrenen, klugen russischen Profis hören, sind sie erfolgreich. Ich bin relativ gelassen. Zum einen: Manchmal muss man im Krieg harte Entscheidungen treffen und weniger Wichtiges dem Unbedingten unterordnen. Priorität Nr. 1 ist es, Aleppo zu befreien und zu sichern, koste es, was es wolle. Zum anderen: Warten wir mal ab, wer da wen überrascht…

          2. Als Nachschlag noch das „schwarze Szenario“

            Man kann die IS-Operation gegen Palmyra / Tadmor wie folgt zusammenfassen:
            1. Die Gruppierung der syrischen Streitkräfte um und in der Oase soll durch überraschende Angriffe aus drei oder mehr Richtungen zerschlagen bzw. aufgerieben werden.
            2. Der IS will nach vorübergehender Einnahme der Oase die dort befindlichen syrischen, russischen und internationalen Experten (dort wegen Planung der Konservierung des archäologischen Palmyra-Ruinenfeldes) und die Rückkehrer nach Tadmor, die nach Einkesselung nicht mehr fliehen können, als Geiseln nehmen.
            3. Der IS will symbolhafte Zerstörungen in Palmyra anrichten (Sprengungen u .dgl.), um plakativ die Unwirksamkeit aller russischen Bestrebungen zu demonstrieren.

            Das ist der Inhalt des Planes. Wahrscheinlich hilft nur noch der umgehende Einsatz von Spezialkräften, um die in den nächsten beiden Tagen bevorstehende Geiselnahme und Schlimmeres zu verhindern. Was diese Geiselnahme (wenn erfolgreich) auf dem internationalen Parkett bedeuten würde, mag sich jeder selbst ausmalen.
            (Entschuldigung, wenn ich in Anbetracht solch eklatanter Vorkommnisse zum „Schwarzseher“ werde.)

            1. HPB:
              Wenn was schwartz ist, ist es schwartz.
              Das hat nichts mit dem sehen zu tun.
              Und in Palmyra, ist die Situation sogar tief-schwartz.
              Hat mit dem Koncept des ewigen Krieges zu tun.
              Hohe Mobilität von Truppen die dauernd die Fronten verändern und schon keinen Krieg mehr gewinnen können, abar ja, diesen unendlich aufrecht erhalten können, bis zur vollkommenen Erschöpfung.

          3. Update zum „schwarzen Szenario“

            Faktisch zeitgleich zu unserer Veröffentlichung wurde offenbar auch den syrischen Stäben und ihren russischen Beratern die Lage um Palmyra klar.

            Mangels verfügbarer syrischer Truppen begann darauf hin die Mobilisierung der Hisbollah im Raum Kusseir nahe der libanesischen Grenze. Falls die mobilisierten Einheiten heute noch ausrücken, können sie morgen, am 11.12.2016, den Raum Palmyra erreichen und dort Gefechtspositionen beziehen. „Es geht um die Wurst!!!“

            Meiner Erwartung nach wird die Hisbollah gerade noch rechtzeitig auf dem Schlachtfeld erscheinen, um das oben angedeutete Fiasko (für Syrien und Russland) zu verhindern.

            Das entspricht ziemlich genau den heiligen islamischen Texten zum Endzeit-Erlöser, der sein Erlösungswerk im arabischen Raum nur deshalb erfolgreich vollbringen kann, weil ihm in Momenten höchster Gefahr der Chorassani und der Yamani zu Hilfe eilen.
            Im konkreten Fall ist es der Chorassani, nämlich Ali Khamenei, unter dessen Schirmherrschaft die Hisbollah zu einem ernst zu nehmenden, kampfstarken Faktor im Nahen Osten wurden.

            Mit anderen Worten: Kampfkraft und Opferbereitschaft der Hisbollah werden die Situation retten, so dass die Strahlkraft der syrischen Führung und Russlands nicht nicht durch eine Niederlage bei Palmyra verdunkelt wird.

            1. @HBP,

              meines Erachtens fehlen Syrien vor Ort für diese Art der dislozierenden Kriegsführung der Zio-Achse leider mobil und schnell verlegenste Einheiten im Sinne einer Art Feuerwehr – Die russ. und syr. Luftwaffe allein kann es nicht leisten.

              Luftlandeeinheiten die schnell verlegbar sind scheinen leider der SAA nicht zur Verfügung zu Stehen.

              Das Problem ist anscheinend, dass die Wüstenstadt zu weit entfernt von anderen verfügbaren Verstärkungen liegt. Die Bedeutung ist aber trotzdem eher symbolisch denn strategisch. Die SAA muss sich bei der Sicherung bereits eroberter Gebiete auf militärisch schwache NDF Einheiten verlassen, die zwar auf dem Papier existieren aber gegen fanatische und von westlichen Geheimdiensten bestens versorgten und geleiteten IS Einheiten de facto wertlos sind wie man hier leider es demonstriert bekommt. Die westlichen Truppen gehen jetzt zur gezielten Gegenoffensive über bei der genau da angegriffen wird wo die Regierungstruppen schwach bis nicht existent sind. Nachdem Aleppo verloren ist muss der Krieg eben woanders fortgesetzt werden. Das Ziel für die Zio-Gangster ist und bleibt die Schwächung Syriens mittels Wahhabi-Proxies. Theoretisch für Syrien ein unendlich langer Krieg, da es um die Balkanisierung des Nahen Ostens geht. Dieses Ziel haben die Zios weitgehend erreicht. Leider.

    3. HPB:
      Sie haben recht, ist immer noch ein starker Gegner und auch noch sehr gut organisiert.
      Meiner Meinung nach, haben die CIA, der MI6 und das Mossad die Taktik eines ewigen Krieges führ Sirien ausgewählt.
      Aus diesem Grund glaube ich auch, dass es nicht sehr glücklich ist, dass Sergei Lavrow vor drei tagen sagte, dass die Terroristen die sich nicht ergeben, wernichtet werden würden, -un am anderen Tag, sich zunwiedersprechen, -sagend, -dass er diesen „Rebellen“ die Gelegenheit gäbe, sich mit handfeuerwaffen aus Aleppo zurückzuziehen.
      Wenn man von zentrifugalen Kräften spricht, ist das eine sehr unglückliche Wendung.
      Den besten und den kräftigsten Kämpfern, auch wenn sie nur menschenartige Bieste sein könnten, den Weg zu öffnen, um sich ihren Hals aus der Schlinge zu ziehen, auch wenn nur im letzten Moment, ist, -wenigstens psychologisch, – ein gefährliches Unternehmen.
      Ausserdem, ihnen die Möglichkeit zu geben in anderen Fronten weiter zu kämpfen, kann diesen „ewigen Krieg“ sinnlos und mörderisch, nur noch unendlicher machen.
      Ich glaube dass Lavrows erste Version eindeutig die Beste war.
      So liesse man einen Punkt knallhart klarstellen:
      „Calavera no chilla“, -„Totenkopf schreit nicht“.

      1. Der Schritt Russland, diesen Mörderbanden, ich vermute auch stark von ami und anderen nato- schweinen durchsetzt, den Weg aus Aleppo zu eröffnen ist äusserst klug.
        Das jetzt bald befriedete Aleppo wird dem durchschnittlichen West-Medien-Lügner ein Propagandamittel nehmen.
        Er steht jetzt mit Mossul (u.a.) als sein Propaganda-Problem da.

        Die „sich gerne an Zivilisten vergreifende-“ westlichen special- forces, die dort involviert sind, kriegen endlich mal dann AUSSERHALB größerer Städte eine richtige Abreibung, hoffentlich die militärische AUFREIBUNG.

        Lasst die ruhig erstmal abziehen; die waren in ihrer atemberaubenden „wir siegen -“ Überheblichkeit GAR NICHT BEREIT bisher eine Niederlage mit einzukalkulieren.

        Danach werden diese „helden“ bald mit Kackstift in der Hose auch aus dem Baltikum und Ukraine verschwinden.

        Zinksärge für die nato!

        Aber diese Amnestie würde ich mal dringend überdenken und verfeinern!

  15. Sehr geehrter Herr Roth, so kenntnisreich und substanziell, kann man die Informationen, aus Russland, hier nirgendwo anders , als in diesem Dorf und mit ihrer Arbeit bekommen. Nach den Informationen, wie gründlich, der Russische Generalsstab, diesen Einsatz in Syrien Organisiert hat und den realen Ergebnissen, die man in Syrien sehen kann, können wir Menschen, ruiger Arbeiten und Leben.
    Herzlichen Dank dafür.

  16. Ich lese hier jeden Artikel und auch viele (aber nicht alle) Kommentare.
    Die Seite ist meine wichtige tägliche Informationsquelle.
    Vielen Dank, dass Sie alle das ermöglichen.

  17. Gute Arbeit T.Roth

    „[…] die Steigerung der zentrifugalen Stimmungen […] (der Terroristen)

    Toller Euphemismus…den man getrost als für das „Füße in Hände nehmen“ nehmen kann, sofern der Ausdruck nicht für etwas anderes stehen sollte. Bis jetzt scheinen die Terroristen ja immer noch auf Ergebnisse der Verhandlungen zwischen Kerry und Lawrow zu hoffen. Oder ist das ausharren der Terroristen, im mittlerweile völlig eingeschlossenen Ost-Aleppo, nur noch ein Spielchen der Mächtigen damit jemand sein Geicht wahren kann. Denn wer lässt sich schon sinnlos abschlachten, wenn er morgen wieder woanders weiterkämpfen kann.

    Da ich häufig auch etwas von Image und Gesichtsverlust lese, könnten Sie Russophillius oder aus jemandes anderen Feder stammend, in Bezug auf die letzten Krisen, etwas dazu schreiben. Ich habe die Befürchtung das viele Ereignisse häufig mit einem Gesichtsverlust korreliert sind, damit meine ich nicht das öffentliche Hinstellen und A sagen und B meinen, sondern wenn es wirklich persönlich wird.
    Leider gibt es nicht es viele Seiten wie diese die sich diesem Gesichtspunkt annehmen.

  18. Alles sehr interessant. Leider erklärt der gute Mann nicht, warum ISIS in letzter Zeit wieder massive Geländegewinne in Syrien verzeichnen kann und 30 tote Soldaten der syrischen Armee auf dem Gewissen hat. Vielleicht sollten Assad und die Russen sich tatsächlich mal um Terroristen kümmern und nicht immer nur um die Vernichtung Aleppos.

    Auf RT deutsch habe ich hierzu leider keine Stellungnahme gefunden. Immerhin geben die jetzt zu, dass der Fall Lisa ein Fake war. Mal schauen, was sie in einem Jahr erzählen.

    ——————————-
    Fake? Wie Ihre email Adresse, der Name und die Proxy? – Russophilus

  19. Thomas Roth

    Als erstes möchte ich mich dem Dank meiner Vorredner an Sie anschliessen.

    Nicht nur, aber auch, da ich ja als „Fan“ von Rostislaw Ischtschenko allgemein bekannt bin und Sie mir fast regelmäßig „Zugang“ zu ihm verschaffen.

    Im Grunde genommen ist ja schon von meinen Vorrednern alles gesagt, aber sie kennen mich ja, gehe gern ans eingemachte.

    Ihr Weg der letzten 2 Jahre in der Blogosphäre lässt erkennen, das Sie sich als „Alpha-Tier“ sehen und im 3-D-Leben auch bestimmt zeitlebens waren.

    Als Grantler und Unangepasster missfällt Ihnen das Treffen auf andere „Alpha-Tiere“, wenn Sie in einem „fremden“ Revier auftauchen.

    Dann heißt es schnell, Du oder Ich, im Zweifelsfalle wird der Rückzug angetreten, hatten wir ja nicht nur hier, schon das eine oder andere Mal.

    Wissen Sie Thomas Roth, ich bin nicht Ihr Kaliber, weder hier auf dem Blog noch im 3-D-Leben, aber anscheinend verbindet uns doch so einiges.

    Ich kann nur sagen, man wird ja nicht jünger, lassen Sie es gut sein, machen Sie im Sinne UNSERER Sache bitte weiter.

    Sie müssen ja nicht alle 2 Tage seitenweise Übersetzungen liefern.

    Bleiben Sie hier, machen Sie was Sie können und wollen und lernen Sie damit zu leben, das ein anderes Alpha-Tier, wohlgemerkt im eigenen, schon längst abgesteckten Revier,
    immer das Alpha-Alpha-Tier sein wird.

    Ich selbst gehöre ja zu seinem Rudel.

    Und seien Sie bitte mal ganz ehrlich vor sich selbst…

    Ich als Alpha-Alpha wäre völlig anders mit Ihnen umgegangen, weshalb es ja auch eine äußerst glückliche Fügung des Schicksals ist, das nicht ich, sondern Herr Putin Russlands Präsident ist…
    (gibt’s hier eigentlich keine funktionierenden Smileys mehr…?).

    Aber ich will nicht ausschweifend werden.

    Werde jetzt wieder vom hiesigen Alpha-Alpha einen in die Fresse kriegen, weil ich in alten Geschichten rumgerührt und eine unerbetene Bewertung geliefert habe etc. pp., aber was soll’s?

    Was bleibt, ist die Quintessenz:

    Sie sind wichtig, ein anderer hier aber eben noch mehr.

    Sie haben aber das Zeug dazu, ohne sich „krampfhaft“ unterordenen zu müssen, eine sehr wichtige Rolle in unserem Dorf zu spielen.

    Eine Rolle, die meine Rolle, nur so als Beispiel, da sowieso kaum bis garnicht vorhanden, bei weitem überragt.

    Vielleicht denken Sie mal darüber nach, das z.B. ein AUSNAHMSWEISE sich sehr wohlwollend und und vor allen Dingen sehr dankbar, sozusagen von Mann zu Mann gleichen und seltenen Kalibers, zu Ihren Anliegen, Ihrer Arbeit und Ihren Einsatz hier äußert.

    Nur mal so am Rande, das alles bezieht sich nicht nur auf Ihre (Fleiß-)Übersetzungsarbeit.

    Ich weiß es sehr genau, nicht nur von früher, Sie stecken voller „alternativer“ Ansichten und Ideen, die durchaus beachtenswert sind.

    Nur wenn Sie einem Alpha-Alpha mit gegenläufigen Meinungen entgegentreten, müssen Sie halt damt rechnen, das der, rein argumentativ betrachtet, natürlich auch seine Meinungen vertreten wird.

    Und wenn Sie es sich mal in einer stillen Stunde recht überlegen:

    Wo haben Sie im deutschen Netz schon einmal einen so geduldigen und auf Ausgleich bemühten Moderator gesehen?

    Beschimpfungen und Drohungen gegenüber seine eigene, Gott sei Dank, (noch) anonyme, mit eingeschlossen.

    Aber was rede ich?

    Die Zeiten der Spielerein und persönlichen Eitelkeiten dürfte sich sowieso bald dem Ende zuneigen.

    Wenn Sie „kämpfen“ wollen, tun Sie es bitte hier oder von mir aus auch woanders, wo man Ihre Arbeit im Netz verfolgen kann.

    Hier in UNSEREM Dorf haben Sie Querkopf zumindestens ein verständiges, dankbares und interessiertes Publikum.

    Maxim

    1. Erstens: Ja, genau. Was wärmen Sie hier alte Kamellen wieder auf?

      Zweitens: Es geht nicht um Alpha. Es geht um ein ziviles Miteinander und um dazu nötige Rahmenbedingungen. Dem und mithin dem Dorf diene ich als Dorfpolizist.

      Vielleicht haben Sie’s nicht bemerkt, aber ich habe mir die Mühe gemacht, Thomas Roth als Autor anzulegen, damit seine Arbeit die angemessene Anerkennung findet, damit er als das, was er hier nun ist, als Autor, im Kopfbereich der Artikel auftaucht.

      Das würde ich wohl kaum getan haben, wenn Sie recht hätten. Mein Orientierungspunkt ist das „wir“. Die Uniform, die Handschellen und die Knarre habe ich, damit ich meine Aufgabe als Dorfpolizist erledigen kann. Dabei bin ich aber stets vom „wir“ geleitet, von der Frage, was das Beste für unser Dorf ist.

      Ich kenne die persönlichen Beweggründe von Thomas Roth nicht; ich weiss nicht, was ihn zu so manchem veranlasst hat, zuletzt dazu zu gehen. Aber ich weiss, dass er, als er sah, dass wir hier Probleme haben mit einer verschollenen Betreiberin, schnell umdrehte, uns Hilfe anbot und fleissig sehr gutes Material lieferte.

      *Das* interessiert mich, und das verdient Anerkennung. Ich achte Thomas Roth und danke ihm herzlich dafür, dass er, wenn er gebraucht wird, hier an unserer Seite steht. Und ich sage auch offen, dass es ganz danach aussieht, als ob nicht er sich in einer bestimmten Person getäuscht hätte sondern ich.

      Wir sind im Krieg und man versucht nach wie vor, uns zu ermeucheln; auf überaus perfide Art übrigens. Ich muss derzeit noch manches für mich behalten, aber ich kann sagen, dass meine Loyalität unserem Dorf gilt, ohne jedes wenn und aber; ich sehe im Krieg nicht links oder rechts, diesen oder jenen -ismus, sondern ausschließlich eines, das Wohl unseres Dorfes. Dabei interessieren mich weder Titel noch die Anzahl der Sternchen auf den Schulterklappen. Thomas Roth steht mitten unter uns und leistet fleissig seinen Teil. *Das* sehe ich.

      1. sauberes Statement @Russophilus und die Arbeit von Thomas Roth als genau das gewürdigt was es ist – eine Bereicherung für unser kleines Dorf!

        Ich würde mir wünschen, dass diese grundsätzliche Denkweise für all und jeden in Fleisch und Blut übergeht – allerdings muss das jeder für sich selber erkennen.

        Vielen Dank an das Dorf und seine fleißigen Bewohner! ;o))

    2. @ Maxim
      Hören sie endlich auf mit ihrem Alphatier-Krampf, wir sind zivilisierte Menschen.
      Ein Satz gefällt mir bei Ihnen sehr gut:
      „Aber was rede ich!“
      Eben, diesen Gedanken hätten sie an die erste Stelle setzen sollen, der Rest hätte sich von selbst erledigt !

  20. Kurzer Einwurf:
    Der Berater des Sicherheitsrats der Russischen Föderation, Sergej Karaganow, hat über die Möglichkeit der Ermordung von Trump gesprochen

    Das Mitglied des wissenschaftlich-beratenden Rates beim Sicherheitsrat der Russischen Föderation, der Politikwissenschaftler Sergej Karaganow, hat im Interview mit Znak.com die Meinung geäußert, dass die amerikanische Elite gegen den gewählten Präsidenten Donald Trump bis zu seinem Impeachment kämpfen oder sogar einen Mordanschlag durchführen wird.
    Gleichzeitig hält er die „strittigen“ Staaten und die Abstimmung des Kollegiums der Wahlmänner nicht für eine echte Bedrohung von Trump.
    “Hillary Clinton hat die Niederlage anerkannt und jetzt könnte eine Überraschung nur zu unabsehbaren Folgen führen. Ich denke, es wird nicht zu Veränderungen der Positionen kommen: das wäre viel zu gefährlich für die USA“, – hat der Politikwissenschaftler erklärt.
    Der Berater des Sicherheitsrats hält den ehemaligen Staatssekretär und Präsidentschaftskandidaten (Clinton) „für die Schlimmste von allen“. Im Falle ihres Sieges in den USA würde die Elite, die 1990 den Krieg in Jugoslawien lenkte, sowie die erste Osterweiterung der NATO durchführte, an die Macht zurückkehren. Trump wird versuchen, sich über den gemeinsamen Kampf mit den Terroristen zu vereinbaren und, Russland von China zu trennen.
    https://ruposters.ru/news/06-12-2016/sovetnik-sovbeza-tramp

    1. @ Thomas Roth
      Trump hat ja ein wahrhaftiges Gruselkabinett zusammengestellt:
      http://www.nachdenkseiten.de/?p=36132

      Kann das auch als ein schlauer Schachzug interpretiert werden, wonach er die Lobby direkt mit Ministerposten versieht, auf dass sie nicht vom Hintergrund her Wühlarbeit leisten muss, sondern direkt ihre hintergründigen Interessen vertreten kann, offen und für die Öffentlichkeit deutlich vernehmbar, was wiederum den Präsidenten befähigt, seinen Ministern die eigenen Vorschläge anzuverlangen und sie zu feuern, sollten sie Anderes wollen?
      Will er auch, dass die US-amerikanische Öffentlichkeit die Lobbyarbeit direkt selbst kennenlernt und sich dagegen wehrt?
      Wenn das so ist, dann hat Trump sehr gute Berater – ihm selbst traue ich eine solche Schläue / Weitsicht nicht zu.
      Ihm selbst traue ich allenfalls zu, dass er sich dieses Gruselkabinett zusammengestellt hat, um seine Wahl am 19. Dezember durch die Wahlmänner abzusichern.

      Wie dem auch sei, ich halte ihn für überaus gefährdet und wenn er als Präsident versehentlich in einen Unfall verwickelt wird, dann haben wir den unaustehlichen Pence als Präsienten mitsamt diesem „netten“ Gruselkabinett.

      @ Thomas Roth und @ slogan ganz herzlichen Dank für die weiterführenden Beiträge hier. Auch sonst finden sich zu Syrien, Jugoslawien und der Kriegerelite“ hier gute Beiträge. Dennoch vermisse ich @ Dagmar Henn.

  21. Was mich am Russischen Vorgehen in Syrien am Meisten beeindruckt, ist die weitreichende und tief greifende Planung. Die Absicht, nicht nur den Krieg zu gewinnen sondern auch den darauf folgenden Frieden, ist klar erkennbar. Die bestehenden und das zivile Leben erhaltenden Strukturen müssen möglichst erhalten bleiben.
    Was uns (mir) zu wünschen bleibt, ist, dass Russland sich nicht auf die verlogenen ‚Friedenspläne‘ eingeht, sondern gründlich aufräumt, auch als Drohung gegenüber europa. Und dass diese Drohung hierzulande endlich Folgen zeitigt, das rattenpack in die Wüste zu schicken.
    Und dass Russland endlich eine viel deutlichere Sprache in Richtung europa/usppa spricht.
    Dank an Thomas Roth!

    1. Sehr geehrter TaxiMan, die Verhandlungen, werden doch nicht, mit den jeweiligen Präsidenten Darstellern geführt, sondern mit der Macht, die dahinter steht und die bestimmt in den USA, seit 200 Jahren und sie ist eine Fortbestehende Realität, mit der die Russische Regierung, auch in Zukunft umgehen muss.

  22. Russland hat aus Afghanistan einen scheinbar unermesslichen Erfahrungsschatz mit in die Syrien-Hilfe einfließen lassen.
    Und das unter diesen extrem komplexen Verhältnissen und aktiven westlichen Einflüssen.

    Die westlichen kolonisierungen, bzw. ich würde es KOLONSIERUNGS – SYSTEM nennen, ist ja auf jahrhunderte langer Erfahrungen aufgebaut.

    Nichts weniger als DAS scheint jetzt sein Ende gefunden zu haben.
    Mit allen Lügen und Propaganda Märchen.

    „Die russische Militäroperation in Syrien kann man einreihen unter den Musterkriegen, wenn es um die Fähigkeiten zur Kriegsführung geht.“

    ABSOLUT!

    „Die Operation der russischen WKS in Syrien ist eine erfolgreiche Verkörperung des optimalen Modells der Teilnahme an lokalen Konflikten mit mittlerer und hoher Intensität, die der Westen – und in erster Linie die USA – noch nie aufbauen konnte.“

    Doch, doch hatten die schon, nur unter vollkommen anderen Bedingungen und wo anders , UND das hat jetzt sein ENDE!

    Alleine Trump traue ich noch nicht über den Weg.
    Er steht mit seinem Land an der Schwelle der (nicht nur!) ökonomischen Katastrophe.
    Mehr als Europa weiter ausbeuten kann er nicht.
    Was gibt es in Südamerika zu holen, vor allem, er holt sich die Dinge ja nicht mehr so Widerstandslos.

    Das westliche Schuldgeldsystem und damit Wirtschaftssystem bricht jetzt mit exponentieller Geschwindigkeit zusammen.

    Mit einfachen Schuldenschnitten kommt er nicht weiter.
    Alles andere versagt seinen Auftraggebern deren leistungslose Einkommen. Insgesamt Billionen.
    Das Zinseszins System wird verschwinden.
    (Die Frage ob man Geld gegen null Zins verleihen wöllte ist sowieso Quatsch)

    Wie weiter?

    Wird Russland noch ein positives Interesse an Europa haben in Zukunft?
    Wird Russland behilflich sein bei Nürnberg 2.0 ???

  23. Thomas Roths Übersetzung bestätigt dass es in der Welt noch Bereiche gibt, wo gemeinschaftlicher Frieden für die Menschen zurückerobert wird. Und das dort sehr vernünftuge und kluge (hier vor allem russische) Menschen bodenständig und erfolgreich arbeiten. Darauf kann auch die Jugend für eine hoffnungsvolle Zukunft bauen, es wäre also gut, wenn es den Stil von solchem Journalismus um uns permanen gäbe.

    Dafür großen Dank an Thomas Roth! Ich fand es schade, dass Ausnahmsweise sich hier ungeschickt als „AusnahmeLeser“ präsentiert. Ist sicherlich nicht so gemeint, eher T.Roth ermutigend, wie es dann bei mir ankam.

    Die Jugend.
    Im neuesten Blogeintrag von Alles Schall und Rauch wird es sehr persönlich und das hat mich doch betroffen gemacht.

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2016/12/vice-die-fake-news-seite-fur-die-jugend.html?m=1

    Sogar die persönlichen Schwächen der Eltern werden von den Globalisten, die weißgott keine Vorbilder sind, und deren einige viele das Leben ganzer Völker (siehe zB. Syrien) oder junger Kinder (siehe PizzaGate) zerstören für die eigenen Propagandazwecke missbraucht. In dem Fall wurde Freemans Tochter sehr wirksam zur medialen Waffe benutzt. Es sieht derzeit nicht gut aus für die hässlichst agierenden Globalisten. Die Zeichen ihrer Lügen lassen sich immer offensiver sammeln.

    Ich denke wir kennen das alle aus unserer Umgebung. Menschen, die größere Angst vor der Wahrheit haben, ihr persönliches Glück gefährdet sehen und deshalb sich gern für eine „Heile Welt Darstellung“ verteidigend missbrauchen lassen. Natürlich werden hier auch die vielen Schwachstellen der „Alternativen“ deutlich, weshalb Sie bewusst und gezielt unterwandert und gefüttert werden.

    http://www.geolitico.de/2016/11/26/deutsche-bank-schafft-bargeld-ab/?replytocom=2043#respond
    (Austausch in den Kommentaren)

    Interessant waren in dem Zusammenhang für mich die (siehe oberen Link) Auseinandersetzungen der eher „Emotionalen“ (Bsp. Daryl) und der tendenziellen „Intellektuellen“ Alternativen (Bsp. Hubi Stendahl). Für mich sind die akuten Themen genauso wichtig (siehe „PizzaGate“ / Assange oder die Toten im persönlichen Umfelds Clinton – Gewalt und Menschenbild der Machtausübung) wie auch die systemisch langfristigen (wie Bargeld als Bsp. der Systemfrage). Das erste offenbart (natürlich mit Verwirrung „angereichert“) die in den letzten Jahrzehnten entstandene leichtsinnig getwitterte „Kultur“ die sich erstaunlicherweise bis nach Hollywood und in den Stars mit abbildet, das zweite die ernsthaften Zukunftsfragen.

    http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/unterhaltung/Miley-Cyrus-ist-die-Pizza-Slut-article14648546.html
    (vom 6.März 2015)

    Ich halte M. Cyrus zB. nicht für Teil von „PizzaGate“, finde es dennoch interessant wie so eine Fokussierung entstand und warum sie so eine übeddeutliche AntiTrump-Position einnahm.

    Die Jugend (in der Matrix?).

    @Russophilus
    Stimmt, Trump ist ein Überraschung und ein „Patriot“.

    Schauen wir auf die Globalisten und kümmern uns liebevoll um unsere Familien.

    1. … @Lausitzerin, wie um die Moral des US-Militärapparats bestellt ist, zeugt der von CNN im Jahr 2011 ausgestrahlte Beitrag, in dem bestätigt wurde, dass 5.200 Mitarbeiter des Pentagon Kinderpornografie über das Internet bezogen haben. Ein halbes Jahr später wurden diese Untersuchungen eingestellt. Hier der Link zu diesem Beitrag:

      https://www.youtube.com/watch?v=D7n316nGhVo

    2. @Lausitzerin,
      Danke für Ihren Kommentar und den drei Links über die Manipulierung der jungen Menschen. Und ich bin maßlos empört über diese Organisation VICE. Wie schlimm!

      Es gibt einen passenden Spruch dazu, der von dem bekannten russischen Schriftsteller Valentin Rasputin stammt. Er sagte zu seinen Lebenszeiten: „Um ein Land zu erobern, brauch man keinen Krieg zu führen, es reicht, wenn man diesem Land die Jugendlichen wegnimmt“. Ich meine jetzt die effektive Beeinflussung der jungen Generationen.

      Gruß
      anpe

  24. Und im nächsten Jahr werden die Amerikaner Boden-Luft-Raken an die „Rebellen“ in Syrien schicken in der Hoffnung die Situation noch rumzureißen

    Gefahr für die ganze Welt“: Kreml kommentiert US-Entscheidung zu Syrien (ab 2017 Boden-Luft-Raken an Rebellen zu liefern)

    Nach der Entscheidung des amerikanischen Präsidenten Barack Obama, das bislang geltende Verbot für die Bewaffnung US-treuer Rebellen in Syrien aufzuheben, fürchtet Russland schwere Folgen für dieses Kriegsgebiet, aber auch für die ganze Welt.

    Mehr: https://de.sputniknews.com/politik/20161209313696288-kreml-kritisiert-obamas-syrien-entscheidung/

    1. @ Lausitzerin

      seien Sie mir bitte nicht böse, aber diese „Neuheit“ haut mich nicht um.

      Etwas anderes.

      Frontex scheint begraben oder zumindest handlungsunfähig. Kein wunder wenn man die Zusammenarbeit verschiedener Nationen, z B. in Afghanistan betrachtet.
      Denn IM Erika möchte dass die Bundespolizei die EU Grenzen überwacht. Nicht umsonst wird IM Erika BK. Es wird getan was die FCZ wollen und zwar Europaweit. Die BRD dürfte mittlerweile über ein Heer von Kopfabschneidern als Druckmittel gegen die EU Staaten , für das FCZ vorhaben, verfügen. Wenn Brüssel sich zerlegt, dürfte die EU Diktatur, 1000 Jähriges Reich, unter der Fuchtel der BRD und deren Befehlsgeber FCZ loslegen.

      Die Hunde setzen auf schwarzrot gold.

  25. @ Thomas Roth

    Danke für Ihre ehrenvolle Arbeit, volle Achtung!

    Jetzt möchte ich auf Ihre Festtagstorte noch zwei Kirschen setzen.
    Aus dem Kommentar von J.Satanowskij am Donnerstag, bei seiner Sendung „Von zwei bis fünf“, Sender Vesti.FM (analog zu DLF hierzulande)

    „Keiner hat bemerkt, dass die Operation in Syrien noch zwei Effekte ausgelöst hat. Davon hat noch keiner gesprochen.

    Zum ersten, Russland hat „nebenbei“ den Irak vom Zerfall gerettet. Der Clan Barsani verweigerte Verkauf von Öl aus dem kurdischen Irak durch die zentrale Regierung auf den Weltmärkten und lieferte die durch den IS an die Türkei. Barsani war nur einen Schritt entfernt vom Kernirak sich zu trennen.
    Die Zerschlagung der Tanklasterkolonnen durch die russische WKS brachte mehr als sämtliche Bemühungen der NATO Koalition im Kampf gegen den IS.
    Die wichtigste Einnahmequelle des IS wurde trocken gelegt. Und die Regierung Barsani kehrte zur Bündnis mit der zentralen irakischen Regierung zurück und transportiert derzeit Öl durch Basra.
    Dabei fließen Steuer wieder in die Staatskasse.

    Der zweite Aspekt. Verkauf der Anteilen vom russischen Konzern Rosneft an Katar.
    Hat jemand die Deal Bedingungen verstanden ? Katar gibt uns 10 Mia. $ und bekommt Aktien zu seltsamen Bedienungen: keine Stimme im Aufsichtsrat, kein Weiterverkauf an die Dritten. Rückkauf ausschließlich an die Unternehmen aus der Russischen Föderation.

    Sie fragen mich, wie es passieren könnte? Seit zwanzig Jahren spendet uns Doha nur leere Versprechungen und Luftschlösser und plötzlich so eine Wende? Noch vor einigen Jahren wurde der Russlands Botschafter im Flughafen von Doha von Grenzbeamten überfallen und krankenhausreif verprügelt, die diplomatische Post wurde entwendet…und jetzt schenkt plötzlich Putin dem Emir einen relikten weißen Wanderfalken für die Wüstenjagd. Klingt komisch, nicht wahr ?

    Ich sag’s Ihnen einfach. Das abgeschossene über Sinai Boeing und die entführten bei der Jagd Mitglieder der Emir Familie lassen sich grüßen. Die (Katarer) verstehen nur eine Sprache: Klick der beladenen Pistole an der Schläfe…“

    ***
    Nach den durchgesickerten letzten Angaben, ist Monsieur Satanowskij ein ständiges Mitglied der Beratungsrunden bei Schojgu; er wurde 2016 mit zwei Militärmedaillen für seine Analyse- und Aufklärungsarbeit während der Operation in Syrien ausgezeichnet.
    ***
    OT.
    Wenn man seine Aktivitäten im Laufe der Zeit betrachtet, wird man langsam ein Verschwörungstheoretiker.
    Schauen Sie selbst.

    Sommer 2015. Satanowskij fährt nach Israel zum Verfilmen einer Doku über die Zusammenarbeit zwischen russischen und israelischen Aufklärungsdiensten –> September: Putin und Netanjahu einigen sich bei der Koordination in Syrien.

    Weihnachten 2015. Er reist nach New-York zu den Beratungen über die künftige syrische Verfassung –> Februar 2015. Die erste Friedensvereinbarung zwischen amis und Russen bezüglich Syrien. Asad „muss“ nicht mehr weg.

    Februar 2016. Carla del Ponte besucht ihn in Moskau und stellt ihren aktuellen Chef António Guterres vor.
    Es geht um den Versuch, Asad durch die UNO an den Pranger zu stellen. Satanowskij verfechtet alle Vorwürfe: Fassbomben, Giftgasangriffe usw. und klatscht Berichte seiner Informanten auf den Tisch–> Oktober 2016 wird Guterres zum UNO Generalsekretär gekürt.

    Oktober 2016. Satanowskij fliegt nach Japan um die Positionen bezüglich Kurilen zu klären–>
    Dezember 2016. Geplanter Besuch Putins nach Japan. Mal sehen, mal sehen…

  26. Kurzer Einwurf:
    — Syrienkonferenz in Paris, 10.12.2016
    Der Westen versucht, die Situation in Aleppo zu retten, die westliche Koalition, die von den Staaten geleitet wird, erträgt die Verluste in Syrien und die Politiker der USA und der EU, machen unzweideutige Erklärungen, die noch einmal davon zeugen könnten, dass der Konflikt im Nahen Osten mit ihrer unmittelbaren Teilnahme organisiert wurde.
    Nach den Ergebnissen des zweifelhaften Treffens der „Gruppen der Freunde Syriens“, das von den Ländern durchgeführt wurde, die den Sturz von Präsident Baschar al-Assad grundsätzlich verteidigen, hat der Außenminister der USA, John Kerry, erklärt, dass die Behörden Russlands und der SAR verpflichtet sind, Gnade zu zeigen und den s.g. Oppositionellen in Aleppo feste Garantien zu geben, dass ihr Leben geschont wird.
    Parallel hat zu der Erklärung des Amerikaners, der Chef des Amtes für Auswärtige Angelegenheiten Frankreichs, Jean-Marc Ayrault, die gleiche Position verlauten lassen.
    Die Rede ist in dieser Geschichte von der angeblich gemäßigten Opposition, die gegen die Regierung Baschar Assads antritt und bis jetzt mit der Regierungsarmee Syriens kämpft. Infolge dessen, dass heute die Truppen Assads schon 93 % des Territoriums von Aleppo eingenommen haben, sind die Fragen der Lösung des syrischen Konfliktes auf friedlichem Weg, sowie das Thema der Garantien für das Leben der Leute, die gegen die geltende Regierung SAR antraten, kurz vor Schluß wieder aufgetaucht.
    Mit ähnlicher Motivation betont die westliche Koalition die Tatsache, dass es für sie grundsätzlich wichtig ist, dass die gemäßigte Opposition (oder die Kämpfer, die gegen das Regime Assad antraten), am Leben bleiben. Doch es ist kein Wort davon zu hören, dass der Westen die Operation auf dem Nahen Osten einstellt. In diesem Moment werden von den westlichen Politikern nur die Maßnahmen zur Rettung der „Helfer“ betrachtet.
    https://cont.ws/post/455446

    — Die offizielle Erklärung des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation zur Situation in Aleppo. 10.12.2016 von Cassad
    1. Heute verließen den Kessel mehr als 20.000 Personen.
    2. Der Angriff der syrischen Armee wurde in dieser Zeit gestoppt.
    3. Seit heute, dem 10. Dezember, kontrollieren die SAA und ihre Verbündeten 93 % der Territorien von Aleppo.
    4. Heute haben 1237 Kämpfer die Waffen gestreckt.
    5. Nachdem die Bürger durch die humanitären Korridore gegangen waren, wurde der Angriff der SAA fortgesetzt. https://cont.ws/post/455426

    p.s. Ich möchte den Kommentar von Ixus aufgreifen und in aller Bescheidenheit darauf verweisen, dass ich immer versuche, Autoren zu übersetzen, die etwas zu sagen haben. Zum Beispiel Satanowskij. Der ist einer von ganz wenigen Leuten, die die Verbindung zwischen Russland und den Entscheidern in der Welt hält. Ein Mann, der allerhöchsten Respekt erhält. Grüsse ..

    1. Einmal mehr Dank an Sie Th.Roth,für diesen Beitrag.Satanowski den ich vorher gar nicht kannte ist durch Ihre Übersetzung ganz nach vorn gerutscht in meiner Wertschätzung.
      Was das bemühen der sog. westl. Wertegemeinschaft betrifft die „gemäßigten“ Oppositionellen lebend aus der Kampfzone zu bringen,halte ich entgegen das es zahllose Aufrufe der syrischen Regierung gegeben hat die Waffen niederzulegen und Amnesty zu erhalten.Statt dessen haben sie med. Personal ermordet.Damit sollte jedem klar sein das diese Höllenkreaturen ihr Schicksal selbst bestimmt haben.Als friedliche Bürger in der Zukunft ganz sicher nicht.Diese Leute wären für jedes Land die ultimative Zeitbombe!

    1. Heute geht es leider heftig weiter im Kampf um Palmyra.
      Der IS startete eine neue Offensive mit Schwerpunkt am östlichen Stadtrand.
      https://de.sputniknews.com/politik/20161211313717631-syrische-armee-is-palmyra-schwere-kaempfe/

      Nach einer verhängten Feuerpause in Rakka verstärken diese US-treuen „Rebellen“ die Kämpfer in Palmyra
      https://de.sputniknews.com/politik/20161211313717806-is-rakka-palmyra-reserven/

      Und aus dem Irak machen sich 5000 IS-Kämpfer auf den Weg nach Syrien.
      https://de.sputniknews.com/politik/20161211313718130/

      Es dürfte sich um den Endkampf handeln, nachdem Aleppo für die USA und Verbündete verloren ist.

  27. Wie ist der Rückzug der syrischen Armee aus Palmyra strategisch zu bewerten? Ist es anzunehmen das man dort dem US Verbrechen eine geographische Falle aufgestellt hat oder wurde man überrascht was zum Beschluss der Evakuierung geführt hat? (geographische Falle = bessere geographisch bedingte Ausgangslage zum vernichten des Feindes)
    Das durch die Evakuierung in erster Linie das Leben der dortigen Menschen gerettet wurde ist mir absolut klar. Mir ist auch absolut klar das man auf gar keinen Fall sinnlos Opfer bringen soll.
    Gruß Bernd

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